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Amoklauf an Schulen. Theoretische Erkläransätze und Überlegungen zu Prä- und Intervention

Título: Amoklauf an Schulen. Theoretische Erkläransätze und Überlegungen zu Prä- und Intervention

Trabajo Escrito , 2014 , 18 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Ulrike Meier (Autor)

Sociología - Derecho y Delincuencia
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Kaum einer versteht aggressives Verhalten als Signal, das Kinder geben, wenn sie dringend Hilfe brauchen.
Möglicherweise zeigt dies bereits die Lösung des Problems von Gewalt an Schulen und den Schlüssel zur erfolgreichen Prävention. Dennoch spiegeln die Erfahrungen mit Aggressionsverhalten an deutschen Schulen, verdeutlicht durch Berichterstattungen in den Medien und durch Ergebnisse der schulbezogenen Gewalt- und Mobbingforschung, seit Beginn der 1990er Jahre einen Entwicklungsverlauf wider, der beinahe schon auf „amerikanische Verhältnisse“ hindeutet. Spätestens der Amoklauf am Gutenberg-Gymnasium in Erfurt im Jahre 2002 demonstrierte völlig neue Dimensionen von schulischen Gewalthandlungen. In der vorliegenden
Arbeit soll auf eben diese Gewaltform der Schwerpunkt gelegt werden: auf den Amoklauf – die zwar seltene, aber schwerste und hierzulande bis jetzt kaum vorstellbare Form von schulischer
Gewalt.
In einem ersten Schritt erfolgt eine allgemeine Definition des Gewalt- und Aggressionsbegriffes. Im Anschluss daran werden fünf theoretische Erklärungsansätze für Gewalt vorgestellt. Zwei dieser
Theorien stellen eine Annäherung aus psychologischer Sicht dar, während die anderen drei auf soziologischen Ansätzen beruhen. Im zweiten Schritt wird der Begriff des Amoklaufs näher erläutert. Es soll daraufhin auf die Frage eingegangen werden, ob diese extreme Form der Gewalt mit Hilfe der theoretischen Ansätze erklärbar gemacht werden kann. Zum Schluss sollen daran anknüpfend Möglichkeiten der Prä- und Intervention an Schulen betrachtet werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Gewalt und Aggression

3. Theoretische Erklärungsansätze

3.1 Psychologische Theorien

3.2 Soziologische Theorien

4. Amoklauf an Schulen

4.1 Ausmaß

4.2 Die Täter

4.3 Medialer Einfluss

4.4 Bezug zu theoretischen Erklärungsansätzen

4.5 Prävention in der Schule

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen des Amoklaufs an Schulen mit dem Ziel, die Entstehungsbedingungen dieser extremen Gewaltform durch psychologische und soziologische Erklärungsansätze zu beleuchten und daraus resultierende Präventionsmöglichkeiten für den schulischen Alltag abzuleiten.

  • Definition und Differenzierung von Gewalt- und Aggressionsformen.
  • Analyse psychologischer und soziologischer Erklärungsmodelle für schulisches Fehlverhalten.
  • Erscheinungsformen und typische Merkmale von School Shootings.
  • Der Einfluss medialer Darstellungen und gewalthaltiger Computerspiele.
  • Strategien zur primären Gewaltprävention im schulischen Kontext.

Auszug aus dem Buch

4.2 Die Täter

Robertz und Wickenhäuser weisen zunächst bei ihrer Beschreibung des „Täters“ darauf hin, dass School Shooter nie eindeutig zu identifizierende Merkmale und Charaktereigenschaften aufweisen, mit denen im Vorfeld bereits ein Verdächtiger erkannt und somit außer Gefecht gesetzt werden kann. Dennoch haben Studien und Befragungen einige Ergebnisse geliefert, aus denen hervorgeht, dass Parallelen in den Planungen und Durchführungen der Gewalttaten aufzuweisen sind. So ist vorab zu erwähnen, dass sich die Täter ausnahmslos in einer Lebensphase befanden, in der sie als Jugendliche gelten, also ca. zwischen dem 13. und 24. Lebesjahr. Dies ist deshalb von großer Wichtigkeit, da dies eine Phase ist, in der ein Abnabelungsprozess von der Familie hin zu Gleichaltrigen, der Peergroup, stattfindet. In dieser Peergroup finden Jugendliche den nötigen Halt, Stabilisierung und auch Orientierung.

Allerdings birgt das Eingliedern in eine Gleichaltrigengruppe auch die Gefahr, dass der Wunsch nach der nötigen Anerkennung zu unberechenbaren Straftaten führen kann, um bei der Clique Eindruck zu schinden. Es fehlen sinnvolle Problemlösestrategien, was bei einer zusätzlichen Neigung zu Aggressivität zu abweichendem Verhalten führt. Die Suche nach der eigenen Identität, insbesondere in Bezug auf die Rolle des eigenen Geschlechts, führt in diesem Lebensabschnitt häufig zu inneren, aber auch äußeren Konflikten. Nun stellt sich allerdings die Frage, warum dann School Shootings ein doch verhältnismäßig seltenes Phänomen darstellen und warum nicht mehr Jugendliche beim Durchleben der Pubertät echte Tötungsabsichten hegen.

Was genau treibt einen School Shooter mit Waffen in die Schule und was grenzt diese „Hypergewalt“ von anderen schulischen Gewaltformen ab? Der Gedanke, eine schwerwiegende psychische Erkrankung könnte vorliegen, liegt nahe. Dennoch haben Untersuchungen ergeben, dass Amokläufer zwar psychisch nicht unauffällig waren und es durchaus Anzeichen von Depressionen und sogar Suizidversuchen gab, ernste Störungen der Psyche, die die School Shootings erklären, waren aber keineswegs zu finden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik schulischer Gewalt ein und begründet die Relevanz des Amoklaufs als untersuchungswürdiges, wenn auch seltenes Phänomen.

2. Gewalt und Aggression: Dieses Kapitel liefert eine wissenschaftliche Begriffsdefinition von Gewalt und Aggression sowie eine Abgrenzung verschiedener Gewaltformen.

3. Theoretische Erklärungsansätze: Hier werden psychologische und soziologische Modelle vorgestellt, die dazu dienen, die Ursachen abweichenden Verhaltens zu verstehen.

4. Amoklauf an Schulen: Das Kernkapitel befasst sich mit der Definition des School Shootings, Täterprofilen, dem Einfluss von Medien und konkreten Präventionsstrategien.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit von Aufmerksamkeit und Fürsorge seitens aller Akteure im Schulumfeld.

Schlüsselwörter

Amoklauf, School Shooting, Gewaltprävention, Aggression, Soziologie, Psychologie, Jugendgewalt, Schulalltag, Mobbing, Stigmatisierung, Anomietheorie, Identitätsbildung, Peergroup, Krisenintervention, Schule.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Phänomen des Amoklaufs an Schulen, beleuchtet dessen Ursachen aus verschiedenen wissenschaftlichen Perspektiven und diskutiert Möglichkeiten zur Prävention.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Definition von Gewalt, die Analyse der Täterpersönlichkeit, den Einfluss von Medien und soziale Integrationsfaktoren in der Schule.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu verstehen, wie extreme Gewalt an Schulen entsteht und welche präventiven Maßnahmen Schulen ergreifen können, um ein solches Klima zu verhindern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf Basis aktueller Fachliteratur psychologische und soziologische Erklärungsmodelle auf das Phänomen des Amoklaufs anwendet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, eine spezifische Analyse von School Shootings sowie einen praxisorientierten Abschnitt zur schulischen Gewaltprävention.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Amoklauf, School Shooting, Gewaltprävention, Anomietheorie und schulische Sozialisation beschreiben.

Warum betrachten die Autoren den Amoklauf als „Beziehungstat“?

Der Begriff wird verwendet, weil die Taten meist einen direkten Bezug zur Institution Schule haben und häufig durch erfahrene Kränkungen oder soziale Ausgrenzung innerhalb dieses Systems motiviert sind.

Welche Rolle spielt das „Leaking“ bei der Prävention?

Leaking bezeichnet das Durchsickern von Warnsignalen vor einer Tat. Das Erkennen dieser Signale wird als entscheidender Hebel für die sekundäre Prävention angesehen, um intervenieren zu können, bevor es zu einer Gewalttat kommt.

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Detalles

Título
Amoklauf an Schulen. Theoretische Erkläransätze und Überlegungen zu Prä- und Intervention
Universidad
Bielefeld University
Calificación
1,0
Autor
Ulrike Meier (Autor)
Año de publicación
2014
Páginas
18
No. de catálogo
V274912
ISBN (Ebook)
9783656673279
ISBN (Libro)
9783656673262
Idioma
Alemán
Etiqueta
amoklauf schulen theoretische erkläransätze überlegungen prä- intervention
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Ulrike Meier (Autor), 2014, Amoklauf an Schulen. Theoretische Erkläransätze und Überlegungen zu Prä- und Intervention, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/274912
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