Was hat Social Media mit SEO zu tun?

Wie Social Media genutzt werden kann, um in Suchmaschinen ein höheres Ranking zu erreichen


Essay, 2010
12 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Content

3. Social Media Optimization

4. Social Media Anwendungen
4.1 Social Bookmarking
4.2 Business Networking
4.3 Social Networks
4.4 Weblogs
4.5 Mikroblogging

5. Zwei Arten von Links

6. Abschlussbemerkung

Literaturquellen

1. Einleitung

Die technische Entwicklung, Ende der 1990ger Jahre, gestaltete den Zugang in das Internet ähnlich einfach wie das Anmelden eines Telefonanschlusses. Im Gegensatz zu den traditionellen Push-Medien1 ermöglichte dies eine völlig neue Informations- beschaffung nach dem Pull-Prinzip2. In der Weiterentwicklung ermöglichten zu dem, Internetanwendungen, bekannt unter dem Schlagwort Web 2.0, einen partizipativen Zugang in das World Wide Web, in dem die technischen und finanziellen Hürden, zum Verbreiten von Inhalten, auf ein massentaugliches Niveau gesenkt wurden. Dies ermöglicht jedem Konsument, mit ein paar Klicks, zum Produzenten zu werden und für ihn relevante Themen zu veröffentlichen. In der Folge erfuhr das Internet einen enormen Anstieg an Informationen und es „ herrscht nicht mehr Knappheit an Verbreitungskapazit ä t, sondern Knappheit an Aufmerksamkeit und Urteilsvermögen auf Seiten der Rezipienten. “ (Neuberger zit. Nach Katzenbach, Web 2.0 S.190)

Internet-Suchmaschinen bieten eine wesentliche Orientierungshilfe in dem sie versuchen diese enorme Menge an Informationen mit komplexen Algorithmen so zu strukturieren das möglichst jene Seiten in den Suchergebnissen ganz oben im Ranking geführt werden, mit der höchsten inhaltlichen Relevanz hinsichtlich der eingegeben Suchbegriffe, den Keywords. Bei dem Marktführer Google (Marktanteil von 93% in Deutschland)3, wird die Reihenfolge der Suchergebnisse von etwa 200 Kriterien bestimmt4 die jedoch nicht offiziell bekannt gegeben werden und ständig geändert bzw. weiterentwickelt werden. Auf dieser Basis hat sich die Disziplin des Search Engine Optimization (im weiteren Verlauf SEO genannt) entwickelt und stellt einen Baustein des Suchmaschinen-marketings dar. Das Ziel der SEO’s ist es Webseiten so zu bauen, dass sie in den Suchergebnissen der Suchmaschinen ein möglichst hohes Ranking haben. Jedoch kann nie mit Sicherheit gesagt werden welche Faktoren den größten Einfluss haben, da die Entwicklung des WWW ein dynamischer Prozess ist und Suchmaschinen durch Anpassung ihrer Algorithmen darauf reagieren. Der einzige Zugang sind ständige Beobachtungen und Erfolgsmessungen von getroffenen Maßnahmen.

Fest steht, das alle wichtigen Suchmaschinen heute einen Ranking-Algorithmus einsetzen, der hauptsächlich aus zwei Teilen besteht5:

1. Analyse des Seiteninhalts (Textanalyse, „ on-page -Faktoren“)
2. Analyse der Verlinkung (Graphanalyse, „ off-page -Faktoren“)

In meiner Arbeit möchte ich aber auf eine weitere Teildisziplin eingehen die sich mit den Möglichkeiten von Social Media für das SEO ergeben. Diese Teildisziplin ist unter dem Begriff Social Media Optimazion (im weiteren Verlauf SMO genannt) zusammengefasst. Denn mit den Web 2.0 Anwendungen ist eine neue Form der Relevanzaushandlung im Internet entstanden, was dem natürlichen Interesse der Search-Engines (im weiteren Verlauf SE genannt) entgegenkommt. Ist doch ihr Ziel, das quantitative Suchergebnis so zu strukturieren, das eine qualitative Aufwertung erfolgt in dem Webseiten von hoher inhaltlicher Relevanz, entsprechend den Such- begriffen, höher zu ranken als Webseiten mit weniger relevantem Inhalt. Die Frage ist wie nutzten die SE’s diese native Relevanzaushandlung in den Social Media Anwendungen um ihr Ranking zu strukturieren? Darauf werde ich wohl keine Antwort in meiner Arbeit finden aus dem bereits weiter oben genannten Grund, das SE’s ihren Algorithmen geheim halten. Daher möchte ich mich auf die Frage konzentrieren: Wie kann ich mit SMO Maßnahmen Einfluss auf das Ranking nehmen?

Dazu werde ich im zweiten Kapitel kurz auf den Content eingehen, der nach wie vor eine essentielle Bedeutung für ein erfolgreiches Ranking darstellt. Im Anschluss erläutere ich das Vorgehen bei der Social Media Optimization (SMO) anhand der 5 neuen Regeln der Social Media Optimization von Rohit Barghava. In dem vierten Kapitel nenne ich die wesentliche Social Media Anwendungen und werde die wichtigsten Funktionen und Potenziale erläutern. Anschließend gehe ich auf die unterschiedlichen Arten von Links ein und deren Auswirkung auf das Suchmaschinen Ranking bevor ich im sechsten und letzten Kapitel ein Resümee ziehen.

2. Content

Der Content ist die Erfolgsvariable bei der Suchmaschinen-Optimierung von Websites. Auf die klassischen SEO Maßnahmen6 werde ich jedoch, mit dem Hintergrund meiner Fragestellung, nicht eingehen. Hinsichtlich der SMO ist es wichtig sich eindeutig auf die menschliche Zielgruppe zu konzentrieren, was auch der größte Unterschied zwischen SMO und SEO darstellt. Während sich SEO mit der technischen Aufbereitung einer Website beschäftigt und sie so aufbaut das sie bei dem Indexierungsprozess bestmöglich ausgelesen wird, geht es bei dem SMO darum den Inhalt vorrangig für menschliche Besucher zu konzipieren7. Ziel ist es einen resonanzfähigen Content zu erstellen der sich schnell, einfach, zahlreich und vor allem selbstständig über die verschiedenen Social Media Kanäle verbreitet. Auch wenn die Webcrawler8 im Wesentlichen am Text interessiert sind, keine Java und fast kein Flash lesen und Bilder nicht sehen können9 diese Elemente bei der SMO ein Rolle spielen wenn es um Darbietung des Content geht. Wie wichtig eine originelle und anschlusskommunikationsfähige Aufbereitung eines Contents ist, um sich via Sozialer Netzwerke zu verbreiten, zeigt der Erfolg von Viralen Marketing Kampagnen10.

3. Social Media Optimization

Wie in dem vorigen Kapitel deutlich wurde, geht es bei der SMO in erster Linie um die Verbreitung des Contents. Gelingt dies und der Content erhält genügend Auf- merksamkeit, die gepflegt werden muss, und dadurch Backlinks etc. wird sich das auch im Ranking bemerkbar machen. Das größte Problem in dem Kontext sind die „no-follow-links“ auf die ich später noch eingehen werde. Zunächst einmal möchte ich die "5 Regeln der Social Media Optimization" von Rohit Barghava vorstellen. Im Jahr 2010 überarbeitete Bhargava seine 2006 aufgestellten Regeln und formulierte die "5 neue Regeln der Social Media Optimization"11. Sie beschreiben den Kerngedanken der SMO und geben eine Anleitung dafür. Der Erfolg hängt jedoch im hohen Maße am Engagement das dafür aufgebracht wird.

1. Erschaffe Inhalte die sich natürlich verbreiten:

Der Content ist der Erfolgsfaktor im SMO. Dieser sollte von inhaltlicher Relevanz für die Zielgruppe sein und möglichst aktuell bzw. regelmäßig aktualisiert werden. Eine andere Möglichkeit ist es von vornherein nach- haltigen und zeitlosen Content zu erstellen, der einen gewissen Mehrwert schafft. Dazu zählt Wissenswertes, wie z. B. „The 5 NEW Rules Of Social Media Optimization“, Toplisten12 oder Unterhaltsames wie Verweise auf „Fundstücke aus dem Netz“13. Es gilt Resonanz im Netz zu erzeugen und eine organische Verbreitung zu begünstigen. Empfehlungen und sich mit Gleichgesinnten über den Content auszutauschen oder ihn zu diskutieren. Dazu gehört auch einschlägige Titelzeilen zu verwenden, die Aufmerksamkeit erregen und den Inhalt selbstverständlich auch gerecht werden. Im klassischen SEO Sinne sollten die Keywords enthalten sein und möglichst am Anfang des Titels stehen.

[...]


1 Der Begriff „Push“ stammt aus dem Marketing und beschreibt die Art und Weise der Informationsbeschaffung. Wird der Informationsfluss vom Sender unidirektional gesteuert, wird das Medium als Push-Medien bezeichnet.

2 Hier wird der Informationsfluss vom Empfänger bestimmt. Rezipienten befriedigen individuell ihr Informationsbedürfnis in dem sie gezielt Informationen suchen.

3 Creative360 (2009), B2B Online-Marketing Blog, URL: http://www.onlinemarketing-blog.de/2009/01/26/93-prozent- marktanteil-google-in-deutschland/ (zuletzt aufgerufen 20.04.2011)

4 SEOptiker(2010), Die 200 Ranking-Faktoren von Google, URL: http://seoptiker.de/2010/06/die-200-ranking-faktoren-von-google/ (zuletzt aufgerufen 20.04.2011)

5 Fischerländer, Stefan (2000-2011) Suchmaschinentricks, Grundlagen der aktuellen Ranking-Algorithmen, URL: http://www.suchmaschinentricks.de/ranking/grundlagen (zuletzt aufgerufen 20.04.2011)

6 Akademie der Wildner AG (2010), 5 SEO Grundregeln/ SEO-Fundament im Online-Marketing, URL: http://blog.wildner.de/2010/06/5-seo-grundregeln-fundament-im-online-marketing/ (zuletzt aufgerufen 20.04.2011)

7 Tameco onlinemarketing, Social Media Optimation (SMO), URL: http://tameco.de/social-media-optimization-smo.html(zuletzt aufgerufen 20.04.2011)

8 Webcrawler ist ein Computerprogramm, das im Web Seite für Seite besucht und gefundene Daten abspeichert. Diese Daten werden von den SE’s herangezogen um das Ranking zu ermitteln.

9 Suchmaschinen-Doktor, Grundlagen der Suchmaschinen-Optimierung, URL: http://www.suchmaschinen-doktor.de/optimierung.html (zuletzt aufgerufen 20.04.2011)

10 Spiegel (2007), Infektion nach Plan, URL: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-51292052.html(zuletzt aufgerufen 20.04.2011)

11 Bhargava, Rohit (2010), The 5 NEW Rules Of Social Media Optimization (SMO), URL: http://www.rohitbhargava.com/2010/08/the-5-new-rules-of-social-media-optimization-smo.html (zuletzt aufgerufen 20.04.2011)

12 Bloggingtips.com, (2009), 101 Great Blogs, URL:http://www.bloggingtips.com/2009/09/29/101-top-blogs/(zuletzt aufgerufen 20.04.2011)

13 vgl. Schmidt u. Wilbers (2006,) S.2

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten

Details

Titel
Was hat Social Media mit SEO zu tun?
Untertitel
Wie Social Media genutzt werden kann, um in Suchmaschinen ein höheres Ranking zu erreichen
Hochschule
Universität Augsburg  (Institut für Medien, Wissen und Kommunikation (imwk))
Veranstaltung
B.A. Medien und Kommunikation, Seminar: Suchmaschinenmarketing
Note
1,3
Autor
Jahr
2010
Seiten
12
Katalognummer
V274119
ISBN (eBook)
9783656662877
ISBN (Buch)
9783656662846
Dateigröße
559 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Note 1,3. Eine hervorragende Ausarbeitung im Bereich Suchmaschinenmarketing und welche Rolle content und social media Anwendungen bei dem Suchmaschinenranking spielen. Neben der technischen Korrektheit beschreibt der Student sehr verständlich das Prinzip von Suchmaschinenmarketing.
Schlagworte
Social Media, Online Marketing, Digital Marketing, Suchmaschinenoptimierung, SEO, Content Marketing, Suchmaschinenmarketing, Digitale Medien, Kommunikation, Medien
Arbeit zitieren
Martin Warnecke (Autor), 2010, Was hat Social Media mit SEO zu tun?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/274119

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