In einem teilstrukturierten Interview werden sechs Jugendliche im Alter zwischen 16 und 18 Jahren zu ihren Freizeitbeschäftigungen und den Hobbies ihrer Eltern befragt, um daraus Schlüsse über den Einfluss des Elternhauses auf die Wahl der Freizeitbeschäftigung zu ziehen. Die Analyse der anonymisierten Interviews erfolgt anhand der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring.
Inhaltsverzeichnis
1. Beschreibung der Methode
1.1. Erhebungsmethode
1.2. Rahmenbedingungen und Entstehungssituation
1.3. Durchführung und Festhaltung des Interviews
1.4. Beschreibung der Auswertungsmethode
1.5. Kategorien
2. Darstellung der Ergebnisse
2.1. Interviewprotokollbogen
2.2. Darstellung der Ergebnisse in den Kategorien
Kategorie 1: Freizeitbegriff
Kategorie 2 : Freizeitort
Kategorie 3: Aktivitäten in der Freizeit
Kategorie 4: Hobbies
Kategorie 5: Freunde
Kategorie 6: Ehrenamtliche Tätigkeiten
Kategorie 7: Finanzielles
Kategorie 8: Zeitmanagement
Kategorie 9: Liebe
Kategorie 10: Glaube
Kategorie 11: Familie
Kategorie 12: Eltern
3.Diskussion der Ergebnisse
3.1. Bildung der Eltern
3.2. Beruf der Eltern
3.3. Freizeitverhalten der Eltern
4. Kritische Betrachtung der Methode
5. Reflexion
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss von Bildung, Beruf und dem Freizeitverhalten der Eltern auf das Freizeitverhalten von Jugendlichen im Alter zwischen 16 und 18 Jahren. Ziel ist es, durch eine qualitative Analyse aufzuzeigen, inwieweit familiäre Rahmenbedingungen die Freizeitgestaltung und Interessen der Jugendlichen prägen.
- Einfluss des elterlichen Bildungsniveaus auf das Freizeitverhalten
- Bedeutung der beruflichen Situation der Eltern für die Freizeitgestaltung
- Gemeinsamkeiten und Vorbildfunktion im Freizeitverhalten von Eltern und Jugendlichen
- Religiöse und kulturelle Einflüsse auf die Freizeit
- Qualitative Auswertung mittels teilstrukturierter Leitfadeninterviews
Auszug aus dem Buch
1.1. Erhebungsmethode
Bei unserer Forschung haben wir sechs teilstrukturierte Leitfadeninterviews durchgeführt und so die Ergebnisse erhalten.
Beim teilstrukturierten Interview verfügt der Interviewer über eine Vorlage an Fragen, die eine bestimmte Reihenfolge haben. Die Fragen werden im Gesprächsleitfaden hin notiert. Der Interviewer hat die Möglichkeit auf interessante Themen, die beim Interview vorkommen näher einzugehen. Man muss daher sich nicht strikt an die exakte Reihenfolge des Leitfadens halten, da es sich nicht um die Gesprächsform „Frage-Antwort“ handelt, vielmehr soll der Interviewpartner so viel wie möglich von sich aus erzählen. (vgl. Schnell/Hill/Esser 2005, S. 300)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Beschreibung der Methode: Hier werden die Erhebung mittels teilstrukturierter Interviews sowie die Rahmenbedingungen, die Durchführung und die qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring erläutert.
2. Darstellung der Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die durch Interviews gewonnenen Daten, kategorisiert nach Themen wie Freizeitbegriff, Hobbies, Familie und religiöse Einflüsse.
3. Diskussion der Ergebnisse: Die Ergebnisse werden im Hinblick auf die Forschungsfrage interpretiert, insbesondere wie Bildung, Beruf und Vorbildfunktion der Eltern das Verhalten der Jugendlichen beeinflussen.
4. Kritische Betrachtung der Methode: Eine methodenkritische Reflexion über die Anwendung der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring und deren Grenzen in der Praxis.
5. Reflexion: Der Autor reflektiert den persönlichen Lernprozess sowie die Erfahrungen aus der Durchführung der Interviews und der Gruppenarbeit.
Schlüsselwörter
Freizeitverhalten, Jugendliche, Bildung, Beruf, Elternhaus, qualitative Sozialforschung, Leitfadeninterview, Inhaltsanalyse, Migration, Familienzusammenhalt, Freizeitgestaltung, Religion, Vereinstätigkeit, Sport, Hobby.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen den Lebensumständen der Eltern – namentlich deren Bildung, Beruf und eigenem Freizeitverhalten – und der Freizeitgestaltung ihrer 16- bis 18-jährigen Kinder.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zu den Kernbereichen zählen Sportvereine, Mediennutzung, religiöse Aktivitäten, das Verhältnis zu den Eltern sowie die Auswirkungen des Familienbudgets auf die Möglichkeiten der Jugendlichen.
Was ist die zentrale Forschungsfrage?
Die zentrale Frage lautet: „Wie beeinflusst Bildung, Beruf und Freizeitverhalten der Eltern das Freizeitverhalten von Jugendlichen im Alter zwischen 16 und 18 Jahren?“
Welche Methode kommt zum Einsatz?
Es handelt sich um eine qualitative Sozialforschung, bei der sechs teilstrukturierte Leitfadeninterviews durchgeführt und mittels der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet wurden.
Was wird im Hauptteil analysiert?
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung der Interviewergebnisse anhand von zwölf Kategorien sowie die anschließende fachliche Diskussion dieser Daten.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Freizeitverhalten, elterlicher Einfluss, qualitative Forschung und Jugendliche definieren.
Welche Rolle spielt die Religion bei den Befragten?
Religion nimmt bei den meisten befragten Jugendlichen einen hohen Stellenwert ein, wobei insbesondere der Besuch von Moscheen oder Kirchen als strukturierender Teil der Freizeit und als Erwartungshaltung des Elternhauses identifiziert wurde.
Hat der Beruf der Eltern einen Einfluss auf die Freizeit der Kinder?
Ja, die Arbeit zeigt, dass Familien mit geringerem Einkommen oder hoher zeitlicher Belastung (z. B. Hausfrauentätigkeit oder schwere Arbeit) ihren Kindern weniger Möglichkeiten für kostenintensive Freizeitaktivitäten bieten können.
Warum wurde die qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring gewählt?
Die Methode wurde gewählt, um das umfangreiche Interviewmaterial durch Paraphrasierung und Abstraktion auf die wesentlichen Kerninhalte zu reduzieren, um so vergleichbare Aussagen zu erhalten.
Welche Beobachtung wurde zu Vereinstätigkeiten gemacht?
Es besteht eine deutliche Korrelation: Jugendliche, deren Eltern in einem Verein (z. B. Sport oder Musik) aktiv sind, engagieren sich mit hoher Wahrscheinlichkeit in denselben oder ähnlichen Vereinen.
- Arbeit zitieren
- Erkan Erdemir (Autor:in), 2013, Freizeitverhalten von sechs Jugendlichen zwischen 16 und 18 Jahren, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/274832