„Starke Eltern – Starke Kinder“ ist das Elternkurskonzept des Deutschen Kinderschutzbundes, das bundesweit angeboten wird. Die Elternkurse dürfen nur von ausgebildeten Kursleitern/Innen durchgeführt werden. Zugangsvoraussetzungen zur Ausbildung sind eine pädagogische oder psychologische Grundausbildung und Erfahrung in der Elternarbeit oder Erwachsenenbildung. Die Standards der Elternkurse sind festgeschrieben und verbindlich, sodass eine gleich bleibende Qualität gesichert wird.
Zentral für den Elternkurs ist das Recht des Kindes auf körperliche Unversehrtheit und die Übernahme der Gesamtverantwortung für ihr Kind durch die Eltern. Diese basiert nicht auf Macht, sondern auf emotionale Bindung, Sachautorität und Lebenserfahrung. Die Eltern treffen Entscheidungen, hören aber was die Kinder zu sagen haben und sollten versuchen, deren Wünsche zu berücksichtigen.
Aus dem Inhalt:
- Geschichte und Entwicklung.
- Ziele und Erziehungsstil.
- Das zugrunde gelegte Menschenbild.
- Ablauf und Inhalte.
- Kursgebühren.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Geschichte und Entwicklung
3. Ziele und Erziehungsstil
4. Das 5-Stufen-Modell
5. Das zugrunde gelegte Menschenbild
5.1 Bild des Kindes
5.2 Erzieherrolle
5.3 Theoriehintergrund und Methoden
6. Ablauf und Inhalte der 12 Kurseinheiten
6.1 Erste Kurseinheit
6.2 Zweite Kurseinheit
6.3 Dritte Kurseinheit
6.4 Vierte Kurseinheit
6.5 Fünfte Kurseinheit
6.6 Sechste Kurseinheit
6.7 Siebte Kurseinheit
6.8 Achte Kurseinheit
6.9 Neunte Kurseinheit
6.10 Zehnte Kurseinheit
6.11 Elfte Kurseinheit
6.12 Zwölfte Kurseinheit
7. Kursgebühren
8. Kritische Stellungnahme zu „Starke Eltern – Starke Kinder“
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit stellt das Elternkurskonzept „Starke Eltern – Starke Kinder“ des Deutschen Kinderschutzbundes vor, welches darauf abzielt, Eltern in ihrer Erziehungskompetenz zu stärken und eine gewaltfreie, anleitende Erziehung zu fördern. Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, wie das theoretisch fundierte Modell in der Praxis der zwölf Kurseinheiten vermittelt wird und welche Methoden zur Unterstützung des Systems Familie eingesetzt werden.
- Grundlagen und Geschichte des Elternkurskonzepts
- Das 5-Stufen-Modell zur Erziehungskompetenz
- Die Philosophie der anleitenden Erziehung und Menschenbild
- Struktur und methodischer Aufbau der 12 Kurseinheiten
- Kritische Analyse der Reichweite und Zielgruppe des Konzepts
Auszug aus dem Buch
6.4 Vierte Kurseinheit
Der Theorieteil zum Thema Selbstkenntnis basiert auf dem Johari-Fenster, benannt nach den Autoren Joe Luft und Harry Ingham. Es handelt sich dabei um ein graphisches Modell, das die Veränderungen von Selbst- und Fremdwahrnehmungen im Verlauf eines Gruppenprozesses darstellt und an dem die Zielsetzung Verbesserung der Selbstkenntnis erläutert wird. „Offenes Gebiet“, „Blindes Gebiet“ und „Geheimes Gebiet“ werden anhand von Beispielen erklärt. Zusätzlich wird eine praktische Übung zu Selbst- und Fremdeinschätzung durchgeführt. Die Wochenaufgabe widmet sich der Verkleinerung des „Geheimen Gebietes“ durch zeigen von mehr Offenheit in drei Situationen.
Die Eltern werden zu einem sensiblen Umgang mit dem blinden Gebiet ihrer Kinder angehalten. Ihnen wird verdeutlicht, dass akzeptierendes, einfühlsames Feedback das blinde Gebiet zugunsten des offenen verkleinert. Die Bedeutung einer positiven Beziehung, geprägt von Empathie und Akzeptanz, für die Erweiterung des offenen Gebiets wird deutlich gemacht.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Vorstellung des Elternkurskonzepts des Deutschen Kinderschutzbundes, der Zugangsvoraussetzungen für Kursleiter sowie der Grundorientierungen für die Elternarbeit.
2. Geschichte und Entwicklung: Überblick über die Ursprünge des Konzepts in den 70er-Jahren im Finnischen Kinderschutzbund und dessen bundesweite Etablierung in Deutschland seit dem Jahr 2000.
3. Ziele und Erziehungsstil: Definition des Modells der anleitenden Erziehung, das auf demokratischen, kooperativen Werten basiert und das Kind als Subjekt mit eigenen Rechten begreift.
4. Das 5-Stufen-Modell: Darstellung der fünf aufeinander aufbauenden Stufen, die den roten Faden des Kurskonzepts bilden und von der Werteklärung bis zur Problemlösung reichen.
5. Das zugrunde gelegte Menschenbild: Erläuterung der Nähe zur humanistischen Psychologie, wobei das Kind als aktives Subjekt und der Elternteil als Vorbild und Begleiter verstanden werden.
6. Ablauf und Inhalte der 12 Kurseinheiten: Detaillierte Beschreibung der thematischen Schwerpunkte, Ziele und Methoden für jede einzelne der zwölf wöchentlichen Kurssitzungen.
7. Kursgebühren: Informationen zur Kostenstruktur und Ermäßigungsmöglichkeiten des Elterntrainings bei den lokalen Ortsverbänden.
8. Kritische Stellungnahme zu „Starke Eltern – Starke Kinder“: Reflexion über die Stärken und Grenzen des Konzepts, insbesondere hinsichtlich der Zielgruppenansprache und des therapeutischen Rahmens.
Schlüsselwörter
Starke Eltern Starke Kinder, Elternkurs, Deutscher Kinderschutzbund, anleitende Erziehung, Familienorientierung, Kindorientierung, Ressourcenorientierung, Johari-Fenster, Erziehungskompetenz, Konfliktbewältigung, Ich-Botschaften, systemische Pädagogik, Feedback, gewaltfreie Erziehung, Persönlichkeitsentwicklung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit analysiert das Elternkurskonzept „Starke Eltern – Starke Kinder“ und erläutert dessen pädagogischen Hintergrund sowie die praktische Umsetzung für Erziehende.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zentrale Themen sind Erziehungsstile, Kommunikation innerhalb der Familie, die Stärkung von Elternkompetenzen und die Rechte der Kinder.
Was ist das primäre Ziel des Konzepts?
Das Ziel ist die Förderung einer gewaltfreien, anleitenden Erziehung sowie die Stärkung der Eltern in ihrer Identität und ihrer Problemlösungskompetenz.
Welche wissenschaftliche Methode liegt zugrunde?
Das Konzept kombiniert Ansätze der humanistischen Psychologie, systemtheoretische Konzepte sowie kommunikationstheoretische Ansätze (z.B. von Thomas Gordon und Paul Watzlawick).
Was wird im Hauptteil des Buches behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung durch ein 5-Stufen-Modell und eine detaillierte Aufarbeitung der Inhalte der 12 Kurseinheiten.
Welche Keywords charakterisieren die Arbeit am besten?
Die wichtigsten Begriffe sind Elternkurs, Kinderschutz, Erziehungspartnerschaft, Ich-Botschaften und Ressourcenorientierung.
Ist das Programm für Krisenfamilien geeignet?
Nein, das Konzept ist nicht für die therapeutische Arbeit mit Risikofamilien gedacht, sondern für die Stärkung kompetenter Eltern im Erziehungsalltag.
Welche Rolle spielt die Kursleitung?
Die Kursleitung fungiert als ausgebildete Fachkraft, die Theorie vermittelt und die Teilnehmer durch Übungen und Reflexionen anleitet.
Warum wird im Kurs das "Johari-Fenster" verwendet?
Das Modell dient dazu, Selbst- und Fremdwahrnehmung zu visualisieren und Eltern für eine verbesserte Selbsterkenntnis und Offenheit im Familienumgang zu sensibilisieren.
Was ist das Motto des Kursabschlusses?
Das Motto der zwölften Kurseinheit lautet: „Wenn Du es eilig hast, mach einen Umweg!“
- Quote paper
- Beate Brinkmöller (Author), 2005, „Starke Eltern – Starke Kinder“. Das Elternkurskonzept des Deutschen Kinderschutzbundes, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/275038