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Der Rechtsstatus der Spielervermittler im Fußballsport

Titel: Der Rechtsstatus der Spielervermittler im Fußballsport

Seminararbeit , 2014 , 28 Seiten , Note: 14,0

Autor:in: Carl-Philipp Fischer (Autor:in)

Jura - Zivilrecht / Handelsrecht, Gesellschaftsrecht, Kartellrecht, Wirtschaftsrecht
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Sommer 2013 beherrschte ein großes Thema die deutsche Sportmedienlandschaft. Die Transferposse um den Fußballspieler Robert Lewandowski sowie die dubiosen Geschäftspraktiken seiner Berater Cezary Kucharski und Maik Barthel, die über Monate einen Wechsel ihres Klienten zu einem anderen Klub forcierten. Lewandowskis Berater agierten hierbei in einem Maße, welches eigentlich unvereinbar mit dem Berufsethikkodex für Spielervermittler ist. In Absatz 1 des Ethikkodex wird der Spielervermittler verpflichtet seine Tätigkeit „gewissenhaft auszuüben und sich durch sein Verhalten in der Ausübung des
Berufes und sein sonstiges Geschäftsgebaren der Achtung würdig zuzeigen, die sein Beruf erfordert“. Dieses und weitere Negativbeispielehaben der Branche der Spielervermittler geschadet, denn immer wieder erlangen die Spielervermittler durch das Platzieren ihrer Klientenbei verschiedenen Vereinen und den damit verbundenen hohen Provisionszahlungen die Aufmerksamkeit der Presse und Bevölkerung. Dader Fußballsport in den letzten Jahren zu einem immer größer werdenden Wirtschaftsfaktor gewachsen ist, indem eine Menge Geld
vorhanden ist, ergreifen mehr und mehr Menschen den Beruf des
Spielervermittlers, in der Hoffnung schnell und möglichst viel Geld zuverdienen. Aktuell verzeichnet die FIFA die Anzahl von 430 lizenzierten Spielervermittlern in Deutschland2, wobei diese Zahl für einen Gesamtüberblick nicht aussagekräftig ist, denn neben den lizenziertenbetreiben auch eine große Anzahl an Personen ohne Lizenz die Vermittlung von Fußballspielern. Sowohl Menschen, die den Beruf des Spielervermittlers ergreifen wollen, als auch diejenigen, die dem Berufsstand weniger Sympathie entgegenbringen, fragen sich welchen rechtlichen Zwängen die Vermittlungstätigkeit unterworfen ist bzw. welche Gesetze den Markt regeln.
In der folgenden Arbeit wird zu Beginn der Unterschied zwischen
Spielervermittler und Spielerberater dargestellt, bevor auf staatliches Recht als auch auf Verbandsrecht eingegangen wird, dass die Spielervermittlungstätigkeit betrifft.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

A. Einleitung

B. Differenzierung zwischen Spielervermittler und Spielerberater

I. Spielervermittler

II. Spielerberater

III. Vergleich von Spielervermittler und Spielerberater

C. Vorschriften des Verbandsrechts

I. FIFA-Spielervermittler-Reglement

II. DFB – Vermittlerlizenz

III. Praxisprobleme und Reformbemühungen

D. Vorschriften des Staatlichen Rechts

I. Maklerrecht

II. Private Arbeitsvermittlung

1. Gesetzliche Vorschriften

2. Vermittler-Vergütungsverordnung

III. Vereinbarkeit der Spielervermittlung mit dem Rechtsdienstleistungsgesetz

1. Schutzzweck des Rechtsdienstleistungsgesetzes

2. Der Begriff der Rechtsdienstleistung

3. Rechtsdienstleistung als Nebenleistung

4. Möglichkeiten für den Spielervermittler

IV. Steuerrechtliche Behandlung der Spielervermittlertätigkeit

E. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den aktuellen Rechtsstatus von Spielervermittlern im Fußballsport, beleuchtet die Spannungsfelder zwischen privatem Verbandsrecht und staatlicher Regulierung und analysiert die problematischen Auswirkungen auf die Marktteilnehmer.

  • Differenzierung der Tätigkeitsfelder von Spielervermittlern und Spielerberatern
  • Analyse der verbandsrechtlichen Vorgaben (FIFA/DFB) zur Lizenzierung
  • Untersuchung der Vereinbarkeit der Vermittlungstätigkeit mit dem Rechtsdienstleistungsgesetz (RDG)
  • Bewertung der steuerrechtlichen Implikationen von Vermittlungsprovisionen
  • Diskussion aktueller Reformbestrebungen zur Marktregulierung

Auszug aus dem Buch

I. SPIELERVERMITTLER

Die grundlegende Aufgabe des Spielervermittlers besteht darin, Fußballspieler und Vereine zusammenzuführen, wobei die Tätigkeit des Spielervermittlers auf den Abschluss eines Arbeitsvertrags zwischen Fußballer und Verein gerichtet ist. Eine genauere Definition findet sich in Art. 1 Abs. 1 S.3 FIFA-Spielervermittler-Reglement, die den Spielervermittler als „natürliche Person, die in Übereinstimmung mit den nachfolgenden Bestimmungen regelmäßig und gegen Entgelt einen Spieler mit einem Verein zur Begründung eines Arbeitsverhältnisses bzw. zwei Vereine zur Begründung eines Transfervertrages zusammenführt“ bezeichnet. Ein klassischer Spielervermittler gleicht einem Makler, der vom Fußballspieler beauftragt wird, ihm eine Arbeitsstelle zu vermitteln.

Nach § 652 Abs.1 BGB erhält er hierfür eine Provision, wenn infolge seiner Vermittlung ein Vertrag zustande gekommen ist. Der wesentliche Kern der Spielervermittlung ist die Vertragspartnersuche für den jeweiligen Auftraggeber, bei dem Spieler und Verein anschließend einen Vertrag schließen, bei dem es sich um einen Dienstvertrag im Sinne des § 611 BGB handelt. Die Vermittlung unterfällt damit außerdem den arbeitsrechtlichen Regelungen des SGB III. Der Spielervermittler ist also nicht nur reiner Makler, sondern eine Art Arbeitsvermittler, bei dem auch die Regelungen der §§ 652 ff. BGB Anwendung finden, soweit sie nicht durch die lex specialis zur Arbeitsvermittlung verdrängt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die zunehmende Bedeutung und die problematischen Geschäftspraktiken von Spielervermittlern im modernen Profifußball.

B. Differenzierung zwischen Spielervermittler und Spielerberater: In diesem Kapitel wird die notwendige begriffliche Abgrenzung zwischen reinen Spielervermittlern und umfassend beratenden Spielerberatern erörtert.

C. Vorschriften des Verbandsrechts: Es werden die spezifischen Reglements der FIFA und des DFB sowie die damit verbundenen Lizenzierungsanforderungen und Praxisprobleme analysiert.

D. Vorschriften des Staatlichen Rechts: Dieses Kapitel beleuchtet das Maklerrecht, arbeitsvermittlungsrechtliche Aspekte, die Einordnung nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz und steuerrechtliche Fragen.

E. Schluss: Das Fazit fasst die aktuelle Unzulänglichkeit der Regulierung zusammen und weist auf notwendige Reformen durch Verbände und Politik hin.

Schlüsselwörter

Spielervermittler, Spielerberater, FIFA-Spielervermittler-Reglement, DFB-Vermittlerlizenz, Arbeitsvermittlung, SGB III, Rechtsdienstleistungsgesetz, RDG, Maklerrecht, Provision, Lizenzierung, Profifußball, Interessenkonflikt, Steuerrecht, Transfermarkt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit analysiert den rechtlichen Status von Spielervermittlern im Profifußball, insbesondere im Kontext von Verbandsvorgaben und staatlichem deutschen Recht.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Neben der Definition der Vermittlertätigkeit stehen die Lizenzierung durch Fußballverbände, arbeitsrechtliche Grundlagen, das Rechtsdienstleistungsgesetz und die steuerliche Behandlung von Provisionen im Fokus.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die rechtlichen Rahmenbedingungen und die "Spielfelder" der Vermittler aufzuzeigen, um die Komplexität und die Defizite des derzeitigen Regulierungssystems zu verdeutlichen.

Welche methodischen Ansätze wählt der Autor?

Es handelt sich um eine juristische Seminararbeit, die auf einer umfassenden Analyse von Gesetzen, Verbandsreglementen (FIFA/DFB), BGB-Kommentaren und sportrechtlicher Fachliteratur basiert.

Was sind die Kernpunkte im Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in die Differenzierung der Akteure, die Darstellung der verbandsrechtlichen Normen, die staatliche Regulierung sowie die kritische Auseinandersetzung mit der Einhaltung des Rechtsdienstleistungsgesetzes.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Spielervermittler, FIFA-Reglement, RDG, Vermittlungsprovision und Arbeitsvermittlung.

Warum ist die Unterscheidung zwischen Spielervermittler und Spielerberater rechtlich bedeutsam?

Sie ist notwendig, um zu entscheiden, welche spezifischen gesetzlichen Regelungen, insbesondere im Bereich des Rechtsdienstleistungsgesetzes (RDG), auf die jeweilige Tätigkeit anwendbar sind.

Welches steuerliche Problem ergibt sich für Vereine bei Vermittlungsprovisionen?

Vereine stehen vor dem Problem, dass Provisionszahlungen an Vermittler oft nicht als absetzbare Betriebsausgaben anerkannt werden, da der BFH den Vermittler primär als Beauftragten des Spielers einstuft.

Warum wird das derzeitige Lizenzierungssystem der FIFA kritisiert?

Es gilt als wenig effektiv, da es nicht in der Lage ist, den Markt umfassend zu kontrollieren und die problematischen Praktiken unseriöser Akteure wirksam zu unterbinden.

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Rechtsstatus der Spielervermittler im Fußballsport
Hochschule
Universität Regensburg
Veranstaltung
Sportrechtliches Seminar
Note
14,0
Autor
Carl-Philipp Fischer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
28
Katalognummer
V275417
ISBN (eBook)
9783656681403
ISBN (Buch)
9783656681434
Sprache
Deutsch
Schlagworte
rechtsstatus spielervermittler fußballsport
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Carl-Philipp Fischer (Autor:in), 2014, Der Rechtsstatus der Spielervermittler im Fußballsport, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/275417
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Leseprobe aus  28  Seiten
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