Grundlagen und Begriffe für die Einführung einer Enterprise Resource Planning (ERP) Software


Akademische Arbeit, 2008

21 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhalt

Einleitung

1. Begriffsdefinitionen
1.1 Softwarehaus
1.2 Kleine und mittelständische Unternehmen (KMU)
1.3 Enterprise Resource Planning (ERP) Software
1.4 Vorgehensmodell
1.5 Software- und ERP-Einführung
1.6 Organisationskultur

2. Rahmenbedingungen in KMU und ihre Auswirkungen
2.1 Einfluss der Unternehmensgröße
2.2 Einfluss der Organisationsstruktur
2.3 Einfluss von Mitarbeiterverhalten und Organisationskultur
2.4 Bedeutung der ERP-Software

3. ERP-Einführungsziele
3.1 Ziele der ERP-Käufer
3.2 Ziele der ERP-Anbieter

4. Literaturverzeichnis (inklusive weiterführender Literatur)

Einleitung

Diese Arbeit beschäftigt sich mit den theoretischen und begrifflichen Grundlagen, sowie mit den allgemeinen Rahmenbedingungen in KMU. Des Weiteren werden die typischen Ziele und Erwartungen eines Unternehmens, bei dem ein ERP-System eingeführt wird, dargestellt, da diese die Ziele einer ERP-Einführung bestimmen. In diesem Zusammenhang wird auch auf mögliche Zielkonflikte eingegangen.

1. Begriffsdefinitionen

Die folgenden Begriffsdefinitionen erläutern die zentralen Begriffe dieser Arbeit, sowie deren wesentlichen Abgrenzungen zu ähnlich gelagerten Themen.

1.1 Softwarehaus

Allgemein kann ein Softwarehaus, in manchen Quellen auch als Softwareunternehmen bezeichnet, in einer strengen Definition als „eine Firma, die sich auf Entwicklung, Produktion und Vertrieb von Software konzentriert“ (at-mix 2007) verstanden werden.

Für den Kontext dieser Arbeit wird der Begriff dahingehend erweitert, dass ein Softwarehaus neben diesen Kernaufgaben zusätzlich die Beratung, Schulung und Support für die vertriebene Software anbietet (vgl. Vering 2002).

Eine kurze Internet-Recherche zeigt, dass diese erweiterte Definition insbesondere in Bezug auf mittelständische ERP-Anbieter zutreffend ist, da viele dieser Anbieter das o.g. vollständige Leistungsspektrum anbieten. Auf das Marktsegment der großen ERP-Softwareanbieter, wie z.B. SAP, Oracle und Microsoft trifft diese erweiterte Definition jedoch nicht zu. Hier finden sich viele Unternehmen, die Systemintegration, Beratung und Schulung - jedoch keine Entwicklung und Produktion - für einzelne ERP-Produkte anbieten.

Für diese Arbeit gilt daher:

Softwarehaus

Bezeichnung für ein Unternehmen, das sich auf die Entwicklung, Produktion, Vertrieb, Beratung, Schulung und Support von Software konzentriert.

1.2 Kleine und mittelständische Unternehmen (KMU)

Der Begriff der KMU hat im Kontext dieser Arbeit eine besondere Relevanz, da er zum einen die typischen Kunden einer ERP-Software für den Mittelstand, zum anderen die ERP-Anbieter dieser Software typologisiert.

Allgemeine Typologisierung von Unternehmen

Allgemein definiert die Europäische Kommission kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) wie folgt (vgl. EU-Komission 2005):

Tabelle 1 : Typologie KMU (vgl. EU-Komission 2005)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Laut EU-Komission (2005) bilden die KMU 99% der Unternehmen der EU mit insgesamt über 65 Millionen Mitarbeitern.

Ohne näher auf die Branchenverteilung der Unternehmen einzugehen, wird davon ausgegangen, dass das Kundenpotenzial mittelständischer ERP-Anbieter zum Großteil aus diesen Unternehmen besteht.

Für diese Arbeit gilt daher:

Kleine und mittelständische Unternehmen

Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeitern und weniger als € 43 Mio. Bilanzsumme bzw. € 50 Mio. Umsatz.

Spezielle Typologisierung von Softwarehäusern

Bei der Typologie der Softwarehäuser in Deutschland ergibt sich ein ähnliches Bild: Fast alle Softwarehäuser beschäftigen weniger als 50 Mitarbeiter, ca. 2/3 immer noch weniger als 10 Mitarbeiter. Dies belegt sowohl eine Kurzbefragung von Hauer (1996), als auch eine Erhebung des Statistischen Bundesamtes (2004) über die wirtschaftliche Bedeutung der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) in Deutschland.

Hauer (1996) kommt zu dem Ergebnis, dass bei 93,4% der Softwarehäuser weniger als 50 Mitarbeiter und 64,8% weniger als 10 Mitarbeiter beschäftigt sind (vgl. Hauer 1996, 99).

Laut dem Statistischen Bundesamt (2002) sind 96,3% der Softwarehäuser mit weniger als 50 Mitarbeiten als Kleinunternehmen und 78,1% mit weniger als 10 Mitarbeitern als Mikrounternehmen einzustufen (vgl. Statistisches Bundesamt 2004, 53). Auch die Zahlen der Vorjahre (1999 bis 2001) zeigen hier keine größeren prozentualen Abweichungen (vgl. Statistisches Bundesamt 2004, 50ff.).

Auch wenn anhand dieser Zahlen nicht ermittelt werden kann, wie viele dieser Softwarehäuser sich mit der Entwicklung bzw. dem Vertrieb und der Beratung von ERP-Software beschäftigen, so kann doch davon ausgegangen werden, dass der Anteil nicht unwesentlich ist.

Durchschnittliches mittelständisches Softwarehaus:

Mittelständisches Softwarehaus

Softwarehaus mit weniger als 50 Mitarbeitern und weniger als € 10 Mio. Bilanzsumme bzw. Umsatz.

1.3 Enterprise Resource Planning (ERP) Software

Enterprise Resource Planning (ERP) Software bedeutet in einer engen Definition: „integrierte Software-Lösung für die Steuerung der Auftragsabwicklung, des Vertriebs und der Abrechnung in einem Unternehmen“ (Brockhaus 2005).

In einer deutlich erweiterten Definition beschreibt die Aufgaben einer ERP-Software wie folgt: Eine ERP-Software dient generell dem Verwalten sämtlicher Unternehmensressourcen, wie z.B. Kapital, Betriebsmittel und Personal. Die Software ist somit in der Lage betriebliche Prozesse umfassend abzubilden und zu unterstützen. Zu den Unternehmensbereichen, die unterstützt werden, zählen u.a.:

- Materialwirtschaft
(Beschaffung, Lagerhaltung, Disposition, Bewertung)
- Produktion
- Finanz- und Rechnungswesen, Controlling
- Personalwirtschaft
- Forschung und Entwicklung
- Verkauf und Marketing
- Stammdatenverwaltung

(vgl. Dorrhauer, Zlender 2004, 85 f.; Wikipedia, 91.10.167.135 2007; u.a.)

ERP-Software

Integrierte Software zum Verwalten sämtlicher Unternehmensressourcen, wie z.B. Kapital, Betriebsmittel und Personal, sowie zur umfassenden Unterstützung und Abbildung betrieblicher Prozesse.

1.4 Vorgehensmodell

Die folgende Begriffsdefinition wurde vollständig von Hesseler/Görtz (2007) entliehen, da diese eine sehr treffende allgemeine Definition des Begriffes „Vorgehensmodell“ liefert, der sich wenig hinzufügen lässt:

„Ein Vorgehensmodell beschreibt und regelt allgemein den gesamten Prozess von der Initiierung über die Durchführung bis zum Abschluss von Projekten. Wie alle anderen Modelle auch, stellt ein Vorgehensmodell damit eine vereinfachte Abbildung der Realität dar und legt hierzu ein idealisiertes Projekt zu Grunde. (…) Es unterstützt die Projektleitung in Form einer Vorlage, ihr konkretes Projekt zu strukturieren, zu planen und zu steuern. Durch ihren Einsatz kann die Komplexität von Projekten reduziert und Ihre Transparenz erhöht werden.

[...]

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten

Details

Titel
Grundlagen und Begriffe für die Einführung einer Enterprise Resource Planning (ERP) Software
Hochschule
Hamburger Fern-Hochschule
Note
1,7
Autor
Jahr
2008
Seiten
21
Katalognummer
V274644
ISBN (eBook)
9783656665571
Dateigröße
964 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
grundlagen, begriffe, einführung, enterprise, resource, planning, software
Arbeit zitieren
Lars Nielsen (Autor), 2008, Grundlagen und Begriffe für die Einführung einer Enterprise Resource Planning (ERP) Software, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/274644

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