Kontakt und Abbau der Befangenheit:
Ich stelle mich dem Azubi vor und frage nach seinem Namen.
Nun frage ich ihn noch, ob er das Wochenende gut verbracht hat und er eventuell bei
dem schönen Wetter beim Ski fahren war.
Theoretische Einführung, Vorkenntnisse, Thema:
Ich erinnere den Azubi daran, dass er vor zwei Wochen in der
Zimmertürenherstellung gearbeitet hat. Ich mache ihn darauf aufmerksam, dass mir
aufgefallen ist, mit welchem zeitlichen und körperlichen Aufwand er die Profile der
Türfriese geschliffen hat.
Ich frage ihn, ob er sich vorstellen kann an was das liegen könnte.
Grund: Der schlechte Zustand des Fräswerkzeuges
Zur Ausführung dieser Profile an den Zimmertürfriesen, verwenden wir eine
zusammengesetzte Fräsergarnitur der Firma Leitz mit wechselbaren Profilmessern
an beiden Seiten und einen einstellbaren zweiteiligen Nutfräser in der Mitte, alle
Messer sind aus HM-Stählen gefertigt.
Jetzt erkläre ich ihm noch die Bezeichnungen auf dem Fräser (Umdrehungen, BGTest,
Profilnummer).
Zu dieser Fräsergarnitur gehört natürlich auch ein Gegenprofil.
Die Fräsgarnitur wo wir die Messer wechseln und die Fräsgarnitur des Gegenprofils
ergeben die so genannte „Konterfräsgarnitur“. Diese zwei Fräser gehören immer
zusammen eingestellt und auch im Werkzeugschrank abgelegt. [...]
Inhaltsverzeichnis
1. Stufe: Heranführen des Auszubildenden
2. Stufe: Vormachen und Erklären (Arbeitszergliederung)
3. Stufe: Nachmachen und Erklären durch den Lehrling
4. Stufe: Abschluss, weitere Übung
Zielsetzung und Themen
Das Hauptziel dieser Unterweisung besteht darin, dem Auszubildenden die fachgerechte Zerlegung, Rüstung und Montage einer zusammengesetzten Fräsergarnitur zu vermitteln, um eine effiziente und qualitativ hochwertige Fertigung von Zimmertürfriesen zu gewährleisten. Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, wie der Auszubildende durch methodische Unterweisung die Handhabung komplexer Werkzeuge sicher erlernen kann.
- Fachgerechte Wartung und Instandhaltung von Fräswerkzeugen
- Methodische Vorgehensweise beim Messerwechsel (DU-FIX System)
- Bedeutung der Arbeitssicherheit und Ordnung am Arbeitsplatz
- Qualitätssicherung durch systematische Endkontrolle
Auszug aus dem Buch
1.Stufe: Heranführen des Auszubildenden
Kontakt und Abbau der Befangenheit:
Ich stelle mich dem Azubi vor und frage nach seinem Namen. Nun frage ich ihn noch, ob er das Wochenende gut verbracht hat und er eventuell bei dem schönen Wetter beim Ski fahren war.
Theoretische Einführung, Vorkenntnisse, Thema:
Ich erinnere den Azubi daran, dass er vor zwei Wochen in der Zimmertürenherstellung gearbeitet hat. Ich mache ihn darauf aufmerksam, dass mir aufgefallen ist, mit welchem zeitlichen und körperlichen Aufwand er die Profile der Türfriese geschliffen hat. Ich frage ihn, ob er sich vorstellen kann an was das liegen könnte. Grund: Der schlechte Zustand des Fräswerkzeuges
Zur Ausführung dieser Profile an den Zimmertürfriesen, verwenden wir eine zusammengesetzte Fräsergarnitur der Firma Leitz mit wechselbaren Profilmessern an beiden Seiten und einen einstellbaren zweiteiligen Nutfräser in der Mitte, alle Messer sind aus HM-Stählen gefertigt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Stufe: Heranführen des Auszubildenden: Dieses Kapitel beschreibt den Aufbau einer persönlichen Beziehung zum Auszubildenden sowie die theoretische Hinführung zur Bedeutung scharfer Fräswerkzeuge für die Produktqualität.
2. Stufe: Vormachen und Erklären (Arbeitszergliederung): Hier werden die einzelnen Arbeitsschritte vom Zerlegen bis zur Endkontrolle in einer übersichtlichen Matrix dargestellt, die das "Was", "Wie" und "Warum" jedes Schrittes erläutert.
3. Stufe: Nachmachen und Erklären durch den Lehrling: Dieser Abschnitt fokussiert auf die praktische Umsetzung durch den Auszubildenden unter Anleitung, ergänzt durch gezielte Kontrollfragen zur Überprüfung des Lernerfolgs.
4. Stufe: Abschluss, weitere Übung: Das letzte Kapitel schließt mit einer gemeinsamen Reflexion des Übungserfolgs ab und definiert den weiteren Ausbildungsplan für den Umgang mit komplexeren Fräsergarnituren.
Schlüsselwörter
Fräsergarnitur, Unterweisung, Auszubildender, Messerwechsel, Zimmertürfriese, Leitz Dufix, HM-Stahl, Rüstvorgang, Arbeitssicherheit, Qualitätssicherung, Handhabung, Fräswerkzeug, Distanzscheiben, Konterfräsgarnitur, Fachpraxis
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Unterweisung grundsätzlich?
Es geht um die fachgerechte Anleitung eines Auszubildenden im Berufsbild Schreiner für das Rüsten und Warten einer zusammengesetzten Fräsergarnitur.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die Themen umfassen die systematische Demontage, den fachgerechten Messerwechsel unter Nutzung des DU-FIX-Systems sowie die anschließende Qualitätskontrolle.
Was ist das primäre Lernziel dieser Einheit?
Der Auszubildende soll befähigt werden, die Fräsergarnitur nach der Anleitung selbstständig, sicher und präzise zu zerlegen, zu rüsten und wieder zu montieren.
Welche wissenschaftliche Methode kommt hier zum Einsatz?
Es wird die klassische Vier-Stufen-Methode der beruflichen Ausbildung angewandt (Heranführen, Vormachen, Nachmachen, Abschluss).
Was wird im Hauptteil der Unterweisung behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Arbeitszergliederung, die jeden Schritt von der Untersuchung des Fräserzustands bis zur abschließenden Reinigung strukturiert.
Durch welche Schlüsselwörter wird die Arbeit charakterisiert?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Fräsergarnitur, Arbeitssicherheit, Messerwechsel, Qualitätssicherung und handwerkliche Präzision.
Warum ist die Unterscheidung zwischen "Was", "Wie" und "Warum" so wichtig?
Die Matrix-Struktur stellt sicher, dass der Auszubildende nicht nur Handgriffe ausführt, sondern das theoretische Verständnis für die Notwendigkeit jedes einzelnen Schrittes entwickelt.
Welche Bedeutung kommt dem "DU-FIX"-System zu?
Das DU-FIX-System ermöglicht eine einfache und präzise Positionierung der Messer, wodurch der Schneidenflugkreis auch nach dem Nachschärfen konstant bleibt.
- Quote paper
- Alexander Möller (Author), 2004, Rüsten einer zusammengesetzten Fräsergarnitur (Unterweisung Tischler / -in), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/27521