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Einführung in die Thematik der Heimerziehung

Titel: Einführung in die Thematik der Heimerziehung

Akademische Arbeit , 2005 , 17 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Dipl. Maite Blümer (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Moderne Heimerziehung stellt einen hohen Anspruch an sich selbst. In §1 Abs. 1 SGB VIII steht: „Jeder junge Mensch hat ein Recht auf die Förderung seiner Entwicklung und auf Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit.“ (Stascheit, Kap. 110, 4). In §34 SGB VIII wird der Bezug zur Heimerziehung hergestellt. Dort steht geschrieben: „(…) Jugendlichen soll in Fragen der Ausbildung und Beschäftigung sowie der allgemeinen Lebensführung beraten und unterstützt werden.“ (Stascheit, Kap. 110, 11).

Um ein aktuelles Thema wie die Unterbringung von Kindern und Jugendlichen in Heimen adäquat bearbeiten zu können, ist es wichtig, einen Blick in die geschichtliche Entwicklung zu werfen. Gerade im Hinblick auf die aktuelle Qualitätssicherungsdebatte im Bereich der Heimerziehung. Aus diesem Grund werden in dieser Arbeit die Geschichte der Heimerziehung kurz umrissen, verschiede Formen der Heimerziehung vorgestellt und auf die Qualität der sozialen und pädagogischen Arbeit in Heimen eingegangen.

Leseprobe


Struktur der Arbeit

1. Einleitung

2. Geschichte der Heimerziehung

3. Heimerziehung heute

4. Formen der Heimerziehung

4.1 Kinderheime

4.2 Außenwohngruppen und Wohngemeinschaften

4.3 Betreutes Wohnen

5. Statistische Zahlen zur Hilfe zur Erziehung in stationären Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe

6. Qualität sozialer und pädagogischer Arbeit in Heimen

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit befasst sich mit der historischen Entwicklung sowie dem aktuellen Status der Heimerziehung in Deutschland, wobei ein besonderer Fokus auf den verschiedenen Betreuungsformen und den qualitativen Anforderungen an die moderne pädagogische Arbeit liegt.

  • Historischer Abriss der Anstaltspflege und Heimerziehung
  • Strukturen und gesetzliche Grundlagen der Heimerziehung nach SGB VIII
  • Vielfalt der Betreuungsformen von Kinderheimen bis zum Betreuten Wohnen
  • Statistische Analyse der stationären Jugendhilfe
  • Qualitätssicherung und Ökonomisierungstendenzen in der Sozialen Arbeit

Auszug aus dem Buch

2. Geschichte der Heimerziehung

Heimerziehung entstand zusammen mit der Anstaltspflege in der Zeit des Mittelalters. Die ersten Findel- und Waisenhäuser waren der allgemeinen Armenfürsorge angegliedert. Eine spezielle Heimpflege für Kinder, deren Eltern sie nicht ernähren konnten bzw. ums Leben gekommen waren, gab es nicht. Die Kinder, meist Säuglinge, wurden an Ammen vermittelt, um im Alter von etwa sechs Jahren wieder zurück ins Waisenhaus zu kehren. Dort lebten sie solange bis sie alt genug waren, für ihren Lebensunterhalt selbständig zu sorgen, oft durch betteln. Planvolle Erziehung oder Bildung gab es für diese Kinder nicht, außer religiöser Art. (vgl. Homes, 13f.)

Zwischen 1500-1700 ging die bisher ausschließlich bei der Kirche angesiedelte Sozialfürsorge an die staatliche Verwaltung über. Für die in der Zeit vermehrt aufkommenden Vagabunden und Armen gab es eine Arbeitspflicht. Wer dieser nicht nachkam, wurde in eine Zwangsarbeitsanstalt oder in ein Zuchthaus gebracht. So wurden zu dieser Zeit „zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen“: Zum einen kriegte man das Armutsproblem halbwegs in den Griff und zum anderen waren die für die aufblühenden frühkapitalistischen Manufakturen nötigen Arbeitskräfte an einem Ort verfügbar. (vgl. ebd., 14ff.)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung verortet die Heimerziehung im SGB VIII und erläutert die Relevanz einer historischen und qualitätsorientierten Betrachtung für die aktuelle pädagogische Praxis.

2. Geschichte der Heimerziehung: Dieses Kapitel zeichnet den Wandel der Heimerziehung vom Mittelalter über die Zeit der Industrialisierung bis zu den Reformbewegungen des 20. Jahrhunderts nach.

3. Heimerziehung heute: Es wird die heutige gesetzliche Basis durch das SGB VIII beleuchtet sowie ein kritischer Blick auf die Kluft zwischen rechtlichem Anspruch und der Alltagswirklichkeit geworfen.

4. Formen der Heimerziehung: Eine Übersicht über die Bandbreite stationärer Betreuungsangebote, von Kinderheimen über Außenwohngruppen bis hin zum Betreuten Wohnen.

5. Statistische Zahlen zur Hilfe zur Erziehung in stationären Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe: Eine Auswertung statistischer Daten zur Inanspruchnahme stationärer Hilfen, mit einem Fokus auf regionale Trends in Nordrhein-Westfalen.

6. Qualität sozialer und pädagogischer Arbeit in Heimen: Dieses Kapitel problematisiert den steigenden Zertifizierungs- und Ökonomisierungsdruck auf Einrichtungen der Jugendhilfe im Kontext der Qualitätssicherung.

Schlüsselwörter

Heimerziehung, Kinder- und Jugendhilfe, SGB VIII, Stationäre Hilfen, Pädagogische Arbeit, Qualitätssicherung, Jugendamt, Betreutes Wohnen, Systemischer Ansatz, Sozialpädagogik, Reformbewegung, Historische Entwicklung, Jugendhilfeplanung, Institutionelle Betreuung, Öffentliche Verwaltung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine Einführung in die Thematik der Heimerziehung, betrachtet deren historische Genese und setzt diese in Bezug zu aktuellen gesetzlichen Regelungen und pädagogischen Standards.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung von der Anstaltspflege bis zur modernen Erziehungshilfe, den verschiedenen aktuellen Wohnformen und der Qualitätssicherung innerhalb der Jugendhilfe.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, ein Verständnis für die Strukturen der stationären Jugendhilfe zu vermitteln und die aktuellen Anforderungen an die Qualität sozialer Arbeit vor dem Hintergrund ökonomischer Zwänge kritisch zu diskutieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Quellenanalyse der relevanten gesetzlichen Grundlagen, historischen Kontextualisierungen sowie statistischen Daten des Statistischen Bundesamtes.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Entwicklung, die Erläuterung gesetzlicher Verankerungen (§§ 33, 34 SGB VIII), eine Kategorisierung der Betreuungsformen sowie eine Analyse der Qualitätssicherungsprozesse.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den prägenden Begriffen zählen Heimerziehung, SGB VIII, Qualitätssicherung, Ökonomisierung und die verschiedenen Formen der stationären Unterbringung.

Wie steht die Autorin zum Betreuten Wohnen für junge Volljährige?

Sie hinterfragt kritisch die Praxis der Jugendämter und weist darauf hin, dass ökonomische Sparzwänge oft einer optimalen, am Kindeswohl orientierten Förderung entgegenstehen.

Welche Rolle spielt die Ökonomisierung in der Arbeit?

Die Autorin thematisiert den zunehmenden Zertifizierungsdruck und warnt davor, marktökonomische Prinzipien ungeprüft auf soziale Dienstleistungen zu übertragen, da dies die pädagogische Qualität gefährden könnte.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Einführung in die Thematik der Heimerziehung
Hochschule
Evangelische Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe
Note
1,3
Autor
Dipl. Maite Blümer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
17
Katalognummer
V274997
ISBN (eBook)
9783656670285
ISBN (Buch)
9783656671374
Sprache
Deutsch
Schlagworte
einführung thematik heimerziehung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dipl. Maite Blümer (Autor:in), 2005, Einführung in die Thematik der Heimerziehung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/274997
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  17  Seiten
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