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"Institution Familie": Die Familie - "das Reich der Frau?"

Eine Darstellung des Aufsatzes von Brück/Kahlert/Krüll et al. In: "Feministische Soziologie. Eine Einführung"

Title: "Institution Familie": Die Familie - "das Reich der Frau?"

Literature Review , 2003 , 13 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Magistra artium Yvonne Rudolph (Author), Nina Rudolph (Author)

Sociology - Relationships and Family
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In der vorliegenden Ausarbeitung des Referats zum Thema „Die Familie – das »Reich der Frau«?“ erfolgt zunächst eine chronologische, inhaltliche Zusammenfassung des Textes. Der letzte Abschnitt des 5. Kapitels “Ausblick: zukünftige Aufgaben einer feministischen Familiensoziologie” wird allerdings zur Definition der feministischen Soziologie herangezogen und am Ende des ersten Abschnittes angefügt. Abschließend soll der Text kritisch hinterfragt und durch Diskussionsergebnisse aus der Tutoriumssitzung vom 28.01.03 ergänzt werden.

2.0 ”Die Familie – das »Reich der Frau«?”

2.1 Von der Familiesoziologie hin zur Entwicklung der feministischen Familiensoziologie

Im ersten Abschnitt „die Familie - »das Reich der Frau«?“ wird ein grober historischer Überblick über die Familiensoziologie (?)» bis hin zur Entwicklung der feministischen Familiensoziologie gegeben. Am Anfang steht die Feststellung, dass die frühe Familiensoziologie zwar die Familie untersucht, aber die Frauen in ihren Analysen „unsichtbar gemacht“ oder „funktionalisiert“ hat. Dieses, die Frau als Individuum nicht berücksichtigende, Vorgehen zeige sich deutlich in den Anfängen der deutschen Soziologie nach 1945. „Man suchte damals in der Familie einerseits die Schuld am Aufkommen der Naziherrschaft, andererseits erhoffte man sich von ihr die demokratische Erneuerung der Nachkriegsgesellschaft.“ Im Interesse der Familiensoziologie stand im Zusammenhang damit „die Ursachen des Naziterrors in der sogenannten autoritären Familie zu erkennen.“ Adorno und Horkheimer gingen davon aus, dass Menschen die so einen autoritären Charakter erhielten zu willigen Helfern des Naziregimes wurden. Die Nachkriegssoziologie konzentrierte sich eher auf den Abbau hierarchischer Strukturen zwischen Eltern und Kindern. Die Veränderung der Geschlechterbeziehungen wurde nicht beachtet. Familiensoziologen, wie Helmut Schelskey, René König, Gerhard Wurzbacher und Gerhard Baumert plädierten für den Erhalt der traditionellen Geschlechterrollen: „die Frau im Haus, der Mann im Beruf.“ Die Aufgabe der Frau war es als „Heimbewahrerin“dem berufstätigen Mann ein erholsames und behagliches Zuhause zu ermöglichen, sowie einen „emotionalen Schutzraum“ für die Kinder zu bieten. Helga Milz (1990) zeigt anhand von Untersuchungen aus den vierzigern und fünziger Jahren, dass Frauen damals schon eine Verbindung von Familie und Beruf forderten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1.0 Einleitung

2.0 ”Die Familie – das »Reich der Frau«?”

2.1 Von der Familiensoziologie hin zur Entwicklung der feministischen Familiensoziologie

2.2 Definition der Familiensoziologie anhand des Abschnitts „Ausblick: zukünftige Aufgaben einer feministischen Familiensoziologie“

2.3 “Ehe und Partnerschaft – Balanceakt zwischen alten Leitbildern und neuen Lebensformen“

2.4 „Kinderwunsch und Wirklichkeit; oder: »Mutter ist an allem schuld« (und nicht der abwesende, abweisende, ver-führende Vater)“

2.5 „Die zerbrochene Familie – Scheitern und Neubeginn“

2.6 „Mehrgenerationen-Beziehungen- die Familie der Alten- die Frau im Alter“

2.7 „Die Vielfalt der Familienformen – Chance für jede einzelne und jeden einzelnen und für eine neue Gesellschaft“

3.0 Textkritik

4.0 Literaturangabe

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit der feministischen Perspektive auf die Institution Familie auseinander. Das Hauptziel besteht darin, die historische Entwicklung der Familiensoziologie hin zu einem feministischen Verständnis nachzuvollziehen, die damit verbundenen gesellschaftlichen Rollenbilder von Mann und Frau zu analysieren und den vorliegenden Primärtext einer wissenschaftlichen Textkritik zu unterziehen.

  • Historische Entwicklung und Kritik der Familiensoziologie
  • Strukturen von Ehe, Partnerschaft und Rollenverteilung
  • Die Institution der Mutterschaft im sozialen Kontext
  • Dynamiken innerhalb von Mehrgenerationen-Beziehungen
  • Herausforderungen und Chancen neuer Familienformen

Auszug aus dem Buch

Von der Familiensoziologie hin zur Entwicklung der feministischen Familiensoziologie

Im ersten Abschnitt „die Familie - »das Reich der Frau«?“ wird ein grober historischer Überblick über die Familiensoziologie (?)» bis hin zur Entwicklung der feministischen Familiensoziologie gegeben.

Am Anfang steht die Feststellung, dass die frühe Familiensoziologie zwar die Familie untersucht, aber die Frauen in ihren Analysen „unsichtbar gemacht“ oder „funktionalisiert“ hat.

Dieses, die Frau als Individuum nicht berücksichtigende, Vorgehen zeige sich deutlich in den Anfängen der deutschen Soziologie nach 1945.

„Man suchte damals in der Familie einerseits die Schuld am Aufkommen der Naziherrschaft, andererseits erhoffte man sich von ihr die demokratische Erneuerung der Nachkriegsgesellschaft.“

Im Interesse der Familiensoziologie stand im Zusammenhang damit „die Ursachen des Naziterrors in der sogenannten autoritären Familie zu erkennen.“ Adorno und Horkheimer gingen davon aus, dass Menschen die so einen autoritären Charakter erhielten zu willigen Helfern des Naziregimes wurden. Die Nachkriegssoziologie konzentrierte sich eher auf den Abbau hierarchischer Strukturen zwischen Eltern und Kindern.

Die Veränderung der Geschlechterbeziehungen wurde nicht beachtet. Familiensoziologen, wie Helmut Schelskey, René König, Gerhard Wurzbacher und Gerhard Baumert plädierten für den Erhalt der traditionellen Geschlechterrollen: „die Frau im Haus, der Mann im Beruf.“

Zusammenfassung der Kapitel

1.0 Einleitung: Die Einleitung skizziert den Aufbau der Arbeit, die sowohl eine inhaltliche Zusammenfassung als auch eine kritische Auseinandersetzung mit dem gewählten Text umfasst.

2.0 ”Die Familie – das »Reich der Frau«?”: Dieses Kapitel führt in die thematische Auseinandersetzung mit der klassischen, patriarchalen Familiensoziologie ein.

2.1 Von der Familiensoziologie hin zur Entwicklung der feministischen Familiensoziologie: Der Abschnitt zeichnet den historischen Prozess nach, in dem die klassische Soziologie Frauen unsichtbar machte und durch die Frauenbewegung eine kritische Gegenperspektive entstand.

2.2 Definition der Familiensoziologie anhand des Abschnitts „Ausblick: zukünftige Aufgaben einer feministischen Familiensoziologie“: Hier wird das Selbstverständnis der feministischen Familiensoziologie als parteiliche Wissenschaft definiert, die sich aktiv für die Verbesserung der Lebenssituation von Frauen einsetzt.

2.3 “Ehe und Partnerschaft – Balanceakt zwischen alten Leitbildern und neuen Lebensformen“: Das Kapitel beleuchtet den Wandel von Ehe und Partnerschaft und die anhaltende Diskrepanz zwischen modernen Erwartungen und traditionellen Männervorstellungen.

2.4 „Kinderwunsch und Wirklichkeit; oder: »Mutter ist an allem schuld« (und nicht der abwesende, abweisende, ver-führende Vater)“: Diese Analyse thematisiert den gesellschaftlichen Druck auf Mütter und die einseitige Schuldzuweisung, während die Rolle der Väter oft unkritisch bleibt.

2.5 „Die zerbrochene Familie – Scheitern und Neubeginn“: Hier werden die Auswirkungen des Scheidungsrechts auf Frauen und die daraus resultierenden ökonomischen Abhängigkeiten oder sozialen Herausforderungen diskutiert.

2.6 „Mehrgenerationen-Beziehungen- die Familie der Alten- die Frau im Alter“: Das Kapitel thematisiert die geschlechtsspezifische Last der Altenpflege und die psychischen Belastungen für Frauen im Alter.

2.7 „Die Vielfalt der Familienformen – Chance für jede einzelne und jeden einzelnen und für eine neue Gesellschaft“: Abschließend wird gefordert, neue Lebensformen politisch zu fördern, um patriarchale Strukturen abzubauen.

3.0 Textkritik: Dieser Teil hinterfragt die wissenschaftliche Validität, die Subjektivität und die Argumentationsweise des analysierten Textes kritisch.

4.0 Literaturangabe: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärquellen zur Arbeit.

Schlüsselwörter

Feministische Soziologie, Familiensoziologie, Geschlechterrollen, Patriarchat, Ehe, Partnerschaft, Mutterschaft, Alleinerziehende, Altersversorgung, Gewalt in der Ehe, Emanzipation, Familienformen, Rollenverteilung, Frauenbewegung, Soziale Institution

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine inhaltliche Zusammenfassung sowie eine kritische Analyse des Textes „Die Familie – das »Reich der Frau«?“ aus dem Buch „Feministische Soziologie. Eine Einführung“.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit deckt die Entwicklung der feministischen Familiensoziologie, die Rolle der Frau in Ehe und Partnerschaft, die Problematik der Mutterschaft sowie die Herausforderungen der Altenpflege und neue Familienformen ab.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, den Text chronologisch zusammenzufassen, die feministische Kritik an traditionellen familiensoziologischen Ansätzen darzulegen und diese wiederum einer kritischen wissenschaftlichen Prüfung zu unterziehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine inhaltsanalytische Zusammenfassung kombiniert mit einer kritischen Reflexion angewandt, ergänzt durch Ergebnisse aus einer universitären Tutoriumssitzung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert schrittweise die einzelnen Abschnitte des Primärtextes, angefangen bei der historischen Entwicklung bis hin zu spezifischen sozialen Problemfeldern wie Scheidung, Kinderbetreuung und Altersfürsorge.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Feministische Soziologie, Rollenverteilung, Patriarchat, Mutterschaft und der gesellschaftliche Wandel von Familienformen.

Wie bewertet die Autorin die wissenschaftliche Qualität des untersuchten Textes?

Die Autorin stellt fest, dass der Text oft pauschal oder polemisch argumentiert und an manchen Stellen wissenschaftliche Belege vermissen lässt, ihn jedoch gleichzeitig als erfrischenden Überblick lobt.

Welches Fazit zieht die Arbeit zur heutigen Situation von Familienrollen?

Obwohl ein Umdenken stattgefunden hat und sich Männer stärker beteiligen, bleibt faktisch die klassische Rollenverteilung, in der die Frau primär für Haushalt und Erziehung zuständig ist, in weiten Teilen der Gesellschaft ein wirksames Leitbild.

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Details

Title
"Institution Familie": Die Familie - "das Reich der Frau?"
Subtitle
Eine Darstellung des Aufsatzes von Brück/Kahlert/Krüll et al. In: "Feministische Soziologie. Eine Einführung"
College
University of Frankfurt (Main)  (Institut für Soziologie)
Course
Einführung in die Soziologie- StudentInnen sein heute
Grade
1,0
Authors
Magistra artium Yvonne Rudolph (Author), Nina Rudolph (Author)
Publication Year
2003
Pages
13
Catalog Number
V27533
ISBN (eBook)
9783638295635
ISBN (Book)
9783640127993
Language
German
Tags
Institution Familie Reich Frau Einführung Soziologie- StudentInnen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Magistra artium Yvonne Rudolph (Author), Nina Rudolph (Author), 2003, "Institution Familie": Die Familie - "das Reich der Frau?", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/27533
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