Controlling des Eigenkapitals


Hausarbeit, 2003

12 Seiten, Note: ohne


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

2 Abgrenzungen
2.1 Controlling
2.1.1 Allgemeines zum Controlling
2.1.2 Finanzcontrolling
2.2 Eigenkapital

3 Wichtige Eigenkapitalkennzahlen und der daraus abgeleitete Regelkreis des Eigenkapital-Controllings
3.1 Eigenkapitalquote, Eigenkapitalrentabilität und Verschuldungsgrad
3.2 Leverage-Effekt
3.3 Regelkreis des Eigenkapital-Controllings unter besonderer Berücksichtigung des Leverage-Effektes
3.3.1 Zielplanung
3.3.2 Koordination und Durchsetzung
3.3.3 Datenerfassung, Soll-Ist-Vergleich, Abweichungsanalysen und Kontrolle

Literaturverzeichnis

1 Einführung

Die folgende Arbeit beschäftigt sich mit der Frage wie im Rahmen des Finanz­controllings sinnvoll das Eigenkapital und seine Struktur zu planen, zu steuern und zu kontrollieren ist. Hierbei soll aufgezeigt werden, dass der Kapitalstruktur von Unter­nehmungen und besonders dem Eigenkapital im Verhältnis zum Fremdkapital eine wachsende Bedeutung zu kommt. Dieser Be­deutungs­zuwachs resultiert einerseits aus der zunehmend Kennzahlen gestützten Unternehmensbewertung durch jegliche Kapital­geber und anderseits durch die fortschreitende Kapitalmarktorientierung der Unternehmen, die eine große Berücksichtigung von Rentabilitäts­kennzahlen mit sich bringt. Oftmals beziehen sich diese Kennzahlen auf das Eigenkapital.

Daneben sind in der aktuellen Wirtschaftslage alle wirtschaftlich handelnden Unternehmen gezwungen zu kleinstmöglichen Kosten zu operieren. So verlangen bspw. Eigenkapitalgeber bei einem steigenden Verschuldungsgrad des Unternehmens erhöhte Renditen[1] gleichermaßen als Risikozuschlag, dies führt zwangsläufig bei einer suboptimalen Kapitalstruktur zu Kostenerhöhungen. Diese Über­legungen leiten sich maßgeblich aus dem capital asset pricing model (CAPM) ab.

Daneben ist auch die neueste Eigenkapitalvereinbarung des Baseler Ausschusses für Banken­aufsicht (Basel II) verantwortlich für die Fokussierung auf Kapital­kennzahlen bei der Unternehmensbewertung und Kreditvergabe[2]. Diese verlangt eine an dem Ausfallrisiko orientierte Zinshöhe bei der Kreditvergabe, wobei das Ausfallrisiko wesentlich von der Kapitalausstattung des Unternehmens beeinflusst wird.

Schon diese wenigen Aspekte machen die Komplexitätserhöhung deutlich, der nur durch die Einrichtung eines zielorientierten Controllings begegnet werden kann. Hieraus leitet sich aber auch die Notwendigkeit ab dem Eigenkapital ein eigenes Controlling­subsystem zuzuordnen, dieses Subsystem wird im Kapital 3 dieser Arbeit anhand eines Regelkreises vorgestellt.

2 Abgrenzungen

2.1 Controlling

2.1.1 Allgemeines zum Controlling

In diesem Abschnitt wird zunächst das Controlling im allgemeinen abgegrenzt und im weiteren Verlauf wird speziell das Finanzcontrolling beleuchtet.

„Unter Controlling versteht man die betriebswirtschaftliche Unterstützung bei der Planung, Steuerung und Kontrolle von Organisationen, Prozessen oder Projekten sowie die Bereitstellung der dafür erforderlichen Informationen. Das Controlling besteht in seinem Kern in einer führungsunterstützenden Querschnitts- und Koordinationsfunktion mit dem Ziel, die Wirtschaftlichkeit in allen betrieblichen (Teil-)Bereichen sicher zu stellen.“[3]

Diese kurze und komprimierte Definition soll hier reichen, um dem eigentlichen Thema der Hausarbeit ausführlich gerecht werden zu können.

2.1.2 Finanzcontrolling

Wesentliche Bestrebung aller finanzplanerischen Aktivitäten ist die Vermeidung der Zahlungsunfähigkeit bzw. Illiquidität, also dem dauerhaften Unvermögen der Unternehmung seine sofort zu erfüllenden Geldschulden begleichen zu können.[4]

Das Finanzcontrolling ist ein integraler Bestandteil des gesamten Unternehmens­controllings. Die Aufgabe des Finanzcontrolling ist es einen Überblick über die erfolgs­wirtschaftlichen Konsequenzen und Entscheidungen zu geben, dabei wird besonders auf ge­eignete Kennzahlen zurückgegriffen.[5] Daneben soll das Finanz­controlling die Finanzierungs- und Finanzteilpläne - untereinander sowie mit nicht finanz­bereichs­bezogenen Planungen - koordinieren. Diese Teilpläne sollten durch das Controlling mit feedback-orientierten Kontrollen versehen werden, die Erkenntnisse über Soll-Ist-Abweichungen, deren Ursachen und geeignete Gegen­maßnahmen liefern. Daneben wird im Zuge des Servicegedanken des Controllings erwartet, dass finanzorientierte Entscheidungsverfahren bereitgestellt werden und das Informationen über den Finanzbedarf aus den betrieblichen Teilplänen hergeleitet und verdichtet werden.[6]

[...]


[1] vgl. dazu Steiner, M.: optimale Kapitalstruktur, in Horváth, P. und Reichmann, T. (Hrsg.): Vahlens großes Controllinglexikon; München: Beck; München: Vahlen, 1993; S. 464 - 465

[2] vgl. dazu Waniczek, M.: Basel II - Inhalte und Auswirkungen auf Unternehmen und deren Controlling, http://www.controlling-portal.org/, unter dem Stichwort: Eigenkapital, am 17.04.04, gegen 15:15 Uhr

[3] vgl. dazu: www.net-lexikon.de unter dem Stichwort: Controlling; http://www.net-lexikon.de­/­Con­trolling.­html#­Controllingbegriff, am 30.05.2004, gegen 12:30 Uhr

[4] vgl. dazu Perridon, L.: Finanzwirtschaft der Unternehmung, von Louis Perridon und Manfred Steiner, 10., überarb. Aufl., München: Vahlen, 1999, S. 6

[5] vgl. dazu Witt, F.-J.: Controlling, Klausur-Intensivtraining BWL, Stuttgart, Berlin, Köln: 2000, S. 25

[6] vgl. dazu Ossadnik, W.: Controlling, 2., durchges. und verb. Aufl., München, Wien: Oldenbourg, 1998, S. 88

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten

Details

Titel
Controlling des Eigenkapitals
Hochschule
Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg in Sankt Augustin  (Fachbereich Wirtschaft)
Veranstaltung
Finanz- und Investitionscontrolling
Note
ohne
Autor
Jahr
2003
Seiten
12
Katalognummer
V27438
ISBN (eBook)
9783638294928
Dateigröße
561 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Die Begriffsabgrenzungen wurden auf Wunsch des Professors in dieser unwissenschaftlichen Kürze gehalten.
Schlagworte
Controlling, Eigenkapitals, Finanz-, Investitionscontrolling
Arbeit zitieren
Aljoscha Stroh (Autor), 2003, Controlling des Eigenkapitals, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/27438

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