Analyse der Szene II.7 aus "Kabale und Liebe" im Hinblick auf den Gesamtkontext und das Verhältnis zwischen den Figuren


Essay, 2012

3 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Aufgabenstellung:

Analysieren Sie die Szene 2.7 aus „Kabale und Liebe“, indem Sie die dargestellte Situation schlüssig in den Gesamtzusammenhang einordnen und das Verhältnis zwischen den Figuren interpretieren.

In der siebenten Szene des zweiten Akts aus dem Drama „Kabale und Liebe“, verfasst von Friedrich Schiller im Jahre 1784, geht es um die Drohung eine Kabale aufzudecken, um den dargestellten Machmissbrauch vorzubeugen, Dieses Werk stammt aus der Epoche des Sturm und Drang und ist ein bürgerliches Trauerspiel. Das vorliegende Kernproblem des ganzen Dramas ist, dass die Liebe zwischen dem adeligen Ferdinand und der Bürgerstochter Luise nicht erlaubt wird. Um dieses Paar zu trennen, wird eine Intrige geplant, sodass das Geschehen in einer Katastrophe endet. Dieses Problem spiegelt sich als ein Konflikt im vorliegenden Auftritt wider.

Noch in der vorherigen Szene trafen die beiden Ständerepräsentanten in der Stube der Millers aufeinander. Dabei wollte der Präsident sich vergewissern, ob Luise seinen Sohn, Ferdinand, liebt. Als diese ihre Liebe zu Ferdinand ausspricht, ist der Präsident über diese Tatsache verärgert und beschimpft Luise. Herr Miller, der Vater von Luise, reagiert mit dem Rausschmiss des Präsidenten, was der Grund das Eskalieren des Konflikts ist. Der Präsident ordnet an, dass Luise und ihre Mutter an den Pranger und Herr Miller ins Zuchthaus gebracht werden sollen. Als die Gerichtsdiener, die diesen Auftrag erfüllen sollen, am Anfang der siebenten Szene eintreffen und versuchen Luise festzunehmen, stellt sich Ferdinand ihnen in den Weg. Er droht seinem Vater, dem Präsidenten, dessen Intrige, durch die er sein Amt erreicht hat, aufzudecken, woraufhin der Präsident Luise freilässt und Ferdinand, der das Haus verlässt, hinterher eilt. In dem nächsten Auftritt (3.1) schlägt Wurm dem Präsidenten vor Luise einen Brief an den Hofmarschall schreiben zuu lassen, Ferdinand und Luise zu trennen. Somit entsteht eine weitere Kabale, die im Verlauf des bürgerlichen Trauerspiels die Liebe zweiter Personen zerstören soll. Somit hat die Szene 2.7 als Funktion für den Spannungsverlauf die Ankündigung auf den Wendepunkt.

Zunächst einmal schauen wir uns die Bedeutung der Figuren an, die Schiller hier verwendet hat. Herr Miller ist als Symbol für das aufstrebende und aufgeklärte Bürgertum zu verstehen. Durch das Beharren auf dem Besitz. Und Hausrecht, das dem Bürgertum zusteht, wird das Aufbegehren der Bürger gegen den Adel verbildlicht. Dadurch brachten die Schriftsteller zur Zeit des Sturm und Drang ihre Protesthaltung gegen die Willkürherrschaft des Absolutismus und die Ständesgesellschaft zum Ausdruck. Um dies verdeutlichen, wurde das Geschehen in den Dramen, von der höfischen Welt zur bürgerlichen Welt verlagert. Daher hat Schiller diesem Werk auch den Untertitel „Ein bürgerliches Trauerspiel“ gegeben. Neben dem geänderten Fokus vom Adel auf das Bürgertum wurde im Gegensatz zur Urform des Dramas, nämlich der Tragödie von Aristoteles, keine Verform sondern die alltätliche Sprache des Bürgertums verwendet. Denn die Verform ist gehoben und pathetisch, doch um sich von der höfischen Kultur zu distanzieren, wurde die Form von einer Prosa verwendet. „Kabale und Liebe“ ist somit exemplarisch für ein bürgerliches Trauerspiel. Außerdem liegt auch ein ständeübergreifender Konflikt vor, was auch ein typisches Merkmal eines bürgerlichen Trauerspiels ist.

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Ende der Leseprobe aus 3 Seiten

Details

Titel
Analyse der Szene II.7 aus "Kabale und Liebe" im Hinblick auf den Gesamtkontext und das Verhältnis zwischen den Figuren
Hochschule
Technische Universität Dortmund
Note
1,0
Autor
Jahr
2012
Seiten
3
Katalognummer
V274288
ISBN (eBook)
9783656671480
Dateigröße
375 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
analyse, szene, kabale, liebe, hinblick, gesamtkontext, verhältnis, figuren
Arbeit zitieren
Abdussamed Soydemir (Autor), 2012, Analyse der Szene II.7 aus "Kabale und Liebe" im Hinblick auf den Gesamtkontext und das Verhältnis zwischen den Figuren, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/274288

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