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Gedeckte und ungedeckte Zinsparität

Titel: Gedeckte und ungedeckte Zinsparität

Seminararbeit , 2014 , 21 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Marcel Güth (Autor:in)

VWL - Finanzwissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Handelsvolumen im Devisenhandel hat in den letzten Jahren ein immenses Wachstum erfahren. Laut BIS (Bank of International Settlements) erreichte das Volumen im April 2013 einen Rekordwert von 5,3 Billionen USD pro Tag (vgl. Rime/Schrimpf 2013: 1). Der Welthandel von Waren und Gütern dagegen betrug 2012 lediglich rd. 18 Billionen USD im gesamten Jahr (vgl. o.V. 2013: 23). Die wichtigsten Akteure auf dem Devisenmarkt sind Geschäftsbanken, Unternehmen und bankenfremde Finanzdienstleister (z.B. Wertpapier-Investmentfonds). Weitere Marktteilnehmer sind Zins¬arbitrageure und Spekulanten (vgl. Krugman et al. 2012: 444f.; Siebert/Lorz 2006: 239). Die Akteure werden auf dem Devisenmarkt tätig, wenn sie von einer Fremdwährungseinlage eine größere Wertsteigerung als von einer Inlandseinlage erwarten. Diese Wertsteigerung ist sowohl vom Zinsniveau als auch von der Wechselkursveränderung abhängig (vgl. Krugman et al. 2012: 452). Eine zentrale Frage für die Devisenmarktteilnehmer lautet daher: Welche Faktoren bestimmen die Bildung und Schwankungen von Wechselkursen? Kurzfristige Wechselkursschwankungen lassen sich nicht auf die trägen Veränderungen der Gütermarkttransaktionen (Importe und Exporte) zurückführen. Dagegen reagieren internationale Kapital¬bewegungen sehr schnell auf Zinsänderungen und beeinflussen den Wechselkurs daher ebenfalls sofort (vgl. Frenkel 2006: 68; Rose/Sauernheimer 2006: 194). Die Zinsparitätentheorie liefert einen Erklärungsansatz für den Zusammenhang zwischen Zinsdifferenzen und Wechselkursänderungen in der kurzen Frist.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffliche Grundlagen

2.1 Devisenmarkt und Wechselkurs

2.2 Devisenkassa- und Devisenterminmarkt

3 Zinsparitätentheorie

3.1 Voraussetzungen, Formeldarstellung

3.2 Gedeckte Zinsparität

3.2.1 Interpretation

3.2.2 Zahlenbeispiel anhand empirischer Daten

3.3 Ungedeckte Zinsparität

3.3.1 Interpretation

3.3.2 Auswirkungen auf den Wechselkurs

3.4 Devisenmarktspekulation

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Seminararbeit untersucht die Zinsparitätentheorie als zentralen Erklärungsansatz für Wechselkursbildungen in der kurzen Frist. Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen Zinsdifferenzen und Wechselkursänderungen theoretisch herzuleiten und anhand von Marktbeispielen zu verdeutlichen.

  • Grundlagen des Devisenmarktes und der Wechselkursnotierung
  • Herleitung und Interpretation der gedeckten Zinsparität
  • Empirische Überprüfung der gedeckten Zinsparität
  • Analyse der ungedeckten Zinsparität
  • Einfluss von Zinsänderungen und Erwartungen auf den Wechselkurs
  • Formen der Devisenmarktspekulation

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Interpretation

Das Theorem der gedeckten Zinsparität besagt, dass eine Kapitalanlage in Inlandswährung die gleiche Rendite erwirtschaftet, wie eine Anlage in Auslandswährung, bei der das Wechselkursrisiko mittels Termingeschäft abgesichert, d.h. gedeckt ist (vgl. Frenkel 2006: 70). Lassen beispielsweise das Zinsniveau im Ausland und der Wechselkurs die Auslandsanlage rentabler werden, kommt es aus Sicht des Inlands zu Kapitalexporten (in Gleichung (6) dargestellt). Anleger werden Inlandswährung in Auslandswährung tauschen wollen. Das hat eine Erhöhung der Devisennachfrage auf dem Kassamarkt zur Folge. Der Wechselkurs e steigt. Der Rückumtausch von Auslands- in Inlandswährung erhöht das Devisenangebot auf dem Terminmarkt. Der Wechselkurs ef sinkt. Als Folge wird der Swapsatz (ef – e)/e vermindert. Die Reduzierung des Swapsatzes führt dazu, dass die Rendite der Auslandsanlage i* + (ef – e)/e geschmälert wird. Diese Transaktionen erfolgen solange, bis die Erträge der inländischen und ausländischen Anlage indifferent sind bzw. der Swapsatz der Zinsdifferenz entspricht. Der Zustand der gedeckten Zinsparität wird durch die Gleichung (7) i = i* + (ef – e)/e wiedergegeben (vgl. Göcke/Köhler 2002: 164). Ist die Bedingung der Zinsparität erfüllt, existiert auf dem Devisenmarkt weder ein Nachfrage- noch ein Angebotsüberschuss. Der Devisenmarkt befindet sich im Gleichgewicht (vgl. Krugman et al. 2012: 461). Für Kapitalmarktteilnehmer besteht keine Möglichkeit zur Zinsarbitrage (d.h. zur Ausnutzung von internationalen Zinsdifferenzen zur risikolosen Gewinnerzielung).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet das massive Wachstum des Devisenhandels und führt die Zinsparitätentheorie als theoretisches Instrument ein, um kurzfristige Wechselkursbewegungen durch Zinsunterschiede zu erklären.

2 Begriffliche Grundlagen: In diesem Kapitel werden die Funktionsweise des Devisenmarktes, die Unterschiede zwischen Kassa- und Terminmarkt sowie die grundlegenden Notierungsarten von Wechselkursen erläutert.

3 Zinsparitätentheorie: Dieser Kernabschnitt widmet sich den Voraussetzungen und der mathematischen Herleitung der Zinsparität. Zudem werden die Konzepte der gedeckten und ungedeckten Zinsparität detailliert interpretiert und durch grafische Analysen sowie ein empirisches Zahlenbeispiel gestützt.

4 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Zinsdifferenzen eine zentrale Rolle für Kapitalbewegungen spielen, jedoch durch Wechselkursanpassungen langfristig ausgeglichen werden, womit keine risikolose Zinsarbitrage möglich ist.

Schlüsselwörter

Zinsparität, Devisenmarkt, Wechselkurs, Kassawechselkurs, Terminwechselkurs, Swapsatz, Zinsarbitrage, Kapitalmobilität, Inlandszins, Auslandszins, Devisenspekulation, Kapitalanlage, Rendite, Währungsaufwertung, Währungsabwertung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Zinsparitätentheorie, die erklärt, wie sich das Zinsniveau zwischen zwei Ländern und der Wechselkurs gegenseitig beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen die Mechanismen des Devisenmarktes, die Unterscheidung zwischen gedeckter und ungedeckter Zinsparität sowie die Auswirkungen von Spekulation und Zinsänderungen auf den Wechselkurs.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist die Darstellung und Erläuterung, wie Zinsdifferenzen zwischen dem In- und Ausland zu Kapitalbewegungen führen und welche Rolle die Zinsparität bei der kurzfristigen Bestimmung von Wechselkursen spielt.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Herleitung der Zinsparitätsformeln sowie eine empirische Überprüfung anhand konkreter Marktdaten zwischen der Euro-Zone und Australien.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, die mathematische Herleitung der Zinsparität, die Unterscheidung zwischen gedeckten und ungedeckten Zinsparitäten sowie eine Analyse von Einflussfaktoren wie Zinsänderungen auf den Gleichgewichtswechselkurs.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Zinsparität, Wechselkurs, Devisenmarkt, Zinsarbitrage, Terminmarkt und Spekulation.

Was versteht man unter dem Begriff "Swapsatz" im Kontext der Arbeit?

Der Swapsatz ist die prozentuale Abweichung des Terminwechselkurses vom Kassawechselkurs und spielt eine entscheidende Rolle bei der Absicherung gegen Wechselkursrisiken.

Warum ist eine risikolose Zinsarbitrage in der Realität kaum möglich?

Die Theorie der Zinsparität impliziert, dass Zinsdifferenzen durch entsprechende Wechselkursänderungen (oder das Absicherungsgeschäft) kompensiert werden, was den Renditevorteil einer Anlage im Ausland neutralisiert.

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Details

Titel
Gedeckte und ungedeckte Zinsparität
Hochschule
Fachhochschule Südwestfalen; Abteilung Meschede
Note
1,7
Autor
Marcel Güth (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
21
Katalognummer
V274194
ISBN (eBook)
9783656666462
ISBN (Buch)
9783656666431
Sprache
Deutsch
Schlagworte
gedeckte ungedeckte Zinsparität Zinsarbitrage Devisenmarkt Wechselkurse Kassamarkt Terminmarkt
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marcel Güth (Autor:in), 2014, Gedeckte und ungedeckte Zinsparität, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/274194
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Leseprobe aus  21  Seiten
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