Medialisierung im Risikosport

Eine Untersuchung zum Einfluss von Emotionalisierung auf die Rezeption von Risikosport-Videoclips


Bachelorarbeit, 2014
64 Seiten, Note: 1,7

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Abkurzungsverzeichnis

1. Einleitung

A. THEORETISCHER TEIL
2. Mediensport und die Rolle von Emotionen
2.1 Definition von Mediensport und sportlicher Realitat
2.2 Merkmale der Medialisierung des Sports
2.2.1 Theoretische Einordnung von Emotionen
2.2.2 Emotionale Wahrnehmungsmuster der Sportrezeption
3. Grundlagen des Risikosports
3.1 Risikoforschung im Sport
3.1.1 Theoretische Einordnung des Begriffs Risiko
3.1.2 Definition von Risikosport
3.2 Motivationspsychologische Grundlagen des Risikosports
3.2.1 Sensation Seeking
3.2.2 Sensation Seeking und Mediennutzungsverhalten
4. Die Medialisierung des Risikosports
4.1 Vergleich von Trend- und Risikosport
4.1.1 Merkmale der Medialisierung im Risikosport
4.1.2 Emotionalitat und High Sensation Seeking im Risikosport

B. EMPIRISCH-PRAKTISCHER TEIL
5. Forschungsgegenstand und Hypothesen
6. Methodische Umsetzung
6.1 Untersuchungsdesign
6.2 Operationalisierung
6.2.1 Unabhangige Variablen
6.2.2 Abhangige Variablen
6.3 Auswahl des Stimulusmaterials
6.4 Stichprobenauswahl und Durchfuhrung
6.5 Pretest
7. Darstellung der Ergebnisse
7.1 Beschreibung der Stichprobe
7.2 Faktorenanalysen und Reliabilitat der Skalen
7.3 Uberprufung der Forschungshypothesen
7.4 Zusammenfassung und Interpretation der Ergebnisse

C. Fazit

Literaturverzeichnis

Anhang

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Verteilung des AISS innerhalb der Stichprobe

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Operationalisierung des AISS

Tabelle 2: Operationalisierung der SES

Tabelle 3: Operationalisierung Bewertung der Einstellungen gegenuber Risikosport..

Tabelle 4: Itemkennwerte der rotierten Komponentenmatrix des AISS

Tabelle 5: Itemkennwerte der rotierten Komponentenmatrix der Einstellungen gegenuber Risikosport

Abkiirzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

Der Roca Foradada ist ein Berg in der Nahe von Barcelona und gehort zum Montserratmassiv. Die Region ist bekannt fur ihre Wandermoglichkeiten und zieht jedes Jahr zahlreiche Touristen an. Fur den Norweger Alexander Polli war dies jedoch nicht von Bedeutung, als er im letzten Jahr mit ein paar Freunden die Gegend bereiste. Ihn interessierte vielmehr ein nur wenige Meter breiter Felsspalt etwas abseits der bekannten Wanderrouten - nach einigen Vorbereitungen sprang er mit einem Wingsuit1 2 und einer Geschwindigkeit von 250 Kilometern pro Stunde durch genau diesen Spalt. Innerhalb kurzester Zeit verbreitete sich das entsprechende Video uber soziale Netzwerke und wurde millionenfach angeklickt (Muller, 2013, S. 1). Darauf angesprochen, ob er nicht Angst um sein Leben gehabt habe, antwortete Polli: ,,Es sind haufig nur unsere Angste, die uns davon abhalten, etwas zu tun, was wir gerne tun wurden und konnten“ (ebd., S.1).

In den Medien werden solche waghalsigen Aktionen immer ofter aufgegriffen und die betreffenden Sportler stehen zumindest kurzzeitig im Fokus des offentlichen Interesses. Das Spiel mit der eigenen Angst ist sowohl fur die Sportler als auch fur die Zuschauer eine willkommene Abwechslung zum Alltag (Bette, 2004, S. 35; Bette & Schimank, 1995, S. 182). Die zentralen Eigenschaften der jeweiligen Risikosportarten werden dabei v.a. an der spezifischen medialen Darstellung deutlich. Medien konzentrieren sich in ihrer Berichterstattung uber den Risikosport bewusst auf Merkmale wie Gefahr und Emotionen. Besonders die Emotionalitat spielt in diesem Kontext eine wichtige Rolle. Emotionen gehoren zwar grundsatzlich zum Sport, allerdings nicht in dem hohen Mafie wie es im Zuge der medialen Inszenierung des Risikosports haufig der Fall ist.

Nicht dargestellt und oft vergessen wird dagegen, dass sich die betreffenden Sportler teilweise in akute Lebensgefahr begeben und es regelmafiig zu todlichen Unfallen kommt. Doch beeintrachtigt dies den Erfolg des Risikosports offenbar bisher nur wenig, was exemplarisch an den Reaktionen zu Pollis Video deutlich wird.

Fur die vorliegende Arbeit resultierte daraus zunachst die Frage aus welchen Beweggrunden sich Menschen fur den Risikosport interessieren und entsprechende Inhalte rezipieren. Hierfur wurde auf das Konzept Sensation Seeking zuruckgegriffen. Dieser Ansatz geht davon aus, dass Menschen entweder die Tendenz haben Risiken einzugehen (High Sensation Seeker) oder versuchen diese zu vermeiden (Low Sensation Seeker). Folglich kann davon ausgegangen werden, dass Menschen die eine gewisse Risikoaffinitat aufweisen, auch zur Zielgruppe des Risikosports gehoren. Basierend auf dieser Annahme wurden zwei Forschungsfragen gestellt, die sich einerseits auf die emotionale Selbsteinschatzung und andererseits auf die Bewertung der Einstellungen gegenuber Risikosport beziehen.

(1) Welchen Einfluss hat die mediale Darstellung des Risikosports auf die emotionale Selbsteinschatzung?
(2) Welchen Einfluss hat die mediale Darstellung des Risikosports auf die Bewertung der Einstellungen gegenuber Risikosport?

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefem High Sensation Seeker die Rezeption von risikoreichen Medieninhalten als unterhaltend empfinden und ob ein expliziter Hinweis auf die Gefahr dieses Gefuhl sogar noch weiter verstarken kann. So soll die Annahme uberpruft werden, dass die Inszenierung von Gefahr beim Risikosport nicht nur allein auf die Medien zuruckzufuhren ist, sondern stattdessen von Teilen der Offentlichkeit bewusst gesucht wird und sich die Medien somit nur an den Bedurfnissen des jeweiligen Publikums orientieren.

Die Arbeit setzt sich aus zwei Teilen zusammen, dem Theoretischen Teil und dem Empirisch-Praktischen Teil. Im Zuge des abschliefienden Fazits werden die Ergebnisse in den aktuellen Forschungskontext eingeordnet und ein Ausblick uber den weiteren Forschungsbedarf gegeben. Der theoretische Teil liefert dabei die notigen Grundkenntnisse zum Verstandnis der durchgefuhrten Untersuchung. Ausgehend von einer Analyse der aktuellen Sportberichterstattung wird auf die Rolle von Emotionen bei der Sportrezeption (s. 2 - 2.2.2) eingegangen. Im folgenden Schritt wird sich mit der Risikoforschung im Sport auseinandergesetzt (s. 3.1). Basierend darauf werden die Begriffe Risiko und Risikosport definiert und die motivationspsychologischen Grundlagen des Risikosports beschrieben (s. 3.1.1 - 3.2.2). Zuletzt behandelt der Theorieteil die Medialisierung des Risikosports (s. 4). Hier werden die einzelnen Merkmale der Medialisierung dargestellt und die Funktion des Sensation Seeking erklart (s. 4.1 - 4.1.2).

Der empirisch-praktische Teil beschaftigt sich mit der im Rahmen der Arbeit durchgefuhrten quantitativen Onlinebefragung. Zur besseren Nachvollziehbarkeit werden hier zunachst der Forschungsgegenstand und die zugehorigen Hypothesen beschrieben. Im Anschluss wird die methodische Umsetzung erlautert und das Untersuchungsdesign, die Operationalisierungen der Variablen, die Auswahl des Stimulusmaterials und die konkrete Durchfuhrung der Studie (s. 5) dargestellt. Darauf folgend werden die Hypothesen anhand der gewonnenen Daten uberpruft (s. 6 - 6.3). Der letzte Schritt beinhaltet die Zusammenfassung und Interpretation der betreffenden Ergebnisse (s. 7.4). Nach der Einordnung in den aktuellen Forschungskontext wird im Zuge des Fazits (s. C) die methodische Umsetzung kritisch reflektiert und abschliefiend auf weiterfuhrende Forschungsfragen hingewiesen.

A. THEORETISCHER TEIL

2. Mediensport und die Rolle von Emotionen

,,Das wird alles von den Medien hochsterilisiert“ (Wiemann, 2008, o.S.). Mit dieser Aussage kommentierte der damalige Fufiballtrainer von Bayer Leverkusen, Bruno Labbadia, eine seiner Meinung nach durch die Medien erzeugte Vereinskrise. Unabhangig von diesem in vielen Jahresruckblicken zitierten Versprecher ist der Sport mittlerweile zu einem ,,bedeutsamen gesellschaftlichen Phanomen geworden, insbesondere auch wegen seiner engen Verzahnung mit den Medien“ (Gleich, 2008, S. 185). Welche konkreten Auswirkungen hat diese Entwicklung aber auf den Sport?

Im ersten Teilbereich dieses Kapitels werden dazu die Realitatskonstruktionen des Mediensports und der sportlichen Realitat unterschieden. AnschlieBend konzentriert sich die Arbeit auf die Merkmale der Medialisierung des Sports und in einem tiefergehenden Schritt auf die Bedeutung von Emotionen im Sportkontext.

2.1 Definition von Mediensport und sportlicher Realitat

Es herrscht Einigkeit daruber, dass die offentliche Wahrnehmung des Sports medienspezifischen Einflussen unterliegt (Horky, 2001, S. 175; Gleich, 2008, S. 189), die zur Entstehung des „Mediensports“ (Horky, 2009, S. 298) bzw. der „Sportmedienrealitat“ (Scherer, 2004, S. 215) gefuhrt haben. Diese Realitatskonstruktion weist allerdings nur wenige Ahnlichkeiten zur tatsachlichen sportlichen Realitat auf. Die ursprungliche sportliche Realitat beschreibt den Alltag von Spitzensportlern, welcher durch tagliches Training, regelmaBige Wettkampfe und hohe korperliche Belastungen gepragt ist (Knobbe, 2000, S. 27). Im Vergleich zum Breitensport zahlt im Spitzensport ausschlieBlich der Leistungsgedanke und es wird ein entsprechender Aufwand betrieben um diesem gerecht zu werden (Horky, 2001, S. 121). Uber diesen Alltag erfahrt der Zuschauer zumeist jedoch relativ wenig, da er in den Medien nur geringe Beachtung findet. Diese Form der bewussten Selektion, in Kombination mit weiteren Faktoren, wird gleichbedeutend mit Mediensport oder Sportmedienrealitat bezeichnet.

Zentrales Merkmal ist die Berichterstattung uber nur wenige medial verwertbare Teilbereiche des Sports. Bereits die Auswahl der gezeigten Sportarten verdeutlicht den Fokus auf massentauglichen Sport wie FuBball, Formel 1 oder Wintersport (Loosen, 2001, S. 137). Ein gutes Beispiel sind die zehn Fernsehsendungen mit den hochsten Einschaltquoten im Jahr 2012. Hier finden sich aufgrund der Europameisterschaft in Polen und der Ukraine ausnahmslos FuBballspiele (Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung, 2012, o.S.).

Theoretisch lasst sich dieser Vorgang mit einem zweistufigen Selektionsprozess erklaren. Journalisten legen in einem ersten Schritt fest, uber welche Themen sie berichten und welche Inhalte fur die Offentlichkeit relevant sind. AnschlieBend wird entschieden, in welcher Tonalitat die Berichterstattung erfolgen soll. Zwar lasst sich hier naturlich von einer Form der Verzerrung sprechen, andererseits bleibt den Medien meist nichts anderes ubrig. Es ist schlicht unmoglich, alle Bereiche der sportlichen Realitat gleichwertig zu erfassen, sodass die Konstruktion einer eigenen Medienwirklichkeitunabdingbarist(Becker, 1983, S. 31, Horky, 2001, S. 149).

2.2 Merkmale der Medialisierung des Sports

Inwieweit eine Sportart nun als berichtenswert eingestuft wird, bestimmt hauptsachlich ihr Unterhaltungspotenzial. Opaschowski (2001) spricht deshalb auch von Sportevents, welche durch die „Sucht nach Superstars und Superlativen“ (S.78) gekennzeichnet sind. Vieles von dem, was eine Sportart ursprunglich ausmacht, tritt dabei in den Hintergrund. So wird die Berichterstattung zur besseren Unterhaltung um nicht sportspezifische Angebote wie Interviews, Comedy und andere Showelemente erweitert (Gleich, 2008, S. 189). Fur Horky (2001, S. 118) besteht sogar die Gefahr einer willkurlichen Austauschbarkeit der sportlichen Handlung, da die emotionale Inszenierung von aufien den Sport immer unwichtiger erscheinen lasst. Gleichzeitig bietet die naturliche Struktur des Sports die passende Voraussetzung fur eine hohe Medienaufmerksamkeit. Die Sportwelt ist gepragt durch einen starken Wettbewerbscharakter, in dessen Rahmen sich die Protagonisten miteinander messen, und es zudem mit Siegern und Verlierern eine klare Rollenverteilung gibt. Fur den Zuschauer ist dies leicht verstandlich und das in der Regel nicht vorhersagbare Ergebnis lasst eine Dramatik entstehen, welche genugend Anreiz zur Rezeption bietet. Zusatzlich ist Sport aus Sicht der Medien planbar, zeitlich kalkulierbar und es gibt nur wenige nicht kontrollierbare aubere Einflusse (Bette, 1999, S. 182-183; Nolleke & Blobaum, 2012, S. 165).

Daruber hinaus fokussiert sich die Berichterstattung auf die jeweiligen nationalen SportlergroBen und betont ihre spezifischen Eigenschaften. In diesem Kontext stellt die Verwendung von Stereotypen nichts Ungewohnliches dar, z.B. wenn von deutschen Tugenden wie Disziplin und Charakterstarke die Rede ist (Gleich, 2001, S. 173). Das haufig einseitig vermittelte Menschenbild fuhrt dazu, dass Sportler zu Helden der Gesellschaft stilisiert werden, die sich durch Bescheidenheit und hohe Leistungsbereitschaft auszeichnen. Medial besonders relevant ist es, wenn einer dieser Sportler eine neue Bestmarke oder einen neuen Rekord aufstellt, der sich entsprechend inszenieren lasst (Becker, 1983, S. 33).

An den vorausgehenden Darstellungen wird deutlich, dass Medien verschiedenste Strategien anwenden, um Sport als ein fur den Rezipienten einzigartiges Produkt zu prasentieren. Die zunehmende Differenzierung wirkt sich inzwischen auch auf asthetische Merkmale aus. Darunter fallen Bereiche wie Bildbearbeitung und Musik (Schierl, 2004, S. 144), auf welche im Folgenden kurz eingegangen wird.

Zwar ist es schwierig zu erortern, ob die Bildbearbeitung nachhaltig zu einer verbesserten Zuschauerbindung fuhrt, jedoch ist es unstrittig, dass bspw. hochwertige Bildaufnahmen zur Gesamtqualitat des Produkts beitragen. Dynamische und schnelle Bildfolgen losen bei Rezipienten einen inneren Erregungszustand aus, der zu einer gesteigerten Aufmerksamkeit fuhrt (Sturm, 1975, zitiert nach Schierl, 2004, S. 145). Andere Stilmittel wie Zeitlupen und Perspektivwechsel tragen nur wenig zur Information der Zuschauer bei, sondern erhohen stattdessen vielmehr die Emotionalitat der gezeigten Bilder (Schierl, 2004, S. 146).

Der Einfluss von Musik bei einer Sportubertragung auf die Zuschauer ist im deutschen Raum bisher noch nicht ausreichend erforscht, um von aussagekraftigen Ergebnissen zu sprechen. Geht man jedoch von einem etwas allgemeineren Rahmen aus, d.h. der Wirkung von Musik bei der Rezeption von Filmen, sind Parallelen offensichtlich. Kepplinger (2010, S. 190-191) stellt in seiner Studie fest, dass Rezipienten Filme gemaB ihrer Hintergrundmusik interpretieren. In diesem Fall ist die Bekanntheit des betreffenden Musikstucks nicht relevant, da die Zuordnung zu einem bestimmten Genre ausreicht. Laut Kepplinger (ebd. S.190-191) deckt sich das Ergebnis mit den Aussagen des Strukturierungsmodells, welches die Musik in Filmen als Interpretationshilfe zum besseren Verstandnis der gezeigten Inhalte definiert. Musik erklart somit zwar nicht die filmische Handlung, allerdings kann sie die Wahrnehmung des Films intensivieren und den Stimmungszustand der Zuschauer verandern.

Zum Schluss soil anhand eines Beispiels kurz dargestellt werden, inwiefem sich das Regelwerk des Sports inzwischen an mediale Prozesse angepasst hat. In ihren Bemuhungen sich moglichst gut vermarkten zu konnen, nehmen Sportverbande immer haufiger das Risiko in Kauf, Teile ihrer Identitat zu verlieren. „Das Bestreben eine Sportdisziplin gerade im Vorfeld von Olympischen Spielen oder Weltmeisterschaften telegener zu gestalten, schlagt sich auf den ersten Blick vor allem in einer inflationaren Tendenz zu Regel-Anderungen nieder“ (Schauerte & Schwier, 2004, S. 165).

Ein Beispiel ist die Angriffsregel beim Basketball. Hier hat die ballfuhrende Mannschaft insgesamt 24 Sekunden Zeit, um einen Angriff durch einen Korbwurf abzuschlieBen (Deutscher Basketball Bund, 2012, S. 5). Naturlich erhoht sich so die Geschwindigkeit des Spiels, d.h. die Teams mussen haufiger zwischen Angriff und Verteidigung wechseln und letztlich werden wahrscheinlich mehr Korbe erzielt (Schauerte & Schwier, 2004, S. 166).

Die Ausfuhrungen machen deutlich, dass die Medialisierung mittlerweile ein Niveau erreicht hat, welches es dem System Medien erlaubt das System Sport entscheidend zu beeinflussen und weitergehend die Entwicklung einzelner Sportarten in die gewunschte Richtung zu lenken. Vieles wird dem Ziel untergeordnet den Sport so dramatisch und dynamisch wie moglich zu inszenieren, wobei sich die Medien v.a. auf die Komponente der Zuschauerunterhaltung konzentrieren. Ein Faktor, welcher dabei beachtet werden muss, ist die Rolle von Emotionen. Wie im spateren Verlauf der Arbeit noch herausgestellt wird, ist die Emotionalisierung eng mit dem Prozess der Medialisierung verbunden (s. 2.2.2). Die Tendenz, das emotionale Erleben der Zuschauer gezielt zu intensivieren, wird ohnehin an den Merkmalen der Inszenierung, Bildbearbeitung und Musik erkennbar.

2.2.1 Theoretische Einordnung von Emotionen

Fur Menschen ist ein sportliches Ereignis immer auch mit Emotionalitat verbunden, da Emotionen in ihrer Intensitat den Sport erst von anderen offentlichen Themen abgrenzen. Emotionen sorgen dafur, dass Zuschauer in einem Fufiballstadion ihre favorisierte Mannschaft lautstark unterstutzen und sich mit den Spielern des Teams identifizieren (Riedl, 2008, S. 222). Aber welche Eigenschaften weisen Emotionen im Detail auf und welche gedanklichen Prozesse laufen bei der Rezeption von Sport ab? In einem ersten Schritt wird dazu der Begriff Emotion aus einer psychologischen Perspektive eingeordnet. Im Anschluss wird erklart, welche Wahrnehmungsmuster fur die Rezeption von Sport relevant sind (s. 2.2.2).

Zunachst lasst sich feststellen, dass eine Emotion in der Psychologie ein vielschichtiges, mit zahlreichen theoretischen Konzepten belegtes Konstrukt ist, das gar keine eindeutige Definition zulasst. In der Literatur wird deshalb in der Regel von Arbeitsdefinitionen gesprochen, die nur unter Vorbehalt zu verwenden sind (Meyer, Schutzwohl & Reisenzein, 2001, S. 22). Fur die vorliegende Arbeit wird sich auf die Erlauterungen von Meyer et al. (2001, S. 24 -36) bezogen, nach denen sich Emotionen aus insgesamt vier Merkmalen zusammensetzen.

Demnach sind Emotionen grundsatzlich als (1) aktuelle psychische Zustande einzelner Personen zu verstehen, die sich hinsichtlich ihrer (2) Qualitat, Intensitat und Dauer unterscheiden. Qualitat bedeutet hier, dass sich Emotionen in verschiedene Kategorien wie Angst, Freude oder Wut einteilen lassen. Das dritte Merkmal beschreibt Emotionen als (3) objektgerichtete Eigenschaft, d.h. wenn Personen sich z.B. uber „etwas“ freuen, bezieht sich dieses Gefuhl immer auf ein bestimmtes Objekt. Das betreffende Objekt muss nicht zwingend real sein, da Menschen auch in Verbindung mit fiktiven Ereignissen Emotionen entwickeln konnen.

Das vierte Merkmal (Meyer et al., 2001, S. 31-36) konzentriert sich auf die (4) psychischen und korperlich messbaren Effekte von Emotionen. Dazu zahlen der Erlebnisaspekt, der physiologische Aspekt und der Verhaltensaspekt. Unter Erlebnisaspekt wird die Individualitat einer Emotion verstanden, denn jeder Mensch nimmt Emotionen auf seine personliche Art und Weise wahr. Der physiologische Aspekt bezieht sich dagegen auf korperliche Reaktionen wie Schwitzen und Anstieg der Herzfrequenz. Konkret zum Ausdruck kommen Emotionen dann v.a. im Verhaltensaspekt, bspw. in der Mimik, Gestik und Korperhaltung. Zusatzlich spielt in diesem Zusammenhang der Sozialisationsprozess wahrend der Kindheit eine entscheidende Rolle. Menschen entwickeln in dieser Phase ein von ihrem kulturellen Umfeld abhangiges Emotionsverstandnis und lernen so, welche Reaktion auf eine spezifische Emotion sozial akzeptiert ist (Reichle & Gloger-Tippelt, 2007, S. 201).

In Verbindung mit der Definition von Emotionen muss jedoch immer auch der Begriff Kognition genannt werden. Kognitionen sind informationsverarbeitende Prozesse, mit deren Hilfe Menschen in der Lage sind, die sie umgebende Umwelt zu interpretieren (Ciompi, 2005, S. 72). Folgt man diesem Ansatz, ubernehmen Emotionen laut Riedl (2008, S. 229-230) zwei Funktionen. Einerseits sind sie das Ergebnis von Kognitionen und aubern sich in der Bewertung der jeweiligen Situation. Andererseits aber filtern sie die menschliche Wahrnehmung, indem sie festlegen, was bedeutsam ist und was nicht. Somit sind sie ebenso Ausloser fur weiter- und tiefergehende Kognitionen. Die Wechselwirkung von Emotionen und Kognitionen findet besonders im Theoriemodell der Affektlogik von Ciompi (2005) Verwendung. Das Konzept setzt sich zusammen aus den zwei Konstrukten Affekt und Logik, die kurz vorgestellt werden sollen.

Affekt kann bei Ciompi (2005, S.66-68) als ein Oberbegriff fur Emotionen und Gefuhle betrachtet werden, der in seiner Definition starke Ahnlichkeiten zur vorherigen theoretischen Einordnung aufweist. So ist ein Affekt ebenfalls zeitlich begrenzt und in seiner Erscheinungsform variabel. Hervorgerufen werden Affekte durch aubere Reize, die gleichermafien unbewusst und bewusst verarbeitet werden konnen.

Logik steht dagegen fur die Verknupfung von kognitiven Inhalten in bestimmten Situationen, z.B. kommt es in einem Zustand der Gefahr zu einer Angstlogik, die sich durch Fluchtverhalten aufiern kann. Es geht in diesem Kontext allerdings nicht darum, wie man nach einem allgemeinen logischen Verstandnis denken sollte, sondern darum, wie ein Mensch in einem solchen Moment der Gefahr wirklich denkt und handelt. Die Logik verbindet sich folglich mit dem affektiven Denken, welches aus dem Augenblick heraus entsteht und Einfluss auf die Wahrnehmung ausubt (Ciompi, 2005, S. 153-154). Andere Formen der Logik sind Trauerlogik, Wutlogik, Freudelogik oder Alltagslogik (Ciompi, 2005, S. 77-78).

Zusammenfassend sollen die vorangegangenen Ausfuhrungen als grundlegend fur den weiteren Verlauf der Arbeit betrachtet werden. Emotionen sind zeitlich begrenzte Zustande, die sich sowohl psychisch als auch physisch auBern. Zugleich besteht eine Wechselwirkung zwischen Emotionen und Kognitionen - eine Emotion kann entweder das Resultat oder die Ursache einer Kognition darstellen. Die Theorie der Affektlogik von Ciompi (2005) ist hier ein wichtiger theoretischer Ansatz, der diesen Vorgang eingehender beschreibt.

2.2.2 Emotionale Wahrnehmungsmuster der Sportrezeption

Die Rezeption von Sport kann Menschen in unterschiedliche emotionale Zustande versetzen und sie Gefuhle empfinden lassen, wie sie im Alltag normalerweise nicht vorkommen. So kann ein Sieg der Lieblingsmannschaft im FuBball ein ungeahntes Glucksgefuhl auslosen, wahrend bei einer Niederlage genau das Gegenteil eintritt. Auf Grundlage der Thesen von Riedl (2008) wird in diesem Abschnitt dargestellt, warum gerade der Sport solche Gefuhle erzeugen kann.

Riedl (2008) begrundet die Entstehung von sportlich gepragten Emotionen mit dem ,rAusmafi der Erwartungsenttauschungen [und der] Starke der Selbstbindung“ (S. 229, Hervorheb. i. O.). Beide Begriffe gehen ursprunglich auf die soziologische Systemtheorie von Luhmann (1984, S. 362-364) zuruck und liefern ein erstes Erklarungskonzept.

Erwartungsenttauschung bezeichnet den Grad der Uberraschung eines Ereignisses, sofern es mit den eigenen Erwartungen nicht ubereinstimmt (Schimank, 2008, S. 139). Ein Beispiel aus dem Sport ware die Niederlage eines Favoriten und der Sieg eines volligen AuBenseiters in einem beliebigen Wettbewerb. An einem solchen Ereignis werden gleichzeitig die zwei Ebenen der Erwartungsenttauschung sichtbar. Auf der einen Seite sind die Unterstutzer des vermeintlich starker einzuschatzenden Athleten enttauscht uber die Niederlage, wahrend auf der anderen Seite bei den Fans des sportlichen AuBenseiters naturlich alle Erwartungen ubertroffen wurden. Somit kann der Begriff Erwartungsenttauschung positiv oder negativ interpretiert werden (Riedl, 2008, S. 229). Die Selbstbindung bezieht sich dagegen auf die eigene emotionale Betroffenheit bezuglich der Erwartung an ein Ereignis. Ausgehend von der Systemtheorie Luhmanns (1984, S. 363-364) argumentiert Riedl (2008, S. 229), dass bei einer hohen Identifikation mit den eigenen Erwartungen ein besonders starkes Emotionspotenzial besteht.

Vergleicht man diesen Ansatz mit den Merkmalen der Sportberichterstattung (Gleich, 2008, S. 188-191), wird deutlich, warum Medien Sportveranstaltungen bewusst nach ihren Vorstellungen inszenieren. Nur wenn sich Zuschauer ausreichend mit einer Sportart bzw. einem Sportler identifizieren, konnen sich eine emotionale Verbundenheit und die fur ein emotionales Erleben notwendigen Erwartungshaltungen entwickeln. Die Wahrscheinlichkeit einer emotionalen Bindung steigt,je mehr mediale Beachtung bspw. einem Sportereignis beigemessen wird. Die Starke dieser Bindung definiert letztlich das Zuschauerinteresse an einer Sportart, weshalb Verbande und Vereine auf eine angemessene AuBendarstellung entsprechenden Wert legen (Opaschowski, 2001, S. 91, Riedl, 2008, S. 247).

Erreicht eine Sportart regelmaBig ein groBes Publikum und weckt so das offentliche Interesse, verandert sich allerdings ebenso die Zuschauerstruktur. Bestand das Publikum zu Anfang hauptsachlich aus Experten, bei denen ein gewisser Kenntnisstand uber die jeweilige Sportart vorausgesetzt werden konnte, gehoren mit der Zeit zunehmend auch Laien zu den Zuschauem. Geleitet von der gesteigerten offentlichen Wahmehmung setzt sich diese Gruppe, im Gegensatz zu den Experten, nur am Rande mit den Leistungsanforderungen oder dem Regelwerk der Sportart auseinander. Trotz ihres mangelnden Kenntnisstandes konnen Laien mittels Emotionen ein Grundverstandnis fur den betreffenden Wettkampf entwickeln und die groben Rahmenbedingungen nachvollziehen (Riedl, 2008, S. 231).

Der Effekt, dass sich das Interesse der Sportzuschauer haufig allein durch emotionale Prozesse steuern lasst, wird an einer Untersuchung von Schlesinger (2009, S. 156) zur Entstehung kollektiver Emotionen deutlich. Im Rahmen eines von Red Bull organisierten Mountainbike-Events wurde analysiert, welche Bedingungen erfullt sein mussen, damit es zu einem gemeinschaftlichen und emotionalen Publikumserleben kommen kann. Nach einer unter den Zuschauern durchgefuhrten qualitativen Befragung teilt Schlesinger (2009, S.165) dazu das Publikum in zwei verschieden Typen ein.

Auf der einen Seite steht die Gruppe, die man als klassische Fans bezeichnen kann. Die Fans besuchen die Veranstaltung aufgrund von Interesse und sind entsprechend gut informiert. Sie sind begeistert vom Geschehen, was sich durch eine enge emotionale Bindung und fantypische Selbstinszenierungen ausdruckt. Auf der anderen Seite gibt es zahlreiche Zuschauer, welche die Veranstaltung aus Grunden der Unterhaltung besuchen und keinerlei Erfahrung mit dem Mountainbikesport haben. Grundsatzlich haben sie nicht das Verlangen, sich emotional einzubringen, und sind vielmehr stille Betrachter. Allerdings lassen sie sich von der Emotionalitat der Fans anstecken und uberall dort, wo die beiden eigentlich unterschiedlich motivierten Gruppen aufeinandertreffen, entsteht eine emotionale Stimmung. Folglich sind die Fans Ausloser fur Emotionalitat und konnen den Stimmungszustand der anderen Zuschauer aktiv beeinflussen (Schlesinger, 2009, S. 165-168).

Zusammenfassend sind Emotionen zentraler Bestandteil des Zuschauererlebens und verantwortlich fur die Identifikation des Publikums mit der jeweiligen Sportart. Die Starke der emotionalen Beziehung resultiert einerseits aus der Erwartungshaltung und andererseits aus dem Grad der eigenen Selbstbindung. Beide Komponenten werden durch die mediale Inszenierung gefordert und es kommt im Idealfall zu einem erhohten Zuschauerinteresse. Gleichzeitig konnen Personen ohne besondere Vorkenntnisse mithilfe von Emotionen verstehen, was die betreffende Sportart ausmacht und sich so fast ausschliefilich von emotionalen Einflussen leiten lassen.

3. Grundlagen des Risikosports

Am 14. Oktober 2012 sprang der Osterreicher Felix Baumgartner mit einem Fallschirm aus rund 39 Kilometern Hohe in Richtung Erde. Er landete sicher und stellte so einen neuen Rekord fur den hochsten jemals gemessenen Fallschirmsprung auf (Spiegel Online, 2012, o.S.). Naturlich loste diese bemerkenswerte Leistung weltweite Bewunderung aus, aber warum geht ein Mensch ein derartiges Risiko ein? Das folgende Kapitel beantwortet diese Frage zunachst aus einem soziologischen Blickwinkel und definiert anschliefiend die Begriffe Risiko und Risikosport. Ausgehend von diesen theoretischen Einordnungen wird im zweiten Teil des Kapitels auf die motivationspsychologischen Aspekte des Risikosports eingegangen und das Konzept Sensation Seeking erlautert.

3.1 Risikoforschung im Sport

Die modeme Gesellschaft ist gepragt von einer hohen Erwartungssicherheit, was sich durch eine starke Burokratisierung und Routinisierung des Alltags ausdruckt. Das Leben ist in groben Bahnen vorbestimmt, d.h. sehr allgemein gesprochen gehen Menschen einer festen Arbeit nach, haben eine Familie und fuhren ein Leben ohne aufiergewohnliche Ereignisse. Speziell in der westlichen Welt steht dabei der Staat in der Verantwortung. Er garantiert der Bevolkerung Sicherheit und schutzt sie vor inneren und aufieren Gefahren. Das Vermeiden jeglichen potenziellen Risikos fuhrt allerdings auch zu einem Gefuhl der Monotonie. Es fehlt an Abwechslung, da die Moglichkeiten etwas Spannendes und v.a. Neues zu erleben nur sehr begrenzt sind. Im Laufe der Zeit haben Menschen Strategien entwickelt, um diesem Zustand zu entgehen. Vereinfacht gesagt geht es darum Dinge zu tun, die nicht der alltaglichen Norm entsprechen. Fur einen zumindest kurzen Zeitraum konnen so die gesellschaftlichen Pflichten vergessen und unbekannte Erfahrungen gesammelt werden (Bette, 2004, S. 15-18; Schleske, 1977, S. 48-50).

Seit einiger Zeit gibt es ein Phanomen, welches exemplarisch fur die Suche nach aufregenden Reizen steht: Der Extrem-, bzw. Risikosport. Die betreffenden Sportler sind bereit Gefahren einzugehen, die einerseits kalkulierbar sind und andererseits im schlimmsten Fall zum Tod fuhren konnen. Am Beispiel von Felix Baumgartner wird deutlich, dass dem Risikosport buchstablich keine Grenzen gesetzt sind. Oft geht es nicht - wie im Fufiball - um den Sieg uber eine andere Mannschaft, sondern um ein Maximum kontrollierbaren Risikos. Sowohl fur die Zuschauer als auch fur die Sportler selbst steht die gemeinsame Freude am Risiko im Vordergrund, nicht der sportliche Wettkampf (Opaschowski, 2001, S. 92-93).

Die Angst vor dem Scheitern ist im Risikosport allgegenwartig, wobei die dort zu findende Angst ein selbst gewahlter Gefuhlszustand ist. Menschen sehen diese Form der Gefahr als Spafi und Bereicherung fur ihren Alltag an. Egal ob Menschen eine gefahrliche Situation selbst bewaltigen oder ob sie jemand anderen dabei beobachten konnen, vermittelt es ihnen ein Gefuhl der Lebendigkeit. Naturlich muss es nicht gleich die Ausubung einer Risikosportart sein, mit denen Menschen dieses Gefuhl verbinden. Ein Beispiel kann auch das Anschauen eines Horrorfilms oder die Lekture eines spannenden Buches sein (Bette, 2004, S. 19-20).

3.1.1 Theoretische Einordnung des Begriffs Risiko

Die Risikoforschung versucht zu analysieren, warum Menschen sich bereitwillig einer Gefahr aussetzen. Um dies nachvollziehen zu konnen, ist zunachst eine Definition des Begriffs Risiko notwendig.

Wird von Risiko im Sport gesprochen, tauchen in diesem Zusammenhang auch die Begriffe Wagnis und Abenteuer auf, weshalb eine theoretische Abgrenzung erforderlich ist. Grundsatzlich kann Abenteuer als eine ,,langer andauernde Unternehmung verstanden werden, deren Ausgang unsicher ist“ (Neumann, 1999, S. 9). Schleske (1977) differenziert den Begriff noch etwas weiter und bezeichnet ein Abenteuer als ,,ungewohnliche Leistungen unter extremen Bedingungen, die einem interessierten Publikum zuganglich gemacht werden“ (S. 28). Dabei muss ein Abenteuer nicht immer bewusst gesucht werden, sondem Menschen konnen sich auch ohne eigenes Zutun in einer abenteuerlichen Situation wiederfinden (ebd., S. 28). Im Gegensatz zum Abenteuer wird ein Wagnis immer freiwillig eingegangen und die Person ist als Ganzes involviert. Als Ganzes bedeutet, dass das Wagnis im Falle eines Scheiterns gravierende Auswirkungen auf das Individuum haben kann und somit eine Dimension des besonders starken Erlebens nach sich zieht (Balz & Neumann, 1994, S. 50; Schleske, 1977, S. 45). Das Risiko kann zwar ebenfalls Folgen fur eine Person haben, ist aber in seinem Resultat berechenbarer. Ursprunglich hat der Begriff einen technischen Hintergrund und beschreibt die Abwagung der Hohe eines Schadens und die Wahrscheinlichkeit, dass dieser eintritt (Hebbel-Seeger & Liedtke, 2003, S. 110). Im Sport lasst sich zwar keine wirtschaftliche Schadenskalkulation aufstellen, jedoch sind mogliche Folgen einer gefahrlichen Sportart durchaus voraussehbar (Schleske, 1977, S. 45).

Auffallig sind die inhaltlichen Uberschneidungen bei den Begriffsbestimmungen von Wagnis und Risiko. Beide Konstrukte gehen im schlimmsten Fall davon aus, dass Personen zu Schaden kommen. Zusatzlich ist das Eingehen eines Wagnisses eng mit der jeweiligen Person verbunden und kann entsprechend intensiv empfunden werden. In seiner Definition von Risiko bezieht Klebelsberg (1969) beide Komponenten mit ein und spricht fortan vom Begriff des „Gefahren-Risikos“ (S. 20). Hier wird eine Situation einerseits nach moglichen Gewinnen und Verlusten beurteilt und andererseits nach potenziellen Auswirkungen fur die betreffende Person (Klebelsberg, 1969, S. 58-59).

In der vorliegenden Arbeit wird vom Risikoverstandnis Klebelsbergs (ebd., S. 58-59) ausgegangen, da es die zentralen Aussagen der Definitionen zu Wagnis und Risiko beinhaltet. Wie Goring (2006, S.14) feststellt, ist es schwierig eindeutig zwischen beiden Begriffen zu unterscheiden, da zahlreiche voneinander abweichende Sichtweisen existieren. Um Missverstandnissen vorzubeugen wird zwar im weiteren Verlauf der Ausdruck Risiko bevorzugt,jedoch immer inVerbindung mit der Wagnisdefinition.

Das Abenteuer ist in diesem Kontext in einem allgemeineren Bedeutungsrahmen zu betrachten. Schleske (1977, S. 32-33) weist auf den Erlebnischarakter eines Abenteuers hin, der sich aus situationsbedingten Handlungen, Wahrnehmungen und Gefuhlen zusammensetzt. Versteht man unter Abenteuer also eine „aktive Bewaltigung einer dramatischen Situation44 (Schleske, 1977, S. 34), spielen naturlich auch Risiko und Wagnis eine Rolle. Aufgrund dieser Bedeutungserklarung wird Abenteuer hier als ein Sammelbegriff fur beide Konstrukte verstanden.

3.1.2 Definition von Risikosport

Zwar wird die Bezeichnung Extremsport in der Offentlichkeit haufiger verwendet als die des Risikosports, allerdings ist letztere in der Literatur ahnlich gelaufig. Nachstehend wird deshalb die Formulierung Risikosport vorgezogen. Ahnlich wie beim Risiko gibt es hier aber ebenfalls keine von allen Forschungsrichtungen akzeptierte Definition. Im Folgenden wird daher versucht, den Begriff Risikosport aus einer moglichst umfassenden Sicht zu erlautern, die alle relevanten Aspekte einschliefit.

Ein pragmatischer Ansatz zur Begriffsbestimmung von Risikosport ist sicherlich die Orientierung am Verletzungsrisiko einer Sportart. Je hoher die Wahrscheinlichkeit einer Verletzung ist, desto gefahrlicher und risikoreicher ist auch die Sportart (Schumacher & Roth, 2004, S. 148). Wahrend diese Herangehensweise sich v.a. auf Unfallstatistiken bezieht, ist eine Analyse der innerpsychologischen Prozesse ungleich interessanter.

Einen ersten Ansatz liefert Schleske (1977, S. 107), der eine Risikosportart als ein zu bewaltigendes Hindernis beschreibt, welches mit dem Willen verbunden ist, sich aus einer sicheren Umgebung freiwillig in Gefahr zu begeben. Entsprechende Beispiele fur Risikosportarten sind demnach Bergsteigen, Fallschirmspringen oder Skifahren. Ein differenzierteres Modell findet sich bei Gabler (2002, S. 181-182), welcher ein Konzept zur Definition extremen Sporttreibens entwickelt hat. Extremes Sporttreiben weist eine hohe inhaltliche Ahnlichkeit zu anderen Definitionen des Risikosports auf, weshalb nachstehend eine Unterscheidung als nicht notwendig erscheint.

Gabler (ebd., S. 181-182) teilt seine Begriffserklarung in funf Themenbereiche auf, die mehr oder weniger aufjede Risikosportart zutreffen:

1. Das Erleben auBerster Anstrengung und des Willens, ein Leistungsziel zu erreichen
2. Das Erleben korperlicher Strapazen
3. Das Erleben ungewohnter Korperlagen und Bewegungszustande
4. Reizsuche, Spannungssuche, Nervenkitzel
5. Angstlust.

Das erste Merkmal ist in dieser Form besonders in Ausdauersportarten vorzufinden und erklart den ursprunglichen Antrieb vieler Menschen, sportliche Herausforderungen durch reine Willenskraft zu meistern. Die zweite Eigenschaft der korperlichen Strapazen bezieht sich einerseits auf die psychische und andererseits auf die physische Belastung. Meist besteht ein Zusammenhang mit fuhlbaren Schmerzen, die in einem ertraglichen Rahmen als zusatzliche Motivation dienen konnen (Bette, 2004, S. 64). Das Erleben ungewohnter Korperlagen und Bewegungszustande geht dagegen auf die Vielfalt des Risikosports ein, d.h. die Sportler fuhren abhangig von den korperlichen Herausforderungen ihrer Sportart verschiedenste Bewegungen aus (Bette, 2004, S. 31; Gabler, 2002, S. 182). Im vierten Aspekt wird der psychische Reiz des Risikosports betont und damit die standige Suche nach Situationen, deren Handlungsausgang unklar ist und ein HochstmaB an Konzentration erfordern. Je starker dieser jeweilige auBere Reiz ist, desto starker ist auch das emotionale Erleben.

Der letzte Begriff der Angstlust taucht im Zuge von Definitionen des Risikosports haufiger auf (Balint, 1994, S. 20). Die Lust an der Angst entsteht bspw. wenn ein Bergsteiger trotz des Gefahrenpotenzials seiner Sportart, zujedem Zeitpunkt das Gefuhl hat, samtliche Risiken kontrollieren zu konnen und die Gefahr so zu einem Unterhaltungsfaktor wird (Aufmuth, 1984, S. 68-69; Gabler, 2002, S. 182).

Das Modell Gablers (2002, S.182-183) macht klar, dass Risikosport psychische und physische Eigenschaften aufweist. Wie kann man nun aber Risikosportarten klassifizieren? Ist Bungeejumping nicht viel gefahrlicher als Skifahren? Kuhn & Todt (2003, S.21) berucksichtigen diesen Umstand und liefern eine entsprechende Einteilung. Der Ansatz geht von zwei Kategorien des Risikosports aus. Die erste ist der ,rRisikosport als Breitenphanomen“ (ebd. S. 21, Hervorheb. i. O.), womit Sportarten gemeint sind, die nicht ubermaBig gefahrlicher sind als klassische Breitensportarten wie FuBball oder Tennis. Merkmale sind die vergleichsweise geringen korperlichen Herausforderungen, keine unmittelbare Lebensgefahr und der Umstand, dass die gleiche Sportart von erfahrenen und unerfahrenen Sportlern ausgeubt werden kann. Im Gegensatz dazu fallen lebensgefahrliche Sportarten wie Basejumping unter die zweite Kategorie des „Extrem-Risikosport[s]“ (ebd., S. 21, Hervorheb. i. O.). Die Anforderungen an die Sportier sind hier wesentlich hoher, was an der akuten Lebensgefahr deutlich wird.

Gemafi den Ausfuhrungen Gablers (2002, S. 181-182) und den Kategorien von Kuhn und Todt (2003, S. 21) wird fur die vorliegende Arbeit der Begriff Risikosport wie folgt definiert:

Risikosport in extremer Form kann auf der einen Seite lebensgefahrlich sein und die Sportler sowohl auf psychischer als auch physischer Ebene besonders fordern. Auf der anderen Seite gibt es den Risikosport fur die Allgemeinheit, der durch ein geringeres Gefahrenpotenzial gekennzeichnet ist. Der Ubergang von einer massentauglichen Risikosportart zu einer Extrem-Risikosportart ist dabei nicht immer eindeutig. Ein gutes Beispiel dafur ist der Skisport, welcher fur Massensportarten ein ohnehin erhohtes Risiko aufweist. Dieses Risiko ist jedoch kein Vergleich zum Extremskifahren (Haas, 2010, o.S.), bei welchem die Sportler unter Lawinengefahr ihnen unbekannte Pisten befahren. Dementsprechend wird im weiteren Verlauf von beiden Kategorien ausgegangen, um den Risikosport in samtlichen vorhandenen Formen abzubilden.

3.2 Motivationspsychologische Grundlagen des Risikosports

Die Suche nach dem Risiko ist bei jedem Menschen unterschiedlich stark ausgepragt und geht aus einer spezifischen Motivation hervor. Im nachsten Schritt werden einige Konzepte vorgestellt, wie diese Motivation zustande kommt.

Eine erste Annaherung findet sich bei den Erlauterungen unter Kapitel 3.1, in denen auf das naturliche Risikobedurfnis der modernen Gesellschaft hingewiesen wird. Menschen geben Sicherheit auf, um eine kontrollierbare Unsicherheit zu erleben. Wieso brauchen Menschen aber uberhaupt diesen Wechsel zwischen Sicherheit und Risiko? Eine Antwort liefert der „Aktivierungszirkel“ (1964, S. 228) von Heckhausen, welcher die Risikoaffinitat von Menschen mit einem notwendigen psychischen Gleichgewicht begrundet. Es wird immer ein bestimmtes Erregungspotential angestrebt, dass in einem Wechselspiel steht zwischen dem Empfinden von einen Hochstmafi an Spannung und einem Gefuhl der volligen Langeweile (Heckhausen, 1964, S. 229).

Daruber hinaus ermoglicht es der Aktivierungszirkel selbst besonders starke, auf lange Sicht unangenehme Spannungsmomente zu geniefien, da ein baldiger Spannungsabfall einkalkuliert werden kann. Ein Aktivierungsgrad im mittleren Bereich wird hier als optimal eingeschatzt. Risikosport ist in diesem Zusammenhang ein gutes Beispiel fur das freiwillige Erleben einer gefahrlichen und spannungsgeladenen Situation - der betreffende Sportler ist sich uber den begrenzten Zeitraum der Gefahr bewusst und kann sich deshalb auf sie einlassen (ebd., S. 229). Aufmuth (1984, S. 68-69) kann dies in seiner Analyse der motivationalen Beweggrunde von Bergsteigern bestatigen. Auch er spricht davon, dass die Besteigung eines Berges ohne ein Gefuhl der Angst schlicht uninteressant ist. Fur ihn entsteht letztlich aus der Bewaltigung der Angst das gewunschte Glucksgefuhl.

3 Basejumper springen im Gegensatz zu Fallschirmspringern von Gebauden oder Bracken und offnen ihren Schirm erst in vergleichsweise niedrigen Hohen (Peitsch, 2007, o.S.).

Diesen Spafi an der Angst hat bereits Gabler (2002, S.181-182) in seiner Definition extremen Sporttreibens (s. 3.3) in Anlehnung an Balint (1994) mit dem Begriff Angstlust beschrieben. Die Angstlust ist ein grundlegendes Motiv vieler Risikosportler und soll kurz erlautert werden. Im Englischen wird Angstlust mit thrill ubersetzt und ist durch drei Eigenschaften gekennzeichnet (Balint, 1994, S. 20-21):

1. Jede mit Angstlust verbundene Aktion beinhaltet ein gewisses Mafi an Gefahr.
2. Die Gefahr wird freiwillig eingegangen.
3. Es besteht das Wissen schnell in eine sichere Umgebung zuruckkehren zu konnen.

Das positive Erleben von Angst ist dabei abhangig vom Personlichkeitstyp. Balint (1994) hat dazu die zwei Adjektive „philobatisch“ und „oknophil“ (S. 22) gepragt. Philobatisch bedeutet in etwa so viel wie gefahrsuchend bzw. die Gefahr geniefiend und oknophil dagegen gefahrvermeidend (ebd., S. 22).

Zwar scheint eine Ubertragung der Thesen Balints auf den Risikosport zunachst logisch, allerdings ist es wichtig, die Angstlust nicht als alleiniges Motiv fur das Betreiben von Risikosport anzusehen. Ein zusatzlicher Faktor ist die von Rheinberg (2002) aufgestellte „Anreiztrias“ (S. 173). Hier wird der Risikosport als eine tatigkeitsorientierte Handlung verstanden, d.h. der Zweck liegt in der Handlung selbst (Rheinberg, 2002, S. 144). Eine teure Ausrustung kauft sich ein begeisterter Skifahrer bspw. aus dem Grund, mehr Spafi beim Skifahren zu haben. Rheinberg (2002, S.173) unterscheidet im Zuge seiner Anreiztrias zwischen drei Anreizfaktoren, welche in Verbindung mit dem Betreiben einer Risikosportart stehen.

Der erste Faktor ist das eigene Kompetenzerleben, d.h. ein Risikosportler ist sich seiner Fahigkeiten bewusst und weifi, wie er sich in bedrohlichen Situationen zu verhalten hat. Folglich wird ein eigentlich hohes Risiko von einem erfahrenen Risikosportler als niedrig bewertet. Die daraus resultierenden Anreize sind die Freude uber die eigenen Fahigkeiten und das Verlangen nach Anerkennung von aufien. Die zweite Komponente ist das positive Erregungspotenzial einer Bedrohung, welches aber nur dann eintreten kann, wenn der erste Faktor entsprechend stark ausgepragt ist (Rheinberg, 2002, S. 172­173). Fur Neumann (1999, S. 88) bedeutet dies gleichzeitig, dass Sportler mit grofiem Konnen auch in der Lage sind sich hohen Risiken auszusetzen. Fur unerfahrene Risikosportler kann dagegen bereits ein vergleichsweise niedriges Risiko abschreckend wirken. Das Konzept des Erregungspotentials geht hier zu grofien Teilen auf die Theorie des Sensation Seeking zuruck, auf das noch genauer eingegangen wird (s. 3.2.1). Der dritte Anreizfaktor wird zuvor schon bei Gabler (2002, S. 182) genannt und beschaftigt sich mit dem Geniefien ungewohnter Bewegungszustande, wie etwa den kurzzeitigenVerlust des Orientierungssinns (Rheinberg, 2002, S. 174). Zusammenfassend gibt es in der Literatur keine einheitliche Theorie, welche die Motivation fur das Betreiben von Risikosport beschreibt. In der vorliegenden Arbeit wird deshalb, basierend auf Heckhausens (1964, S, 228) Aktivierungszirkel, auf das Modell der Angstlust (Balint, 1994, S. 20-21) zuruckgegriffen. Erganzt wird der Ansatz durch die Anreiztrias von Rheinberg (2002, S. 173), welche zusatzlich die Selbstwahrnehmung der Sportler und die Risikobeurteilung berucksichtigt. Ausgehend von diesen beiden Konzepten wird in dieser Arbeit Risikoaffinitat als

Personlichkeitsmerkmal im Sinne des Sensation Seeking aufgefasst. Zwar gib es weitere Ansatze wie die Mood-Management Theorie oder das Eskapismus-Konzept, die ebenfalls auf die Risikoforschung angewendet werden konnen, jedoch scheint das Sensation Seeking vor dem Hintergrund der vorliegenden Thematik besser geeignet. Das Modell wird haufig im Zusammenhang mit dem Risikobedurfnis im Sport genannt und wird nachstehend im Detail erlautert.

3.2.1 Sensation Seeking

Die Theorie des Sensation Seeking geht mafigeblich auf die Forschungen Marvin Zuckermans (1994) zuruck, der das Konstrukt wie folgt definiert: „Sensation seeking is a trait defined by the seeking of varied, novel, complex and intense sensations and experiences, and the willingness to take physical, social, legal and financial risks for the sake of such experience/3 4 5 6 (S. 27, Hervorheb. i. O.). Die genannten Merkmale der Komplexitat, Neuheit, Wechselhaftigkeit und Intensitat von Reizen sind die zentralen Bestimmungsgrofien des Sensation Seeking. Ahnlich wie Heckhausen (1964, S. 228) geht Zuckerman (1994, S. 17) von einem Level der optimalen Sinnesstimulierung aus, das von Person zu Person individuell ist. Daruber hinaus wird zwischen Low und High Sensation Seekern unterschieden. Wahrend eine Kategorisierung dieser Art bei Balints (1994, S. 22) Angstlustansatz mit den Begriffen oknophil und philobat noch etwas unprazise war, ist die Einteilung bei Zuckerman (1994, S. 24) differenzierter.

Ein High Sensation Seeker ist demnach eine Person, die Risiken positiv einschatzt bzw. diese bewusst eingeht, um durch eine ungewohnte Erfahrung ein bestimmtes Erregungsniveau zu erreichen. Wichtig ist dabei nicht unbedingt das Vorhandensein eines Risikos, sondern die Wechselhaftigkeit und Neuartigkeit der Erfahrungen. Im Gegensatz dazu sind Low Sensation Seeker risikovermeidend eingestellt, d.h. diese Personen empfinden Gefahr als unangenehm und das freiwillige Eingehen eines Risikos kann nicht nachvollzogen werden (Zuckerman, 1994, S. 27). Da Zuckerman (1994, S. 24) seine Untersuchungsergebnisse u.a. auf physiologische Messungen stutzt, geht er davon aus, dass die Starke dieser Reizsuchtendenz zu grofien Teilen genetisch bedingt ist.

Zur Erfassung des Personlichkeitsmerkmals Sensation Seeking wurde ein entsprechendes Erhebungsinstrument entwickelt, welches aus insgesamt vier Dimensionenbesteht (Zuckerman, 1994, S. 31-32):

[...]


1 Wingsuit heifit ubersetzt „Flugelanzug“ und wird beim Fallschirmspringen fur Gleitfluge verwendet (Bohme, 2012, o.S.).

2 Aufgrund der besseren Ubersichtlichkeit werden geschlechtsneutrale Formulierungen verwendet.

3 Thrill and Adventure Seeking: Die Suche nach ungewohnlichen Reizen durch physische Aktivitaten wie Risikosport.

4 Experience Seeking: Die Suche nach neuen kognitiven Reizen.

5 Disinhibition: Die Suche nach Stimulation durch soziale Aktivitaten.

6 Boredom Susceptibility: Vermeidung von Langeweile und Suche nach Abwechslung. An diesen Dimensionen wird deutlich, dass die Sensation Seeking Theorie auf unterschiedliche Themenbereiche bezogen werden kann. Hier muss hinzugefugt werden, dass der Ansatz uber die Jahre kontinuierlich weiterentwickelt wurde und die vorangegangenen Ausfuhrungen als eine Zusammenfassung der wichtigsten Aussagen

Ende der Leseprobe aus 64 Seiten

Details

Titel
Medialisierung im Risikosport
Untertitel
Eine Untersuchung zum Einfluss von Emotionalisierung auf die Rezeption von Risikosport-Videoclips
Hochschule
Universität Augsburg
Note
1,7
Autor
Jahr
2014
Seiten
64
Katalognummer
V273977
ISBN (eBook)
9783656659563
ISBN (Buch)
9783656659587
Dateigröße
1702 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Emotionen, Sport, Mediatisierung, Medien, Risikosport, Extremsport, Red Bull, Emotionalisierung, Studie, Rezeption von Risikosport, Rezeption von Emotionen, Sensation Seeking, High Sensation Seeker, Low Sensation Seeker
Arbeit zitieren
Max Becker (Autor), 2014, Medialisierung im Risikosport, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/273977

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