Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Theater Studies, Dance

Wilhelm von Humboldts Arbeit an Aischylos "Agamemnon"

Title: Wilhelm von Humboldts Arbeit an Aischylos "Agamemnon"

Term Paper (Advanced seminar) , 2003 , 21 Pages , Grade: 2

Autor:in: Magistra artium Yvonne Rudolph (Author)

Theater Studies, Dance
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

In der vorliegenden Hausarbeit werden zunächst in einer Kurzbiographie die Eckdaten von Wilhelm von Humboldts Biographie genannt und ein kurzer Überblick über die Entstehungsgeschichte der Agamemnon-Übersetzung gegeben. Die inhaltliche Zielsetzung der Studie besteht darin, die Vorrede Humboldts wiederzugeben und die Maximen seiner Übersetzungstheorie darzustellen. In einem weiteren Schritt soll anhand ausgewählter Kategorien Stil, Integration des Fremden und Sprachgenauigkeit überprüft werden, inwiefern seine Maximen in der Agamemnon-Übersetzung realisiert wurden. Schließlich wird ein Textvergleich verschiedener Übersetzungen geschehen. Die erste und letzte Fassung Humboldts, die Agamemnon-Übersetzung J.J.C. Donners, Oscar Werners, sowie Peter Steins Orestie-Übersetzung sollen gegenübergestellt werden. Hierzu erfolgt teilweise eine Analyse der theoretischen, praktischen oder historischen Hintergründe, um zu erhellen welche Perspektive der jeweilige Übersetzer auf seine Arbeit gerichtet und nach welchen Kriterien er übersetzt hat. Die grundsätzlichen Hauptunterschiede im Übersetzungsdenken um 1800 und dem des 20.Jahrhunderts sollen exemplarisch anhand der Texte dargestellt werden. Abschließend soll kurz erläutert werden, welche Anforderungen die heutige Übersetzungspraxis an das Theater stellt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Biographische Information zu Wilhelm von Humboldt

3. Entstehungsgeschichte der Agamemnon-Übersetzung

4. Die Einleitung zu Agamemnon oder: Humboldts Übersetzungsmaximen

5. Vergleich der verschiedenen Übersetzungen des Prologs/ der Wächterszene und der Chorpartien

5.1 Wilhelm von Humboldts älteste Fassung und die Druckversion von 1816

5.2 J.J.C. Donners Agamemnon-Übersetzung von 1855

5.3 Oskar Werner Agamemnon-Übersetzung von 1943

5.4 Peter Steins Agamemnon-Übersetzung von 1980

6. Abschließende Beobachtung

7. Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Übersetzungstheorie Wilhelm von Humboldts anhand seiner Arbeit an Aischylos’ „Agamemnon“ und vergleicht diese kritisch mit verschiedenen nachfolgenden Übersetzungen des 19. und 20. Jahrhunderts, um die Entwicklung des Übersetzungsdenkens und die Anforderungen moderner Theaterpraxis zu beleuchten.

  • Biographische Einordnung von Wilhelm von Humboldt
  • Analyse der Übersetzungsmaximen Humboldts
  • Vergleichende Textanalyse von Agamemnon-Übersetzungen (Humboldt, Donner, Werner, Stein)
  • Wandel von metrischen Vorgaben hin zur Prosafassung für das Theater
  • Diskurs über Treue zum Original versus zeitgenössische Verständlichkeit

Auszug aus dem Buch

5.1 Wilhelm von Humboldts älteste Fassung und die Druckversion von 1816

Die älteste Fassung Humboldts ist näher am Original. Man kann sie als einfacher, weniger konstruiert, stellenweise epischer und stilistisch weniger pathetisch charakterisieren, als die Zweitfassung. Was der Herausgeber anhand seiner Vergleiche verdeutlichen will ist „wie jener schließliche Charakter der pedantischen Gezwungenheit erst allmählich mit gewollter Absicht in den freieren Faltenwurf der früheren Fassung hineingearbeitet worden ist.“

Er sieht weniger Unterschiede in den Dialogpartien, als in den Chorliedern, die den Umwandlungsprozess unmittelbar wiederspiegeln. Man könnte auch vermuten, dass Humboldts ab 1805 begonnener Versuch eine „strengere Nachbildung des Originals“, zu schaffen zu Lasten des poetischen Gehalts geht. Die metrische Einschränkung verhindert Leichtigkeit, freie Wortwahl und Verständnis, doch Humboldt legte gerade auf das Silbenmaß „viel Sorgfalt und Fleiss.“ 1814 traf Humboldt den Altphilologen Gottfried Herrmann. Diesem erschien „Humboldts Übersetzung als die einzige, die vollkommen einfach sei und nichts zu dem alten Geist hinzuführe.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit erläutert das Ziel, Humboldts Übersetzungstheorie darzustellen und diese durch einen Textvergleich verschiedener Agamemnon-Übersetzungen auf ihre Realisierung zu prüfen.

2. Biographische Information zu Wilhelm von Humboldt: Es werden die Eckdaten zu Leben und Wirken Humboldts sowie sein kulturpolitischer Einfluss im 19. Jahrhundert skizziert.

3. Entstehungsgeschichte der Agamemnon-Übersetzung: Dieses Kapitel beschreibt den langjährigen Entstehungsprozess der Übersetzung und den Einfluss zeitgenössischer Gelehrter auf Humboldt.

4. Die Einleitung zu Agamemnon oder: Humboldts Übersetzungsmaximen: Der Fokus liegt auf der Analyse von Humboldts Vorrede, seiner Sprachphilosophie und seinen theoretischen Anforderungen an das Übersetzen.

5. Vergleich der verschiedenen Übersetzungen des Prologs/ der Wächterszene und der Chorpartien: Es erfolgt eine detaillierte Gegenüberstellung der Übersetzungen von Humboldt, Donner, Werner und Stein, wobei besonders die Stiermetapher und die metrische Form analysiert werden.

6. Abschließende Beobachtung: Die Arbeit resümiert, dass Peter Steins Ansatz am ehesten einen modernen Zugang ermöglicht, und betont die Notwendigkeit, für die Theaterpraxis mehrere Übersetzungen zu konsultieren.

7. Bibliographie: Auflistung der verwendeten Literatur und Quellen für die Untersuchung.

Schlüsselwörter

Wilhelm von Humboldt, Aischylos, Agamemnon, Übersetzungstheorie, Textvergleich, Metrik, Klassizismus, Theaterpraxis, Peter Stein, Sprachphilosophie, Antike, Rezeptionsgeschichte, Dramaturgie, Stiermetapher, Dolmetschen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die theoretischen Maximen von Wilhelm von Humboldt bei seiner Übersetzung von Aischylos' „Agamemnon“ und vergleicht, wie diese in der Praxis umgesetzt wurden.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Neben der Biografie Humboldts stehen die Übersetzungstheorie, der Wandel von der metrischen zur prosaischen Übersetzung und die spezifischen Anforderungen des Theaters an antike Stoffe im Zentrum.

Was ist das primäre Ziel der Studie?

Das Ziel ist es, durch eine Analyse und einen Textvergleich verschiedener historischer Fassungen zu erhellen, nach welchen Kriterien die jeweiligen Übersetzer gearbeitet haben und wie sich der Zugang zum antiken Drama über die Jahrhunderte verändert hat.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Verfasserin nutzt eine vergleichende Analyse von Inhalt, Stil und Metaphorik, wobei sie die Übersetzungen in ihren jeweiligen historischen Entstehungskontext einordnet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die theoretischen Maximen Humboldts und einen detaillierten Vergleich von Schlüsselstellen in den Übersetzungen von Humboldt, Donner, Werner und Stein.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören „Übersetzungstheorie“, „metrische Nachbildung“, „Antikenrezeption“, „Stiermetapher“ und „Theaterpraxis“.

Wie unterscheidet sich die Übersetzung von Peter Stein von den anderen?

Stein bricht mit dem metrischen Ideal zugunsten einer Prosafassung, um die antike Tragödie für ein modernes Publikum unmittelbar verständlich und bühnenwirksam zu gestalten.

Warum wird die „Stiermetapher“ im Vergleich der Übersetzungen so hervorgehoben?

Sie dient als exemplarisches Beispiel dafür, wie unterschiedlich Übersetzer mit der Rätselhaftigkeit der antiken Sprache umgehen – ob sie diese beibehalten, durch andere Bilder ersetzen oder metaphorisch auflösen.

Excerpt out of 21 pages  - scroll top

Details

Title
Wilhelm von Humboldts Arbeit an Aischylos "Agamemnon"
College
University of Frankfurt (Main)  (Institut für Theater-, Film und Medienwissenschaft)
Course
Übersetzungstheorie und Spielplan um 1800
Grade
2
Author
Magistra artium Yvonne Rudolph (Author)
Publication Year
2003
Pages
21
Catalog Number
V27530
ISBN (eBook)
9783638295604
ISBN (Book)
9783656074007
Language
German
Tags
Wilhelm Humboldts Arbeit Aischylos Agamemnon Spielplan
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Magistra artium Yvonne Rudolph (Author), 2003, Wilhelm von Humboldts Arbeit an Aischylos "Agamemnon", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/27530
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  21  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint