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Das Färben mit Pflanzen und Gestalten mit Märchenwolle

Titel: Das Färben mit Pflanzen und Gestalten mit Märchenwolle

Hausarbeit , 2014 , 10 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Sandra Kraft (Autor:in)

Pädagogik - Kunstpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Bereits vor vielen Jahren haben Menschen ihre Textilien ausschließlich mit Pflanzen gefärbt. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden die Pflanzenfarben jedoch nach und nach von synthetisch hergestellten Farbstoffen verdrängt (vgl. SCHNEIDER 1979, S. 33). Zu Beginn stelle ich einige dieser Pflanzen einschließlich der daraus entstehenden Farben vor. Das Ausgangsmaterial bilden auf der einen Seite die Färbepflanzen, auf der anderen die zu färbenden Fasern. Für die Färbung eignet sich jedes textile Material, ob Wolle, Garne, Seide oder Filz. Auf das Arbeiten mit gefärbter Wolle gehe ich später noch einmal näher ein, in Form der Beschreibung einer eigenen kunstpraktischen Übung; beginnend mit der Technik des Wollbildlegens bis hin zu deren Reflexion. Zum Ende hin beschäftige ich mich mit der Wirkung von Materialien und Arbeitsprozessen auf Menschen mit Beeinträchtigungen, am Beispiel einer anthroposophischen Werkstatt. Des Weiteren ist es interessant zu erfahren, welche Fähigkeiten durch die Färbeprozesse gefördert bzw. gefordert werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Färben mit Pflanzen

2.1 Die Bedeutung der Färbepflanzen

2.2 Vorstellung der Pflanzen

3. Eigene kunstpraktische Übung

3.1 Legung eines Wollbildes

3.2 Reflexion der kunstpraktischen Übung

4. Bezug zur sozialen Arbeit

4.1 Vorstellung der anthroposophischen Pflanzenfärberei

4.2 Eignungen und Grenzen der kunstpraktischen Übung

4.3 Wirkung der Materialien und Arbeitsprozesse auf Menschen mit Behinderung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Hausarbeit untersucht die theoretischen Grundlagen und die praktische Anwendung der Pflanzenfärberei sowie das künstlerische Gestalten mit Märchenwolle. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der therapeutischen Bedeutung dieser Arbeitsprozesse für Menschen mit Behinderungen im Kontext der anthroposophischen Sozialarbeit.

  • Historische und botanische Grundlagen natürlicher Farbstoffe
  • Techniken der Textilgestaltung durch das Legen von Wollbildern
  • Selbstreflexion künstlerischer Arbeitsprozesse
  • Pädagogische und therapeutische Potenziale in Werkstätten
  • Förderung von Feinmotorik, Konzentration und Selbstwertgefühl

Auszug aus dem Buch

3.1 Legung eines Wollbildes

Die benötigten Materialien zum Legen eines Wollbildes bestehen aus einer Filzunterlage, pflanzengefärbter Wolle (hier: Märchenwolle) und einer Filznadel. Der Grundton der Filzunterlage spielt eine entscheidende Rolle, aus diesem Grund bevorzuge ich ein neutrales Weiß. In der Regel werden die Wollschichten zwar möglichst dicht gelegt, so dass von dem Untergrund kaum noch etwas zu sehen ist, dennoch schimmert er an bestimmten Stellen zart durch. Der falsche Grundton kann sich negativ auf die Stimmung während des Legens auswirken (vgl. SCHMIDT/ JAFFKE 1993, S. 12). Im Allgemeinen wird gekämmte (kardierte) Wolle bevorzugt, die man ganz fein und gleichmäßig auseinanderzupfen kann. Ebenfalls gibt es einen entscheidenden Unterschied zwischen gefärbt kardierter Wolle und Naturwolle vom Schaf (braun oder weiß); Erläuterungen hierzu beschreibe ich anschließend in der Reflexion. Nun möchte ich die Technik des Legens anhand des Motivs „Gänseliesel“ (sh. Bild) genauer erklären.

Das Motiv habe ich mir anhand eines Prospekts ausgesucht. Die Wolle wird in ganz feinen, dünnen Schichten aufgetragen, die sich dann aufgrund der Faserbeschaffenheit ineinander verhaken, daher hält das Bild auch ohne kleben auf dem Untergrund. Am Ende kann das gesamte Bild sogar von dem Filz gelöst werden, ohne dass es beschädigt wird. Als erstes beginnt man mit dem Vorlegen der Konturen von dem See, Baum, Weg, Himmel und der Sonne. Nachdem die Richtung nun vorgegeben ist, beginnt man die Wolle in Form hauchfeiner Fasern nach und nach auf das Bild zu bringen. Dies geschieht folgendermaßen: Man drückt einen Zipfel Wolle auf die Unterlage und zieht ihn mit der anderen Hand nach unten, so bleibt eine erste feine Schicht liegen. Diesen Vorgang des Auflegens, Andrückens und Ziehens wird so oft wiederholt, bis die gewünschte Gestalt erreicht ist. Bei genaueren oder kleineren Motiven kann eine Filznadel zum befestigen der Wolle nützlich sein. Es kann jederzeit Wolle anders gelegt oder weggenommen werden. Durch das Vermischen (aufeinanderlegen) verschiedener Farben können unterschiedliche Strukturen entstehen. Schauen wir uns die Baumkrone einmal genauer an; durch das Legen halbkreisförmiger Wollfäden wird der Baum erst richtig erkenntlich. Die Wolle wird beim Auftragen so gezupft oder gezogen, dass der Himmel eher wolkig oder strahlend erscheint. Es ist ratsam mit größeren Flächen anzufangen und das Bild langsam Wachsen zu lassen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die historische Bedeutung der Pflanzenfarben ein und erläutert das methodische Vorgehen der Arbeit, von der praktischen Wollgestaltung bis zur Analyse therapeutischer Effekte.

2. Das Färben mit Pflanzen: Dieses Kapitel stellt verschiedene Färbepflanzen und tierische Farbstoffe vor, erläutert deren Nuancierungsmöglichkeiten und beschreibt fachspezifische Färbeverfahren wie die Indigoküpe.

3. Eigene kunstpraktische Übung: Der Autor beschreibt detailliert die Technik des Wollbildlegens mit Märchenwolle und reflektiert den persönlichen Gestaltungsprozess sowie den Einfluss der eigenen emotionalen Verfassung auf das künstlerische Ergebnis.

4. Bezug zur sozialen Arbeit: Hier wird der Transfer in die Praxis vollzogen, indem die Wirkung handwerklicher Arbeit in einer anthroposophischen Werkstatt auf Menschen mit Behinderung sowie deren Eignung als pädagogisch-therapeutisches Medium beleuchtet wird.

Schlüsselwörter

Pflanzenfärberei, Märchenwolle, Wollbildlegen, anthroposophische Werkstatt, soziale Arbeit, Naturfarben, Indigo, Krapp, Reseda, Feinmotorik, therapeutisches Arbeiten, Selbstwertgefühl, kunstpraktische Übung, Inklusion, Handarbeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit im Kern?

Die Arbeit befasst sich mit der Kunst des Färbens mit natürlichen Pflanzenstoffen sowie der praktischen Anwendung von gefärbter Wolle im kreativen Gestaltungsprozess.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Themen umfassen die botanischen Grundlagen von Färbemitteln, die Technik der Wollbildgestaltung und die pädagogische Bedeutung dieser Arbeit für Menschen mit Beeinträchtigungen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie handwerkliche Prozesse wie das Färben und Wollbildlegen als therapeutische Mittel zur Förderung der Feinmotorik und des Selbstwertgefühls in der sozialen Arbeit eingesetzt werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär angewandt?

Die Arbeit kombiniert eine Literaturrecherche zu den Grundlagen der Pflanzenfärberei mit einem kunstpraktischen Selbstversuch und einer anschließenden reflektierenden Analyse.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Vorstellung der Färbepflanzen, eine detaillierte Beschreibung der eigenen kunstpraktischen Wollbild-Übung sowie eine Untersuchung der Wirkung dieser Tätigkeiten in anthroposophischen Werkstätten.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit beschreiben?

Wichtige Begriffe sind Pflanzenfärberei, Märchenwolle, therapeutische Arbeit, Feinmotorik, anthroposophische Werkstätten und soziale Teilhabe.

Warum ist der Grundton der Filzunterlage für die Gestaltung so wichtig?

Der Grundton beeinflusst die Lichtwirkung und die Farbwirkung der daraufgelegten Wolle maßgeblich; ein falscher Untergrundton kann die Atmosphäre des gesamten Bildes negativ beeinflussen.

Welche Rolle spielt die anthroposophische Philosophie in der untersuchten Werkstatt?

Sie bildet die Grundlage für das Zusammenleben und Arbeiten von Menschen mit und ohne Hilfebedarf und fördert durch liebevolle Handarbeit das Selbstwertgefühl der Beschäftigten.

Warum wird die Indigofärbung als besonders anspruchsvoll beschrieben?

Da Indigo wasserunlöslich ist, muss vor der eigentlichen Färbung eine aufwendige chemische Vorbehandlung, die sogenannte „Indigoküpe“, durchgeführt werden.

Wie wirkt sich die eigene Stimmung auf das Ergebnis der kunstpraktischen Arbeit aus?

Die Autorin stellt fest, dass die persönliche Befindlichkeit – etwa Stress oder Zufriedenheit – einen direkten Einfluss auf die Farbwahl und die Gestaltung der Motive hat.

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Färben mit Pflanzen und Gestalten mit Märchenwolle
Hochschule
Hochschule Fulda
Veranstaltung
Kreative Medien in der Sozialen Arbeit - Malen und Bilderleben
Note
1,0
Autor
Sandra Kraft (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
10
Katalognummer
V274342
ISBN (eBook)
9783656668756
ISBN (Buch)
9783656668749
Sprache
Deutsch
Schlagworte
färben pflanzen gestalten märchenwolle
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sandra Kraft (Autor:in), 2014, Das Färben mit Pflanzen und Gestalten mit Märchenwolle, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/274342
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