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Harmonisierung der Umsatzsteuer in der EU - Positionen und kritische Bewertung der Zwischenlösung

Title: Harmonisierung der Umsatzsteuer in der EU - Positionen und kritische Bewertung der Zwischenlösung

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 16 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Sascha Venktasseril (Author)

Economics - International Economic Relations
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Summary Excerpt Details

Die europäische Integration schreitet voran. In wirtschaftlicher Hinsicht hat
dabei die Realisierung des europäischen Binnenmarktes oberste Priorität.
Die dazu notwendige Aufhebung der Grenzkontrollen zwischen den
Mitgliedsländern im Jahr 1993 machte ein neues System der
grenzüberschreitenden Umsatzbesteuerung notwendig. In dieser Arbeit möchte ich insbesondere die sog. modifizierte Übergangsregelung (gültig ab 01.01.1993) erläutern und anschließend
beurteilen. Dem Vorrausgehen soll jedoch eine kurze allgemeine
Erläuterung der Umsatzsteuer, die dem Leser die Grundlagen vermitteln
soll. Seit 1916 existiert in ganz Deutschland eine einheitliche Umsatzsteuer. Sie
ist mittlerweile nach der Einkommenssteuer die wichtigste Einnahmequelle
des Staates. So machte im Jahr 2002 der Anteil der Umsatzsteuer am
Gesamtsteueraufkommen 31,5 % aus.1 Der Umsatzsteuer unterliegen
Leistungen, die ein Unternehmer gegen Entgelt im Rahmen seines
Unternehmens tätigt. Besteuert werden grundsätzlich alle Umsätze von
wirtschaftlichen Leistungen im weitesten Sinne. Es gibt eine Vielzahl
unterschiedlicher Umsatzsteuersysteme. Je nach Betrachtungsweise lässt
nach der Bemessungsgrundlage sowie nach der Anzahl der besteuerten
Wirtschaftstufen differenzieren. [...] 1 aus Institut der Deutschen Wirtschaft Köln (2003), S.68

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Umsatzsteuerharmonisierung im Rahmen der europäischen Integration

II. Allgemeine Charakterisierung der Umsatzsteuer

1. Ökonomische Grundlagen

2. Besteuerungskonzepte für grenzüberschreitende Lieferungen

a. Bestimmungslandprinzip

b. Ursprungslandprinzip

c. Bestimmungsland- versus Ursprungslandprinzip

III. Das Umsatzsteuersystem der EU

1. Überblick

2. Lieferungen an Unternehmer

3. Lieferungen an Privatpersonen

4. Lieferungen an Halbunternehmer

5. Lieferungen im Versandhandel

6. Lieferungen von Neufahrzeugen

7. Mitwirkungs- und Erklärungspflichten

IV. Beurteilung der Übergangsregelung

1. Überblick

2. Kritikpunkte

3. Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit hat zum Ziel, das modifizierte Übergangssystem der Umsatzbesteuerung innerhalb der Europäischen Union zu analysieren und kritisch zu bewerten. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie die Harmonisierung der Umsatzsteuer im Kontext des europäischen Binnenmarktes und der damit verbundenen steuerlichen Herausforderungen realisiert wird.

  • Grundlagen und ökonomische Prinzipien der Umsatzsteuer
  • Vergleich zwischen Bestimmungsland- und Ursprungslandprinzip
  • Strukturen der EU-Umsatzbesteuerung bei grenzüberschreitenden Lieferungen
  • Kritische Analyse der Übergangsregelung und ihrer Mängel
  • Herausforderungen durch Steuerhinterziehung und Steuerarbitrage

Auszug aus dem Buch

c. Bestimmungs- versus Ursprungslandprinzip

Welches der beiden Prinzipien vorzuziehen ist, hängt von der jeweiligen Zielsetzung ab. Das Bestimmungslandprinzip gewährleistet den Charakter der Umsatzsteuer als Verbrauchssteuer: Die Inanspruchnahme von Gütern und Dienstleistungen wird nach den Verhältnissen des Staates versteuert, in dem Einkommensverwendung stattfindet. In der Praxis ist das Bestimmungslandprinzip jedoch nicht unproblematisch. Besonders das Verfahren des grenzüberschreitenden Vorsteuerabzugs ist äußerst kompliziert, da zum Einen die inländische Wertschöpfung zuverlässig ermittelt werden muss und zum Anderen eine intensive Kooperation der nationalen Finanzverwaltungen notwendig wird. Außerdem schließt das Bestimmungslandprinzip die Idee des Binnenmarktes aus. Hier ist es eben nicht unerheblich, ob ein Unternehmer an einen Abnehmer im gleichen Mitgliedsstaat oder einen anderen Mitgliedsstaat liefert, da sich die Höhe der Umsatzsteuer von Land zu Land unterscheidet.

Das Ursprungslandverfahren hingegen verwirklicht zumindest umsatzsteuerlich das Ziel des europäischen Binnenmarktes. Nach dem Ursprungslandprinzip ist es nämlich für den Unternehmer hinsichtlich der Höhe der Umsatzsteuer sowie hinsichtlich verfahrensrechtlicher Verpflichtungen unerheblich, ob er an einen inländischen Kunden oder einen Kunden aus einem anderen EU-Mitgliedsstaat liefert. Gilt das Ursprungslandprinzip kann die EU als einheitliches Erhebungsgebiet angesehen werden, was die Notwendigkeit von Grenzkontrollen wie beim Bestimmungslandprinzip entfallen lässt. Nachteilig wirkt sich das Ursprungslandprinzip auf die Idee der Umsatzsteuer als Verbrauchssteuer aus. Denn hier ist der Ort der Inanspruchnahme von Produkten für die Höhe der Besteuerung unerheblich.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Umsatzsteuerharmonisierung im Rahmen der europäischen Integration: Einleitung in die Notwendigkeit einer neuen Umsatzbesteuerung durch die Vollendung des Binnenmarktes und den Wegfall von Grenzkontrollen.

II. Allgemeine Charakterisierung der Umsatzsteuer: Erläuterung der ökonomischen Grundlagen sowie der Funktionsweise verschiedener Besteuerungskonzepte für grenzüberschreitende Warenströme.

III. Das Umsatzsteuersystem der EU: Detaillierte Darstellung der aktuellen Besteuerungstatbestände für unterschiedliche Akteure und Güter innerhalb des EU-Binnenmarktes.

IV. Beurteilung der Übergangsregelung: Kritische Würdigung der bestehenden Zwischenlösung hinsichtlich ihrer Effizienz, Anfälligkeit für Steuerhinterziehung und Ausblick auf künftige Harmonisierungsschritte.

Schlüsselwörter

Umsatzsteuer, EU-Binnenmarkt, Harmonisierung, Bestimmungslandprinzip, Ursprungslandprinzip, Umsatzsteuerkarussell, Steuerarbitrage, Übergangsregelung, Vorsteuerabzug, grenzüberschreitende Lieferungen, Finanzhoheit, Steuerneutralität, Clearing-Verfahren.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Harmonisierung der Umsatzsteuer innerhalb der Europäischen Union und untersucht die Problematik des aktuellen Übergangssystems bei grenzüberschreitenden wirtschaftlichen Aktivitäten.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Schwerpunkte sind die ökonomischen Grundlagen der Umsatzsteuer, der Vergleich verschiedener Besteuerungsprinzipien und die Analyse der durch den EU-Binnenmarkt notwendig gewordenen Regelungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die kritische Bewertung der modifizierten Übergangsregelung, insbesondere im Hinblick auf deren Auswirkungen auf die nationalen Finanzhoheiten und die praktische Anwendbarkeit im Binnenmarkt.

Welche methodische Vorgehensweise liegt zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse der bestehenden Umsatzsteuerrichtlinien sowie der ökonomischen Evaluierung der Vor- und Nachteile von Bestimmungs- und Ursprungslandprinzip.

Was wird im Hauptteil der Arbeit erläutert?

Es werden die spezifischen Besteuerungstatbestände für verschiedene Akteure (Unternehmer, Privatpersonen, Halbunternehmer, Versandhandel) sowie die Anforderungen an Mitwirkungs- und Erklärungspflichten detailliert dargelegt.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Umsatzsteuerharmonisierung, Bestimmungslandprinzip, Steuerarbitrage und Umsatzsteuerkarussell bestimmt.

Warum ist das Clearing-Verfahren bisher nicht umgesetzt worden?

Die Umsetzung scheiterte bisher an den enormen Auswirkungen auf die nationale Finanzhoheit und der fehlenden Einigung der Mitgliedsstaaten über einen geeigneten Verteilungsschlüssel.

Welchen Einfluss hat das E-Commerce auf die Problematik der Steuerarbitrage?

Durch sinkende Transaktionskosten im E-Commerce steigt der Anreiz für private Direktimporte in Niedrigsteuerländer, was den Wettbewerb verzerrt und zu Wohlfahrtsverlusten in Hochsteuerländern führen kann.

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Details

Title
Harmonisierung der Umsatzsteuer in der EU - Positionen und kritische Bewertung der Zwischenlösung
College
University of Dusseldorf "Heinrich Heine"  (Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät Universität Düsseldorf)
Course
VWL Seminar zur Europäischen Integration
Grade
2,7
Author
Sascha Venktasseril (Author)
Publication Year
2004
Pages
16
Catalog Number
V27401
ISBN (eBook)
9783638294614
Language
German
Tags
Harmonisierung Umsatzsteuer Positionen Bewertung Zwischenlösung Seminar Europäischen Integration
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sascha Venktasseril (Author), 2004, Harmonisierung der Umsatzsteuer in der EU - Positionen und kritische Bewertung der Zwischenlösung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/27401
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