Wirtschaft und Politik wird Großteils von einigen wenigen sehr großen Unternehmen, Konzernen gelenkt und beeinflusst. Sie bestimmen neben wirtschaftlichen Faktoren wie Warenangebot und Preis von Produkten auch das Leben und das Verhalten der meisten Menschen und viele politische Entscheidungen in einem Staat, wobei deren Mittel von Lobbying, Spionage, Korruption, Datenfälschungen bis hin zu organisierter Kriminalität oftmals bereits jenseits der Grenze der Legalität liegen.
Neben der Frage ob eine derartige Machtverteilung legitim ist, stellt sich auch jene wie sie zu Stande kommt und ob bzw. wie sich der Widerstand dagegen manifestiert. Wäre es im Gegensatz überhaupt denkbar, Konzerne zu eliminieren oder kann doch nicht auf sie verzichtet werden? In der vorliegenden Arbeit wird auf derartige Fragestellung vertieft eingegangen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Entstehung von Großunternehmen und Konzernen
1.2 Formen von Konzernen
1.3 Konzerntypische Branchen
2 Wirtschaftliche Konzernmacht
2.1 Konzernmacht gegenüber Unternehmen
2.2 Konzernmacht gegenüber der Bevölkerung
3 Politische Konzernmacht
4 Widerstand gegen die Macht von Konzernen
5 Positive Bedeutung und Schwierigkeiten aus Sicht von Konzernen
5.1 Vorteile von Großkonzernen
5.2 Schwierigkeiten für Konzerne
6 Zusammenfassung und Fazit
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Seminararbeit untersucht die Entstehung sowie die ökonomische und politische Machtausübung großer Konzerne in der modernen Wirtschaft. Dabei wird analysiert, wie diese Unternehmen ihre Marktposition festigen, welche Auswirkungen ihr Handeln auf Gesellschaft und Politik hat und inwieweit Widerstände gegen ihre dominante Stellung existieren.
- Mechanismen der Machtbildung durch Konzerne
- Einflussnahme auf Konsumverhalten und Politik
- Strategische Formen der Konzernintegration
- Widerstandsbewegungen gegen globale Konzerne
- Staatliche Rettungsmaßnahmen und deren marktwirtschaftliche Legitimität
Auszug aus dem Buch
1.1 Entstehung von Großunternehmen und Konzernen
Die Entstehung von Großunternehmen und das damit verbundene erreichen einer Machtposition ist ein Phänomen, das weder neu, noch zufällig ist. Stattdessen verläuft es nach einem üblichen Muster: In der kapitalistischen Wirtschaft streben die meisten Unternehmen durch die geeignete Strategie mit dem Ziel der Gewinnmaximierung nach Wachstum, wobei dies einigen besser, anderen weniger gut gelingt. Größere Unternehmen erlangen dauerhafte Vorteile gegenüber den Kleineren, wodurch sie weiter expandieren können (siehe Abbildung 1). Die Größe von Unternehmen verschafft als nächstes durch Monopolstellungen und die stärkere Finanzkraft eine gewisse Marktmacht. Diese kann durch die geschickte Beeinflussung von Staat und Politik, sogenanntes Lobbying sogar zu einer politischen Macht ausgebaut werden, wodurch den großen internationalen Konzernen dann ganz neue Möglichkeiten eröffnet werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Konzernmacht ein und skizziert die Fragestellung bezüglich der Legitimität und der Manifestation von Widerstand.
2 Wirtschaftliche Konzernmacht: Das Kapitel erläutert die verschiedenen Formen der Marktmacht und deren Einflussnahme auf konkurrierende Unternehmen sowie das alltägliche Verhalten der Bevölkerung.
3 Politische Konzernmacht: Hier wird thematisiert, wie Konzerne durch Lobbying und komplexe Verflechtungen bis hin zu illegalen Aktivitäten politischen Einfluss ausüben.
4 Widerstand gegen die Macht von Konzernen: Dieser Abschnitt beleuchtet Regulierungsmaßnahmen, gewerkschaftliche Interessenvertretungen sowie gesellschaftlichen Widerstand gegen ausbeuterische Praktiken.
5 Positive Bedeutung und Schwierigkeiten aus Sicht von Konzernen: Kapitel 5 analysiert die ökonomischen Vorteile von Großkonzernen einerseits sowie die betriebswirtschaftlichen Risiken und Krisenszenarien andererseits.
6 Zusammenfassung und Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse, in der die duale Rolle der Konzerne als mächtige Akteure mit positiven Innovationseffekten und negativen sozialen Auswirkungen hervorgehoben wird.
Schlüsselwörter
Konzernmacht, Gewinnmaximierung, Monopolstellung, Lobbying, Marktwirtschaft, Globalisierung, Konsumverhalten, Arbeitsmarkt, Wirtschaftsgeographie, Unternehmensstrategie, Marktanteil, Kartellrecht, politische Einflussnahme, staatliche Rettung, Wettbewerbsfähigkeit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Macht von Konzernen, ihrer Entstehung, ihrem ökonomischen und politischen Einfluss sowie dem Widerstand, der ihnen von Staat und Gesellschaft entgegengebracht wird.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zu den Kernbereichen gehören die Strategien zur Machtausweitung, die Beeinflussung von Konsumenten und Politik, sowie die Chancen und Krisenrisiken von Großunternehmen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es zu hinterfragen, wie Konzerne ihre Dominanz erreichen, wie sie diese rechtfertigen oder ausnutzen und welche Gegenreaktionen in einer globalisierten Wirtschaft entstehen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und der Auswertung von Fallbeispielen sowie journalistischen Berichten zu aktuellen wirtschaftlichen Entwicklungen.
Was steht im Hauptteil im Fokus?
Der Hauptteil gliedert sich in die ökonomische und politische Macht von Konzernen sowie die kritische Reflexion von Widerstandsformen und der Bedeutung von Großkonzernen für die Volkswirtschaft.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?
Zentrale Begriffe sind Konzernmacht, Marktanteil, Lobbying, wirtschaftliche Konzentration und soziale Verantwortung.
Welche Rolle spielt die Mafia in dieser Arbeit?
Die Mafia wird als "Verbrecher-Konzern" als Extrembeispiel für massive Einflussnahme auf Staat und Wirtschaft durch illegale Mittel angeführt.
Wie bewertet der Autor die staatliche Rettung von Konzernen?
Der Autor stellt kritisch fest, dass staatliche Hilfen zwar Arbeitsplätze kurzfristig sichern können, aber oft den Prinzipien der Marktwirtschaft widersprechen und einen Präzedenzfall schaffen.
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- Dipl. Ing. Jonas Stecher (Author), 2004, Die Macht der Konzerne. Der wirtschaftliche und politische Einfluss von Großunternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/275219