Der Schrägstrich im Fremdsprachenunterricht

Eine Untersuchung


Studienarbeit, 2014

12 Seiten


Leseprobe

Inhalt

Zur Geschichte der Interpunktion

Zum Schrägstrich

Analyse von schriftlichen Arbeiten

Ziel der Untersuchung

Korpusbeschreibung

Zur Analyse von der ersten Aufgabe

Zur Analyse von der zweiten Aufgabe

Zur Analyse der dritten Aufgabe

Didaktische Schlussfolgerungen

Literatur

Zur Geschichte der Interpunktion

Bei Seelbach, Karl Ulrich[1] finden sich die Ausführungen, dass der Begriff „Interpunktion“ im 17. Jahrhundert zum ersten Mal gebraucht wurde. Im 18. Jahrhundert verwendet man vermehrt den Begriff „Zeichensetzung“. In der heutigen deutschen Sprache findet man beide Begriffe. Die Zeichen der Interpunktion wurden früher von den gebildeten Menschen in der Antike vor allem bei den Griechen und Römern verwendet. In dieser Zeit hatten die Zeichen der Interpunktion die Funktion, die Reihen der Buchstaben übersichtlicher zu machen. Darüber hinaus dienten die Zeichen der Interpunktion als Gliederung für den Text, der mündlich vorgetragen werden sollte. Vor dem 9. Jahrhundert benutzte man nur Punkt und Doppelpunkt. In dieser Zeit fungieren ferner die Zeichen der Interpunktion als Hilfe für den Sprecher, wenn er einen Text vortragen will. Man kann schlussfolgern, dass es im Althochdeutschen Interpunktionszeichen gab, allerdings wurden sie nicht einheitlich eingesetzt und gebraucht. In Anlehnung an Schneider, Michael[2] entwickelte sich im Hochmittelalter allmählich der Punkt als Interpunktionszeichen, um Sätze und Versenden zu markieren. Im 15 Jahrhundert gab es erste Anweisungen zu einer korrekten Interpunktion. Diese Anweisungen kamen von Niklas von Wyle, Heinrich Stein- Höwel Hans Nythart und Friedrich Riederer. Diese Anweisungen wurden von den Druckern abgelehnt, denn sie waren kompliziert. Im Mittelhochdeutschen gab es keinen einheitlichen Einsatz von Zeichen der Interpunktion. In dieser Zeit findet man Satzzeichen wie Punkt und die Virgel (/), die man heute als Slash bezeichnet. Ebenfalls fungiert die Zeichensetzung als Hilfe für den Sprecher, um seinen Text zu gliedern. Im Frühneuhochdeutschen gebrauchte man häufiger die Virgel. Bemerkenswert markierte man mit dem Punkt zu Beginn des 16. Jahrhunderts fast alle Sätze. Man findet außerdem andere Interpunktionszeichen wie Fragezeichen, Semikolon und Doppelpunkt. Laut Schneider, Michael hat sich im 16 Jahrhundert der Punkt als Satzschlusszeichen etabliert. Feststellbar in dieser Zeit ist ferner eine differenzierte Interpunktion. Es geht um Punkt, Komma, Virgel, Doppelvirgel, Doppelpunkt, Fragezeichen, Ausrufezeichen, Semikolon. Im Grunde wurden diese Satzzeichen nach Betonung gesetzt.

Mit dem Werk von Johann Christoph Adelung „Vollständige Anweisung zur Deutschen Orthographie“ im 1788 führt er Regel zur Zeichensetzung. Hingegen wurden diese Regeln nicht vollständig in die Praxis umgesetzt. So Schneider, Michael. Stedje, Asrid[3] (2007, 94-95) weist drauf hin, dass es für die Interpunktion in der Zeit des Frühneuhochdeutschen keine geregelte Anwendung gab. In dieser Zeit gebraucht man Virgel und Punkt. Demgegenüber wurden Komma, Frage-, Ausrufezeichen erst im 17. Jahrhundert gebraucht.

Zum Schrägstrich

Die Interpunktion umfasst folgende Zeichen: Punkt, Ausrufezeichen, Fragezeichen, Komma, Semikolon, Doppelpunkt, Auslassungspunkte, Schrägstrich, Gedankenstrich, Klammern, Anführungszeichen. So Homberger, Dietrich[4] (2013, 332). Die Rechtschreibreform vom 1.Juni hat für die Anwendung des Schrägstrichs keine Neuerung gebracht.

Laut Schönenberg, Stephanie[5] (2012, 32-33) gibt es Satzzeichen wie Abkürzungspunkt, Schrägstrich, Apostroph, Trennstrich, Ergänzungsstrich und Bindestrich.

Ossner, Jakob[6] (2010, 236) weist darauf hin, dass das Amtliche Regelwerk (ARW) Erklärungen über die Regeln zum Schrägstrich oder (Virgel/Slash) mache.

[...]


[1] Seelbach, Karl Ulrich. (2009): Die Entwicklung der Interpunktion. In: http://www.uni-bielefeld.de/lili/personen/useelbach/STUD/Beschorner/interpunktion.htm

[2] Schneider, Michael. Materialien zur (neuen) deutschen Orthographie. Geschichte der deutschen Orthographie. Universität Marburg. In: http://decemsys.de/sonstig/gesch-rs.pdf

[3] Stedje, Asrid (2007, 226) Deutsche Sprache gestern und heute. Einführung in Sprachgeschichte und Sprachkunde. Wilhelm Fink. Paderborn. 6. Auflage

[4] Homberger, Dietrich (2013, 332): Rechtschreibreform. In: Fachlexikon Deutschunterricht. Schneider Verlag Hohengehren

[5] Schönenberg, Stephanie (2012) Satzzeichen als „Verständnismacher“ (2012) In: Deutsch. Unterrichtspraxis für die Klassen 5 bis 10, 2012 Heft 31, S. 31-33

[6] Ossner, Jakob (2010): Orthographie. Paderborn, Schöningh

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten

Details

Titel
Der Schrägstrich im Fremdsprachenunterricht
Untertitel
Eine Untersuchung
Hochschule
University of Oran
Autor
Jahr
2014
Seiten
12
Katalognummer
V275168
ISBN (eBook)
9783656675020
ISBN (Buch)
9783656675068
Dateigröße
494 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
schrägstrich, fremdsprachenunterricht, eine, untersuchung
Arbeit zitieren
Mag. Mohamed Chaabani (Autor), 2014, Der Schrägstrich im Fremdsprachenunterricht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/275168

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