Die Apachen-Indianerin Lozen (um 1840–um 1887), die jüngere Schwester des Kriegsschamanen Victorio (um 1825–1880), tat sich als Prophetin, Medizinfrau, Kriegerin und Pferdediebin hervor. Sie konnte in die Zukunft sehen und den Standort von Feinden hervorsagen. Dank ihres großen Wissens über heilende Eigenschaften bestimmter Pflanzen und Mineralien heilte sie kranke und verwundete Stammesgenossen. Im Kampf gegen Mexikaner und Amerikaner war sie tapferer als die meisten Männer. Beim Pferdediebstahl folgten ihr die Tiere sofort, wenn sie mit ihnen sprach. Ihr abenteuerliches Leben wird in dem Taschenbuch „Lozen. Die tapfere Kriegerin der Apachen“ des Wiesbadener Autors Ernst Probst geschildert. Aus seiner Feder stammen die Taschenbücher „Malinche. Die Gefährtin des spanischen Eroberers“, „Pocahontas. Die Indianer-Prinzessin aus Virginia“, „Cockacoeske. Die Königin der Pamunkey“, „Katerí Tekakwitha. Die erste selige Indianerin in Nordamerika“, „Sacajawea. Die indianische Volksheldin“, „Mohongo. Die Indianerin, die in Europa tanzte“, „Lozen. Die tapfere Kriegerin der Apachen“, „Sieben berühmte Indianerinnen“ und „Superfrauen aus dem Wilden Westen“.
Inhaltsverzeichnis
1. Lozen. Die tapfere Kriegerin der Apachen
Zielsetzung & Themen
Dieses Buch dokumentiert das abenteuerliche Leben von Lozen, einer bedeutenden Prophetin, Medizinfrau und Kriegerin der Chihenne-Apachen. Es beleuchtet ihre Rolle in den Kämpfen ihres Stammes gegen mexikanische und amerikanische Truppen sowie ihr legendäres Wirken an der Seite ihres Bruders Victorio.
- Die historische Rolle von Lozen als Kriegerin und Prophetin
- Die Hintergründe und Auswirkungen der Apachen-Kriege im 19. Jahrhundert
- Die Beziehung zwischen Lozen und ihrem Bruder Victorio
- Die Lebensbedingungen und der Widerstand in den Reservationen
- Die Flucht, Kriegsgefangenschaft und das Ende der Apachen-Freiheit
Auszug aus dem Buch
Lozen. Die tapfere Kriegerin der Apachen
Zu den wenigen Frauen bei den Apachen, die als tapfere Kriegerinnen zu Ruhm und Ehre gelangten, gehörte Lozen, zu deutsch: „geschickte Pferdediebin“. Als ihr Geburtsjahr werden um 1840, 1843 oder 1848 angegeben, als ihr Todesjahr 1887 oder 1889. Lozen war Stammesmitglied der Chihenne-Apachen (auch Warm Springs-Apachen genannt), die jüngere Schwester des Kriegsschamanen Victorio (um 1825–1880) und tat sich als Prophetin, Medizinfrau und Kriegerin hervor. Victorio rühmte sie einmal mit den Worten: „Lozen ist meine rechte Hand, stark wie ein Mann, tapferer als die meisten, listig in der Strategie und ein Schild für ihr Volk.“
Die Chihenne („Volk der roten Farbe“) mit den Bedonkohe („Volk, das an der Grenze zum Feind lebt“), Chokonen („Volk von den Berghängen“) und Nednhi („Volk, das Ärger bereitet“) werden häufig zusammenfassend als Chiricahua bezeichnet. Der Begriff Chiricahua („Großer ‚Berg“ oder „Berg der wilden Truthähne“) beruht auf dem Namen des Gebietes, in dem diese Indianer lebten, nämlich der Chiricahua-Bergkette im südöstlichen Arizona. Die Chihenne bildeten die östliche Chiricahua-Gruppe und agierten vollständig unabhängig von den anderen Gruppen der Apachen.
Zusammenfassung der Kapitel
Lozen. Die tapfere Kriegerin der Apachen: Dieses Kapitel führt in die Lebensgeschichte der Apachen-Kriegerin Lozen ein, erläutert ihre familiäre Herkunft durch ihren Bruder Victorio und ordnet ihre kulturelle Zugehörigkeit zu den Chihenne-Apachen ein.
Schlüsselwörter
Lozen, Apachen, Victorio, Chihenne, Chiricahua, Kriegerin, Medizinfrau, Prophetin, Indianer, Wildwest, Geronimo, Geschichte, Widerstand, Reservat, Nordamerika
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Biografie von Lozen, einer der wenigen bekannten Kriegerinnen der Apachen, und ihrem Einsatz für ihr Volk während der schwierigen Phase der Vertreibung und Kriege gegen die USA und Mexiko.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind der Überlebenskampf der Chihenne-Apachen, die Rolle von Frauen in der indianischen Kriegerkultur, die historischen Hintergründe der Apache-Kriege sowie die späteren Lebensumstände in der Kriegsgefangenschaft.
Was ist das Ziel der Darstellung?
Das Ziel ist es, die geschichtliche Bedeutung von Lozen hervorzuheben, die oft im Schatten bekannter männlicher Häuptlinge wie Victorio oder Geronimo steht, und ihr Wirken objektiv zu dokumentieren.
Welche wissenschaftliche Grundlage wird genutzt?
Der Autor stützt sich auf eine Vielzahl historischer Aufzeichnungen, Literatur über die Apachen sowie eine ausführliche Analyse historischer Fotografien und Biografien.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil behandelt Lozens Ausbildung zur Kriegerin, ihre Rolle in Schlachten und bei der Verteidigung der Chihenne, die Flucht aus den Reservationen und ihr tragisches Ende in der Gefangenschaft.
Durch welche Merkmale lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Sie zeichnet sich durch eine faktenbasierte, biographische Erzählweise aus, die durch umfangreiche Bildquellen und Literaturverweise ergänzt wird.
Welche Bedeutung hatte das „Johnson-Massaker“ für Lozens Stamm?
Das Massaker führte zu einer tiefen Feindseligkeit gegenüber den „Weißaugen“ und prägte die Rachefeldzüge der Chihenne über Jahrzehnte maßgeblich.
Ist Lozen historisch zweifelsfrei belegt?
Die Existenz von Lozen ist literarisch und durch Überlieferungen bekannt, jedoch gibt es in offiziellen Militärregistern keine zweifelsfreien Einträge, was ihre Figur zu einer faszinierenden, teils umstrittenen historischen Gestalt macht.
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- Ernst Probst (Author), 2014, Lozen. Die tapfere Kriegerin der Apachen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/274179