Technische Entwicklungen im Handel


Hausarbeit, 2014

28 Seiten, Note: 1,5


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Digitale Einkaufsplanung und Location Based Services
2.1 Der digitale Einkaufszettel
2.2 Location Based Services

3 Eingesetzte Technologien im Handel
3.1 Persönliche Ansprache des Kunden durch technischen Fortschritt
3.2 Smartcart: intelligenter Einkaufswagen der Zukunft
3.3 QR-Codes und Augmented Reality

4 Neuartige Zahlungs- und Kassensysteme
4.1 Mobile Endgeräte für moderne Zahlungssystem
4.2 Selbstbedienungskasse
4.3 Der Fingerabdruck als Zahlungsmittel

5 Fallbeispiel: METRO Group Future Store Initiative
5.1 Entwicklung der Metro Group Future Store Initiative
5.2 Das technisch geprägte Einkaufserlebnis

6 Fazit

7 Quellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

Der Handel ist wohl so alt wie die Menschheit selbst. Dabei wurde der Verkauf von Waren schon immer durch technische Entwicklungen geprägt. Man denke dabei nur einmal an die Erfindung der Glühbirne. Händler hatten zum ersten mal die Chance ihre Ware unabhängig vom Wetter oder der Tageszeit in geschlossenen Räumen zu verkaufen. Dank des gespendeten Lichtes war es dem Kunden nun möglich fernab der Witterung Produkte zu erwerben.[1] Ähnliches ist auch in der heutigen Zeit erkennbar. Genauso wie die Glühbirne den Handel vom Marktplatz in die Warenhäuser geholt hat, bringen moderne Informationstechnologien den stationären Handel in die digitale Welt. Durch den Einsatz von IT-Systemen und dem Internet entwickelt der Handel eine ganz neue Dynamik. Mehr denn je kann spezifisch auf den Kunden eingegangen und neue Innovationen verwirklicht werden.[2]

Die folgende Seminararbeit soll dem Leser einen Einblick in diese technologischen Entwicklungen verschaffen. Dabei stellt ein gewöhnlicher Einkauf den Rahmen der Hausarbeit dar. Von der Erstellung einer Einkaufsliste bis hin zur Bezahlung der Produkte, sollen neuartige Technologien vorgestellt werden. Das erste Kapitel bildet diese Einleitung. Die Auflistung der Produkte, welche man gewillt ist zu kaufen, und das finden einer geeigneten Geschäftsstelle werden, unter Berücksichtigung der Digitalisierung, Bestandteil des zweiten Kapitels sein. Das dritte Kapitel soll die Technologischen Innovationen im Handel selbst präsentieren. No-Line-Systeme, welche für eine maximale Vernetzung zwischen dem stationären Handel und dem Internet stehen, sind besonderes Augenmerk dieses Kapitels.[3] Informationstechnologien und das Internet haben ebenfalls die Art der Bezahlung revolutioniert. Auf diese Thematik wird im vierten Kapitel genauer eingegangen . Das fünfte Kapitel stellt ein Fallbeispiel dar, in dem näher auf das Projekt der Metro Group Future Store Initiative eingegangen wird. Hier wurde bereits im Jahre 2003 eine Filiale eröffnet, welche die neusten technischen Entwicklungen direkt am Kunden testet.[4] Den Abschluss der Seminararbeit stellt das Fazit dar, dies wird im sechsten und letzten Kapitel präsentiert.

2. Digitale Einkaufsplanung und Location Based Services

2.1 Der digitale Einkaufszettel

Der Einkaufszettel wird digital! Wurde früher noch eine Einkaufsliste mit einem Stift auf ein Blatt Papier geschrieben, helfen uns heute mobile Endgeräte wie das Smartphone oder der Tablet PC unseren alltäglichen Einkauf zu Planen. Für die Umsetzung wurden Apps entwickelt, bei dem der Konsument seine Einkaufliste ganz einfach digital erstellen kann. Ist eine solche Liste erst einmal erstellt worden, kann der Nutzer aus dieser App ganz einfach Informationen über die gewünschten Produkte via Internet herausfiltern. Viele verschiedene Händler bieten einen solchen digitalen Einkaufzettel ebenfalls an.[5] Ein Beispiel wäre der deutsche Handelskonzern Rewe Group, der mit seiner App ''REWE MeinkaufsBox'' die Konsumenten zum Einkauf animieren soll. Die Anwendung macht es dem Kunden nicht nur möglich eine Einkaufliste für einen jeweiligen Rewe Supermarkt zu erstellen, sondern er bekommt zusätzlich noch einen auf seine Bedürfnisse zugeschnittenen Newsletter.[6] Dieser wird auf der Basis von früheren Einkaufsliste erstellt. Benutzt der Kunde also die App, analysiert das System die geplanten Einkäufe und schafft es so, speziell für den Kunden angefertigte Werbung anzubieten.[7] Hinzu kommt, dass die App neben dem Erstellen von Einkaufslisten oder personalisierter Werbung ebenfalls eine Marktsuche mit eingebaut hat. Hier kann man seine favorisierten Rewe Märkte einspeichern und bekommt so die verschiedensten Angebote des jeweiligen Marktes direkt auf sein Smartphone.[8] Möchte man nun aber nicht die Märkte miteinander vergleichen, sondern die Produkte, ist es ganz einfach möglich via Barcode Scanner die Produkte zu lesen und sie in den verschiedensten Märkten zu finden. Diese Anwendungen sind auf mobilen Endgeräten entweder schon Vorprogrammiert oder lassen sich als App downloaden. Ein wichtiger technischer Aspekt ist dabei, dass das mobile Endgerät bereits über eine eingebaute Kamera verfügt. Somit ist das einscannen eines Barcodes leider nicht auf älteren Endgeräten möglich. Nach dem scannen eines Produktes entsteht eine direkte Verbindung zu der jeweiligen Internetseite und mit einem Klick erhält der Benutzer sämtliche Informationen über das Produkt und in welchen Märkten dieses verfügbar ist.[9] Natürlich kann der Nutzer solcher Apps auch eine Einkaufsliste bei dem Händler seines Vertrauens zusammenstellen, welcher dann die gewünschten Produkte für den Kunden reserviert. Der Konsument muss also nur noch in dem Geschäft seiner Wahl vorbei fahren und das gewählte Angebot abholen.[10]

2.2 Location Based Services

Wie am Beispiel der Rewe Group schon erklärt, können Geschäfte auch Produkte durch internetfähige Smartphones oder Tablet PCs geortet werden. Der Oberbegriff dieser Anwendung lautet Location Based Services und bietet Unternehmen sowie Kunden ganz neue Möglichkeiten.[11] Über die Ortung durch GPS kann der exakte Standort des Kunden bestimmt werden und ihm bei der Suche nach der entsprechenden Filiale behilflich sein. Möchte der Kunde nun einen bestimmten Laden finden, gibt er das gewünschte Geschäft einfach in die dementsprechende App ein und die Anwendung zeigt die nächstgelegene Filiale mit der dazugehörigen Route an.[12] Zudem kann der Händler den Location Based Service nutzen um direkte ortsbezogene Werbung anzubieten. Apps wie ''Mein Prospekt'' oder ''KaufDa'' bieten den Kunden eine Reihe von Prospekten an, wenn jene sich gerade in der Nähe einer Filiale befinden. Gibt der Kunde also den Befehl, dass die App auf seinen Standort zugreifen kann, zeigt die Anwendungen alle sich in der Umgebung befindenden Geschäfte mit zusätzlichen Prospekten an. Natürlich müssen sich die dabei angezeigten Händler erst einmal in dieser App registrieren lassen.[13] Auch das Angebot von Coupons kann an Kunden, die sich gerade in dem Umfeld einer entsprechende Filiale aufhalten, versendet werden. Kundschaft, die sich zum Beispiel in der Nähe eines Netto Markendiscounters befinden, bekommen Rabattgutscheine auf ihr Handy gesendet. Voraussetzung dafür ist, dass der Anwender die App des Discounters installiert hat und ihr auch den Zugang zu dessen GPS Daten gewehrt. Solche Apps können auch als Kundenkarte oder als virtuelle Bonussysteme verwendet werden. Schon das Betreten einer Supermarktfiliale könnte dazu führen, dass man Bonuspunkte auf seine App zugesichert bekommt und weitere spezielle Rabatte erhält.[14] An dieser Stelle spielt der Suchmaschinen-Gigant Google eine große Rolle. Eine Vielzahl der Anbieter von Location Based Services nutzen Anwendungen von Google wie Google Places, Google Maps oder Google Local. Hier erfährt der Konsument genauere Informationen über den Händler. Der Kunde hat die Möglichkeit die Filiale hinsichtlich des Sortiments, des Personals oder anderen Faktoren zu bewerten und Kunden zu informieren. Somit kann Google auch in Hinblick sozialer Faktoren den stationären Handel beeinflussen. Der Händler selbst kann Informationen wie die Öffnungszeiten oder einen direkten Link auf die Internetseite des Unternehmens mit einbinden.[15] Im Sinne von Location Based Services muss auch das Thema QR-Codes angesprochen werden. QR-Codes (Quick Response-Codes) sind zweidimensionale optische Codierungen mit einer sehr hohen Informationsdichte, welche über einen sogenannten QR-Code Generator gelesen werden. Meist ist dieser Generator schon in einem mobilen Endgerät vorinstalliert, kann aber auch extra installiert werden. Ähnlich wie bei dem Scannen eines Barcodes wird auch hier eine eingebaute Kamera im Endgerät benötigt, da es sonst nicht möglich ist den QR-Code zu lesen.[16] Werbemaßnahmen außerhalb des Geschäftes können von Händlern zusätzlich über QR-Codes dargestellt werden. So hat zum Beispiel die Baumarkthandelskette Obi in ihrer Frühlingskampagne 2012 Plakate an Bushaltestellen mit integrierten QR-Codes versehen. Nach dem Scannen dieser Codes, erhielt man via Smartphone verschiedenste Informationen zu den angebotenen Produkten.[17] Das Lesen eines solchen Codes kann außerdem noch eine zusätzliche Hilfe von Location Based Services darstellen. Händler können ihre QR-Codes mit virtuellen Landkarten versehen, welche den Kunden zum jeweiligen Geschäft führen soll.[18]

3. Eingesetzte Technologien im Handel

3.1 Persönliche Ansprache des Kunden durch technischen Fortschritt

Nachdem nun eine eine digitale Einkaufliste erstellt und die passende Filiale gefunden wurde, geht es an den Einkauf. Schon beim Betreten des Geschäftes wird man mit den neusten Technologien konfrontiert. Wie im vorherigen Kapitel bereits erwähnt, können mobile Endgeräte auch als Kundenkarte dienen und dem Händler die Möglichkeit geben ihre Kunde via GPS zu orten. Hat der Kunde diese Funktion aktiviert, ist es dem Händler möglich, den Kunden direkt eine Begrüßungsnachricht mit persönlicher Ansprache, zu zusenden. Monitore, die am Eingang platziert sind, könnten ebenfalls zur persönlichen Begrüßung beisteuern. Dabei ist der Monitor mit GPS verbunden und merkt, wann ein Kunde die Filiale betritt. Natürlich ist die Zustimmung des Kunden dabei erforderlich.[19] Hat der Kunde in der jeweiligen App des Anbieters seinen Namen und seine Vorlieben hinterlassen, kann der Händler nicht nur eine persönliche Begrüßung via Monitor inszenieren, sondern hat ebenfalls die Möglichkeit zielgerichtete Werbung zu präsentieren. Betritt der Kunde also Beispielsweise einen Modeladen zeigt der Monitor, welche Hosen oder Schuhe für den Kunden gerade ansprechend sein könnten. Mithilfe von Größenvermessungs-Apps hat der Kunde zusätzlich die Möglichkeit, Informationen wie Konfektionsgröße für das Unternehmen bereit zu stellen. Ein Monitor scannt die anprobierten Kleidungsstücke und teilt dem Kunden mit, welches Kleidungsstücke auf Basis der Vorlieben dazu passen könnten. Zusätzlich wird dem Benutzer mitgeteilt, dass besagtes Kleidungsstück auf Grundlage der Größenvermessungs-App, in einer anderen Größe besser passen würde.[20]

3.2 Smartcart: intelligenter Einkaufswagen der Zukunft

Auch der herkömmliche Einkaufswagen bietet neue technologische Entwicklungen. Bei dem sogenannten ''Smartcart'', dem intelligenten Einkaufswagen der Zukunft, spielt die Near Field Communication eine tragende Rolle.[21] Unter Near Field Communication (NFC) versteht man eine Nahfunktechnik, mit der Daten kontaktlos untereinander ausgetauscht werden können.[22] NFC ist mittlerweile weit verbreitet und ist eine Technologie, die bereits in vielen Smartphones eingebaut wurde. Dies weiß der intelligente Einkaufswagen zu nutzen und agiert mit dem Smartphone. Hat man nun eine virtuelle Einkaufsliste erstellt und legt ein sich darauf befindendes Produkt in den Einkaufswagen, reagiert das Smartphone, welches via NFC mit dem Wagen verbunden ist und streicht das entsprechende Produkt von der Liste. Zusätzlich ist der ''Smartcart'' mit einem Display versehen. Mit Hilfe des Displays bekommt der Kund eine genaue Übersicht über die Preise des im Korbes befindlichen Produktes, erhält Informationen über die Produkte und bekommt sogar eine Navigation zu den Produkten angeboten.[23] An dieser Stelle muss kurz auf die Technik von Radio Frequency Identification Chips ( RFID) eingegangen werden. RFID-Chips werden an Produkten angebracht und können von dem Kunden durch etwa den ''Smartcart'' geortet werden. Auch der Einsatz mobiler Endgeräte spielt dabei eine Rolle. So kann zum Beispiel das Smartphone die Produkte durch eine App orten und sie via GPS genau zu dem Produkt im Geschäft führen. Zusätzlichen kann der Kunde die Produkte auf Verfügbarkeit abrufen und Informationen über diese erlangen.[24]

3.3 QR-Codes und Augmented Reality

Im Geschäft selbst werden QR-Codes eine immer größere Rolle spielen. Zum Beispiel hat der Lebensmitteldiscounter Netto eine App entwickelt, in der neben den Anwendungen, wie das Erstellen einer Einkaufliste oder dem Store-Finder, bereits ein QR-Code Scanner vorinstalliert ist. Das Unternehmen setzt auf Prospekte und Lebensmittel, die in den meisten Fällen mit einem QR-Code versehen sind. Diese kann der Kunde via App scannen und spezielle Informationen zu dem Produkt erhalten. Zudem kommt auch hier wieder die Funktion der Kundenkarte zum Vorschein. Scannt der Kunde die Produkte, hat der Händler die Möglichkeit das Kaufverhalten zu analysieren und dem Kunden so spezifisch Werbung zukommen zu lassen oder auf Produkte, welche er oft in Anspruch nimmt, Rabatte zu gewähren. Jedes eingescannte Produkt wird also vom Unternehmen aufgenommen und kann somit zur Analyse weiterverarbeitet werden.[25] Durch die Nutzung von QR-Codes entstanden im Laufe der Zeit einige innovative Ideen. So hat das Unternehmen Tesco mit ihrer Aktion ''Tesco`s Homeplus Subway Store'' ihr erstes virtuelles Geschäft in Südkorea eröffnet. Tesco hat in U-Bahnstationen Plakate angebracht, welche ein Lebensmittelgeschäft darstellen sollen. Auf den Plakaten sind die verschiedensten Artikel in Originalgröße abgebildet. Dabei sind sämtliche dargestellten Artikel mit einem QR-Code versehen. Scannt man den gewünschten Artikel, werden sämtliche Informationen auf das mobile Endgerät übertragen. Nun kann der Kunde das Produkt in seinen virtuellen Warenkorb verlagern und es sich noch am selben Tag nach Hause liefern lassen. Die gewählten Lebensmittel sind meist noch bevor die Kunden wieder zuhause sind an dem gewünschten Ort. Südkoreanische Medien berichten, dass fast täglich über 200.000 Kunden die Möglichkeit des virtuellen Lebensmittelladens nutzen. Diese Form des Einkaufes entwickelte sich soweit, dass es heute Geschäfte gibt, welche nur noch als sogenannte ''Showrooms'' dienen.[26] Das Tochterunternehmen von eBay, Paypal, welches für ihre Online-Zahlungsmethode bekannt ist, versah im Rahmen eines Pilotprojektes 32 Geschäfte in der Oldenburger Innenstadt mit QR-Codes. Der Großteil der Einzelhändler bestand dabei aus bekannten Marken wie etwa Jack Wolfskin oder Marco Polo. Dem Kunden war es nun möglich sich die Produkte im Geschäft anzuschauen und entweder die Artikel direkt mitzunehmen oder extra Informationen via QR-Codes zu erhalten und diese zu sich nach Hause bestellen zu lassen. Ein besonderer Vorteil für den Händler und für den Kunden bietet der QR-Code wenn außerhalb der Öffnungszeiten eingekauft werden möchte. Hier ist es dem Verkäufer möglich seine Schaufenster mit QR-Codes zu versehen, sodass potenzielle Käufer durch einfaches scannen dieses Codes die Produkte außerhalb der Öffnungszeiten erwerben können.[27] Als die nächste Stufe des QR-Codes könnte man die Entwicklung des Augmented Reality bezeichnen. Augmented Reality bedeutet übersetzt ''Erweiterte Realität'' und projiziert virtuelle Darstellungen unter Benutzung mobiler Endgeräte in die reale Welt.[28] Um dies zu verdeutlichen soll eine App des Einrichtungskonzerns Ikea dienen. Zusammen mit ihrem neusten Katalog, entwickelte Ikea eine App, in der man seine gewünschten Möbelstücke virtuell in den jeweiligen Wohnraum platzieren kann. Dabei installierte man die App und hatte den gesamten Katalog auf seinem mobilen Endgerät gespeichert. Nun musste der Katalog an die gewünschte Stelle, wo zum Beispiel die ausgesuchte Couch stehen sollte, gelegt werden. Mit der Kamera des mobilen Endgerätes wurde die gewünschte Couch auf die Stelle des Kataloges projiziert und der Kunde konnte sehen wie die Couch in dem Wohnraum wirkte.[29] In der Modebranche findet Augmented Reality auch immer mehr Verwendung. So hat das Unternehmen Cisco Systems einen Spiegel entwickelt, welcher die Umkleidekabine ersetzen könnte. Der Spiegel analysiert die Maße des Kunden und projiziert die Kleidung, die der Kunde anprobieren will direkt auf den Körper. Dabei kann ein T-Shirt Wechsel durch nur eine Handbewegung geschehen. Durch einfaches wischen über den virtuellen Spiegel, kann sich der Kunde ohne große Umstände durch das komplette Sortiment blättern und dieses ohne Wartezeiten vor den Umkleidekabinen anprobieren. Auch hier hat es den Vorteil, dass der Kunde unabhängig von den Öffnungszeiten einkaufen kann. Der Händler kann den virtuellen Spiegel einfach in einem Schaufenster platzieren und der Käufer hat die Möglichkeit, die Artikel außerhalb des Ladens anzuprobieren.[30] Vereinzelt setzen Modemarken wie Diesel bereits auf diese Art der virtuellen Umkleidekabinen. Auch Adidas testet vermehrt interaktive Schaufenster als virtuelle Einkaufsmöglichkeit.[31]

4. Neuartige Zahlungs- und Kassensysteme

4.1 Mobile Endgeräte für moderne Zahlungssysteme

Im Laufe dieser Seminararbeit hat sich heraus gestellt, dass der Einsatz mobiler Endgeräte dem stationären Handel eine Vielzahl von Möglichkeiten bietet. Die Nutzung von Smartphones und Tablet PCs spielen auch bei Zahlungssystemen eine immer größere Rolle. Anbieter wie Payleven oder iZettl entwickelten Apps, welche den Bezahlungsvorgang mit Hilfe von Near Field Communication Chips erleichtern sollen. Der Kunde installiert dabei die App auf sein Smartphone und hinterlässt seine Kontodaten. Mit Hilfe von NFC Lesegeräten erfolgt so die Zahlung via Handy. Das mobile Endgerät wird so positioniert, dass das Lesegerät mit dem Smartphone in Kontakt treten kann. Nun muss der Kunde noch einen Code eingeben, damit sicher gestellt werden kann, dass es sich auch um den rechtmäßigen Besitzer des Smartphones handelt.[32] Manche Bank- oder Kreditkarten verfügen ebenfalls über NFC-Chips. Hier wird wie beim Nutzen des Smartphones die Karte in die Nähe des Lesegerätes gehalten und das Geld wird automatisch vom Konto des Kunden abgebucht. Bei kleineren Beträgen mit einer Höhe von maximal 20-25 Euro ist die Eingabe eines Pins nicht notwendig.[33] Auch QR-Codes bieten neue Bezahlungsmöglichkeiten an. Das Unternehmen Paypal hat eine App entwickelt, welche verstärkt auf die Zahlung via QR-Codes setzt. Dabei muss der Kunde einen Paypal Account besitzen und seine Kontodaten hinterlassen haben. Die App generiert einen Code auf das Smartphone. Dieser wird anschließend vom Kassierer durch spezielle Lesegeräte gescannt und das Geld wird automatisch vom Konto des Käufers abgebucht. Paypal möchte mit dieser Aktion vermehrt auf den stationären Handel setzen und bietet im Rahmen dieser App Zusatzangebote, wie etwa Rabatte oder Gutscheine, an.[34]

[...]


[1] Vgl. Lux, W. (2012), S.51.

[2] Vgl. Schröder, H. (2013), S.134.

[3] Vgl. Heinemann, G. (2013), S.10.

[4] Vgl. o.V. (2013), http://www.future-store.org.

[5] Vgl. Lux, W. (2012), S.197.

[6] Vgl. o.V. (2013), http://beste-apps.chip.de.

[7] Vgl. Lux, W. (2012), S.197.

[8] Vgl. o.V. (2013), http://beste-apps.chip.de.

[9] Vgl. Lux, W. (2012), S.197.

[10] Vgl. Heinemann, G. (2012), S.11.

[11] Vgl. Heinemann, G. (2012), S.103.

[12] Vgl. Heinemann, G. (2012), S.9.

[13] Vgl. Lux, W. (2012), S.229.

[14] Vgl. Heinemann, G. (2013), S.41.

[15] Vgl. Haug, K. (2013), S.37.

[16] Vgl. Urban, T. / Carjell M.A. (2011), S.55.

[17] Vgl. Heinemann, G. (2013), S.47.

[18] Vgl. Urban, T. / Carjell M.A. (2011), S.58.

[19] Vgl. Lux, W. (2012), S.199.

[20] Vgl. Gehrckens, M. / Boersma, T. (2013), S.72.

[21] Vgl. o.V. (2013), http://www.weblogit.net.

[22] Vgl. Heinemann, G. (2012), S. 63.

[23] Vgl. o.V. (2013), http://www.weblogit.net.

[24] Vgl. Heinemann, G. (2013), S.45.

[25] Vgl. Mayer, J. (o.J.), http://www.plazz-entertainment.com.

[26] Vgl. Heinemann, G. (2013), S. 47.

[27] Vgl. Fuchs, G. J. (o.J.), http://t3n.de.

[28] Vgl. Urban, T. / Carjell, M.A. (2011), S. 58.

[29] Vgl. Jüngling, T. (2013), http://www.welt.de.

[30] Vgl. Lux, W. (2012), S. 170.

[31] Vgl. Gehrckens, M. / Boersma, T. (2013), S.66.

[32] Vgl. Fuchs, G. J. (o.J.), http://t3n.de.

[33] Vgl. Arnold, A. / Jäger, M. (2012), http://www.pcwelt.de.

[34] Vgl. Kroll, S. (2013), http://www.internetworld.de.

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten

Details

Titel
Technische Entwicklungen im Handel
Hochschule
Fachhochschule Erfurt
Note
1,5
Autor
Jahr
2014
Seiten
28
Katalognummer
V275424
ISBN (eBook)
9783656684176
ISBN (Buch)
9783656684190
Dateigröße
4473 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
technische, entwicklungen, handel
Arbeit zitieren
Oliver Menzel (Autor), 2014, Technische Entwicklungen im Handel, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/275424

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