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Der sinkende Einfluss der russischen Außenpolitk - Kosovo-Konflikt

Title: Der sinkende Einfluss der russischen Außenpolitk - Kosovo-Konflikt

Seminar Paper , 2003 , 17 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Michal Broska (Author)

Politics - Region: Russia
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Summary Excerpt Details

In der Geschichte der Menschheit spielten die Staatsgrenzen immer eine bedeutende Rolle. Sie bestimmten für Jahrzehnte die Karte Europas und dadurch das Schicksal ihrer Bevö lkerung. Die größten Konflikte gab es gerade wegen Grenzen und wegen territorialer Ansprüchen. Die Situation hat sich im Laufe der Zeit wesentlich geändert. Die Grenzen in unserer globalisierten Welt spielen keine so große Rolle bei Konflikten. Ein neues Phänomen ist (wieder) entstanden – der Nationalismus. Im 19. Jahrhundert bedeutete Nationalismus ein Phänomen, durch das viele moderne Staaten Europas entstanden sind. Als Beispiel kann man Deutschland oder Italien erwähnen. Damals hat man den Nationalismus als etwas positives betrachtet. Diese Auffassung änderte sich in den letzten Jahrzehnten hauptsächlich durch den zweiten Weltkrieg und durch Konflikte in Jugoslawien, Tschetschenien, Terrorismus der ETA in Spanien, der IRA in Ulster und zahlreiche andere Konflikte, die es in der Welt gab.1

Der Krieg in Jugoslawien ist für diejenigen, die das Land ein bisschen kennen, unfassbar. Für Menschen aus den ehemaligen Ostblockstaaten war es eine Insel der Freiheit. Ein besser entwickeltes Land mit vielen Möglichkeiten, wie z.B. Besuche im Ausland, die die Jugoslawen hatten. Das sozialistische Regime in Jugoslawien war nie so strikt, wie das in der Tschechoslowakei oder in der DDR. Kurz nach der Wende und nach dem Zerfall der Bundesrepublik Jugoslawien gab es einen grausamen Krieg zwischen Kroatien und Serbien (Jugoslawien). Zwischen beiden Staaten liegt Bosnien-Herzegowina, mit einer gemischten Bevölkerung. Diese wurde Opfer sowohl von einer wie der anderen Seite. Noch heute werden Massengräber mit zu Tode gefolterten Menschen von Friedenstruppen gefunden. Unter der Erde sind Tausende von Menschen, die vorher in einer normalen Gemeinschaft, in einem normalen Staat zusammenlebten. Es ist unfassbar, wie schnell zwei Völker, die jahrelang zusammenlebten, zu solchen Feinden geworden sind. Nach Jahren von Verbrechen gab es 1995 endlich das Friedensabkommen von Dayton. Die Welt dachte, dass das Problem gelöst ist. Aber durch einen Fehler der Diplomaten gab es kaum 4 Jahre später einen zweiten Krieg, den Kosovo Krieg. Kosovo ist kein neues Problem. Es ist vielleicht neu nur für die nicht-fachliche Öffentlichkeit. Die Spannungen existierten bereits Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte. Das Kernproblem ist: Wem ge hört Kosovo?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung: Kosovo, Führung durch die Geschichte

2. Die Spannung beginnt - Miloševic beendet die Autonomie

3. Gescheiterte Lösung von Rambouillet

4. Rußland und seine Rolle im Kosovo Konflikt

5. Anhang: Kosovo auf der Karte

6. Literaturverzeichnis

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht den sinkenden Einfluss der russischen Außenpolitik am Beispiel des Kosovo-Konflikts und analysiert, wie Russland in diesem Prozess zwischen dem eigenen Anspruch als Großmacht und den begrenzten wirtschaftlichen sowie politischen Möglichkeiten agierte.

  • Historische Hintergründe und Ursachen des Kosovo-Konflikts
  • Die Eskalation unter Slobodan Miloševic und das Ende der Autonomie
  • Der diplomatische Verlauf und das Scheitern der Konferenz von Rambouillet
  • Die russische Reaktion auf die NATO-Intervention und die innenpolitischen Folgen in Moskau

Auszug aus dem Buch

4. Rußland und seine Rolle im Kosovo Konflikt

Die ehemalige UdSSR war an keinem „Status Quo“ der Weltordnung interessiert. Das oberste Ziel war die Eroberung der ganzen Welt durch die kommunistische Ideologie. Moskau und die UdSSR haben sich als Träger dieser Ideologie bezeichnet. Nach der Auflösung der Union ist Russland ihr international anerkannter Nachfolger, mit neuen Interessen, wie Partnerschaft mit dem Westen und die Suche nach einer neuen stabilen inneren Ordnung. Für die IG ist die größte Gefahr der totale Zusammenbruch Russlands, seiner Wirtschaft, der inneren Autorität und des Militärs.

Die russische Außenpolitik wechselte zum sogenanntem „patriotischem Konsens“. Von der Regierung und vom Präsidenten verlangte die russische Öffentlichkeit eine wirksamere Vertretung der russischen Interessen, die Russland wieder zu einer Großmacht (welikaja derschawa) machen sollte.

Die Schwächung der Großmachtsrolle wurde hauptsächlich durch die mangelhafte innere Ordnung verursacht. Wenn ein Staat seine internationale Bedürfnisse durchsetzen will, muss er mindestens zwei Bedingungen erfüllen: starke unabhängige Wirtschaft und ein wirksames Militär. Durch gesunde Wirtschaft kann ein Land Verhältnisänderungen durchsetzen und militärisch kann es Verhaltensänderungen erzeugen. Im Falle Russlands sind beide Bedingungen kaum erfüllt. Das Haushalt vom 1999 hatte das nominale Einkommen von 500 Milliarden Rubel (=20 Milliarden. US Dollar). Dieses Einkommen wurde nur durch ca. 50% gedeckt und dazu kommen Rückzahlungen von 17 Milliarden US Dollar für alte Schulden. Diese roten Zahlen, bei denen die Rückzahlungspflicht fast so hoch war, wie der Haushalt, der nicht vollständig gedeckt war, rücken Russland in eine Outsider Position im internationalen Raum.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Kosovo, Führung durch die Geschichte: Das Kapitel führt in die historischen Konfliktlinien zwischen Serben und Albanern ein und erläutert die nationalen Mythen sowie die verschiedenen historischen Ansprüche auf das Kosovo.

2. Die Spannung beginnt - Miloševic beendet die Autonomie: Hier wird analysiert, wie Slobodan Miloševic die Kosovo-Frage instrumentalisierte, um seine Macht zu festigen, was schließlich 1989 zur Aufhebung der Autonomie der Provinz führte.

3. Gescheiterte Lösung von Rambouillet: Dieses Kapitel behandelt den diplomatischen Prozess unter Einbeziehung der internationalen Gemeinschaft, der durch das Ausbleiben einer tragfähigen Einigung in den NATO-Luftkrieg mündete.

4. Rußland und seine Rolle im Kosovo Konflikt: Die Analyse konzentriert sich auf die russische Perspektive, die Zerrissenheit zwischen diplomatischen Bemühungen und der internen Schwäche des Landes während des Kosovo-Krieges.

5. Anhang: Kosovo auf der Karte: Bietet grafisches Anschauungsmaterial zur geographischen Lage der Region im Kontext der Balkanstaaten.

6. Literaturverzeichnis: Listet die verwendeten Quellen, Fachliteratur und Zeitungsberichte auf, die der Untersuchung zugrunde liegen.

Schlüsselwörter

Kosovo, Russland, Außenpolitik, NATO, Balkan, Miloševic, Autonomie, Rambouillet, Großmachtanspruch, Transformation, Internationaler Konflikt, Friedensplan, UdSSR, Geopolitik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Rolle Russlands im Kosovo-Konflikt und beleuchtet dabei den wahrgenommenen Bedeutungsverlust russischer Außenpolitik in den 1990er Jahren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Geschichte des Kosovo, die Strategien von Slobodan Miloševic, die diplomatischen Bemühungen in Rambouillet und die russische Reaktion auf die NATO-Osterweiterung bzw. Intervention.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Russland trotz seiner innenpolitischen und wirtschaftlichen Instabilität versuchte, seine Großmachtrolle im Kosovo-Konflikt zu wahren und warum dies letztlich nur eingeschränkt gelang.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche Analyse auf Basis von Literaturstudien, Dokumentenanalysen (z.B. UNO-Resolutionen) und historischer Kontextualisierung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Einleitung, die Eskalationsphasen unter Miloševic, die gescheiterten diplomatischen Friedensversuche und eine detaillierte Auswertung der russischen Haltung zum Kosovo-Krieg.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Großmachtstatus, Nationalismus, diplomatische Vermittlung, internationale Sicherheit und Souveränität geprägt.

Warum war der russische Premierminister Primakow so emotional?

Primakow fühlte sich durch den Beginn der NATO-Luftangriffe während eines laufenden Wirtschaftsbesuchs in den USA persönlich und politisch brüskiert, was zur sofortigen Umkehr seines Flugzeugs nach Moskau führte.

Welche Rolle spielte die sogenannte „Troika“?

Die Troika, bestehend aus Tschernomyrdin, Ahtisaari und Talbott, war entscheidend, um Miloševic zur Zustimmung eines Friedensplans zu bewegen und das Kosovo-Problem zurück unter ein UNO-Mandat zu führen.

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Details

Title
Der sinkende Einfluss der russischen Außenpolitk - Kosovo-Konflikt
College
Munich University of Policy
Course
Russland seit Gorbatschow
Grade
1,3
Author
Michal Broska (Author)
Publication Year
2003
Pages
17
Catalog Number
V27404
ISBN (eBook)
9783638294645
ISBN (Book)
9783640670611
Language
German
Tags
Einfluss Außenpolitk Kosovo Konflikt Russland Gorbatschow
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michal Broska (Author), 2003, Der sinkende Einfluss der russischen Außenpolitk - Kosovo-Konflikt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/27404
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