Providenz und Kontingenz in Tobias O. Meißners "Die Dämonen"


Hausarbeit (Hauptseminar), 2014

15 Seiten, Note: 1,0


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1. Einleitung und Zielsetzung

Fantasy gehört zu den derzeit erfolgreichsten Gattungen, ob nun in Film oder Fernsehen oder aber als Literatur.1 Ihr werden dabei immer wieder deterministische Züge attestiert. Häufig handelt die erzählte Geschichte von einer Heldenfigur, deren Schicksal und Bestimmung es ist, beispielsweise eine Prophezeiung zu erfüllen. Auch in Tobias O. Meißners 2008 bei Piper erschienenen Roman "Die Dämonen" werden Fragen um das Thema "Schicksal" gestellt. In dieser Arbeit werde ich den Themen Schicksal, Providenz und Kontingenz und deren Funktion sowie verschiedenen Einstellungen einiger ausgewählter Figuren gegenüber dem Schicksal nachgehen.

2. Göttliche Planung oder blinder Zufall? - Determinismus, Providenz und Kontingenz

Die Frage, inwieweit der Mensch fremdbestimmt, d.h. determiniert ist, wird seit langer Zeit gestellt. Welcher Art diese Fremdbestimmung sei, welche Gründe sie hat und ob bzw. welche Möglichkeiten der Einflussnahme dem Einzelnen bleiben, ist dabei ebenso lange schon strittig. Unter den Begriff des Schicksals lassen sich nach Schottelius alle Einflüsse subsummieren, denen der Mensch allein schon dadurch ausgesetzt ist, dass er lebt.2 Diese Einflüsse - das Schicksal - können dabei höchst unterschiedlich bewertet werden, wenn es um die Frage der Einflussnahme des Einzelnen geht und danach, ob und unter welchen Bedingungen diese möglich sei. Von großer Bedeutung ist dabei das gegensätzliche Begriffspaar Providenz und Kontingenz. Vereinfacht gesagt ist dabei Providenz das Vorhandensein einer höheren Ordnung, die einem Geschehen Sinnhaftigkeit verleiht. Demgegenüber stehen mit der Kontingenz Zufälligkeit, Unberechenbarkeit und damit verbundenes Fehlen eines tieferen Sinns.3 Wenngleich die Vorstellung von göttlicher Providenz im Verlauf von Aufklärung und Moderne sowie durch den Fortschritt der Naturwissenschaften an Einfluss verloren hat, ist die der Providenz durchaus noch wirksam, wie Frick veranschaulicht:

"Die neue dogmatische Version der Providenz stützt sich auf (natur-)wissenschaftliche Befunde: die Teleologie im gesetz- und zweckmäßigen Arrangement des Weltganzen, das nach dem epistemologischen Modell der Maschine und einem strikten Determinismus materieller Kräfte vorgestellt wird, dient als Grundlage der 'formule de concorde entre le mécanisme et la finalité, qui permet de récupérer l'ordre de l'univers pour la gloire de Dieu'."4

Dieses maschinelle Modell findet sich meines Erachtens nicht nur in den Naturwissenschaften. Es ist vielmehr auch dort auszumachen, wo Sozialwissenschaften den Werdegang und die Möglichkeiten von Menschen als durch ihre Herkunft und sozialen wie wirtschaftlichen Verhältnisse als vorgegeben beschreiben oder eine unter anderem durch frühkindliche Prägung entstandene Persönlichkeit bzw. ein Charakter spätere Handlungen und Entscheidungen eines Menschen in konkreten Situationen bestimmt.

3. Die Unzertrennlichen? - Determinismus und Fantasy

Unter den verschiedenen Ansätzen, Fantasy-Literatur zu kategorisieren, finden sich auch strukturalistische Modelle. Diese gehen zurück unter anderem auf die Arbeiten von Vladimir Propp über die Struktur von Märchen. Er arbeitete mit Volksmärchen, die er als einen Ablauf von Funktionen beschrieb, die von unterschiedlichen Figuren in unterschiedlicher Weise ausgeführt werden können.5 Dieser Ansatz kann als deterministisch bezeichnet werden, da die Funktionen einem Ablauf folgen, dessen Ende bereits festgelegt ist.6 Ähnliches lässt sich von Joseph Campbells These über den Mythos, bzw. den Monomythos, sagen. Dieser folgt einem dreistufigen Modell des Handlungsablaufes, dessen Stationen Aufbruch, Initiation und Rückkehr des Helden sind.7 Pesch weist mit Recht darauf hin, dass ein an Handlungsmustern allein festgemachter Begriff seine Schwächen hat, vor allem dann, wenn versucht wird, eine Grenze zwischen Märchen und Fantasy zu ziehen, wie es Lem versucht:

"Die 'ontologische' Basis erweist sich heuristisch als relativ wertlos. So heißt es: ' Die Fantasy unterscheidet sich von den Welten des Märchens und des Mythos dadurch, daß ihr Mechanismus nicht deterministisch sein muß.' Es handelt sich hierbei demnach nur um ein fakultatives Element. [...] Doch auch bei Tolkien, dessen christlich motivierter Determinismus noch am ehesten dem folkloristischen der Proppschen Märchen nahekommt, ist das glückliche Ende keinesfalls undifferenziert, woran sich zeigt, daß ein nur an Handlungen orientierter Maßstab nicht angemessen ist."8

Um die Feinabstimmung der Grenzziehung zwischen Märchen, Fantasy und Mythos soll es im Folgenden jedoch nicht gehen. Die oben angerissenen Versuche, Fantasy auch als Handlungsabläufe mit feststehendem Ergebnis respektive Reihung von Funktionen zu beschreiben, mögen im Hinblick auf definitorische Aspekte nicht voll überzeugen können. Dass sie jedoch unternommen wurden, weist auf eine gewisse deterministische Komponente vieler dem Genre zuzurechnender Texte hin, in welchen nicht selten eine Prophezeiung formuliert und diese erfüllt wird.

4. Die Dämonen

Tobias Meißners "Die Dämonen", 2008 bei Piper erschienen, lässt sich dem Genre Fantasy zuordnen, welches ingesamt freilich keinesfalls einheitlich ist. Die Geschichte spielt in einem fiktiven Land namens Orison, in dem ein König - Tenmac III. - über neun ihm unterstellte Baronate mit jeweils eigenen Machthabern herrscht. Durch die dargestellte Welt, die in vielerlei Hinsicht mittelalterliche Züge trägt, erfüllt der Roman eines der wichtigsten Kriterien für Fantasyliteratur, nämlich dasjenige des Weltenbaus. Orison ist ein erfundenes Land inklusive erfundener Landkarte, welches mit unserer Welt oder einer der unseren ähnlichen nicht verbunden ist.9 Desweiteren ist die entworfene Welt nicht nur in sich stimmig, sondern bietet auch Raum für nach unserem Realitätsverständnis Übernatürliches. Dämonen und Magie sind dort real, womit ein weiteres zentrales Kriterium erfüllt ist.10 Zwar gehören sie am Anfang der Geschichte aus menschlicher Perspektive der Vergangenheit an, ihr Vorhandensein wird jedoch nicht bezweifelt.11 Die Geschichte in allen Einzelheiten wiederzugeben halte ich im begrenzten Rahmen dieser Arbeit für nicht zielführend. Knapp umrissen: "Die Dämonen" erzählt im Wesentlichen die Geschichte der zwei Dämonen Irathindur und Gäus. Diese sind zunächst mit einer Vielzahl anderer Dämonen im sogenannten Dämonenschlund gefangen, können jedoch mithilfe einer Opfergabe des Königs Tenmacs III. entkommen. Sie schließen einen Nichtangriffspakt miteinander. Gäus übernimmt den Körper und Geist des Königs Tenmacs III., Irathindur den der Baronin eines der Baronate. Da sie zum Überleben außerhalb des Gefängnisses auf Lebenskraft angewiesen sind und diese nur begrenzt zur Verfügung steht, kommt es zum Konflikt: Irathindur im Körper der Baroness Meridienn den Dauren ernennt sich selbst zur Königin, um so mehr Lebenskraft durch Macht und Ansehen zu erlangen. Den direkten Konflikt mit Gäus versucht er zunächst zu vermeiden. Als sich einer der übrigen Barone ebenfalls zum König ernennt und seine Unabhängigkeit erklärt sowie den König belagert, beginnt die Eskalation. Der sich ausweitende Bürgerkrieg zerstört die bestehende politische und soziale Ordnung. Beendet wird der Konflikt durch den Zweikampf von Irathindur und Gäus. Der siegreiche Gäus, der außerdem vom Ausbruchsplan des Dämonenkönigs Kenntnis erhalten hat, lässt sich am Ende von einem Menschen töten und legt diesem vorher eine Version der Ereignisse zurecht, welche die Menschen gegen den bevorstehenden Ansturm der Dämonen vereinen soll. Die Krone des Landes übernimmt eine Königin, die ursprüngliche Ordnung von Orison wird wieder hergestellt. Die wichtigen menschlichen Figuren und ihre Handlungen, Motivationen und Werdegänge werde ich an dieser Stelle nicht skizzieren. Sie und ihr jeweiliges Schicksal sind eng mit den unübersichtlichen Kriegswirren verbunden, die hier detailliert wiederzugeben für mein weiteres Vorgehen nicht sinnvoll sein dürfte, nehmen sie doch den Großteil der 460 Seiten des von Verlagsseite nicht ohne Berechtigung als "Actionspektakel" beworbenen Romans ein.

5. Unabänderliches Schicksal? Fremdbestimmung von Mensch und Dämon

Fremdbestimmung ist eines der zentralen Themen von Meißners Roman. Sie wird in vielerlei Hinsicht thematisiert. So bietet die hierarchisch strukturierte Gesellschaft beispielsweise Minten Liago, der menschlichen Figur, die einem "Helden" noch am nächsten kommt, wenig Möglichkeiten zur Selbstverwirklichung. Er möchte Student werden, seine Herkunft aus armen Verhältnissen sowie die Kosten und Bedingungen erschweren ihm jedoch den Zugang zu höherer Bildung, was ihn als sozial determiniert erscheinen lässt:

"Aber weshalb bestimmten diese Prüfer über sein Leben? [...] Weshalb bestimmte das Woher so sehr den weiteren Weg? War denn nicht, wie Serach gesagt hatte, jeder Mensch Zügelhalter seines eigenen Lebens? Konnten denn nicht Hindernisse einfach umgangen, überklettert oder zerschmettert werden? Oder steckten einfache Menschen wie er schon längst im Dämonenschlund fest, endlos umhergewirbelt von Kräften und Absichten, die das eigene Verständnis überstiegen, hilflos und unfähig, die Zügel zu halten, die das Leben einem gutwillig überreichte?"12

Er ist einer Vielzahl von Zwängen unterworfen, die seinem Wunsch nach Selbstverwirklichung im Wege stehen. Der Eindruck von Unfreiheit und Fremdbestimmtheit, der sich in obigem Zitat widerspiegelt, wird im Folgenden nicht gerade gemildert. Zunächst ist der Zwang vor allem materieller Art, denn als Tagelöhner besitzt er nicht viel. Minten versucht, durch das Prellen seiner Wirtshauszeche Geld für sein Studium zu sparen, wird jedoch erwischt. Von der Stadtwache gestellt, fängt er eine Schlägerei an, unterliegt und landet im Kerker. Von diesem Punkt an verwandelt sich der Zwang, indem ganz konkret über seinen Körper bestimmt und verfügt wird - zunächst im Gefängnis selbst, den drastischen Höhepunkt in dieser Hinsicht stellt die Isolationsfolter dar:

"Sie zogen ihn nackt aus und legten Minten in die Schublade. [...]. Schon nach einer Stunde heizte es sich dermaßen auf, dass Minten zu schwitzen begann. Er lag auf dem Rücken und konnte sich tatsächlich nicht rühren. Hob er den Kopf nur zwei Fingerbreit, sieß er schon mit der Stirn gegen die Decke. Spreizte er die Arme und Beine nach außen, stellte er fest, dass die Schublade kaum breiter war als ein Sarg. Dies war ein Sarg. Ein Sarg aus Stein in einem Ruß absondernden Felsen."13

Als er aus dem Gefängnis geholt wird um für die ehemalige Armeeausbilderin Jinua Ruun halblegale Boxkämpfe im sogenannten "Inneren Zirkel" zu bestreiten, endet die Fremdbestimmung für ihn keinesfalls - noch immer ist er Gefangener, obwohl sich seine äußerliche Lage verbessert hat und sogar sein Traum vom Studium wieder greifbar erscheint, nachdem er den bisherigen Publikumshelden Oloc besiegt hat:

"Ansonsten ermöglichte sie ihm ein Studium von wertvollen Büchern und führte ihn wie an einer langen Leine von Innerem Schloss zu Innerem Schloss, wo er einen Kampf nach dem anderen absolvierte."14

Minten Liago gerät auch im weiteren Verlauf der Handlung von einer durch äußere Zwänge bestimmten Lage in die andere. Nach seiner unfreiwilligen Karriere als Boxer wird er Leibwächter, dann Bandit, Trickbetrüger, sowie Soldat in zwei verschiedenen Armeen - nichts davon aus eigenem Wunsch und Antrieb, sondern im Widerspruch dazu bzw. um Strafe zu entgehen.15

Äußere Zwänge bleiben dabei nicht auf den Menschen beschränkt, sondern machen auch den Dämonen zu schaffen. Das überrascht zunächst, wenn man bedenkt, was Gäus über die Herkunft dieser Wesen zu sagen hat:

"Gott ist der, der die Welt erschaffen hat. Wir entstanden aus der Lebenskraft der Welt heraus. Wir wurden nicht von ihm gezeugt und sind deshalb ein wenig unabhängiger als ihr. Ihr jedoch wurdet wiederum von ihm erschaffen, um uns mit gutem Beispiel voranzugehen. [...] Wir sind nicht gut darin, uns dressieren zu lassen. [...] Wir sind wie Wasserdampf aus einer heißen Quelle. Wie der Blitz, der herniederfährt und sich nach freier Lust verästelt. Wie die Form der Wolken, die sich ständig verändert. Wir sind wild. Ihr dagegen seid wie Kinder."16

Inwieweit man den leicht prahlerisch anmutenden Ausführungen des Dämons über sich und seinesgleichen Glauben schenken darf sei dahingestellt. Der Anstrich wilder Freiheit und Unabhängigkeit, den Gäus sich und den Dämonen hier zu geben versucht, trügt indessen in vielerlei Hinsicht. Am folgenreichsten ist, sofern man die Schöpfungsgeschichte aus Gäus' Mund akzeptiert, dass die Dämonen "[...]aus der Lebenskraft der Welt heraus entstanden[...]" 17 und somit ein Teil dieser Welt sind, der nicht als unabhängig von ihr zu betrachten ist. Zwar wird das Konzept der Lebenskraft, die sich aus sehr unterschiedlichen Quellen speisen lässt, nicht näher erläutert. Indem jedoch die Existenz eines Dämons davon abhängt, ob er sich genügend davon sichern kann, wird das Streben nach Lebenskraft zum bestimmenden Faktor des Daseins der Dämonen. Dieser Umstand wird von Irathindur bereits unmittelbar nach der Flucht aus dem Dämonenschlund beschrieben:

"In dieser Welt gibt es nicht genügend Lebenskraft, um uns in unseren eigenen Körpern lange aufrechtzuerhalten. Nur im Strudel gibt es genügend Lebenskraft, dass Tausende von Dämonen jahrtausendelang überleben können, aber gebunden, geknechtet, suchtkrank und geschwächt. Wenn wir hier draußen nicht schon nach wenigen Tagen elendig zugrunde gehen wollen, müssen wir uns Wirtskörper suchen, die uns stetig mit ihrer eigenen Lebenskraft versorgen."18

Hier irrt der Dämon - tatsächlich lässt sich Lebenskraft zur Genüge und aus nahezu beliebiger Quelle erlangen, ohne Krieg und Tod, ohne den magischen Wald, den Gäus später in Brand setzt, um ihn nicht teilen zu müssen. Mangel an Lebenskraft bedroht nicht nur das Leben der Dämonen an sich - zusätzlich stellt sich heraus, dass der Dämonenschlund, in dem beide gefangen waren, ein raffiniert konstruiertes Gefängnis ist, aus dem kein einzelner Dämon dauerhaft entkommen kann:

"'Alle oder keiner', rasselte Orison. [...] 'Hast du es nicht gespürt, Irathindur? Jeder einzelne deiner Anfälle wollte dich in den Dämonenschlund zerren. Und jetzt seid ihr beide hierher zurückgeholt worden. Weshalb? Weil euer Fluchttrieb nachgelassen hat, ihr euch zu sehr mit euch selbst beschäftigt habt, um euren eigenen Wurzeln noch widerstehen zu können. Eure Lebenskraft gehört hierhin. Dieser Strudel ist nur vollständig, wenn alle Dämonen in ihm enthalten sind.'"19

Der Dämonenschlund ist demnach das Schicksal von Irathindur und Gäus, dem sie nicht entkommen können. Es ist möglich, angesichts des magischen Dämonengefängnisses und dessen Konstrukteur Orison, welcher der oberste aller Dämonen ist, von einem höheren Plan zu sprechen - von dämonischer Providenz statt göttlicher Providenz. Auf diese Lesart und ihre Implikationen werde ich abschließend noch zu sprechen kommen.

6. Das unvermeidliche Chaos - Kontingenz in "Die Dämonen"

"Dies ist der Plan, den ich von Anbeginn verfolge."20 - der Dämonenkönig Orison tritt selbstbewusst auf. In "Die Dämonen" ist er jedoch nicht die einzige Figur mit Plänen und Absichten. Ob der seinige aufgeht und letztlich alle Dämonen gemeinsam entkommen können, wird im Roman nicht verraten - vielmehr wird in den letzten beiden Absätzen noch Unsicherheit geschürt:

"Vielleicht hatten die vielen, vielen Toten, die dieser Krieg aus Lebenden geformt hatte, in den Schlund Einzug gehalten und vergrößerten nun den Umfang des Strudels.

Oder der Schlund war tatsächlich leer und der Strudel nichts weiter als das Spiegelbild der Menschenseelen, das unablässig brodelte und kochte, bis es eines Tages ungebärdig überfließen würde.

Oder aber Orison, der Dämonenkönig, hatte all dies von Anfang an als Teil seines großen Planes vorherbestimmt, hatte die Flucht der zwei Dämonen, den Krieg, die Seelen und die Unrast beschleunigt und willkommen geheißen."21

Viele kleinere Pläne gehen im Roman entweder nicht auf, werden fallen gelassen oder erreichen ihr Ziel auf teilweise absurden Umwegen - eine der wichtigsten Größen ist der Zufall. Die von allen vorhandenen tatsächlich eintreffenden Möglichkeiten lassen sich zwar in ihrem Endergebnis zu großen Teilen mit dem von Orison behaupteten Plan vereinbaren und dadurch erklären, dass der mächtige Dämon im Hintergrund die Fäden zieht. Eine alle Winkel der Handlung durchdringende Providenz lässt sich jedoch ausschließen, will man nicht die auch für literarischen Zufall wichtige Glaubwürdigkeit ans Messer liefern.22 Ansonsten müsste man ernsthaft davon ausgehen, dass Orisons Plan beispielsweise den Tod des Königs Tenmacs II. so vorherbestimmt hat, wie er sich (vor Einsetzen der Handlung) ereignet hat:

"Hätte Tenmac II. nicht einfach weiterleben können? Warum musste dieser erfahrene, alles beim Alten lassende König ausgerechnet beim Eröffnen eines Hofturnieres in einer Pfütze öliger Speisesoßen ausgleiten und über den Balkon zu Tode stürzen? Hatten bei diesem Unfall nicht auch schon die Dämonen ihre Klauen im Spiel gehabt?"23

Auf Ebene der Handlung ist von einer planenden, ordnenden Macht wenig bis nichts zu spüren. Und auch Meißners Beschreibung des Rates ist nicht geeignet, in ihm eine ordnende Größe zu sehen. Wenn Orison und sein Dämonenrat für sich in Anspruch nehmen, das Chaos zu bekämpfen und von der Welt dafür gebraucht zu werden,24 dann wirkt das unfreiwillig komisch, angesichts der Szene die sich abspielt, als die Dämonen des Rates der zurückgekehrten Ausbrecher gewahr werden:

"Dann brach schlagartig Chaos aus. Orogontorogon wollte sich auf Gäus stürzen. Der Krebs und der Grünpelz hielten ihn mit Müh und Not zurück. Klapperzahn wollte angesichts dieses Tumultes die Flucht ergreifen, prallte allerdings gegen die Saalmauer, zersprang in Tausende von Einzelzähnen und musste sich selbst mühsam wieder zusammenlesen, während das hübsch anzuschauende Gespenst Theatergesten der Verzweiflung und des Überfordertseins vorführte."25

Nicht nur im Dämonenrat herrscht Verwirrung. Zufälle, Unzulänglichkeiten, Missverständnisse und menschliches Versagen sorgen vor allem während des Krieges dafür, dass sich in Orison zunehmend Chaos ausbreitet. Welche Ausmaße die von Meißner mit spürbarer Freude betriebene Verkettung von Zufällen annimmt, zeigt sich unter anderem deutlich als Minten Liago - inzwischen von der helingerdianischen in die irathindurianische Armee gewechselt - mit Hilfe seines früheren Ringgegners Oloc eine spontane Rettungsaktion durchführt:

"Und so kam es zu Mintens zweiter denkwürdiger Begegnung an diesem Tag: Er sah die dritte Baroness wieder und rettete sie mit Olocs Hilfe aus dem brennenden Schloss. Sie war es gewesen, die Jinua und ihn damals nach Coldrin geschickt hatte, damit sie mit Truppen des Menschenfresserkönigs Turer von Norden her über die helingerdianischen Besatzer herfallen könnten. Nun kam Minten stattdessen von Osten und brachte irathindurianische Brandschatzer und einen helingerdianischen Reformationskämpfer mit. Alles war erstaunlich weit aus dem Ruder gelaufen."26

Wenn der Zufall das Schicksal bestimmt fällt es schwer, den Ereignissen einen höheren Sinn beizumessen. Jinua Ruun, die einhändige Boxpromoterin, plädiert angesichts dessen dafür, die gute Zeit zu nutzen, solange sie währt27, denn: "Mit einem einzigen unerwarteten Fehlschlag eines einzigen schwer zu berechnenden Gegenübers konnte alles vorbei sein."28 Ihre Hand hat sie, nebenbei bemerkt, verloren, weil ein ungestümer Rekrut zufällig eine scharfe statt einer Übungswaffe schwang.29

7. Dulden oder Wüten? Einstellung zum Schicksal, Persönlichkeit und Moral

In "Die Dämonen" sind die Figuren, wie dargelegt, einer Vielzahl von Zwängen ausgesetzt, die oft als bestimmend und schicksalhaft empfunden werden.30 Mit diesen Bedingungen gehen sie auf verschiedene Art und Weise um, es lassen sich mithin unterschiedliche Einstellungen zu Schicksal und Verantwortung ausmachen, welche indessen nicht fest zu sein scheinen, sondern sich durchaus ändern können. Einige Figuren sind entschlossen, ihr Schicksal zu ihren Gunsten zu beeinflussen, wenn nicht gar zu überwinden. Zu diesen "Stürmern und Drängern" gehören unter anderem - jedenfalls zum Zeitpunkt ihrer Flucht aus dem Dämonenschlund - die beiden Dämonen Irathindur und Gäus. Im Gegensatz zu anderen Dämonen finden sie sich nicht mit ihrer Situation ab,31 sondern ergreifen die Gelegenheit zur Flucht. Dies kontrastiert mit der im Dämonenrat vorherrschenden Einstellung. Dort will man lieber warten, bis Orisons Plan, der gleichzeitige Ausbruch aller Dämonen, sich erfüllt oder diskutiert zunächst aus, ob man den Versuch machen soll, eine Abkürzung zu finden.32

7.1 Amoralische Raserei - Irathindur

Nach ihrer Flucht verändern sich ihre Positionen. War es anfangs noch Irathindur, dessen planvolles, bedachtes Handeln die Flucht ermöglichte,33 so kehren sich die Vorzeichen im Folgenden um. Zurückgeführt wird dies von den Dämonen auf die Wahl der Wirte, deren Eigenschaften durch Gäus und Irathindur übernommen und vestärkt werden:

"Aber das ist doch ganz offensichtlich [...]. Gäus ist klug und bedächtig geworden, weil er sich einen klugen und bedächtigen Knaben als Wirtskörper wählte. Und Irathindur ist übelllaunig und herrisch geworden. Nur das mit der Schönheit ist ihm irgendwann entglitten."34

Tatsächlich wird Irathindur mit fortschreitendem Kampf um Lebenskraft immer rücksichtsloser. Anfänglich ist er angesichts des Krieges noch voller Bedauern - eigennützigem Bedauern - angesichts der verloren geglaubten Lebenskraft der Toten. Als er jedoch feststellt, dass diese für ihn unmittelbar nutzbar ist, ändert sich sich dies sofort:

"Was für ein Narr er doch gewesen war" Vielleicht trunken von der Annahme, selbst wie ein Mensch zu sein, nur weil er im Körper einer Frau herumstolzierte, hatte er sich das Schützen von Menschenleben, das Bewahren von Lebenskraft zur Aufgabe gemacht. Wie albern. [...] Warum war er nicht früher auf die Idee gekommen, aus sämtlichen Menschen einfach Menschenopfer zu machen?"35

Infolge dieser Erkenntnis handelt Irathindur ohne jegliche moralische Bedenken nur in seinem eigenen Interesse, zu dem neben dem Erobern der Lebenskraftquelle von Gäus der Tod möglichst vieler Menschen gehört, an deren Lebenskraft er ebenfalls herankommen will. Das Wissen um Orisons Plan, der keinem einzelnen Dämonen eine dauerhafte Flucht und ein Dasein außerhalb des Schlundes ermöglicht, bewegt ihn nicht dazu, die Hoffnung auf eine selbstbestimmte Existenz aufzugeben: "Wenn alles, was geschieht, Gottes Wille ist, dann ist es auch Gottes Wille, dass wir beide frei sind und eigene Entscheidungen treffen können."36

7.2 Verantwortung übernehmen - Gäus

Im Falle von Gäus verläuft die Entwicklung entgegengesetzt. Will er sich zunächst als König ein schönes Leben machen und seine Untergebenen herumscheuchen,37 so entwickelt er zunehmend ein Gefühl der Verantwortung.38 Statt von Ehrgeiz und Machtwillen sind die meisten seiner Entscheidungen geprägt von bis zu Zögerlichkeit gehender Besonnenheit.39 Anders als Irathindur ist er mit seiner Situation nach der Flucht recht zufrieden und strebt lediglich an, sein Wissen zu erweitern sowie seinem Volk ein möglichst guter König zu sein.40 Den Zweifeln, die ihn hinsichtlich seiner dämonischen Natur und deren Implikationen befallen, versucht er, mit seinen eigenen Maßstäben zu begegnen: "Es spielt keine Rolle, was Dämonen sein können oder nicht [...]. Es kommt darauf an, was du bist."41 Die Verantwortung, die er empfindet, bewegt ihn auch, den Kampf mit Irathindur schließlich allein aufzunehmen und darüber hinaus einen Versuch zu unternehmen, die Menschen gegen Orison und die übrigen Dämonen zu vereinen, wofür er seine eigene Existenz aufgibt.42 Wichtig ist, dass er Orisons Plan nicht etwa aus purem Trotz vereiteln will, sondern weil er die Folgen eines massenhaften Dämonenausbruchs zu kennen glaubt und ihm das friedliche Gedeihen des Landes selbst einen Eigenwert darstellt:

"Die Dämonen würden das Land und die Stadt Orison überfluten, verheeren, aussaugen und nichts zurücklassen. Dann Coldrin. Dann, was immer die Welt noch zu bieten hatte. Und ganz am Ende würden sie einander wieder gegenseitig an die Kehle gehen. Wie er und Irathindur das schließlich auch getan hatten. Wie es in der Natur jedes Dämonen lag. Was für ein sinnloses Wüten und Verwüsten. Im Vergleich zu ruhigen Schönheit des Landes, wie es ursprünglich gewesen war - ein nicht hinnehmbarer Verlust."43

7.3 Vom Kämpfer zum Aussteiger - Minten Liago

Der Kampf zwischen dem jenseits aller menschlicher Moral stehenden Irathindur und dem um verantwortungsvolles Handeln bemühten Gäus ist erbittert. Somit verwundert es nicht, dass er von Meißner mit dem ebenfalls erbitterten Kampf von Minten Liago gegen Oloc verknüpft wird, in welchem Oloc, der körperlich überlegene, bedächtige Kraftprotz, für Gäus und Minten in seiner als Taktik gewählten haltlosen Raserei für Irathindur stehen.44

Diese Verbindung von Mintens Raserei im Kampf mit derjenigen Irathindurs ist insofern aufschlussreich, als dass Mintens hier erzählte Geschichte selbst mit dem Aufbegehren gegen sein Schicksal beginnt. An ihm lässt sich ein Lernprozess ablesen, der zu einem anderen Ergebnis als bei Gäus führt. Minten Liagos erster Anlauf, sein Schicksal selbst zu seinem Vorteil zu gestalten, besteht in dem eher harmlosen Vergehen der Zechprellerei. Die an anderer Stelle bereits beschriebenen Folgen stacheln seinen Ehrgeiz zunächst nur an - er übt selbst dann noch Schreiben, als er im Gefängnis in der berüchtigten Schublade liegt.45 Seine ganze Kraft und seinen Willen setzt er dafür ein, die Hindernisse zu überwinden, die zwischen ihm und seiner Vorstellung von seinem Leben stehen. Dies gipfelt in seinem zweiten Kampf gegen Oloc, an dem er sich regelrecht abarbeitet:

"Minten hielt jetzt nur noch durch, weil er in Oloc etwas anderes sah als diesen Oloc, gegen den er gar nichts hatte. Er sah Elell, den Tierquäler. Er sah die fünf Stadtsoldaten vor sich, und unter ihnen besonders den, der ihn immer nur getreten hatte wie einen räudigen Hund. Er sah die gestrengen Prüfer der Studienbefähigung, reiche Stutzer, die Geiern ähnlicher wahren als Menschen, wie sie vollkommen teilnahmslos auf ihn herabblickten. Er sah schließlich sich selbst vor sich, Minten, den kleinen, schmutzigen Raufbold, der schon als Junge in den Kanalstraßen von Saghi auf Ärger aus gewesen war. Er schlug sich selbst, musste sein Ich überwinden, um diesen Kampf bestehen zu können."46

Was Minten zu seinem Sieg über sich selbst verhilft, ist jedoch nicht der Kampf gegen Oloc, dessen Rückrunde er trotz nachgerade übermenschlicher Anstrengung und wütendster Raserei verliert. Zunächst wird er zum Spielball der Ereignisse, von den Kriegswirren hierhin und dorthin geworfen und passt sich den jeweiligen Situationen so gut es geht an. Er wird zum Mitläufer,47 der sich jedoch seine eigenen Gedanken macht und zunehmend zum Skeptiker jeglicher Macht wird.48 Eine Handlung in eigener Initiative führt Minten erst am Ende des Romans wieder aus:

"Warum sollte er König werden? Weil ein Dämon ihn darum gebeten hatte? Das war doch vollkommen widersinnig! [...] Alle Herrscher, denen er jemals begegnet war, hatten sich als Dämonen entpuppt. 'Dort liegt die Krone unseres Landes', sagte er so leise, dass Lae und Taisser ihn fast nicht verstehen konnten. 'Macht damit, was ihr wollt.' Er ging, ohne sich noch ein weiteres Mal aufhalten oder umstimmen zu lassen von Mensch oder Dämon, davon in den Urwald der Insel Kelm."49

Statt weiterhin um einen anderen Platz in der Gesellschaft kämpfen zu wollen, zieht Minten die Konsequenzen aus seinen Erlebnissen des letzten Jahres, dessen Ereignisse ihm zunehmend absurd und sinnlos vorkamen, und steigt aus. Ein weiteres Beispiel für die Rolle des Zufalls übrigens, denn damit ist fürs Erste auch Gäus' wohlmeinender Plan durchkreuzt, der Minten als König und Einiger der Menschen gegen die Dämonen vorsah. Dieser jedoch gibt nicht einmal die Warnung vor dem bevorstehenden Ausbruch weiter.

8. Schlussbetrachtung

Die Figuren in Meißners "Die Dämonen" sind in hohem Maße fremdbestimmt. Sie unterliegen einer Vielzahl äußerer Einflüsse und, im Falle der Menschen, gesellschaftlichem Druck. Zwar scheinen ihre Entscheidungen frei zu sein, diesen ist jedoch zumeist durch die jeweilige Situation ein sehr enger Rahmen gesteckt - Kampf oder Flucht, Gefängnis- oder Boxkarriere usw. Hinzu kommen gelegentlich innere Zwänge, welche die Freiheit des Willens bisweilen fraglich scheinen lassen. So hat Minten das Gefühl, den zweiten Kampf gegen Oloc führen zu müssen, 50 während die Dämonen den spontan beschlossenen Pakt glauben, halten zu müssen.51

Das Schicksal in "Die Dämonen" erscheint vornehmlich vom Zufall bestimmt. Der Handlungsverlauf ist in hohem Maße als kontingent zu sehen, die Rolle des Zufalls selbst wird immer wieder thematisiert.52 Gleichwohl sind die bis ins Absurde gesteigerten Zufälle in ihrer Verkettung nicht als unmöglich zu bewerten, sondern lassen sich in Bezug zueinander setzen. Die Rolle der Kontingenz in "Die Dämonen" deckt sich zumindest in Teilen mit der von Köhler formulierten Funktion der Kontingenz im Roman: "Das Notwendige nämlich ist die Macht, Beliebiges in der Ordnung eines Ganzen zu halten."53 Obschon die Handlung von Zufällen geprägt ist, die sie in Gang setzen oder weiter vorantreiben, werden diese am Ende mit dem Dämonenrat und dem Plan Orisons in einen Sinnzusammenhang gebracht. Dieser Sinnzusammenhang, hervorgerufen durch dämonische Providenz, wird von Meißner indessen in der Schwebe gehalten: Vielleicht hat Orison all dies vorausgesehen, befördert und geplant, vielleicht auch nicht. Nicht von ungefähr wirkt der Dämonenrat wie die Karikatur eines Geheimbundes im Stile der Turmgesellschaft in Goethes "Wilhelm Meisters Lehrjahre". Die Möglichkeit, dass Orison tatsächlich für alles verantwortlich ist, besteht, wird aber durch die Darstellung des Rates sowie die äußert kontingent verlaufende Handlung unterminiert. Letzteres trifft Frick zufolge auf Goethes Turmgesellschaft ebenfalls zu, welche ebenfalls mehr Einfluss auf die Geschehnisse beansprucht als sie realistischerweise haben kann.54

Die Frage nach dem höheren Plan und somit der Sinnhaftigkeit der Ereignisse wird im Roman nicht abschließend beantwortet. Dies ermöglicht sowohl die Lesart, dass "dämonische Vorsehung" herrscht als auch diejenige, dass die Geschehnisse von keinem tieferen Sinn durchdrungen sind. Die Alternative zu einem solchen sinnentleerten Dasein zieht Minten Liago, indem er sich von der Gesellschaft zurückzieht und in den Urwald geht. Mintens Ablehnen der Königskrone sowie Gäus' Entscheidung, den Kampf auf Kosten seiner eigenen Existenz zu beenden und die Menschen zu warnen verdeutlichen, dass ein "freier Wille" in "Die Dämonen" durchaus gegeben ist. Mit Gäus trägt überdies ein Verfechter besonnenen, moralisch verantwortlichen Handelns den knappen Sieg im Zweikampf der Dämonen davon. Ob dies den letztendlichen Sieg von Vernunft und Verantwortung bedeutet, bleibt jedoch unklar, nicht zuletzt, da Minten Liago sich dazu entschließt, weder die Krone anzunehmen, noch Gäus' Warnung weiterzugeben - was sowohl für einen sinnlosen, unglücklichen Zufall als auch für das Funktionieren von Orisons Plan sprechen könnte.

9. Literatur

Primärliteratur

Meißner, Tobias Oliver: Die Dämonen. München 2008

Sekundärliteratur

Frick, Werner: Providenz und Kontingenz. Untersuchungen zur Schicksalssemantik im deutschen und europäischen Roman des 17. und 18. Jahrhunderts. Tübingen 1988

Friedrich, Hans-Edwin: Was ist Fantasy? Begriffe - Geschichte - Trends. In: 1000 und 1 Buch. Das Magazin für Kinder- und Jugendliteratur. 2004 H. 1

Köhler, Erich: Der literarische Zufall, das Mögliche und die Notwendigkeit. München 1973

Mendlesohn, Farah & James, Edward: A Short History of Fantasy. London 2009

Pesch, Helmut W.:Fantasy. Theorie und Geschichte einer literarischen Gattung. Köln 2009

Schottelius, Saskia: Fatum, Fluch und Ironie. Zu Idee des Schicksals in der Literatur von der Aufklärung bis zur Romantik. Frankfurt am Main 1995

[...]


1 Vgl. Mendlesohn, Farah & James, Edward: A Short History of Fantasy. London 2009, S. 1f.

2 Vgl. Schottelius, Saskia: Fatum, Fluch und Ironie. Zur Idee des Schicksals in der Literatur von der Aufklärung bis zur Romantik. Frankfurt am Main 1995, S. 13

3 Vgl. Frick, Werner: Providenz und Kontingenz. Untersuchungen zur Schicksalssemantik im deutschen und europäischen Roman des 17. und 18. Jahrhunderts. Tübingen, 1988 S. 10 f.

4 Frick, Werner: Providenz und Kontingenz, S. 14

5 Vgl. Pesch, Helmut: Fantasy. Theorie und Geschichte einer literarischen Gattung. Köln 2009, S. 44 f.

6 Vgl. Pesch, Helmut: Fantasy, S. 45

7 Vgl. Pesch, Helmut: Fantasy, S. 45

8 Pesch, Helmut: Fantasy, S. 46

9 Vgl. Friedrich, Hans-Edwin: Was ist Fantasy? Begriff - Geschichte - Trends. In: 1000 und 1 Buch.

Das Magazin für Kinder- und Jugendliteratur. 2004 H. 1, S. 4

10 Vgl. Friedrich, Hans-Edwin: Was ist Fantasy? S, 4 f.

11 Vgl. Meißner, Tobias Oliver: Die Dämonen. München 2008, S. 46

12 Meißner, Tobias O: Die Dämonen, S. 23

13 Meißner, Tobias O: Die Dämonen, S.84

14 Meißner, Tobias O: Die Dämonen, S. 118

15 Vgl. Meißner, Tobias O: Die Dämonen, S. 304

16 Meißner, Tobias O: Die Dämonen, S. 274 f.

17 Meißner, Tobias O: Die Dämonen, S. 274

18 Meißner, Tobias O: Die Dämonen, S. 66

19 Meißner, Tobias O: Die Dämonen, S. 423

20 Meißner, Tobias O: Die Dämonen, S. 424

21 Meißner, Tobias O: Die Dämonen, S. 459 f.

22 Vgl. C. München 1973, S. 23

23 Meißner, Tobias O: Die Dämonen, S.40

24 Vgl. Meißner, Tobias O: Die Dämonen, S. 414 f.

25 Meißner, Tobias O: Die Dämonen, S.415 f.

26 Meißner, Tobias O: Die Dämonen, S.332

27 Vgl. Meißner, Tobias O: Die Dämonen, S.120

28 Meißner, Tobias O: Die Dämonen, S. 120

29 Vgl. Meißner, Tobias O: Die Dämonen, S. 119

30 Vgl. Meißner, Tobias O: Die Dämonen, S. 23, S. 126, S. 211

31 Vgl. Meißner, Tobias O: Die Dämonen, S. 276

32 Vgl. Meißner, Tobias O: Die Dämonen, S. 413

33 Vgl. Meißner, Tobias O: Die Dämonen, S. 61 ff.

34 Meißner, Tobias O: Die Dämonen, S. 422

35 Meißner, Tobias O: Die Dämonen, S. 266

36 Meißner, Tobias O: Die Dämonen, S. 436

37 Vgl. Meißner, Tobias O: Die Dämonen, S. 68

38 Vgl. Meißner, Tobias O: Die Dämonen, S. 370

39 Vgl. Meißner, Tobias O: Die Dämonen, S. 288 f.

40 Meißner, Tobias O: Die Dämonen, S. S 286

41 Meißner, Tobias O: Die Dämonen, S. 289

42 Vgl. Meißner, Tobias O: Die Dämonen, S. 455

43 Meißner, Tobias O: Die Dämonen, S. 427

44 Vgl. Meißner, Tobias O: Die Dämonen, S. 436 ff.

45 Vgl. Meißner, Tobias O: Die Dämonen, S. 86

46 Meißner, Tobias O: Die Dämonen, S. 152

47 Vgl. Meißner, Tobias O: Die Dämonen, S. 209, S. 257, S. 304, S. 321

48 Vgl. Meißner, Tobias O: Die Dämonen, S. 457

49 Meißner, Tobias O: Die Dämonen, S. 457

50 Vgl. Meißner, Tobias O: Die Dämonen, S. 121

51 Vgl. Meißner, Tobias O: Die Dämonen, S. 126, S. 289

52 Vgl Meißner, Tobias O: Die Dämonen, S.138, S. 141, S. 297

53 Köhler, Erich: Der literarische Zufall, das Mögliche und die Notwendigkeit, S. 129

54 Vgl. Frick, Werner: Providenz und Kontingenz, S 503 f.

15 von 15 Seiten

Details

Titel
Providenz und Kontingenz in Tobias O. Meißners "Die Dämonen"
Hochschule
Christian-Albrechts-Universität Kiel
Note
1,0
Autor
Jahr
2014
Seiten
15
Katalognummer
V274715
ISBN (Buch)
9783656674566
Dateigröße
429 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Fantasy, Schicksal, Determinismus, Dämonen, Meißner, Tobias O. Meißner, Bestimmung, Fremdbestimmung, Kontingenz, Providenz, Heldenmythos, Selbstverwirklichung, Chaos, Eskalation, Moral, Geheimgesellschaft, freier Wille
Arbeit zitieren
Lennart Riepenhusen (Autor), 2014, Providenz und Kontingenz in Tobias O. Meißners "Die Dämonen", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/274715

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