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Vincent van Gogh, Das gelbe Haus - Praktisch-Methodische Prüfung in Acrylmalerei

Title: Vincent van Gogh, Das gelbe Haus - Praktisch-Methodische Prüfung in Acrylmalerei

Lesson Plan , 2004 , 23 Pages , Grade: Sehr gut

Autor:in: Frank Kretschmann (Author)

Pedagogy - Art education
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Summary Excerpt Details

Im Sommersemester 2004 startet an der Universität Oldenburg ein Seminar der ästhetischwissenschaftlichen Praxis mit dem Titel „Von der Skizze zum Bild - Bilder nach Bildern“ unter der Leitung der Hochschullehrenden Angela Kolter. Ziel der Veranstaltung ist die künstlerische und analytische Auseinandersetzung der Kunststudierenden mit Werken klassischer und zeitgenössischer Kunst. Theoretische und praktische Arbeitsanteile wechseln dabei einander ab. Die Studierenden 1 haben die Möglichkeit eine Bandbreite verschiedener Techniken und Stile zu erproben. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Acrylmalerei.

Während sich der theoretische Veranstaltungsteil neben dem Training analytischen ´Handwerkszeugs´ auf die Darbietung und Reflexion von Projektarbeiten sowie deren praktische und didaktische Umsetzung nicht nur im schulischen Rahmen erstreckt, bietet sich im Praxisteil die Möglichkeit, Aspekte selbst gewählter Malerei nachzuempfinden und malerisch zu erarbeiten. Ebenso bleibt ausreichend Raum für umfassenden Austausch und Befruchtung untereinander sowie Besprechungen eigener und fremder Arbeiten sowohl im gruppeninternen als auch individuellen Rahmen.

Hauptaufgabe zum Ende des Seminars ist die Durchführung eines eigenständigen Projekts in Form von Auswahl eines Werkes der Malerei sowie einer vertieften künstlerischen Auseinandersetzung mit diesem. Gegenstände und Inhalte dieser Auseinandersetzung können beispielsweise emotionale, materielle oder motivische Bezüge sein. Als primäres Medium kommt Acrylmalerei auf Nessel zum Einsatz. Neben der Kreation eines ästhetischen Objekts in Form von Tafelmalerei entwerfen die Studierenden ein Konzept und beschreiben ihr Arbeitsvorhaben in kurzer Berichtsform. Aus diesem Zusammenhang erwächst ebenso die fachpraktische Prüfung, deren Konzeption in diesem Bericht beschrieben wird.

Excerpt


Inhaltsübersicht

1. „VON DER SKIZZE ZUM BILD – BILDER NACH BILDERN“

1.1 HINTERGRÜNDE DER VERANSTALTUNG

1.2 PRAKTISCHE VORÜBUNGEN IM SEMINAR

2. DAS GELBE HAUS – EIN ORIGINAL IM ÜBERBLICK

2.1 BILDBESCHREIBUNG

2.2 BILDANALYSE

2.3 DEUTUNG UND INTERPRETATION IM HISTORISCHEN KONTEXT

3. DOKUMENTATION DER KÜNSTLERISCHEN AUSEINANDERSETZUNG

3.1 DAS GELBE HAUS – ERSTE BERÜHRUNG

3.2 KONZEPT EINER FIKTION

3.3 DAS ARBEITSVORHABEN IM DETAIL: PRODUKTION UND UMSETZUNG

3.4 ABSCHLUSSBETRACHTUNG

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit dokumentiert die praktische und methodische Auseinandersetzung eines Kunststudierenden mit Vincent van Goghs Werk „Das gelbe Haus“. Das primäre Ziel besteht darin, durch die bewusste künstlerische Interpretation eines historischen Werkes – realisiert als Acrylmalerei – eigene gestalterische Prozesse zu durchlaufen, zu reflektieren und dabei eine Fiktion zu schaffen, die über die bloße Reproduktion hinausgeht.

  • Künstlerische Analyse klassischer Malerei durch praktische Erprobung.
  • Techniken der Acrylmalerei und Aufbau von Malgründen.
  • Theoretische Einordnung von Van Goghs „gelbem Haus“ in den historischen Kontext von Arles.
  • Konstruktion fiktiver Wirklichkeiten im Spannungsfeld zwischen Totale und Detail.
  • Reflexion über den kreativen Denkprozess und die eigene Frustrationstoleranz.

Auszug aus dem Buch

3.2 Konzept einer Fiktion

Das Grundkonzept meiner Arbeit ähnelt in vielfacher Hinsicht einer Fiktion, in dem es Zustände und Realitäten simuliert, welche in der gezeigten Form niemals existent waren und sind.

Das gelbe Haus wird nach dem ersten Weltkrieg in den 20er Jahren umfassend verändert. Diese Umbaumaßnahmen betreffen insbesondere das Erdgeschoss. Aus dem einstigen Wohntrakt mit dem kleinen Lädchen entwickelt sich eine barähnliche Lokalität, die sich auf beide Haushälften erstreckt. Im Juni 1944 erfolgen schwere Bombenangriffe auf Arles, in deren Folge beide Haushälften schwer beschädigt werden. Die Zerstörungen machen jede Aussicht auf Rettung des geschichtsträchtigen Ortes zunichte. Nach Kriegsende bricht man die Ruinen des gelben Hauses vollends ab.

Die Fiktion meines Konzeptes versucht einerseits diese dramatischen Ereignisse auszumerzen, die neben dem gelben Haus auch den Platz betreffen, der infolge von Eingriffen der Nachkriegszeit sein im 19. Jahrhundert mit stadtplanerischem Geschick geprägtes Gesicht verloren hat. Andererseits löst die Fiktion das Setting des gelben Hauses aus jeder Chronologie heraus, versucht die Zeit des Lichts fortzuführen respektive sie zu konservieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. „VON DER SKIZZE ZUM BILD – BILDER NACH BILDERN“: Dieses Kapitel erläutert den Rahmen des Seminars an der Universität Oldenburg und die methodischen Grundlagen der ästhetisch-wissenschaftlichen Praxis.

1.1 HINTERGRÜNDE DER VERANSTALTUNG: Hier werden die Seminarziele beschrieben, die den Wechsel zwischen theoretischer Analyse und praktischer künstlerischer Arbeit betonen.

1.2 PRAKTISCHE VORÜBUNGEN IM SEMINAR: Das Kapitel bietet Einblicke in vorbereitende Übungen, wie das Arbeiten in Schwarz-Weiß zur Schulung des analytischen Blicks und die Herstellung von Malgründen.

2. DAS GELBE HAUS – EIN ORIGINAL IM ÜBERBLICK: Es erfolgt eine detaillierte bildnerische und historische Untersuchung von Van Goghs Vorlage.

2.1 BILDBESCHREIBUNG: Eine präzise visuelle Bestandsaufnahme des Bildes, seiner Perspektive, Figurenkonstellation und architektonischen Details.

2.2 BILDANALYSE: Hier wird Van Goghs Maltechnik, insbesondere Farbwahl und Duktus, im Hinblick auf ihre affektive Wirkung untersucht.

2.3 DEUTUNG UND INTERPRETATION IM HISTORISCHEN KONTEXT: Dieses Kapitel verknüpft die Entstehungsgeschichte des Hauses mit Van Goghs persönlichen Umständen und seinem Wunsch nach einer Künstlerkolonie.

3. DOKUMENTATION DER KÜNSTLERISCHEN AUSEINANDERSETZUNG: Der Autor beschreibt den eigenen Schaffensprozess und die methodische Entwicklung seiner Bilder.

3.1 DAS GELBE HAUS – ERSTE BERÜHRUNG: Die persönliche Faszination des Autors und der Entscheidungsprozess zur Wahl des Motivs werden reflektiert.

3.2 KONZEPT EINER FIKTION: Das Kapitel legt die konzeptionelle Entscheidung dar, das Motiv aus seinem historischen Untergang zu lösen und in einer fiktiven Morgenstimmung neu zu interpretieren.

3.3 DAS ARBEITSVORHABEN IM DETAIL: PRODUKTION UND UMSETZUNG: Detaillierte Schilderung der technischen Durchführung, von der Vorzeichnung bis zum Farbauftrag in Acryl.

3.4 ABSCHLUSSBETRACHTUNG: Eine zusammenfassende Bewertung des Lernprozesses und der persönlichen Erkenntnisgewinne aus der Arbeit.

Schlüsselwörter

Vincent van Gogh, Das gelbe Haus, Arles, Acrylmalerei, Künstlerische Auseinandersetzung, Bildanalyse, Fiktion, Maltechnik, Farbperspektive, Studium, Kreativer Prozess, Kunstdidaktik, Bildbeschreibung, Praxisorientierung, Bildende Kunst.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit dokumentiert eine künstlerisch-wissenschaftliche Projektarbeit innerhalb eines Universitätsseminars, bei der sich ein Studierender intensiv mit Vincent van Goghs Werk „Das gelbe Haus“ auseinandersetzt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Bildanalyse, der kunsthistorischen Einordnung des Werkes, der praktischen Anwendung von Acrylmaltechniken sowie der konzeptionellen Entwicklung eigener künstlerischer Entwürfe.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die eigenständige künstlerische Interpretation einer Vorlage, wobei durch die bewusste Konstruktion einer Fiktion neue narrative Strukturen zwischen dem Original und der eigenen Arbeit geschaffen werden sollen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit kombiniert kunstwissenschaftliche Methoden der Bildanalyse und Quellenrecherche mit einer ästhetisch-praktischen Methode, bei der der künstlerische Entstehungsprozess dokumentiert und reflektiert wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte Analyse des Originals, die Beschreibung der konzeptionellen Überlegungen zur Fiktion und eine detaillierte Darstellung des technischen Produktionsprozesses der eigenen Leinwände.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Van Gogh, Das gelbe Haus, Acrylmalerei, Fiktion, Bildanalyse, Kreativer Prozess und Kunstdidaktik.

Inwiefern spielt der Umbau des Hauses im 20. Jahrhundert eine Rolle für das Konzept?

Der Autor nutzt die historische Zerstörung des Hauses als Ausgangspunkt für seine Fiktion: Er entscheidet sich bewusst dafür, die dramatische Geschichte auszublenden und stattdessen die „Zeit des Lichts“ aus der Entstehungsperiode Van Goghs zu konservieren.

Warum kombiniert der Autor eine Totale mit einem Detailausschnitt?

Durch die serielle Anordnung soll der Betrachter gezwungen werden, zwischen den Bildwerken zu pendeln, was den Rezipienten aktiv in den schöpferischen Prozess der Konstruktion narrativer Wirklichkeiten einbindet.

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Details

Title
Vincent van Gogh, Das gelbe Haus - Praktisch-Methodische Prüfung in Acrylmalerei
College
Carl von Ossietzky University of Oldenburg  (Institut für Kunst und Medien)
Grade
Sehr gut
Author
Frank Kretschmann (Author)
Publication Year
2004
Pages
23
Catalog Number
V27542
ISBN (eBook)
9783638295727
Language
German
Tags
Vincent Gogh Haus Praktisch-Methodische Prüfung Acrylmalerei
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Frank Kretschmann (Author), 2004, Vincent van Gogh, Das gelbe Haus - Praktisch-Methodische Prüfung in Acrylmalerei, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/27542
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