Die Industrielle Revolution in Deutschland

Ein historischer Abriss


Akademische Arbeit, 2005
10 Seiten, Note: 1,7

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die alte Wirtschaftsordnung wird aufgelöst

3. Der Deutsche Zollverein

4. Das Zeitalter der Reformen

5. Die neuen Produktionsweisen und Wirtschaftszweige

6. Konjunktur und Wachstum

7. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Die industrielle Revolution ist die Bezeichnung für die durch technische Erfindungen im letzten Drittel des 18. Jahrhunderts in England eingeleitete Industrialisierung, die im Zusammenhang mit der französischen Revolution zu einer Umwandlung der bisherigen Gesellschafts- und Sozialordnung Westeuropas führte und sich dann über die ganze Welt ausbreitete.[1] Sie bewirkte eine vollständige Umgestaltung des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Aufbaues, war aber jedoch auch von sozialen Kämpfen begleitet.[2] Die Konzentration der Hausarbeit liegt im Schwerpunkt der industriellen Revolution in Deutschland.

2. Die alte Wirtschaftsordnung wird aufgelöst

Die industrielle Revolution führte zu einer Vielzahl von Veränderungen. Es gab ein Zeitalter der Reformen, des Weiteren wurden neue Produktionsweisen eingeführt, es prägten sich einige neue Wirtschaftszweige heraus und führten zu einer Weiterentwicklung für die deutsche Wirtschaft, womit als Folge Konjunktur und Wachstum der Wirtschaft angekurbelt wurden. Wichtig für die deutsche industrielle Revolution war auch der Zusammenschluss zum Deutschen Zollverein.

Es lassen sich drei Phasen der industriellen Revolution darstellen, welche noch näher erläutert werden sollen.

1. Die Phase des Aufkeimens oder der Schaffung des Wachstums, durch wichtige institutionelle Reformen, die Übernahme industrieller Technologien und andere Manifestationen wirtschaftlicher Modernisierungen und Entwicklungen.
2. Die Phase des beschleunigten Wachstums oder industriellen Durchbruchs wurde gekennzeichnet durch einen starken Zuwachs der Investitionen in den Eisenbahnbau und die Schwerindustrie, des weiteren durch eine breite Zuwanderung von Arbeitskräften in die städtischen Gewerbe sowie einen deutlichen Zuwachs der Produktivität und der Realeinkommen pro Kopf.
3. Die Phase des weiteren industriellen Wachstums, - auch die Entwicklung zur Reife genannt, nach Rostow -, beinhaltet die neuen Organisationsmethoden und Technologien die sich weiterhin ausbreiteten von kleinen Führungssektoren bis hin zu weiteren Branchen. Sie deckten ein sehr breites Spektrum der Wirtschaft ab als Folge der industriellen Revolution.[3]

3. Der Deutsche Zollverein

Mit dem Zusammenschluss zum Deutschen Zollverein, einer Zollunion, verzichteten die Regierungen der meisten deutschen Staaten freiwillig auf Teile ihrer Rechte im Interesse der Gemeinschaft, ohne jedoch einen Staatenbund zu bilden. Es eröffnete sich jedoch die Möglichkeit einer Einigung Deutschlands über den engeren wirtschaftlichen Rahmen hinaus, gefördert durch das Wachstum des Handels und auch aufgrund der Entstehung der neuen Transportwege durch die Eisenbahn.[4]

Der Deutsche Zollverein war demnach eine vertragliche Zusammenarbeit der deutschen Staaten, um die wirtschaftlichen Behinderungen durch die zahlreichen Binnenzölle zu beseitigen, sowie zur gemeinsamen Erhebung der Grenzzölle.[5] Vor der Gründung des Deutschen Zollvereins gab es achtunddreißig Zoll- und Mautlinien in Deutschland zu bewältigen, sie lähmten den Verkehr im Inneren des Landes.[6]

Die Initiative ging von Preußen aus, das aus zwei getrennten Gebieten bestand. Mit den dazwischen liegenden Ländern wurden 1819-1828 Verträge geschlossen, die deren Gebiet ins preußische Zollgebiet einbezogen und die Länder entsprechend ihrer Bewohnerzahl an den Zolleinnahmen beteiligten. Der Deutsche Zollverein entstand 1834 durch die Zusammenschlüsse von dem Mitteldeutschen Handelsverein zwischen Hannover, Sachsen, Oldenburg, Braunschweig und anderen mitteldeutschen Staaten, sowie dem süddeutschen Zollverein zwischen Bayern und Württemberg und als dritten im Bunde Preußen.[7]

Der Deutsche Zollverein erleichterte die Handelswege und die Zusammenarbeit zwischen den Staaten und führte zu einer problemgeminderten Entwicklung der industriellen Revolution.

Die Gründung des Zollvereins brachte die Handels-konkurrenz rascher und nachdrücklicher dazu, die Verkehrswege zu verbessern und auszubauen.[8]

[...]


[1] Bertelsmann, Das moderne Lexikon Has - Ion, Bertelsmann Lexikon Verlag, Verlagsgruppe Bertelsmann GmbH, Berlin, Gütersloh, 1972, S. 391

[2] Brockhaus, F.A., Der Volks-Brockhaus, 12 Aufl., Wiesbaden, 1955, S. 361

[3] Tilly/Porter/Teich, Die industrielle Revolution in England, Deutschland, Italien, 1. Auflage, Berlin, 1998, S. 61f

[4] Walter, R., Wirtschaftsgeschichte – Vom Merkantilismus bis zur Gegenwart, 3. Auflage, Köln, Weimar, Wien, Böhlau, 2000, S. 79

[5] Bertelsmann, Das moderne Lexikon Wali - Zz, Bertelsmann Lexikon Verlag, Verlagsgruppe Bertelsmann GmbH, Berlin, Gütersloh, 1972, S.393

[6] Mayer/Pandel/Bradtke, Die Industrielle Revolution in Deutschland, 1.Auflage, Stuttgart, 1985, S. 5

[7] Bertelsmann, Das moderne Lexikon Wali - Zz, Bertelsmann Lexikon Verlag, Verlagsgruppe Bertelsmann GmbH, Berlin, Gütersloh, 1972, S.393

[8] Tilly/Porter/Teich, Die industrielle Revolution in England, Deutschland, Italien, 1. Auflage, Berlin, 1998, S. 67

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten

Details

Titel
Die Industrielle Revolution in Deutschland
Untertitel
Ein historischer Abriss
Hochschule
Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin
Note
1,7
Autor
Jahr
2005
Seiten
10
Katalognummer
V274273
ISBN (eBook)
9783656668466
ISBN (Buch)
9783656668473
Dateigröße
371 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
industrielle, revolution, deutschland, abriss
Arbeit zitieren
Martina Noack (Autor), 2005, Die Industrielle Revolution in Deutschland, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/274273

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