Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Sociology - Habitation and Urban Sociology

Eine Offensive gegen soziale Ausgrenzung. Die "Soziale Stadt"

Title: Eine Offensive gegen soziale Ausgrenzung. Die "Soziale Stadt"

Term Paper , 2014 , 15 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Sandra Kraft (Author)

Sociology - Habitation and Urban Sociology
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Unter einer sozialen Stadt stellt man sich eine gemeinnützige, integrative, fördernde und wohlwollende Stadt vor. Eine Stadt, die die Lebenslage unterschiedlicher Menschen in benachteiligten Stadtteilen verbessert, offen für fremde Kulturen ist und Perspektiven für sozial schwächere MitbürgerInnen aufzeigt. Aber ist das Programm „Soziale Stadt“ eine sinnvolle Maßnahme gegen soziale Ausgrenzung von schwächeren Bezirken der Städte? Um diese zentrale Frage beantworten zu können, wird zunächst das Programm einmal näher betrachtet. Das Förderungsprogramm be-zieht sich auf verschiedene Handlungskonzepte, die größtenteils von Erfolg geprägt sind und im Laufe der Jahre weiterentwickelt wurden. Dagegen stehen viele Bereiche eher im Hintergrund und müssen kritisch hinterfragt werden, um mögliche Lücken schließen zu können.

Zugleich stellt sich eine ebenfalls doch so wichtige Frage, denn wie kommt es überhaupt zu den benachteiligten Stadtteilen und wann zählt ein Bezirk als „ausgegrenzt“? Hier gibt es etliche Einflüsse, die zu der Entstehung von „Problemvierteln“ ihren Beitrag leisten. Mögliche Effekte werden, in dieser Arbeit, anhand von vier Dimensionen näher erläutert: materielle Ressourcen, politische Repräsentanz, Symbolik des Ortes und soziales Milieu. Des Weiteren werden die Anforderungen an Schulen in Problembezirken betrachtet, denn auch hier ist ein hoher Handlungsbedarf erforderlich. Abschließend wird, anhand eines Praxisbeispiels in dem Stadtteil „Aschenberg“ in Fulda, die Re-Integration mit Hilfe des Förderungsprogramms „Soziale Stadt“ beschrieben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt“

2.1 Programmgrundlagen

2.2 Ziele und Maßnahmen

2.3 Erfolge und Misserfolge

3. Die Entstehung von „Problemvierteln“

3.1 Vier Dimensionen möglicher benachteiligender Effekte

3.2 Segregation durch die Schulen

4. Re-Integration benachteiligter Stadtteile am Beispiel „Aschenberg“ in Fulda

4.1 Darstellung des Projekts „Brückenschlag“

4.2 Zusammenstellung der Ergebnisse

5. Resümee

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht, inwieweit das Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt“ eine wirksame Strategie gegen soziale Ausgrenzung in benachteiligten städtischen Quartieren darstellt, und analysiert hierbei sowohl die strukturellen Rahmenbedingungen als auch die praktische Umsetzung anhand eines konkreten Fallbeispiels.

  • Analyse der theoretischen Grundlagen und Zielsetzungen des Programms „Soziale Stadt“.
  • Untersuchung der Entstehungsfaktoren von sogenannten „Problemvierteln“ und deren multidimensionale Auswirkungen.
  • Betrachtung der spezifischen Rolle von Schulen bei der Entstehung und Bewältigung von Segregation.
  • Evaluation des Projekts „Brückenschlag“ im Stadtteil Aschenberg in Fulda.
  • Kritische Würdigung der Erfolge sowie der verbleibenden Herausforderungen bei der Quartiersstabilisierung.

Auszug aus dem Buch

4. Re-Integration benachteiligter Stadtteile am Beispiel „Aschenberg“ in Fulda

Im Jahr 1999 wurde der Stadtteil „Aschenberg“ in das Städtebauförderungsprogramm „Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf – die Soziale Stadt“ aufgenommen. Das Gebiet ist vor allem gekennzeichnet durch seine Punkthochhäuser auf der Spitze des Aschenbergs. Der Stadtteil liegt am Rande der hessischen Stadt Fulda (vgl. HMWVL 2009, S.69). Er trägt den Spitznamen „Klein-Moskau“, was auf den hohen Anteil Russlanddeutscher sowie BürgerInnen anderer Nationalitäten zurückzuführen ist. Des Weiteren zeichnet den „Aschenberg“, im Vergleich zur gesamten Stadt, eine überdurchschnittlich hohe Anzahl an Kindern und Jugendlichen, Alleinerziehenden und SozialhilfeempfängerInnen aus. Die grundlegenden Probleme umfassten neben Integrationsschwierigkeiten, fehlender Kommunikation zwischen Einheimischen und Zugezogenen, insbesondere das schlechte Image des Quartiers. Durch Übergriffe zwischen Jugendlichen, Einbrüche, Diebstähle oder Vandalismus ist das Sicherheitsrisiko relativ hoch gewesen. Das Angebotsspektrum bezüglich diverser Dienstleistungen, Treffpunkten und Räumen, die eine Möglichkeit zum Austausch bieten, waren kaum bis gar nicht vorhanden. Das bereits vorhandene Bürgerzentrum wurde nicht wirklich angenommen, es ist eher dem Vandalismus zum Opfer gefallen. Anfang 2006 wurde die Arbeiterwohlfahrt durch die Stadt Fulda beauftragt, die Probleme zu untersuchen und mögliche Lösungsvorschläge auszuarbeiten, daraufhin entstand im März 2007 das Projekt „Brückenschlag“ (vgl. Latz 2011).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der sozialen Ausgrenzung in Städten ein und stellt die kritische Forschungsfrage nach der Wirksamkeit des Programms „Soziale Stadt“.

2. Das Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt“: Dieses Kapitel erläutert die Programmgrundlagen, die strategischen Ziele sowie die erreichten Erfolge und bestehenden Defizite des Städtebauförderungsprogramms.

3. Die Entstehung von „Problemvierteln“: Es werden die Ursachen für die Entstehung benachteiligter Stadtteile untersucht, wobei insbesondere auf materielle, soziale, politische und symbolische Faktoren sowie die Rolle der Schulen eingegangen wird.

4. Re-Integration benachteiligter Stadtteile am Beispiel „Aschenberg“ in Fulda: Anhand des Projekts „Brückenschlag“ wird die praktische Umsetzung von Integrationsmaßnahmen in einem konkreten Quartier dargestellt und evaluiert.

5. Resümee: Das Abschlusskapitel bietet eine kritische Gesamtschau auf die Wirksamkeit des Programms und diskutiert die Notwendigkeit langfristiger Strategien zur Vermeidung erneuter Abwertungsprozesse.

Schlüsselwörter

Soziale Stadt, Soziale Ausgrenzung, Problemviertel, Quartiersmanagement, Segregation, Stadtentwicklung, Bürgeraktivierung, Integration, Aschenberg, Brückenschlag, Sozialraum, Städtebauförderung, Armutsbekämpfung, Bildungsförderung, Soziale Gerechtigkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt“ als Instrument zur Bekämpfung sozialer Ausgrenzung in urbanen Quartieren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zu den zentralen Themen gehören die strukturelle Unterstützung benachteiligter Stadtteile, die Entstehung von Segregation und die Bedeutung sozialer Integrationsprozesse.

Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?

Die Arbeit fragt, ob das Programm „Soziale Stadt“ eine tatsächlich sinnvolle und nachhaltige Maßnahme gegen die soziale Ausgrenzung in schwächeren Stadtbezirken darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Autorin nutzt eine theoretische Aufarbeitung der Fachliteratur in Kombination mit einer praxisbezogenen Fallstudie über das Projekt „Brückenschlag“.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Darstellung der Programmgrundlagen, die Analyse von Entstehungsursachen für „Problemviertel“ und eine detaillierte Auswertung des Praxisbeispiels in Fulda-Aschenberg.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird vor allem durch Begriffe wie „Soziale Stadt“, „Segregation“, „Bürgeraktivierung“ und „Sozialraum“ charakterisiert.

Warum wird der Stadtteil Aschenberg in Fulda als Fallbeispiel gewählt?

Der Aschenberg diente als exemplarisches Modell, um zu zeigen, wie durch gezielte Projekte wie „Brückenschlag“ ein Imagewandel und eine soziale Stabilisierung des Quartiers erreicht werden können.

Welche Rolle spielt die Schule bei der sozialen Ausgrenzung laut der Autorin?

Schulen in benachteiligten Vierteln sind laut der Autorin zentrale Orte, an denen Segregation sichtbar wird; sie müssen daher gezielt unterstützt werden, um eine Integration in den Arbeitsmarkt zu ermöglichen.

Was sind die wichtigsten Erkenntnisse zum Projekt „Brückenschlag“?

Das Projekt konnte erfolgreich Bürger beteiligen und Vandalismus reduzieren, stößt jedoch bei der dauerhaften Finanzierung und der Einbindung bestimmter Zielgruppen wie Männern an seine Grenzen.

Excerpt out of 15 pages  - scroll top

Details

Title
Eine Offensive gegen soziale Ausgrenzung. Die "Soziale Stadt"
College
University of Applied Sciences Fulda
Course
Soziale Gerechtigkeit, Exklusion und Partizipation - Soziologische Zugänge zur Sozialen Arbeit
Grade
1,0
Author
Sandra Kraft (Author)
Publication Year
2014
Pages
15
Catalog Number
V274341
ISBN (eBook)
9783656668763
ISBN (Book)
9783656668732
Language
German
Tags
eine offensive ausgrenzung soziale stadt
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sandra Kraft (Author), 2014, Eine Offensive gegen soziale Ausgrenzung. Die "Soziale Stadt", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/274341
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  15  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint