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Carl Zuckmayers „Der fröhliche Weinberg“. Der Beginn des neuen Volksstücks?

Titel: Carl Zuckmayers „Der fröhliche Weinberg“. Der Beginn des neuen Volksstücks?

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2014 , 15 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Maximilian Brommer (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In erster Linie handelt es sich bei „Der fröhliche Weinberg“ um eine unterhaltende Komödie, die den Zuschauer zum Lachen und nicht zum Nachdenken bringen sollte und von vielen damaligen Kritikern als seichte Unterhaltung abgetan wurde.
Trotzdem und vielleicht gerade deswegen ist „Der fröhliche Weinberg“, wenn man einen tieferen Einblick wagt, keine gewöhnliche Unterhaltungskomödie sondern ein Werk, das auf Grund der Herkunft des Autors, seiner Entstehungsgeschichte und vor allem seiner Entstehungszeit, in einer Phase des Umbruchs und der Neuausrichtung der deutschen Theater- und Literaturgeschichte, diskussionswürdig war und immer noch ist.
Inwieweit „Der fröhliche Weinberg“ wirklich ein richtungsweisendes Puzzlestück in der deutschen Theater- und Literaturhistorie ist und warum das Stück, trotz allem, auf politischer, gesellschaftlicher und sozialer Ebene für Aufsehen sorgte, soll in dieser Arbeit herausgearbeitet werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zum Werk

2.1. Autor

2.2. Entstehung

2.3. Rezeption im Nationalsozialismus

3. „Der fröhliche Weinberg“ als Beginn des neuen Volksstücks?

3.1. Differenzen zwischen dem klassischem Volksstück und dem neuen Volksstück

3.2. Abkehr vom Expressionismus im neuen Volksstück

4. Charakterisierung der handelnden Personen

5. Wesentliche literarische Elemente

5.1. Vitalismus

5.2. Naturalistische Bezüge

6. Fazit

7. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende wissenschaftliche Arbeit untersucht, inwiefern Carl Zuckmayers „Der fröhliche Weinberg“ als ein richtungsweisendes Werk für die Etablierung des neuen Volksstücks in der Weimarer Republik angesehen werden kann. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie sich das Stück durch seine inhaltliche Gestaltung, die Charakterentwicklung und die Abkehr von expressionistischen Traditionen von den klassischen Volksstücken abgrenzt und zur Neuausrichtung des Genres beitrug.

  • Die literarhistorische Einordnung von Carl Zuckmayers „Der fröhliche Weinberg“.
  • Die Abkehr vom Expressionismus hin zur Neuen Sachlichkeit.
  • Die Funktion von Vitalismus und naturalistischen Elementen im modernen Volksstück.
  • Die gesellschaftskritische Dimension des Stücks im Kontext der Weimarer Republik.
  • Die Analyse der Figurenkonstellation als Ausdruck gesteigerter Lebensfreude.

Auszug aus dem Buch

3.2. Abkehr vom Expressionismus im neuen Volksstück

Die beschriebenen Phänomene, wie das Ende des 1. Weltkrieges und der Novemberrevolution in Russland, führte zu einem Einschnitt in der Literatur. Die beherrschende Literaturausrichtung der Kriegs- und Nachkriegsjahre, der Expressionismus, wurde von der Neuen Sachlichkeit verdrängt. Auch Carl Zuckmayer wird mit seinen Werken, die er vor dem „fröhlichen Weinberg“ veröffentlichte, durchaus zu den expressionistischen Dramatiker gerechnet.

„Der fröhliche Weinberg“ ist eine deutliche Abkehr vom Expressionismus, was allerdings im Umkehrschluss nicht automatisch heißt, dass das Werk zur Gattung des neuen Volksstücks gehört. Die objektive, natürliche, real-getreue Wiedergabe des Handlungsortes (die detaillierte Beschreibung des ländlichen Weinbergs und der Umgebung) und der Handlungssituation (alltägliche Probleme, wie der bevorstehenden Weingutsverkauf von Gunderloch oder die Liebesprobleme von Klärchen mit Jochen und Knuzius), sind deutliche Merkmale der „Neuen Sachlichkeit“ und als Abwendung der Motive des Expressionismus (Großstadterfahrung, Entfremdungsangst, Zerfall der Wirklichkeitserfahrung) zu verstehen.

Ebenfalls ist der Handlungsort mit seinen überschaubaren Grenzen des Weinberg ein weiteres Anzeichen für ein Ende des Expressionismus. Der erwähnte Theaterkritiker Alfred Kerr bestätigt dies mit folgendem Zitat, das er nach einem Besuch einer Vorstellung des „fröhlichen Weinberg“ kundtat: „Sic transit gloria expressionismi“, was übersetzt soviel wie „so vergeht der Ruhm des Expressionismus“ bedeutet.

Die ausgearbeitete Abwendung vom Expressionismus ist ein deutliches Zeichen, dass Zuckmayer mit seinem Werk einen großen und deutlichen Schritt in Richtung „Neues Volksstück“ geht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Themas und der Forschungsfrage bezüglich der Bedeutung von Zuckmayers „Der fröhliche Weinberg“ für die deutsche Theatergeschichte.

2. Zum Werk: Biografie des Autors Carl Zuckmayer, die Entstehungsgeschichte des Stücks und dessen kontroverse Rezeption durch die Nationalsozialisten.

3. „Der fröhliche Weinberg“ als Beginn des neuen Volksstücks?: Analyse der Gattungsunterschiede zum klassischen Volksstück sowie der Abkehr des Werks vom Expressionismus.

4. Charakterisierung der handelnden Personen: Untersuchung der Figuren und ihres Strebens nach Lebensfreude im Kontext der dramatischen Entwicklung.

5. Wesentliche literarische Elemente: Analyse zentraler stilistischer Mittel wie dem Vitalismus und naturalistischer Bezüge als Ausdruck der neuen literarischen Ausrichtung.

6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Rolle des Werkes als Vorreiter des neuen, kritischen Volksstücks in der Weimarer Republik.

7. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur.

Schlüsselwörter

Carl Zuckmayer, Der fröhliche Weinberg, Neues Volksstück, Weimarer Republik, Expressionismus, Neue Sachlichkeit, Vitalismus, Nationalsozialismus, Literaturgeschichte, Theaterkritik, Gunderloch, Jochen Most, Knuzius, Naturalismus, Lebensfreude.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht Carl Zuckmayers Komödie „Der fröhliche Weinberg“ und dessen Bedeutung für die Entwicklung des sogenannten „neuen Volksstücks“ während der Weimarer Republik.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die literarische Einordnung des Stücks, die Abkehr vom expressionistischen Stil, die Verwendung von Vitalismus und naturalistischen Elementen sowie die politische Rezeption des Werkes.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, inwieweit das Werk ein richtungsweisender Schritt für das neue Volksstück war und wie es sich von traditionellen Vorbildern abgrenzt.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Es werden Text- und Charakteranalysen durchgeführt, um die Übereinstimmung des Werkes mit den Merkmalen des neuen Volksstücks zu prüfen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit konkret behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Entstehung und Rezeption, differenziert zwischen altem und neuem Volksstück, untersucht die Charakterisierung der Personen und beleuchtet die literarischen Stilmittel wie Vitalismus und Naturdarstellungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie „Neues Volksstück“, „Weimarer Republik“, „Expressionismus“, „Vitalismus“ und „Carl Zuckmayer“ beschreiben.

Wie reagierten die Nationalsozialisten auf das Werk?

Das Stück wurde von den Nationalsozialisten stark abgelehnt, insbesondere wegen Zuckmayers jüdischer Abstammung und der als Verunglimpfung empfundenen Darstellung des Assessor Knuzius.

Warum spielt die Figur des Gunderloch eine zentrale Rolle?

Gunderloch repräsentiert am deutlichsten die Entwicklung hin zu einer neuen, vitalen Lebensfreude, wodurch er exemplarisch für die Ziele des Autors steht.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Carl Zuckmayers „Der fröhliche Weinberg“. Der Beginn des neuen Volksstücks?
Hochschule
Otto-Friedrich-Universität Bamberg  (Germanistik)
Veranstaltung
"Verhunzte Paradiese" - Das neue Volksstück der Weimarer Republik
Note
2,0
Autor
Maximilian Brommer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
15
Katalognummer
V274517
ISBN (eBook)
9783656671794
ISBN (Buch)
9783656671787
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Carl Zuckmayer Volksstück Weimarer Republik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Maximilian Brommer (Autor:in), 2014, Carl Zuckmayers „Der fröhliche Weinberg“. Der Beginn des neuen Volksstücks?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/274517
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  15  Seiten
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