Musik beim Basler Konzil. Johannes Brassarts "Fortis cum quevis actio"


Hausarbeit, 2011
11 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2. Das Basler Konzil (1431-1449)

3. Johannes Brassart
3.1 Biographie
3.2 Fortis cum quevis actio

4. Schluss

5. Literaturverzeichnis

1.Einleitung

Die Stadt Basel fand ihren Höhepunkt in der Geschichte zur Zeit des Basler Konzils von 1431–1449. Es strömten zahlreiche Kirchenvertreter, wie Bischöfe in die Stadt. Aber auch Sänger, Musiker und Komponisten wie Guillaume du Fay[1] und Oswald von Wolkenstein[2] fanden sich in Basel zusammen und tauschten sich gegenseitig über neue kompositorische Ideen aus. Aufschluss über die damals vorgetragenen Stücke geben die Trienter Codices[3], denn diese wurden teilweise auf Basler Papier angefertigt und stammen aus der Zeit des Konzils. 1460 wurde in Basel die erste Universität der Schweiz von Enea Silvio Piccolomini[4], dem späteren Papst Pius II[5], gegründet. Dieser begleitete zu Zeiten des Basler Konzils einen römischen Kardinal der katholischen Kirche und war ab 1440 Sekretär des katholischen Papstes Felix V.[6] und damit Sekretär des Basler Konzils. 1447 wurde er zum Bischof von Triest und 1449 Bischof von Siena. Nach der Auflösung des Konzils 1449 hielt Piccolomini Vorlesungen an der Universität Wien. 1456 wurde er zum Kardinal erhoben. Schließlich wurde er im August 1458 zum Papst gewählt. Daraufhin bat ihn der Basler Rat um die Gründung einer Universität.

Themen des Konzils waren unter anderem aktuelle politische Probleme, kirchliche Angelegenheiten und Wahlen von Kirchenvertretern. Ebenfalls beschäftigten sich die Teilnehmer des Konzils mit ketzerischen Schriften und Personen. Auch wurde über Friedenslösungen über Streitigkeiten und Konflikte verhandelt, wie beispielsweise dem Hundertjährigen Krieg[7]. Während die Teilnehmer des Konzils den Frieden ihrer christlichen Kirche wahren wollten und festlegten dass das Konzil als mächtigstes Oberhaupt der Kirche gilt, kam es schließlich zu Konfrontationen mit Papst Eugen IV.[8], der dieser Auffassung keinesfalls zustimmte.

Im weiteren Verlauf der Arbeit wird auf die Hintergründe des Basler Konzils genauer eingegangen, sowie auf den Komponisten Johannes Brassart. Im Mittelpunkt der Arbeit steht das von Brassart komponierte Stück „Fortis cum quevis actio“.

2. Das Basler Konzil (1431-1449)

Das Konzil von Basel wurde von Papst Martin V.[9] einberufen und dauerte von 1431 bis 1449. Nach dessen Tod 1431, wurde das Konzil, auch Synode[10] genannt, von Papst Eugen IV. bestätigt. Er ließ im Juli 1431 das Konzil eröffnen, zeigte jedoch Interesselosigkeit die Entscheidungen des Konzils zu unterstützen und erklärte das Konzil im Dezember 1431 für aufgelöst. Die Teilnehmer des Konzils erkannten diese Auflösung allerdings nicht an. Schnell wurde deutlich, dass Papst Eugen VI. andere Anliegen beabsichtige als die Kirchenvertreter des Konzils, weshalb das Konzil sich über den Papst stellte. Die Teilnehmer des Konzils betonten die Relevanz dieser Zusammenkunft, was schließlich zum Konziliarismus[11] führte. Unterstützung fand das Konzil dabei vom deutschen König Sigismund[12], der Spannungen zwischen dem Papst und dem Konzil vermeiden wollte. Zur ersten Sitzung des Konzils kam es schließlich im Dezember 1431. Als König Sigismund 1437 starb, verlor das Konzil seinen bedeutsamsten Teilnehmer. 1439 verlegte Papst Eugen IV. das Konzil nach Ferrara in Italien, und später auch nach Florenz. Hier trat gewissermaßen ein neues Konzil zusammen, das Konzil von Ferrara/Florenz. Dies hatte zur Folge, dass sich das Konzil von Basel spaltete. Jedoch blieb die Mehrzahl der teilnehmenden Kirchenvertreter in Basel, setzten Papst Eugen IV. ab und wählten Herzog Amadeus VIII. von Savoyen zum Papst Felix V. Dieser gilt als letzter katholischer Gegenpapst[13]. Es kam zu der Annahme, das Konzil wolle zum Abendländischen Schisma[14] zurückkehren, bei dem mehrere Päpste gleichzeitig Anspruch erheben, das Oberhaupt der katholischen Kirche zu sein. Daraufhin verlor das Konzil immer mehr an Unterstützung. 1447 verlor das Konzil schließlich die politische Unterstützung durch die deutschen Reichsfürsten und Kaiser, die sich auf die römische Seite gestellt hatten. 1449 legte Papst Felix V. sein Amt nieder und das Konzil löste sich nach der Anerkennung des neuen Papstes Nikolaus V.[15] vollständig auf.

[...]


[1] Flämischer Komponist †1447

[2] Sänger, Dichter und Komponist †1445

[3] Sammlung von geistlichen Musikhandschriften aus dem 15. Jh.

[4] *1405 †1464

[5] Papst von 1458- 1464

[6] Papst von 1439- 1449

[7] Englisch- Französischer Konflikt zwischen 1337- 1453

[8] Papst von 1431- 1447

[9] Römischer Papst von 1417-1431

[10] Versammlung kirchlicher Angelegenheiten

[11] Konzil steht über dem Papst

[12] Sigismund von Luxemburg *1368 †1437

[13] Gewählter Papst, trotz bereits bestehendem Papstes

[14] Kirchenspaltung

[15] Papst von 1447- 1455

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten

Details

Titel
Musik beim Basler Konzil. Johannes Brassarts "Fortis cum quevis actio"
Hochschule
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Note
1,3
Autor
Jahr
2011
Seiten
11
Katalognummer
V274907
ISBN (eBook)
9783656669753
ISBN (Buch)
9783656669746
Dateigröße
351 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Basler Konzil, Johannes Brassart
Arbeit zitieren
Carolin Schmidt (Autor), 2011, Musik beim Basler Konzil. Johannes Brassarts "Fortis cum quevis actio", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/274907

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