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Rituale und Familie „Nötig, um Halt zu geben und Übergänge zu erleichtern.“

Titel: Rituale und Familie „Nötig, um Halt zu geben und Übergänge zu erleichtern.“

Bachelorarbeit , 2010 , 33 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Helene Schumacher (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Allzu oft wird noch der Begriff „Ritual“ mit religiösen oder okkulten Zeremonien in Verbindung gebracht. Nur wenige denken dabei an die alltäglichen Rituale, die man selbst ausführt, wie zum Beispiel das Zu-Bett-Bringen, das Vorlesen einer Geschichte beim eigenen Kind oder die eigene Jugendweihe. In den Köpfen der meisten Menschen sind Rituale noch mit sehr vielen Regeln, Pedanterie und Festlichkeit verbunden. Es ist davon auszugehen, dass dieser Gedanke oftmals mit kirchlichen Aspekten assoziiert wird und daher eine fehlerhafte Definition des Wortes vorherrscht. Ein „Ritual“ kann jedoch auch eine angenehme und beschützende Bedeutung haben.
Diese Arbeit soll über die Übergangsrituale beziehungsweise Initiationsrituale sowie die festigenden Rituale in der Familie, als Alltagsrituale bekannt, handeln.
Im Rahmen der Bachelor-Thesis wird das Thema eingegrenzt und fokussiert behandelt. Hierbei soll die Begriffserklärung von Hans Kraml richtungsweisend für die Arbeit sein, welcher Rituale wie folgt beschreibt:
„…die gewohnheitsmäßige, d.h. mindestens wiederholbare Ausführung bestimmter Verhaltensweisen in Situationen, die in ganz bestimmter Weise als gleich gelten können. Wesentlich ist auch auf diesem Hintergrund, dass Rituale grundsätzlich in Situationen mit mehr als einem Beteiligten auftreten.“
Ich möchte Vergleiche anstellen und aufzeigen, wie ein Ritual auf unterschiedliche Art und Weise, Menschen und Gemeinschaften verbindet und festigt. Diese Schlussfolgerung übertrage ich im Rahmen dieser wissenschaftlichen Arbeit, auf die professionelle Soziale Arbeit.
Ich begegnete diesem Thema während meines Praxissemesters in einer familientherapeutischen Wohngruppe für Jugendliche, dort wurde intensiv und erfolgreich mit Ritualen gearbeitet. Es war spannend für mich zu beobachten, wie explizit durch das Ritual des allabendlichen gemeinsamen Kochens und Essens die Verhaltensweisen der Jugendlichen und ihre zwischenmenschlichen Beziehungen

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung in das Thema

2. Begriffserklärung:

Rituale (Initiationsrituale) und ihre Einflussnahme und Funktion

3. Rituale in der Familie

4. Rituale in der Sozialen Arbeit

4.1. Aufgabengebiet der Sozialen Arbeit

4.2. problembehaftete Rituale

4.3. Arbeitsansatz für die Soziale Arbeit

4.4. Innovative Projektansätze in der Arbeit mit Straßenkindern

5. Ritualgestaltung

5.1. Planung des Rituals

5.2. Rahmenbedingungen festlegen

5.3. Durchführung und Elemente eines Rituals

5.4. Die drei Phasen des Rituals

6. Beispielhafter Überblick und Vergleich über Initiationsrituale in der Welt

6.1. Jugendweihe/Jugendfest, Konfirmation und Firmung in Deutschland

6.1.1 Jugendweihe/Jugendfest

6.1.2. Konfirmation

6.1.3. Firmung

6.2. Initiation bei dem Stamm der Tiwi in Nordaustralien

6.3. Das Ihi - Ritual der Newar in Nepal, Kathmandutal

6.4. Vergleich der verschiedenen Initiationen

7. Rituale in der Sozialen Arbeit am Beispiel der

„Familientherapeutischen Jugendwohngruppe Mäander“

7.1. Arbeitsansatz

7.2. konzeptionelle Vorstellung der Einrichtung

7.3. Umsetzung der Arbeit in Bezug zu den Ritualen

8. Fazit

Zielsetzung und Themen

Diese Arbeit untersucht die Bedeutung von Ritualen und Initiationsriten für die Stabilität und Entwicklung innerhalb von Familien sowie deren therapeutischen Nutzen im Kontext der professionellen Sozialen Arbeit.

  • Begriffsbestimmung von Ritualen und deren soziale Funktion
  • Analyse von Alltagsritualen zur Stärkung der Familienstruktur
  • Vergleich internationaler Initiationsrituale und deren Bedeutung für den Übergang zum Erwachsenenalter
  • Anwendung ritueller Methoden in der sozialpädagogischen Arbeit mit Jugendlichen

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung in das Thema

Allzu oft wird noch der Begriff „Ritual“ mit religiösen oder okkulten Zeremonien in Verbindung gebracht. Nur wenige denken dabei an die alltäglichen Rituale, die man selbst ausführt, wie zum Beispiel das Zu-Bett-Bringen, das Vorlesen einer Geschichte beim eigenen Kind oder die eigene Jugendweihe. In den Köpfen der meisten Menschen sind Rituale noch mit sehr vielen Regeln, Pedanterie und Festlichkeit verbunden. Es ist davon auszugehen, dass dieser Gedanke oftmals mit kirchlichen Aspekten assoziiert wird und daher eine fehlerhafte Definition des Wortes vorherrscht. Ein „Ritual“ kann jedoch auch eine angenehme und beschützende Bedeutung haben.

Diese Arbeit soll über die Übergangsrituale beziehungsweise Initiationsrituale sowie die festigenden Rituale in der Familie, als Alltagsrituale bekannt, handeln. Im Rahmen der Bachelor-Thesis wird das Thema eingegrenzt und fokussiert behandelt. Hierbei soll die Begriffserklärung von Hans Kraml richtungsweisend für die Arbeit sein, welcher Rituale wie folgt beschreibt:

„…die gewohnheitsmäßige, d.h. mindestens wiederholbare Ausführung bestimmter Verhaltensweisen in Situationen, die in ganz bestimmter Weise als gleich gelten können. Wesentlich ist auch auf diesem Hintergrund, dass Rituale grundsätzlich in Situationen mit mehr als einem Beteiligten auftreten.“

Ich möchte Vergleiche anstellen und aufzeigen, wie ein Ritual auf unterschiedliche Art und Weise, Menschen und Gemeinschaften verbindet und festigt. Diese Schlussfolgerung übertrage ich im Rahmen dieser wissenschaftlichen Arbeit, auf die professionelle Soziale Arbeit.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung in das Thema: Vorstellung der Relevanz von Ritualen im Alltag und der Forschungsabsicht für die Soziale Arbeit.

2. Begriffserklärung:: Definition ritueller Handlungen und Erläuterung ihrer Funktion zur Gemeinschaftsbildung.

3. Rituale in der Familie: Untersuchung der Rolle von Alltagsritualen zur Stärkung familiärer Beziehungen.

4. Rituale in der Sozialen Arbeit: Erörterung der Anwendung von Ritualen zur Problemlösung und Integration in der professionellen Praxis.

5. Ritualgestaltung: Beschreibung der methodischen Planung und der drei Phasen eines Rituals.

6. Beispielhafter Überblick und Vergleich über Initiationsrituale in der Welt: Untersuchung und Gegenüberstellung verschiedener Initiationsformen in Deutschland und anderen Kulturen.

7. Rituale in der Sozialen Arbeit am Beispiel der „Familientherapeutischen Jugendwohngruppe Mäander“: Praktische Anwendung von Ritualen in einer spezifischen therapeutischen Wohneinrichtung.

8. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Bedeutung ritueller Arbeit für die soziale und emotionale Entwicklung.

Schlüsselwörter

Rituale, Initiationsrituale, Familienleben, Soziale Arbeit, Übergangsriten, Jugendwohngruppe, Sozialpädagogik, Alltagsrituale, Gemeinschaftsgefühl, Familienstruktur, Adoleszenz, Identitätsbildung, Systemische Therapie, Ressourcenorientierung, Ritualgestaltung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelor-Thesis grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Bedeutung von Ritualen als stabilisierende Elemente im Familienleben und ihr therapeutisches Potenzial in der Sozialen Arbeit.

Welche thematischen Schwerpunkte werden gesetzt?

Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Ritualen, deren Auswirkungen auf Familienstrukturen sowie einem internationalen Vergleich von Initiationsriten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Rituale als Methode in der Sozialen Arbeit genutzt werden können, um zwischenmenschliche Beziehungen zu stärken und Übergangsphasen zu erleichtern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Fachliteratur sowie der Verknüpfung mit praktischen Erfahrungen in einer familientherapeutischen Wohngruppe.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Ritualgestaltung, den Vergleich kultureller Initiationen und die konkrete Fallbeispielanalyse der Wohngruppe Mäander.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Rituale, Initiationsrituale, Soziale Arbeit, Familienstruktur und Ressourcenorientierung.

Warum ist das "Mäander"-Beispiel für die Arbeit wichtig?

Es verdeutlicht den praktischen Transfer, wie durch gezielte Willkommens- und Gruppenrituale Vertrauen und eine positive Tagesstruktur bei Jugendlichen aufgebaut werden.

Welche Gefahren bergen Rituale laut der Autorin?

Rituale können bei unsachgemäßer Anwendung oder erzwungenem Charakter auch zur Ausgrenzung führen oder den Druck auf die Betroffenen erhöhen, anstatt sie zu entlasten.

Ende der Leseprobe aus 33 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Rituale und Familie „Nötig, um Halt zu geben und Übergänge zu erleichtern.“
Hochschule
Katholische Hochschule für Sozialwesen Berlin
Note
2,0
Autor
Helene Schumacher (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
33
Katalognummer
V273987
ISBN (eBook)
9783656659624
ISBN (Buch)
9783656659617
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Rituale Familie Systemisch Übergänge familientherapeutisch
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Helene Schumacher (Autor:in), 2010, Rituale und Familie „Nötig, um Halt zu geben und Übergänge zu erleichtern.“, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/273987
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Leseprobe aus  33  Seiten
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