Seit die Brüder Lumière im Jahre 1895 ihren Kinematographen in
Paris der Öffentlichkeit vorgestellt haben, hat sich die Filmtechnik
stark weiter entwickelt.Im Zuge dieser Weiterentwicklung, haben sich auch die Inhalte der
produzierten Filme gewandelt. Zeigten die Brüder Lumière noch
vorwiegend Aufnahmen von Monarchen, Ministern und anderen
Prominenten, so kann man heute neben den Weltnachrichten im
täglichen Fernseh- und Kinoprogramm Spielfilme, Dokumentarfilme,
etc. sehen. Im >Handbuch Medien im Geschichtsunterricht<1 werden folgende
Filmgattungen genannt, die für den Unterricht von Bedeutung sind:
„Unterrichtsfilme, Dokumentarfilme, Kulturfilme, audiovisuelle
Publizistik (Wochenschauen), gefilmte Interviews, Filmdokumente,
Spielfilme, historische Rekonstruktions- und Kostümfilme, Features,
Kompilationsfilme“2. In >Der Film im Sachunterricht<3 werden nur die
Kategorien „pädagogisch orientierter Film“ und „sachorientierter Film
mit bzw. ohne Spielhandlung“ unterschieden.Im Folgenden möchte ich zunächst auf die Bereiche Spiel-,
Unterrichts- und Dokumentarfilme sowie auf die Bereiche der
pädagogischorientierten und der sachorientierten Filme eingehen.
Anschließend komme ich zu den Vor- und Nachteilen des
Filmeinsatzes im Unterricht sowie der richtigen Vorbereitung des
Mediums Film. Im Hauptteil stelle ich dann einen, für den
Sachunterricht in der Grundschule geeigneten, sachorientierten Film
mit Spielhandlung exemplarisch vor. 1 2. Auflage von 1999 2 Handbuch Medien im Geschichtsunterricht, S. 367 3 1. Auflage von 1977
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Filmgattungen
2.1 Filmgattung: Spielfilm
2.2 Filmgattung: Unterrichtsfilm
2.3 Filmgattung: Dokumentarfilm
2.4 Filmgattung: Pädagogischorientierter Film
2.5 Filmgattung: Sachorientierter Film
2.5.1 Sachorientierter Film mit Spielhandlung
2.5.2 Sachorientierter Film ohne Spielhandlung
3. Einsatz des Mediums Film
3.1 Vorteile des Filmeinsatzes
3.2 Nachteile des Filmeinsatzes
3.3 Notwendige Vorüberlegungen der LehrerIn
4. ‚Löwenzahn: – Wie die Kartoffel in den Keller kommt’
4.1 Allgemeines zur Sendung Löwenzahn
4.1.1 Geschichte des Kinderfernsehens in Deutschland
4.1.2 Konzeption, Prinzip und Themenauswahl der Sendereihe Löwenzahn
4.1.3 Ziele und Zukunft der Sendereihe
4.1.4 Der Moderator Peter Lustig
4.1.5 Markenzeichen der Sendereihe ‚Löwenzahn’
4.2 Inhalt der Folge ‚Wie die Kartoffel in den Keller kommt’
4.3 Relevanz der Einstellungs- und Schnitttechniken bei Löwenzahn
4.4 Relevanz für den Sachunterricht der Grundschule
4.5 Einsatz des Films im Unterricht
4.5.1 Didaktische Analyse nach dem ‚Berliner Modell’
4.5.2 Unterrichtsvorgehen
5. Fazit
6. Anhang
6.a ‚Kartoffellied’
6.b Filmwürfel
6.c Filmdomino
6.d Lügengeschichte zur Sendung ‚Wie die Kartoffel in den Keller kommt’
6.e Aufbau der Kartoffel
6.f Wachstumsbedingungen der Kartoffel
6.g Wir pflanzen selber Kartoffeln
6.h Beobachtungsbogen
6.i Die Geschichte der Kartoffel
6.j Das Kartoffel-Rätsel
6.k Kartoffeln – echt lecker!
6.l Geschmackstest
6.m Kartoffel-Marmelade
6.n Auch Käfer mögen Kartoffeln
6.o Kartoffeldruck
6.p Kartoffeldruck – Bilder von Kartoffelkäfern
7. Literatur
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einsatz des Mediums Film im Sachunterricht der Grundschule am Beispiel der Kindersendung „Löwenzahn“. Das primäre Ziel ist es, den didaktischen Mehrwert eines sachorientierten Films mit Spielhandlung zu analysieren und ein schulpraktisches Unterrichtskonzept zu entwickeln, das den Film als motivierendes Element zur Wissensvermittlung nutzt.
- Filmgattungen und ihre Bedeutung für den Unterricht
- Vorteile und Herausforderungen beim Filmeinsatz
- Analyse der „Löwenzahn“-Sendereihe und der spezifischen Folge zur Kartoffel
- Didaktische Einbettung und Unterrichtsplanung nach dem „Berliner Modell“
- Förderung von Umweltbewusstsein und praktischen Fähigkeiten durch handlungsorientiertes Lernen
Auszug aus dem Buch
4.2 Inhalt der Folge ‚Wie die Kartoffel in den Keller kommt’
Die Folge beginnt mit einer Einstellung, die Peter Lustig in einem Kirschbaum sitzend zeigt. Die ZuschauerInnen erfahren, das Peter einem befreundeten Bauern bei der Ernte geholfen hat und als Lohn für seine Arbeit unbegrenzt Kirschen pflücken darf. Während des Pflückens entdeckt Peter eine rote Schleife, die er im Frühjahr an einem Ast des Kirschbaumes angebracht hat. In einer Rückblende wird gezeigt, wie Peter die Schleife zur Zeit der Kirschblüte angebracht hat und wie sich die Kirschblüte im Laufe der Monate zu einer Kirsche entwickelt hat.
Als Peter genügend Kirschen gepflückt hat wird er von der Bäuerin mit dem Traktor nach Hause zu seinem Bauwagen gefahren. Dort angekommen reicht Peter der Bäuerin eine Wäscheklammer für die Nase, denn, so erklärt Peter, bei Südwest-Wind stinkt sein Kompost immer. Die Bäuerin lässt sich daraufhin den Kompost zeigen und erklärt Peter wie man einen Kompost richtig anlegt. Nachdem sie gemeinsam den Kompost geruchsfrei gemacht haben, zeigt Peter voll Stolz der Bäuerin seinen kleinen Gemüsegarten.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Entwicklung der Filmtechnik und ordnet verschiedene Filmgattungen im Hinblick auf deren Bedeutung für den schulischen Kontext ein.
2. Filmgattungen: In diesem Kapitel werden gängige Filmgattungen definiert und nach ihrer Eignung für den Sachunterricht in der Grundschule bewertet.
3. Einsatz des Mediums Film: Hier werden Chancen und Risiken des Filmeinsatzes erörtert sowie notwendige methodische Vorüberlegungen für die Lehrkraft diskutiert.
4. ‚Löwenzahn: – Wie die Kartoffel in den Keller kommt’: Dieser Hauptteil analysiert die Kindersendung „Löwenzahn“ hinsichtlich ihrer Konzeption, Moderation und didaktischen Relevanz für das Thema „Kartoffel“ im Grundschulunterricht.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht die hohe didaktische Bedeutung von Filmen für handlungsorientierte Lernprozesse.
6. Anhang: Der Anhang enthält umfangreiche Materialien wie Lieder, Arbeitsblätter, Beobachtungsbögen und Anleitungen für den Kartoffeldruck.
7. Literatur: Dieses Kapitel führt sämtliche verwendeten Quellen und weiterführende Literatur zur Thematik auf.
Schlüsselwörter
Sachunterricht, Film, Löwenzahn, Peter Lustig, Kartoffel, Medienpädagogik, Didaktik, Grundschule, Handlungsorientierung, Lernprozess, Unterrichtsvorbereitung, Filmanalyse, Umweltbewusstsein, Projektarbeit
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit dem gezielten Einsatz von Videomedien im Grundschulunterricht, wobei die Kindersendung „Löwenzahn“ als praktisches Beispiel dient.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den zentralen Themen gehören die Bedeutung von Filmgattungen, die didaktische Analyse von Sendeformaten und die praktische Unterrichtsgestaltung zum Thema Landwirtschaft und Natur.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Lehrer durch die richtige Vorbereitung und Auswahl von Filmmaterial komplexe Sachverhalte kindgerecht aufbereiten können.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit nutzt die didaktische Analyse nach dem „Berliner Modell“, um Unterrichtseinheiten strukturiert zu planen und den Medieneinsatz theoretisch zu fundieren.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil wird die Sendung „Löwenzahn“ detailliert porträtiert und die konkrete Folge zur Kartoffelernte methodisch für den Schulunterricht aufgearbeitet.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Sachunterricht, Filmdidaktik, Medienkompetenz und handlungsorientiertes Lernen.
Warum ist die „Löwenzahn“-Sendung laut der Autorin so besonders?
Die Autorin hebt die authentische, lebensnahe Rahmengeschichte und die humorvolle Vermittlung komplexer Umwelt- und Naturthemen durch Peter Lustig hervor.
Welche Rolle spielt die „Lügengeschichte“ im Anhang?
Die Lügengeschichte dient als didaktisches Arbeitsblatt, das den Schülern hilft, ihr im Film erworbenes Wissen spielerisch zu überprüfen und zu festigen.
- Quote paper
- Nina Krull (Author), 2003, Das Medium Film im Sachunterricht - Löwenzahn -, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/27499