Militärseelsorge bei der Deutschen Bundeswehr. Universale und partikulare Regelungen

"Spirituali militum curae"


Hausarbeit (Hauptseminar), 2014

24 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Rechtgeschichtlicher Überblick
2.1. Die Geschichte der Militärseelsorge in Deutschland – von der Weimarer Reichsverfassung bis zur heutigen Gesetzeslage
2.1.1. Grundsätzliches
2.1.2. Rechtslage vor 1986

3. Dokumente für die Katholische Militärseelsorge
3.1. Universalrechtlich – Die Apostolische Konstitution „Spirituali militum curae“ 1986
3.1.1. Das Militärordinariat und der Militärbischof
3.1.2. Das Presbyterium
3.1.3. Weitere Regelungsgegenstände
3.2. Partikularrechtlich – „Die Statuten für den Jurisdiktionsbereich des Katholischen Militärbischofs für die Deutsche Bundeswehr“ 1990
3.2.1. Der Militärbischof
3.2.2. Die Militärgeistlichen
3.2.3. Die Hilfskräfte und der Pfarrgemeinderat
3.2.4. Die Verwaltung der Sakramente
3.2.5. Das Verhältnis zur allgemeinen Seelsorge

4. Abschließendes Fazit

5. Anhang

6. Literaturverzeichnis
6.1. Rechtsquellen
6.2. Literatur
6.3. Internetquellen

1. Einleitung

Für gläubige Katholiken ist der sonntägliche Messbesuch und der regelmäßige Empfang der Sakramente eine alltägliche Möglichkeit, auch wenn diese Option unterschiedlich ausgiebig genutzt wird. Viele denken nicht darüber nach, dass sie sich eigentlich in einer privilegierten Situation befinden. Es gibt immer Gruppen, denen ein solcher Zugang zu ihrer Religion zunächst eröffnet werden muss. Zu diesen Gruppen sind auch die Männer und Frauen zu zählen, die in der Deutschen Bundeswehr tätig sind. Die eigentümliche Lebensweise der Soldaten, die Situation in den Kasernen und die Verpflichtungen gegenüber dem Land machen es für diese oft schwer, in einer Pfarrei Anschluss zu finden. Aus diesem Grund sorgen sich die Religionsgemeinschaften darum, dass auch beim Militär Seelsorge möglich wird. Die Katholische Kirche tut dies bereits seit langem und sehr konkret durch die Apostolische Konstitution „Spirituali militum curae“ (1986) und den „Statuten für den Jurisdiktionsbereich des Katholischen Militärbischofs für die Deutsche Bundeswehr“ (1990). Die Betrachtung dieser beiden Dokumente soll im Mittelpunkt der Arbeit stehen. Die einzelnen Artikel sollen näher betrachtet und ihre Bedeutung für die Angehörigen des Militärs erörtert werden. Weiterhin soll vorweg ein rechtsgeschichtlicher Teil stehen, der einen Überblick gibt über die Entwicklung der Militärseelsorge in Deutschland und deren Rechtsgrundlage, sowohl im staatlichen, als auch im kirchlichen Recht. Abschließend soll ein kurzes Fazit gezogen werden, welches die Vorteile und Probleme der Militärseelsorge in Deutschland nochmals vor Augen führt.

2. Rechtgeschichtlicher Überblick

2.1. Die Geschichte der Militärseelsorge in Deutschland – von der Weimarer Reichsverfassung bis zur heutigen Gesetzeslage

2.1.1. Grundsätzliches

„Auf die geistliche Betreuung der Soldaten [muss] wegen ihrer besonderen Lebensbedingungen eine außerordentliche Sorgfalt verwendet werden […]. Nach Möglichkeit [soll] in jedem Land ein Militärvikariat errichtet“ werden (Art. 43 CD). Auf diese Art und Weise umschreibt das Zweite Vatikanische Konzil in der Konstitution „Christus Dominius“ die Sorge um die Militärseelsorge. Vor diesem Hintergrund wurde am 21. April 1986 die Apostolische Konstitution „Spirituali militum curae“ (folgend mit „SMC“ wiedergegeben) von Papst Johannes Paul II. erlassen.[1] In diesem Dokument regelt er die Militärseelsorge für die Universalkirche in 14 Artikeln, auf die später in dieser Arbeit noch eingegangen werden wird. Das neue Gesetz folgt den Direktive des Zweiten Vatikanischen Konzils und jenen des CIC/83 (vgl. c. 669 CIC/83), mit dem Ziel, die Militärseelsorge den Gegebenheiten der Zeit anzupassen (z.B. dem geänderten Bild des Soldaten innerhalb der Gesellschaft).[2] Neben dieser Apostolischen Konstitution genehmigte ebenfalls Papst Johannes Paul II. am 23.11.1989 die „Statuten für den Jurisdiktionsbereich des Katholischen Militärbischofs für die Deutsche Bundeswehr“ (folgend mit „Statuten“ wiedergegeben), welche im Apostolischen Breve „Moventibus quidem“ von Nuntius Josip Uhac dem damaligen Militärbischof Elmar M. Kredel, Erzbischof von Bamberg, überreicht wurden und am 01.01.1990 in Kraft traten. Die Statuten wurden dabei nicht im Apostolischen Breve aufgenommen, sondern nur beigefügt, um so zu verhindern, dass bei jeder geringfügigen Änderung der Statuten ein neues Apostolisches Breve erlassen werden muss.[3] 33 Artikel sorgen für einen korrekten Ablauf der Militärseelsorge in der Bundesrepublik Deutschland. Dennoch wäre es ein Irrtum zu glauben, dass erst dieses Schreiben die Militärseelsorge in Deutschland begründet hat. Da die Militärseelsorge eine Sonderform der Anstaltsseelsorge bildet, kommt sie in verschiedenen rechtlichen Dokumenten vor. Sicherlich wäre eine Betrachtung beispielsweise des Soldatengesetzes für die Bedeutung der Militärseelsorge interessant, doch aufgrund der Länge der Arbeit soll nur auf große, umfassende Rechtswerke eingegangen werden.

2.1.2. Rechtslage vor 1986

Bereits in der Weimarer Reichsverfassung war die Militärseelsorge grundgelegt. Durch den Nationalsozialismus wurde sie gepflegt, fand Eingang im Reichskonkordat 1933 und erlebte eine Wiedergeburt in der erneuten Errichtung der Bundeswehr im geteilten Deutschland.

Der Art. 141 WRV bestimmt, dass Geistliche ein Recht haben, zur Vornahme religiöser Handlungen in öffentlichen Anstalten zugelassen zu werden:

Soweit das Bedürfnis nach Gottesdienst und Seelsorge im Heer, in Krankenhäusern, Strafanstalten oder sonstigen öffentlichen Anstalten besteht, sind die Religionsgesellschaften zur Vornahme religiöser Handlungen zuzulassen, wobei jeder Zwang fernzuhalten ist“ (Art. 141 WRV).

Unter öffentliche Anstalten fällt hier auch das „Heer“. Hier ist das Heer in seiner Gesamtheit, also Infanterie, Luftwaffe und Marine gemeint. Weiterhin gewährt der Art. 140 WRV den Angehörigen der damaligen Wehrmacht die freie Zeit für die Erfüllung ihrer religiösen Pflichten.

„Den Angehörigen der Wehrmacht ist die nötige freie Zeit zur Erfüllung ihrer religiösen Pflichten zu gewähren.“ (Art. 140 WRV).

Grundgelegt ist hier eine freiwillige Ausübung der Religion innerhalb des Militärs in der Weimarer Zeit. Da das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland eng mit diesen Bestimmungen zusammenhängt, soll dieses vor dem Reichskonkordat betrachtet werden.

Der Art. 141 WRV ging nahtlos über in das Grundgesetz. Er ist, zusammen mit anderen Artikeln, die aus der Weimarer Reichsverfassung übernommen worden sind, in Art. 140 GG eingegangen. Der Art. 140 WRV findet sich so nicht mehr im Grundgesetz. Er ist obsolet geworden durch die Festschreibung der Religionsfreiheit in Art. 4 GG, nach welchem jeder das Recht hat, seine Religion frei und ohne Hindernisse auszuüben, da er „Glaubens-, Religions-, und Gewissensfreiheit (Abs 1), die ungestörte Religionsausübung (Abs 2) und das Recht auf Kriegsdienstverweigerung (Abs 3) gewährt.“[4]

Wie aufgezeigt wurde, bildet die Weimarer Reichsverfassung einen Grundpfeiler der Militärseelsorge, der sich bis in das heutige Grundgesetz durchgezogen hat. Ähnlich verhält es sich auch mit dem nächsten rechtlichen Dokument.

„Zu den noch heute gültigen rechtlichen Vereinbarungen zwischen Staat und Kirche gehört das ‚Konkordat zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Deutschen Reich‘ vom 20. Juli 1933, dass Belange der römisch-katholischen Kirche in Deutschland regelt.“[5]

Die Belange für die Militärseelsorge sind ebenso in diesem Konkordat geregelt, konkret in Art. 27:

„Der Deutschen Reichswehr wird für die zu ihr gehörenden katholischen Offiziere, Beamten und Mannschaften sowie deren Familien eine exemte Seelsorge zugestanden. Die Leitung der Militärseelsorge obliegt dem Armeebischof. Seine kirchliche Ernennung erfolgt durch den Heiligen Stuhl, nachdem letzterer sich mit der Reichsregierung in Verbindung gesetzt hat, um im Einvernehmen mit ihr eine geeignete Persönlichkeit zu bestimmen. Die kirchliche Ernennung der Militärpfarrer und sonstigen Militärgeistlichen erfolgt nach vorgängigem Benehmen mit der zuständigen Reichsbehörde durch den Armeebischof. Letzterer kann nur solche Geistliche ernennen, die von ihrem zuständigen Diözesanbischof die Erlaubnis zum Eintritt in die Militärseelsorge und ein entsprechendes Eignungszeugnis erhalten haben. Die Militärgeistlichen haben für die ihnen zugewiesenen Truppen und Heeresangehörigen Pfarrechte. Die näheren Bestimmungen über die Organisation der katholischen Heeresseelsorge erfolgen durch ein Apostolisches Breve. Die Regelung der beamtenrechtlichen Verhältnisse erfolgt durch die Reichsregierung.“ (Art. 27 Reichskonkordat)

Die hier vorgebrachten Regelungen finden parallele Entsprechungen in den Texten von „SMC“ und den „Statuten“.

Der Eingang der Bestimmungen in das Grundgesetz von 1949 wurde bereits besprochen, darum ist die nächste Station das Bundesgesetzblatt vom 29.07.1957. Das Bundesgesetzblatt enthält das Gesetz über die Militärseelsorge zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Evangelischen Kirche Deutschlands vom 22.02.1957.[6] Dieses regelt grundsätzliches, personale Seelsorgsgemeinden und Militärkirchengemeinden, einiges über den Militärbischof und seine Geistlichen, sowie deren Hilfskräfte in 28 Artikeln (vgl. Anhang 1). Dieses Gesetz gilt als Basis für das Gesetz über die Militärseelsorge vom 26.07.1957, welches die Seelsorge für die Katholische Kirche regelt. Der Artikel 2 des Gesetzes über die Militärseelsorge bestimmt, dass die Regelungen des Vertrags vom 22.02.1957 sinngemäß für die katholische Kirche anzuwenden ist (vgl. Art. 2 MilSeelsG).

1951 erließ die Konsistorialkongregation in Rom die Instruktion „Sollemne semper“ (AAS 43 (1951) S. 562-565), welche die erste Umschreibung der Aufgaben von Klerikern beim Militär vornimmt. „Bereits die Instruktion ‚Sollemne semper‘ bestimmte, daß die Jurisdiktion des Militärbischofs eine sogenannte kumulative sei.“[7] Sie war dennoch weit von dem entfernt, was man als allgemein gültige Regelung bezeichnen könnte. Dennoch ist „Sollemne semper“ zumindest ausführlicher als die Bestimmungen des Codex Iuris Canonici von 1983, der sich mit Aussagen über die Gesetzgebung der Militärseelsorge als spärliche Quelle erweist. Im Universalrecht der Kirche verweist lediglich c. 569 CIC/83 auf die „Cappellani militum“, auf die Militärkapläne:

„Cappellani militum legibus specialibus reguntur.“ (c. 569 CIC/83)

Der Canon bestimmt lediglich, dass für die Militärkapläne besondere Gesetze gelten. Im CCEO findet sich keine Entsprechung dieses Canons. Ein solches „legibus specialibus“ ist 1986 mit der Apostolischen Konstitution „Spirituali militum curae“ erlassen worden.

3. Dokumente für die Katholische Militärseelsorge

3.1. Universalrechtlich – Die Apostolische Konstitution „Spirituali militum curae“ 1986

In dieser Konstitution „wurde eine der Konzilslehre von der Kirche und dem neuen kirchlichen Gesetzbuch von 1983 ‚Codex Iuris Canonici‘ (CIC) angemessene Rechtsgrundlage für die Militärseelsorge in der ganzen katholischen Kirche.“[8]

3.1.1. Das Militärordinariat und der Militärbischof

Der Artikel I SMC beschäftigt sich zunächst mit den Militärordinariaten. Nach ihm sind diese Ordinariate besondere Kirchenbezirke, die nach eigenen Stauten geleitet werden, welche vom Apostolischen Stuhl erlassen werden müssen. Bereits bestehende staatskirchenrechtliche Vereinbarungen zwischen dem Apostolischen Stuhl und den Nationen werden davon nicht tangiert (vgl. c. 3 CIC/83).[9] Die Errichtung solcher Ordinariate erfolgt durch den Apostolische Stuhl nach Anhörung der Bischofskonferenz des jeweiligen Landes (vgl. Art. I §2 SMC). Dem Militärordinariat steht nach Art. II §1 SMC ein Militärbischof vor.[10] Er hat sämtliche Rechte und Pflichten eines Diözesanbischofs, außer es besteht in den Statuten eine besondere Regelung.[11] Ernannt, bzw. bestätigt wird der Militärbischof vom Papst, gemäß den Richtlinien zur Ernennung eines Diözesanbischofs (vgl. cc. 163 + 377 §1 CIC/83). Nach Vorstellungen des Universalrechts sollte der Militärbischof von allen anderen seelsorglichen Aufgaben frei bleiben (vgl. Art II §3 SMC). Dies ist jedoch kein Muss, die Umstände der jeweiligen Nation sollen hierbei Berücksichtigung finden. Weiterhin soll zwischen dem Militärordinariat und den anderen Teilkirchen ein Band bestehen, dass die Gemeinsamkeit und die Verbundenheit der Kräfte in der Seelsorge symbolisiert (vgl. Art. II §4 SMC). Dieses Band drückt sich unter anderem dadurch aus, dass der Militärordinarius regulär der Bischofskonferenz des Landes angehört (vgl. Art. III SMC).[12] Weiter befasst sich die Konstitution mit dem Jurisdiktionsbereich des Militärbischofs. „Der Militärordinarius besitzt ordentlich, nur personale Jurisdiktion über den Personenkreis, der durch die Konstitution und die Statuten festgelegt wird.“[13] Die Jurisdiktion ist nach Art. IV SMC zum einen personal (hierbei kann sie auch ausgeübt werden gegenüber betroffenen Personen außerhalb der Landesgrenzen), ordentlich (sie gilt also sowohl für das forum internum, als auch für das forum externum) und eigenberechtigt.[14] Hierbei ist darauf zu achten, dass die Gewalt zwar eigenberechtigt, aber kumulativ mit dem Jurisdiktionsbereich der Diözesanbischöfe verstanden wird (vgl. Art. IV Nr. 3 SMC). Es entsteht keine Exemtion von der Gewalt des jeweils zuständigen Ortsoberhirten. Jedoch dürfen an Orten des Militärs die Ortsoberhirten und die Ortspfarrer die Seelsorge nur nachgeordnet, bzw. subsidiär ausüben. Der Diözesanbischof handelt aufgrund seines eigenen Rechts in der Seelsorge, wenn der Militärbischof und seine Kapläne abwesend sind (vgl. Art. V SMC).[15] Unter die Jurisdiktion des Militärbischofs fallen verschiedene Gruppen von Menschen. Zum einen natürlich die Soldaten, die den Streitkräften zugewiesen sind, aber auch deren Familienangehörige, Kinder sogar bei Erreichen der Volljährigkeit, solange dieses mit im Haushalt wohnen, sowie Bedienstete, die auch im Haushalt wohnhaft sind (vgl. Art. X Nr. 1+2 SMC).[16] Weiterhin alle, die in Militärschulen, Militärspitälern, Altenheimen oder ähnlichen Einrichtungen aufhalten oder dort ihren Arbeit verrichten, sowie die Ordensangehörigen beiderlei Geschlechts, die einen festen Dienst im Ordinariat ausüben (vgl. Art. X Nr. 3-4 SMC). In Rom untersteht der Militärordinarius, je nach Fall oder Frage, der Kongregation für die Bischöfe, bzw. für die Evangelisierung der Völker, er ist zum ad-limina-Besuch verpflichtet und erstattet alle fünf Jahre dem Heiligen Stuhl Bericht über sein Ordinariat (vgl. Artt. XI + XII SMC).[17] [18]

[...]


[1] Vgl. Hierold, Alfred, §54 Militärseelsorge, in: Listl, Joseph/ Schmitz, Heribert (Hrsg.), Handbuch des katholischen Kirchenrechts, Regensburg 1999, S. 555.

[2] Vgl. Niermann, Ernst, Folgerungen aus den neuen Statuten für die Praxis der Militärseelsorge, in: Katholisches Militärbischofsamt (Hrsg.), Päpstliche Dokumente für die Militärseelsorge in der Deutschen Bundeswehr. Bestimmungen über die Organisation der Katholischen Militärseelsorge, Bonn 1990, S. 75.

[3] Vgl. Hierold, Alfred, Statuten für den Jurisdiktionsbereich des Katholischen Militärbischofs für die Deutsche Bundeswehr, in: Katholisches Militärbischofsamt (Hrsg.), Päpstliche Dokumente für die Militärseelsorge in der Deutschen Bundeswehr. Bestimmungen über die Organisation der Katholischen Militärseelsorge, Bonn 1990, S. 52.

[4] Katholischen Militärbischofsamt (Hrsg.), Militärseelsorge (Sonderheft), Berlin 2007, S. 6.

[5] Ebd., S. 7.

[6] Vgl. Freiherr von Campenhausen, Axel/ de Wall, Heinrich, Staatskirchenrecht. Eine systematische Darstellung des Religionsverfassungsrechts in Deutschland und Europa, München 2006, S. 204.

[7] Niermann, Ernst, Folgerungen aus de neuen Statuten für die Praxis der Militärseelsorge, in: Katholisches Militärbischofsamt (Hrsg.), Päpstliche Dokumente für die Militärseelsorge in der Deutschen Bundeswehr. Bestimmungen über die Organisation der Katholischen Militärseelsorge, Bonn 1990, S. 80.

[8] Katholischen Militärbischofsamt (Hrsg.), Militärseelsorge (Sonderheft), Berlin 2007, S. 7.

[9] „Ordinariatus militares, qui etiam castrenses vocari possunt, quique dioecesibus iuridice assimilantur, sunt peculiares circumscriptiones ecclesiasticae, quae propriis reguntur statutis ab Apostolica Sede conditis, in quibus pressius determinabuntur huius Constitutionis praescripta, servatis ubi exstent Conventionibus inter Sanctam Sedem et Nationes initis (Cfr. Codex Iuris Canonici, can. 3).“

„Ubi adiuncta id suadeant, auditis quorum interest Episcoporum Conferentiis, novi Ordinariatus militares ab Apostolica Sede erigentur.“ (Art. I §§1+2 SMC).

[10] „Ordinariatui militari, ut proprius, praeficitur Ordinarius dignitate episcopali pro norma insignitus, qui omnibus gaudet iuribus Episcoporum dioecesanorum eorundemque obligationibus tenetur, nisi aliud ex rei natura vel statutis particularibus constet.“

„Ordinarium militarem libere Summus Pontifex nominat, aut legitime designatum instituit vel confirmat (Cfr. ibid., cann. 163 et 377 par. 1).“

„Ut huic peculiari operi pastorali totis viribus incumbere possit, Ordinarius militaris pro norma ab aliis Officiis animarum curam secumferentibus liber manebit, nisi peculiaria Nationis adiuncta aliud suadeant.“

„Inter Ordinariatum militarem et alias Ecclesias particulares arctum vinculum communionis atque virium coniunctio in actione pastorali vigeant oportet.“ (Art. II §§ 1-4 SMC)

[11] Vgl. Hierlod, Alfred, §54 Militärseelsorge, in: Listl, Joseph/ Schmitz, Heribert (Hrsg.), Handbuch des katholischen Kirchenrechts, Regensburg 1999, 556.

[12] „Ordinarius militaris pertinet ipso iure ad Episcopo rum conferentiam illius nationis in qua Ordinariatus sedem habet.“ (Art. III SMC).

[13] Hierlod, Alfred, §54 Militärseelsorge, in: Listl, Joseph/ Schmitz, Heribert (Hrsg.), Handbuch des katholischen Kirchenrechts, Regensburg 1999, 556.

[14] „Ordinarii militaris iurisdictio est:

1° personalis, ita ut exerceatur erga personas ad Ordinariatum pertinentes, etiam si quandoque versentur extra fines nationis;

2° ordinaria, tum fori interni tum fori externi;

3° propria sed cumulativa cum iurisdictione Episcopi dioecesani, nam personae ad Ordinariatum pertinentes esse pergunt fideles etiam illius Ecclesiae particularis cuius populi portionem ratione domicilii vel ritus efformant.“ (Art. IV Nr. 1-3 SMC).

[15] „Stationes vero ac loca militibus reservata primo et principaliter subsunt iurisdictioni Ordinarii militaris; secundario autem iurisdictioni Episcopi dioecesani, quoties scilicet Ordinarius militaris eiusve cappellani desint: quo in casu tum Episcopus dioecesanus tum parochus iure proprio agunt.“ (Art. V SMC).

[16] „Praeter alios qui in statutis, ad normam Art. I determinantur, ad Ordinariatum militarem pertinent et sub eius iurisdictione inveniuntur:

1° Fideles qui sunt milites necnon alii qui copiis addicantur, dummodo legibus civilibus pro iisdem latis astringantur;

2° qui eorumdem familiam constituunt, coniuges nempe ac liberi, illi etiam qui quamvis sui iuris, in eadem domo degunt; necnon propinqui ac famuli in eadem domo pariter degentes;

3° qui militaria instituta frequentant vel in militaribus nosocomiis, senum hospitiis aliisve similibus locis degunt eorumve servitio addicuntur;

4° omnes utriusque sexus fideles sive alicui Instituto religioso adscripti sive non, qui munere stabili funguntur, sibi collato ab Ordinario militari aut de ipsius consensu.“ (Art. X Nr. 1-4 SMC).

[17] „Ordinarius militaris a Congregatione pro Episcopis vel a Congregatione pro Gentium Evangelizatione dependet et pro casuum diversitate quaestiones pertractat cum competentibus Romanae Curiae Dicasteriis.“ (Art. XI SMC).

[18] „Ordinarius militaris singulis quinquenniis relationem Sedi Apostolicae exhibebit de statu Ordinariatus, iuxta praescriptam formulam. Item Ordinarius obligatione tenetur visitationis ad limina, ad normam iuris.“ (Art. XII SMC).

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten

Details

Titel
Militärseelsorge bei der Deutschen Bundeswehr. Universale und partikulare Regelungen
Untertitel
"Spirituali militum curae"
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München  (Klaus-Mörsdorf-Institut für Kanonistik)
Note
1,0
Autor
Jahr
2014
Seiten
24
Katalognummer
V274578
ISBN (eBook)
9783656675587
ISBN (Buch)
9783656675556
Dateigröße
575 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Militärseelsorge, Päpstliche Statuten für den Jurisdiktionsbereich des Katholischen Militärbischofs, Spirituali militum curae, Soldatenseelsorge, Militärbischof, Militärbischofsamt, Anstaltsseelsorge, Kirche und Staat, Staatskirchenrecht, Kirchenrecht, Kanonisches Recht, Militär, Bischof, Bischöfe
Arbeit zitieren
Benjamin Großhauser (Autor:in), 2014, Militärseelsorge bei der Deutschen Bundeswehr. Universale und partikulare Regelungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/274578

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