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Marktversagen als Grund staatlicher Eingriffe in die Wirtschaft

Title: Marktversagen als Grund staatlicher Eingriffe in die Wirtschaft

Essay , 2000 , 11 Pages , Grade: keine Benotung

Autor:in: Claudia Faschingbauer (Author)

Politics - Miscellaneous
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Kästner und Neumann definieren den Begriff der Marktwirtschaft als eine Wirtschaftsform, „in der sich der Austausch von [Erzeugnissen und] Leistungen auf dem freien Markt nach dem Gesetz von Angebot und Nachfrage auf der Grundlage von Privateigentum an den Produktionsmitteln vollzieht.“ 1 Hierbei unterscheidet man zwei Arten der Marktwirtschaft, nämlich die freie und die soziale Marktwirtschaft. Obwohl man sich kurz nach dem 2. Weltkrieg noch nicht im klaren war, welche Wirtschaftsordnung Deutschland haben sollte, wurde bereits 1949 unter dem Wirtschaftsminister Ludwig Erhard die soziale Marktwirtschaft in den drei westlichen Besatzungszonen und in West- Berlin eingeführt. Der Begriff der sozialen Marktwirtschaft stammt allerdings von Alfred Müller-Armack, dem Staatssekretär im Wirtschaftsministerium Ludwig Erhards. Nach dem Grundgesetz ist die soziale Marktwirtschaft zwar eine mögliche Wirtschaftsordnung, aber nicht die einzig mögliche, da die Väter des Grundgesetzes es offen gelassen haben, für welches System man sich letztlich entscheidet. Allerdings muß die jeweilige Wirtschaftsordnung mit den Prinzipien des Grundgesetzes vollkommen übereinstimmen, so daß ein Mißbrauch auf keinen Fall möglich ist. Die soziale Marktwirtschaft sieht vor, daß die wirtschaftliche Freiheit garantiert ist, behält sich jedoch vor, daß der Staat eine gewisse Regulierungs- und Kontrollfunktion übernimmt, um ein Höchstmaß an sozialer Gerechtigkeit zu gewährleisten. So hat der Staat die Aufgabe, unerwünschte Entwicklungen im Marktgeschehen zu korrigieren, den Markt und den Wettbewerb zu sichern und die Einkommens- und Vermögensverteilung im Interesse der Bevölkerung, die nicht am Wirtschaftsprozeß beteiligt ist, zu steuern. In den folgenden Abschnitten soll darauf eingegangen werden, inwiefern der Staat in das wirtschaftliche Geschehen eingreift, um einem Marktversagen entgegenzuwirken. Dabei soll die gezielte Politik als staatliche Maßnahme angesprochen werden, ebenso wie Gesetze und Verordnungen, die dem Schutz der sozialen Marktwirtschaft dienen. 1 Kästner/Neumann, Wirtschafts- und Rechtslehre, Seite 181

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Die soziale Marktwirtschaft als Wirtschaftsordnung

II. Gefahren in der sozialen Marktwirtschaft

III. Staatliche Maßnahmen

1. Gezielte Politik als staatliche Maßnahme

1.1 Konjunkturpolitik

1.2 Wachstumspolitik

1.3 Strukturpolitik

1.4 Verteilungs- und Sozialpolitik

2. Gesetze und Verordnungen zum Schutz der sozialen Marktwirtschaft

2.1 Kartellgesetz

2.2 Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb

2.3 Verbraucherschutzbestimmungen

IV. Resümee

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Notwendigkeit staatlicher Eingriffe in die soziale Marktwirtschaft, um Marktversagen zu verhindern und Wettbewerb zu sichern. Sie analysiert, wie der Staat durch gezielte wirtschaftspolitische Maßnahmen sowie gesetzliche Regulierungen das Marktgeschehen steuert und die soziale Gerechtigkeit wahrt.

  • Grundlagen der sozialen Marktwirtschaft
  • Gefahren durch Machtkonzentration und Wettbewerbsverzerrung
  • Staatliche Instrumente der Konjunktur-, Wachstums- und Sozialpolitik
  • Gesetzliche Rahmenbedingungen zum Schutz des Wettbewerbs und der Verbraucher

Auszug aus dem Buch

1.1 Konjunkturpolitik

Die Konjunkturpolitik versucht wirtschaftlichen Schwankungen, sogenannten Konjunkturschwankungen, die zur Arbeitslosigkeit und zum Verlust von Vermögen, beispielsweise aufgrund von Konkursverfahren, führen können, entgegenzuwirken. Der Staat versucht mittels geldpolitischer Maßnahmen Abhilfe zu schaffen, um diese unerwünschte Entwicklung zu verhindern, beispielsweise durch Subventionen bei Rezession beziehungsweise Depression oder durch Steuerprogression bei Expansion beziehungsweise Hochkonjunktur.

Die in einer Volkswirtschaft immer wiederkehrenden Zyklen, Rezession, Depression, Expansion und Hochkonjunktur, sind natürliche Marktschwankungen, da jede Phase aus der vorhergehenden resultiert. Um die Amplitude dieser Schwankungen möglichst gering zu halten, betreibt der Staat diese Konjunkturpolitik, unter anderem mit Hilfe der Notenbank, die den Leitzins festlegt. Dadurch kann das Sparverhalten der Bürger, aber auch die Investitionen von Firmen gesteuert werden. Ist der Leitzins hoch, so sparen die Bürger mehr und Unternehmen investieren weniger. Wenn aber der Leitzins niedrig ist, so sparen die Bürger weniger und die Betriebe investieren mehr. Die Festlegung des Leitzins obliegt der Europäischen Zentralbank (EBZ), die für alle an der Währungsunion beteiligten Mitgliedsstaaten bindend ist.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Die soziale Marktwirtschaft als Wirtschaftsordnung: Dieses Kapitel definiert die soziale Marktwirtschaft und erläutert ihre Entstehung unter Ludwig Erhard sowie ihre Einbettung in das Grundgesetz.

II. Gefahren in der sozialen Marktwirtschaft: Es werden Risiken wie die Manipulation der Verbraucher durch Werbung und Wettbewerbsverzerrungen durch Machtkonzentration oder Kartelle identifiziert.

III. Staatliche Maßnahmen: Dieser Abschnitt beschreibt die wirtschafts- und sozialpolitischen Funktionen des Staates zur Sicherung des Wettbewerbs.

1. Gezielte Politik als staatliche Maßnahme: Hier wird der staatliche Eingriff durch Konjunktur-, Wachstums-, Struktur- sowie Verteilungs- und Sozialpolitik detailliert behandelt.

2. Gesetze und Verordnungen zum Schutz der sozialen Marktwirtschaft: Dieses Kapitel erläutert, wie durch Kartellgesetze, Wettbewerbsrecht und Verbraucherschutzbestimmungen ein fairer Markt gewährleistet wird.

IV. Resümee: Das Fazit zieht den Schluss, dass staatliche Kontrollfunktionen essenziell sind, um die Freiheit des Einzelnen vor privater Machtakkumulation zu schützen.

Schlüsselwörter

Soziale Marktwirtschaft, Marktversagen, Staatliche Eingriffe, Wettbewerbspolitik, Konjunkturpolitik, Wachstumspolitik, Strukturpolitik, Umverteilungspolitik, Kartellgesetz, Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb, Verbraucherschutz, Wirtschaftsordnung, Machtakkumulation, Wirtschaftsgeschehen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Rolle des Staates innerhalb der sozialen Marktwirtschaft und warum regulatorische Eingriffe notwendig sind, um Marktversagen entgegenzuwirken.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf den Gefahren der Marktwirtschaft, den gezielten wirtschaftspolitischen Maßnahmen des Staates und den gesetzlichen Instrumenten zum Schutz des Wettbewerbs.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie der Staat durch wirtschaftspolitische Steuerung und rechtliche Rahmenbedingungen den fairen Wettbewerb sichert und soziale Gerechtigkeit fördert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und einer deskriptiven Darstellung wirtschaftspolitischer Prinzipien und Gesetze.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse von Gefahren in der Marktwirtschaft, die Erläuterung staatlicher Politikfelder und die Vorstellung rechtlicher Instrumente wie Kartellrecht und Verbraucherschutz.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind soziale Marktwirtschaft, Wettbewerbspolitik, Marktversagen, staatliche Maßnahmen, Kartellgesetz und Verbraucherschutz.

Wie wirkt sich laut dem Text die Zinspolitik auf die Konjunktur aus?

Die Arbeit erklärt, dass die Europäische Zentralbank über den Leitzins das Sparverhalten der Bürger und das Investitionsverhalten der Unternehmen steuert, um wirtschaftliche Schwankungen abzufedern.

Warum ist laut der Arbeit der Verbraucherschutz so bedeutsam?

Der Verbraucherschutz dient dazu, die Position des Konsumenten gegenüber dem Anbieter zu stärken und den Einzelnen vor gesundheitlichen Gefahren sowie vor unzulässigen Geschäftspraktiken zu schützen.

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Details

Title
Marktversagen als Grund staatlicher Eingriffe in die Wirtschaft
College
LMU Munich  (GSI für politische Wissenschaft)
Course
Übung PWL: Grundzüge der Wirtschaftspolitik in der BRD
Grade
keine Benotung
Author
Claudia Faschingbauer (Author)
Publication Year
2000
Pages
11
Catalog Number
V27451
ISBN (eBook)
9783638295000
Language
German
Tags
Marktversagen Grund Eingriffe Wirtschaft Grundzüge Wirtschaftspolitik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Claudia Faschingbauer (Author), 2000, Marktversagen als Grund staatlicher Eingriffe in die Wirtschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/27451
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