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Der Einfluss gesellschaftlicher Eliten auf Kriegsentscheidungen in Demokratien

Ein Vergleich zwischen Deutschland und den USA am Beispiel des Irak-Krieg 2003

Title: Der Einfluss gesellschaftlicher Eliten auf Kriegsentscheidungen in Demokratien

Term Paper , 2014 , 26 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Dennis Diestertich (Author)

Politics - Topic: Peace and Conflict, Security
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Für Kant sind republikanisch verfasste Staaten friedfertiger, da die Allgemeinheit der Bürger in ihnen die Last des Krieges zu tragen hat. Sie werden sich daher nach Kant gegen einen Krieg entscheiden. Diese These Kants findet heute in der These des demokratischen Friedens eine prominente Entsprechung.

Im Rahmen dieser Arbeit wird untersucht, inwieweit sich die Allgemeinheit in Demokratien bei Entscheidungen für oder gegen einen Krieg durchzusetzen vermag oder ob nicht auch in Demokratien gesellschaftliche Eliten diesen Prozess dominieren können.

Als leitende Theorie dient hierbei der Neoliberalismus von Andrew Moravcsik. Untersuchungsgegenstand ist der Irak-Kriegs 2003 wobei die Länder USA und Deutschland untersucht werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Methodik

3 Der Neoliberalismus nach Andrew Moravcsik

4 Politische Rahmenbedingungen

4.1 USA

4.2 Deutschland

5 Interessen gesellschaftlicher Eliten

5.1 USA

5.2 Deutschland

6 Der politische Prozess zum Irak-Krieg

6.1 USA

6.2 Deutschland

7 Die Einstellung der Bevölkerung zum Irak-Krieg

7.1 USA

7.2 Deutschland

8 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss gesellschaftlicher Eliten auf die Kriegsentscheidungen in den Demokratien Deutschland und den USA am Beispiel des Irak-Kriegs 2003, um zu hinterfragen, ob die Theorie des demokratischen Friedens den tatsächlichen politischen Prozess korrekt widerspiegelt.

  • Rolle gesellschaftlicher Eliten in außenpolitischen Entscheidungsprozessen
  • Vergleichende Analyse des politischen Systems in den USA und Deutschland
  • Einfluss der Neokonservativen in den USA und deren Kommunikationsstrategien
  • Interessenlagen wirtschaftlicher und politischer Akteure im Irak-Konflikt
  • Bedeutung der öffentlichen Meinung für staatliche Kriegsbereitschaft

Auszug aus dem Buch

3 Der Neoliberalismus nach Andrew Moravcsik

In diesem Kapitel wird die der Arbeit zugrunde liegende Theorie kurz dargestellt, sowie auf den Untersuchungsgegenstand bezogen. Im Gegensatz zu den drei anderen Großtheorien der Internationalen Beziehungen (Neorealismus, Neoinstitutionalismus und Konstruktivismus) ist der Neoliberalismus keine rein systemische Theorie. Für den Neoliberalismus sind innerstaatliche Faktoren ein wichtiger Faktor in der Erklärung des Außenverhaltens von Staaten. Demnach besitzt der Neoliberalismus zwei Analyseebenen. Neben dem Staatensystem wird auch die nationalstaatliche Interessenbildung untersucht. Der wichtigste Erklärungsfaktor liegt dabei in der Gesellschaft und nicht im politischen System. „Liberal theory rests on a ‘‘bottom-up’’ view of politics in which the demands of individuals and societal groups are treated as analytically prior to politics” (Moravcsik 1997:517).

Für Moravcsik (1997:516-517) versuchen gesellschaftliche Akteure ihre Interessen in die Staatspräferenzen einzubringen, wobei sie hier mit anderen gesellschaftlichen Akteuren in Konkurrenz treten. Dabei ist die Durchsetzung der eigenen Interessen auch auf Kosten der Gesamtheit der Gesellschaft möglich.

(…) where power asymmetries permit groups to evade the costs of redistributing goods, incentives arise for exploitative, rent-seeking behavior, even if the result is inefficient for society as a whole (Moravcsik 1997:517).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die Thematik des demokratischen Friedens und Formulierung der Forschungsfrage zum Einfluss gesellschaftlicher Eliten auf Kriegsentscheidungen.

2 Methodik: Beschreibung des theoriegeleiteten, paarweisen Vergleichs basierend auf dem Neoliberalismus von Andrew Moravcsik.

3 Der Neoliberalismus nach Andrew Moravcsik: Theoretische Grundlegung des Liberalismus als Bottom-up-Ansatz, bei dem gesellschaftliche Präferenzen das Außenverhalten von Staaten determinieren.

4 Politische Rahmenbedingungen: Analyse der politischen Systeme der USA und Deutschlands hinsichtlich ihrer Offenheit für gesellschaftliche Akteure im außenpolitischen Prozess.

5 Interessen gesellschaftlicher Eliten: Darstellung der Akteure und wirtschaftlichen Interessen, die den Irak-Konflikt beeinflussten, mit Fokus auf US-Think-Tanks und deutsche Wirtschaftsinteressen.

6 Der politische Prozess zum Irak-Krieg: Untersuchung, wie politische Entscheidungsträger in den USA und Deutschland auf die Einflüsse gesellschaftlicher Eliten reagierten.

7 Die Einstellung der Bevölkerung zum Irak-Krieg: Analyse des Einflusses der öffentlichen Meinung und der Wirksamkeit von Kommunikationsstrategien auf die Kriegsbereitschaft.

8 Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und kritische Reflektion der Theorie des demokratischen Friedens durch die Fallstudien.

Schlüsselwörter

Irak-Krieg, Demokratischer Friede, Gesellschaftliche Eliten, Neoliberalismus, Andrew Moravcsik, Außenpolitik, USA, Deutschland, Politische Entscheidungsprozesse, Think Tanks, Lobbying, Interessengruppen, Öffentliche Meinung, Kriegsentscheidung, Fallstudie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert, wie gesellschaftliche Eliten in Demokratien die außenpolitischen Entscheidungen zur Beteiligung an Kriegen beeinflussen können, am Beispiel des Irak-Kriegs 2003.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Themen umfassen den Einfluss gesellschaftlicher Partikularinteressen, die politische Struktur von USA und Deutschland sowie die Rolle der öffentlichen Meinung im Entscheidungsprozess.

Was ist die primäre Forschungsfrage oder das Ziel?

Ziel ist es zu klären, welchen Einfluss gesellschaftliche Eliten auf die Entscheidung eines Staates haben, einen Krieg zu führen, und ob dieser Einfluss die Theorie des demokratischen Friedens kritisch infrage stellt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine vergleichende Fallstudie angewandt, die auf dem "Most Similar Systems Design" basiert und die Theorie des Neoliberalismus nach Andrew Moravcsik als Analysewerkzeug nutzt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die politischen Rahmenbedingungen, die spezifischen Interessen gesellschaftlicher Akteure, den politischen Entscheidungsprozess sowie die öffentliche Meinung in beiden untersuchten Ländern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Irak-Krieg, Demokratischer Friede, Politische Entscheidungsprozesse, Neoliberalismus und Eliteneinfluss charakterisieren.

Wie unterschied sich die Rolle von Think Tanks in den USA im Vergleich zu Deutschland während des Irak-Konflikts?

In den USA agierten Think Tanks als einflussreiche, agenda-setzende Lobbygruppen, während sie in Deutschland eher regierungsnah finanziert sind und eine geringere Eigenständigkeit in der politischen Agendasetzung aufweisen.

Welchen Einfluss hatte die Bevölkerung in den USA auf den Weg in den Krieg?

Obwohl die Bevölkerung den Krieg oft nur mit UN-Mandat befürwortete, war sie laut Autorin das Ziel gezielter Kommunikationsstrategien, die eine kriegsbereite Stimmung erzeugten, was der Annahme einer reflektierten demokratischen Kontrolle widerspricht.

Warum lehnte die deutsche Regierung trotz der Partnerschaft mit den USA eine Kriegsbeteiligung ab?

Die Ablehnung resultierte aus einer Interessenkongruenz zwischen Regierung, Bevölkerung und wirtschaftlichen Akteuren, die eine friedliche Lösung bevorzugten und keine militärische Eskalation wünschten.

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Details

Title
Der Einfluss gesellschaftlicher Eliten auf Kriegsentscheidungen in Demokratien
Subtitle
Ein Vergleich zwischen Deutschland und den USA am Beispiel des Irak-Krieg 2003
College
University of Hagen
Grade
1,0
Author
Dennis Diestertich (Author)
Publication Year
2014
Pages
26
Catalog Number
V274296
ISBN (eBook)
9783656671503
ISBN (Book)
9783656671510
Language
German
Tags
einfluss eliten kriegsentscheidungen demokratien vergleich deutschland beispiel irak-krieg
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dennis Diestertich (Author), 2014, Der Einfluss gesellschaftlicher Eliten auf Kriegsentscheidungen in Demokratien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/274296
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