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Tamara de Lempicka - Überleben in der Kunst und für die Kunst

Title: Tamara de Lempicka - Überleben in der Kunst und für die Kunst

Seminar Paper , 2004 , 20 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Nicole Doreen Becker (Author)

Art - Art Theory, General
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Diese Beschreibungen der Tamara de Lempicka, die sowohl die ihr eigene Anerkennung, aber auch ihre Dekadenz widerspiegeln, weckt durchaus das Interesse des geneigten Lesers. So beginnt die Auseinandersetzung mit der Künstlerin, deren Lebensgeschichte sich ähnlich einem Dossier in einer der sogenannten Frauenzeitschriften unserer Zeit lesen lässt. Ebenso faszinierend, wie ihr ausschweifendes Leben, waren ihre Werke, die eine unheimlich anstößige Anziehungskraft und gleichzeitig eine kühle Sympathie, gepaart mit dem Hang zum Voyeurismus ausstrahlen. Klare Formen, helle, leuchtende Farben und Motive wie „Jeunes filles“, eben die graziösen, leidenschaftlichen Frauenportraits, die eine sexuell machtvolle Ausstrahlung besitzen und die einen Großteil ihres gesamten Werkes einnehmen. Ebenso ihre geradezu androgyn oder non-sexuell wirkenden Männer, die nahezu ausdruckslosen Gesichter der dargestellten Personen zeugen von einer äußerst pragmatischen und exzentrischen Herangehensweise an das Malen und werfen unweigerlich die Frage nach dem Selbstzweck in ihrer Rolle als Künstlerin auf.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Überleben in der Kunst und für die Kunst

1.1. Die Theorie der Persönlichkeitswesenszüge

1.2. Die Persönlichkeit Tamara de Lempicka

2. Tamara de Lempicka – Leben und Werk

2.1. Kindheit und Jugend

2.2. Flucht nach vorn

2.2.1. Anfangzeit in Paris

2.2.2. Mystifizierung

2.3. Selbstportrait „St. Moritz“

2.4. Übersiedlung nach Amerika

3. Die funktionelle Autonomie der Malerei

4. Wirken ihres Werkes

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht das Leben und Werk von Tamara de Lempicka unter Anwendung der psychologischen Theorie der Persönlichkeitswesenszüge von Gordon Willard Allport. Dabei liegt das primäre Ziel darin, aufzuzeigen, wie Lempicka ihre künstlerische Produktion und ihre Selbstinszenierung strategisch nutzte, um sich innerhalb gesellschaftlicher Strukturen zu etablieren und ihre ökonomischen sowie sozialen Interessen zu verfolgen.

  • Analyse der Persönlichkeitsentwicklung durch das Konzept der funktionalen Autonomie von Motiven.
  • Untersuchung der Selbstinszenierung der Künstlerin im Kontext der Pariser Gesellschaft der 20er und 30er Jahre.
  • Interpretation ausgewählter Werke, insbesondere des Selbstportraits „St. Moritz“, als Ausdrucksmittel ihrer Identität.
  • Betrachtung der Übersiedlung nach Amerika und der damit einhergehenden Wandlung ihres künstlerischen Stellenwerts.

Auszug aus dem Buch

2.3. Selbstportrait „St. Moritz“

Anhand eines als Selbstportrait geltenden Werkes aus dem Jahr 1929 soll hier der immanente selbstdarstellende Charakter verdeutlicht werden. Das Bild „St. Moritz“ ist im Dezember unter der Überschrift „Wintersport“ als Titelbild für das Berliner Frauenmagazin „Die Dame“ erschienen, ist also als Auftragsarbeit entstanden. Aufgrund der physiognomischen Ähnlichkeit erschließt sich das Werk als Selbstportrait. Im Gegensatz zu dieser Darstellung im sportlichen Bereich wird von Kunstkritikern und der allgemeinen Forschung oft das ebenfalls für den Titel des Magazins „Die Dame“ entstandene Selbstportrait, das Tamara in ihrem Sportwagen zeigt, zur Analyse in Verbindung gesehen.

Das Jahr 1929 bedeutete für Tamara de Lempicka in persönlicher und künstlerischer Hinsicht einen Wendepunkt, deren Verarbeitung in den beiden Selbstbildnissen vermutet werden kann. Nach der 1928 vollzogenen Trennung von ihrem Mann, erreichte sie den Durchbruch mit ihren Bilder nun auch in der französischen Kunstszene.

Es offerieren sich im Bildnis der Skifahrerin Momente von Leiden, Hoffen und Bangen mit anbetenden Gesten; die Hände halten, statt zum Gebet ineinander gefaltet zu sein einen Skistock und die Augen der Sportlerin blicken gen Himmel. Sie wird dargestellt vor einem Hintergrund aus Berggipfeln und scheint sich von der rechten Schlucht abzuwenden und lässt ihren Blick schweifen hin zu dem linken Gipfel, an dessen Fuß sich eine einladende, Geborgenheit versprechende, aber zurückhaltend dargestellte Berghütte befindet – fast scheint hier der Prozess des Loslösens von alten Gewohnheiten hin zu neuen, zukünftigen Zielen ins Bild gebracht zu sein.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Überleben in der Kunst und für die Kunst: Einführung in die Person Tamara de Lempicka und ihre Wirkung als Ikone des Art Déco sowie Erläuterung der psychologischen Ausgangstheorie.

2. Tamara de Lempicka – Leben und Werk: Detaillierte Betrachtung ihres Werdegangs von der Kindheit über die Pariser Jahre bis zur Übersiedlung nach Amerika, inklusive der Analyse ihrer Selbstportraits.

3. Die funktionelle Autonomie der Malerei: Anwendung der Allport-Theorie auf das Werk Lempickas, um ihre künstlerische Praxis als Mittel zur Selbstdarstellung zu begründen.

4. Wirken ihres Werkes: Reflexion über die Bedeutung Lempickas als Pionierin der Selbstinszenierung und als Prototyp der Pop-Ikone in der Kunstgeschichte.

Schlüsselwörter

Tamara de Lempicka, Art Déco, Persönlichkeitspsychologie, Gordon Willard Allport, funktionale Autonomie, Selbstinszenierung, Selbstportrait, St. Moritz, Pop-Ikone, Paris, Künstlerische Identität, Frauenbild, Malerei, Emigration, Autoportrait.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Leben und die künstlerische Produktion von Tamara de Lempicka durch die Linse der Persönlichkeitspsychologie, um ihr Handeln und ihre Selbstvermarktung zu erklären.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die biographischen Stationen der Künstlerin, ihre spezifische Malweise im Art Déco-Stil sowie ihre bewusste Selbstinszenierung als Frau und Künstlerin.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Lempicka ihre Malerei als Mittel zum Zweck einsetzte, um trotz widriger Umstände sozialen Status, Wohlstand und Anerkennung zu erreichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird die Theorie der „funktionalen Autonomie der Motive“ von Gordon Willard Allport herangezogen, um den Übergang von existenzsichernder Malerei zur repräsentativen Selbstdarstellung zu analysieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine chronologische Aufarbeitung ihres Lebens, eine tiefgehende Analyse ihrer Selbstportraits sowie eine theoretische Einordnung ihrer künstlerischen Autonomie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Selbstinszenierung, funktionale Autonomie, Art Déco, und die spezifische Rolle der Frau in der Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts.

Warum spielt das Selbstportrait „St. Moritz“ eine besondere Rolle für die Autorin?

Dieses Werk dient als zentrales Fallbeispiel, an dem sich der emotionale Wendepunkt in Lempickas Leben und die Abkehr von einer rein oberflächlichen Selbstinszenierung hin zu verletzlicheren Darstellungen ablesen lässt.

Welchen Einfluss hatte die Heirat mit Baron Kuffner auf ihr Schaffen?

Die Heirat sicherte ihre materielle Existenz ab, was dazu führte, dass die Notwendigkeit der aktiven Bildproduktion entfiel und ihre künstlerische Ausdruckskraft in den folgenden Jahren abnahm.

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Details

Title
Tamara de Lempicka - Überleben in der Kunst und für die Kunst
College
Dresden Technical University  (Musik- und Kunstwissenschaften)
Course
Theorien künstlerischen Gestaltens
Grade
2,0
Author
Nicole Doreen Becker (Author)
Publication Year
2004
Pages
20
Catalog Number
V27439
ISBN (eBook)
9783638294935
Language
German
Tags
Tamara Lempicka Kunst Theorien Gestaltens
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nicole Doreen Becker (Author), 2004, Tamara de Lempicka - Überleben in der Kunst und für die Kunst, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/27439
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