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Mögliche Zusammenhänge zwischen Fernsehkonsum und Mathematikleistungen bei Schülerinnen und Schülern der Mittelstufe

Title: Mögliche Zusammenhänge zwischen Fernsehkonsum und Mathematikleistungen bei Schülerinnen und Schülern der Mittelstufe

Examination Thesis , 2013 , 78 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Anonym (Author)

Mathematics - Miscellaneous
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Medien sind ein fester Bestandteil der Gesellschaft und stehen auch im Alltag der Kinder im Mittelpunkt. Man wird überall und immer mit Medien konfrontiert und durch sie beeinflusst. Es gibt Positionen die dem Medienkonsum gegenüber positiv eingestellt sind, jedoch auch solche, die gegen einen erhöhten Medienkonsum sind. Viele Studien, welche die Wirkung von Medienkonsum auf die Gesellschaft und speziell auf Kinder untersuchen geben Erkenntnisse wieder, die sich wie folgt äußern: Hoher Medienkonsum wird als Grund für negative psychische und physische Folgen für den menschlichen Körper betrachtet, wodurch auch andere Bereiche des Lebens mit einbezogen werden. Im Rahmen dieser Examensarbeit sollen die möglichen Zusammenhänge zwischen Fernsehkonsum einerseits und Mathematikleistungen andererseits bei Schülerinnen und Schülern der Mittelstufe untersucht werden. Dazu soll eine eigens durchgeführte Studie an einer Schule in der Mittelstufe dienen. Forscher untersuchen schon seit langem, welche Faktoren Ursachen einer Rechenstörung sein können. Die Examensarbeit soll dazu dienen, einen kleinen Einblick in das Themengebiet der Rechenstörung zu gewähren. Dazu soll im ersten Teil versucht werden, eine Definition für Rechenstörung zu finden. Hier wird von einem Versuch gesprochen, da es in der Literatur etliche Definitionen dazu gibt. Die Diskrepanzdefinition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zum Begriff Rechenstörung soll dabei als Grundlage dienen und kritisch betrachtet werden. Anhand einiger Fallbeispiele sollen exemplarisch mögliche Erkrankungsbilder und Ursachenfelder gezeigt werden. Im zweiten Teil der Examensarbeit geht es vor allem um den Themenkomplex Medien und Bildung. Hier sollen die Positionen zu Medien erwähnt und kurz diskutiert werden. Weiterhin sollen anhand der KIM-Studie und der Sesamstraßen-Studie positive wie auch negative Erkenntnisse und Trends im Medienkonsum aufgezeigt werden. Der Schwerpunkt der Examensarbeit soll darin liegen, die Annahme, dass überhöhter Medienkonsum, speziell der Fernsehkonsum sich auf die mathematischen Leistungen von Kindern negativ auswirken kann, zu untersuchen. Dazu wird im dritten Teil eine Datenerhebung an einer Schule durchgeführt und analysiert. Die Ergebnisse der relevanten Aspekte sollen anhand von visuellen Darstellungen besser erläutert und zusammengefasst werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

1. Rechenstörung /Rechenschwäche /mangelnde Rechenfertigkeiten

1.1 Begriffserklärung

1.1.1 Definitionen

1.1.2 Diskrepanzdefinition der Weltgesundheitsorganisation (WHO)

1.2 Fallbeispiele

1.2.1 Fall Sabine

1.2.2 Fall Martin

1.2.3 Fall Kübra

1.2.4 Zusammenfassende Bemerkungen zu den Fällen

2. Medien und Bildung

2.1 Medien und Medienangebot

2.2 Populäre Meinungen zum Medienkonsum

2.2.1 Manfred Spitzer: Vorsicht Bildschirm

2.2.2 Steven Johnson: Neue Intelligenz. Warum wir durch Computerspiele und TV klüger werden

2.2.3 Bemerkungen

2.3 KIM-Studie

2.3.1 Themeninteressen

2.3.2 Medienausstattung und Medienbesitz

2.3.3 Freizeitaktivitäten und Medienbeschäftigung

2.3.4 Medienbindung

2.4 Das Fernsehen

2.4.1 Negative Einflüsse des Fernsehens

2.4.2 Positive Einflüsse des Fernsehens

2.5 Das Sesamstraßenexperiment

3. Empirische Untersuchung

3.1 Datenerhebung

3.1.1 Die Schule

3.1.2 Die Studienteilnehmer

3.2 Datenaufbereitung

3.3 Explorative Datenanalyse

3.4 Datenauswertung

3.5 Interpretationen

4. Fazit

5. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht mögliche Zusammenhänge zwischen dem täglichen Fernsehkonsum und den mathematischen Schulleistungen bei Schülerinnen und Schülern der Mittelstufe. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob sich ein überhöhter Fernsehkonsum negativ auf das Verständnis von Zahlen und Rechenfertigkeiten auswirkt und welche weiteren Faktoren dabei eine Rolle spielen.

  • Definition und Ursachen von Rechenstörungen (Rechenschwäche/Dyskalkulie)
  • Wissenschaftliche Debatte zum Medienkonsum und dessen Auswirkung auf die kognitive Entwicklung
  • Analyse von Daten zur Mediennutzung mittels der KIM-Studie und der Sesamstraßen-Studie
  • Empirische Datenerhebung und explorative Datenanalyse an einer Realschule
  • Interpretation der Korrelationen zwischen Fernsehkonsum, Freizeitgestaltung und mathematischer Kompetenz

Auszug aus dem Buch

1.2.1 Fall Sabine

Sabine ist elf Jahre alt und besucht die 5. Klasse einer Realschule. Ihre Eltern sind geschieden, sie lebt mit ihrer älteren Schwester bei der Mutter. Die Schwester ist 20 Jahre alt und studiert. Ihren Vater besucht Sabine nur an Wochenenden oder in den Ferien. Da er in einer anderen Stadt lebt, kommt es manchmal auch vor, dass sie sich einige Monate nicht sehen. Die Mutter ist Akademikerin und arbeitet in Vollzeit. Während sie auf der Arbeit ist kommt eine Tagesmutter, die Sabine bei den Hausaufgaben hilft und ihr Essen zubereitet. Außerdem ist sie dafür zuständig, Sabine in den Leichtathletik-Verein zu bringen. Die Tagesmutter beschwert sich oft darüber, dass Sabine die Hausaufgaben nicht erledigen möchte, viel lieber in ihrem Zimmer tobt, sich an ihr iPad setzen möchte, um Spiele zu spielen oder lieber Musik hört und dabei tanzt. Die einzigen Medien, die Sabine selbst besitzt sind ihr iPad und iPod. Einen eigenen Fernseher besitzt sie nicht, den im Wohnzimmer befindlichen Fernseher bedient sie nur selten, da am Nachmittag oft nicht genug Zeit bleibt. Sabine hat eine diagnostizierte Aufmerksamkeits- und Hyperaktivitätsstörung, weshalb sie eine Therapie besucht. Zu den Therapiestunden begleitet sie die Mutter. Laut Tagesmutter fällt es Sabine schwer, sich ruhig und aufmerksam zu verhalten. Bei der Bearbeitung der Hausaufgaben kommt es häufig zu Konflikten. Sabine beschäftigt sich mit anderen Dingen, anstatt sich auf die Aufgaben zu konzentrieren. Die Mutter schaut abends nochmals über die Aufgaben und fragt, wie der Tag verlaufen ist. Viel Zeit können sie nicht gemeinsam verbringen. Die Mutter setzt Sabine oft unter Druck, da sie einen Vergleich zwischen der älteren Schwester und ihr zieht. Sarah, die ältere Schwester hatte nie Schwierigkeiten in der Schule. Bei Sabine fallen neben dem unruhigen und zappeligen Verhalten die schlechten Noten in Mathematik besonders auf. Schon während der Grundschulzeit stand sie in Mathematik immer auf der Note „ausreichend“.

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einleitung: Einführung in die Relevanz der Medien im Alltag von Kindern und die Formulierung der Forschungsfrage hinsichtlich möglicher Auswirkungen auf die Rechenleistung.

1. Rechenstörung /Rechenschwäche /mangelnde Rechenfertigkeiten: Theoretische Auseinandersetzung mit Begrifflichkeiten und Ursachen für Rechenschwierigkeiten, illustriert durch Fallbeispiele.

2. Medien und Bildung: Analyse der wissenschaftlichen Positionen zum Medienkonsum, Einbindung aktueller Studien zur Mediennutzung sowie Diskussion negativer und positiver Einflüsse des Fernsehens.

3. Empirische Untersuchung: Detaillierte Beschreibung der Vorgehensweise, der untersuchten Schülergruppe und der durchgeführten explorativen Analyse der erhobenen Daten.

4. Fazit: Zusammenführung der theoretischen Erkenntnisse und der empirischen Ergebnisse sowie Ausblick auf notwendige pädagogische Konsequenzen im Schulalltag.

5. Literaturverzeichnis: Auflistung der in der Arbeit zitierten Quellen.

Schlüsselwörter

Rechenstörung, Dyskalkulie, Rechenschwäche, Fernsehkonsum, Medienkonsum, KIM-Studie, Sesamstraße, Mathematikleistung, Mittelstufe, Medienpädagogik, Kognitive Entwicklung, Schulleistung, Empirische Untersuchung, Medienkompetenz, Lernschwäche.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Menge des täglichen Fernsehkonsums und der mathematischen Leistungsfähigkeit von Schülerinnen und Schülern der Mittelstufe.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Themenfelder umfassen die Definition von Rechenstörungen, die medienwissenschaftliche Debatte über die Auswirkungen von Bildschirmmedien auf Kinder sowie die empirische Analyse von Freizeitverhalten und schulischen Leistungen.

Was ist die primäre Zielsetzung der Arbeit?

Das Ziel ist es, auf Basis einer eigenen empirischen Studie an einer Realschule zu ermitteln, ob eine Korrelation zwischen der Dauer und Art des Fernsehkonsums und einer schwachen oder starken mathematischen Leistung besteht.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es wird eine Kombination aus Literaturrecherche (theoretischer Rahmen) und einer eigenen empirischen Untersuchung mit Fragebögen an einer Schule, sowie einer anschließenden explorativen Datenanalyse angewandt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Definition von Rechenschwächen, eine Diskussion über Medienkonsum anhand bekannter Studien und eine detaillierte Auswertung der erhobenen Daten der untersuchten Schülerklasse.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Rechenstörung, Dyskalkulie, Medienkonsum, Fernsehen, KIM-Studie und mathematische Kompetenz.

Wie unterscheidet sich die "Diskrepanzdefinition" von anderen Definitionen?

Sie betrachtet das Versagen beim Rechnen primär als medizinische Krankheit, bei der eine deutliche Diskrepanz zwischen der allgemeinen Intelligenz und der tatsächlichen Rechenleistung vorliegen muss.

Was ist das zentrale Ergebnis der "Sesamstraßen-Studie"?

Die Studie zeigt, dass Bildungssendungen dieser Art positive kognitive Wirkungen auf das Gehirn von Kindern haben können, indem sie Areale aktivieren, die für mathematische und sprachliche Leistungen zuständig sind.

Was lässt sich über den Zusammenhang von eigenem Fernseher und Schulleistung sagen?

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Schüler mit eigenem Fernseher im Zimmer tendenziell zu höherem Konsum neigen und vom Lehrer mathematisch etwas schlechter bewertet werden als Kinder ohne eigenen Apparat.

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Details

Title
Mögliche Zusammenhänge zwischen Fernsehkonsum und Mathematikleistungen bei Schülerinnen und Schülern der Mittelstufe
College
University of Duisburg-Essen
Grade
2,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2013
Pages
78
Catalog Number
V275443
ISBN (eBook)
9783656677444
ISBN (Book)
9783656677437
Language
German
Tags
mögliche zusammenhänge fernsehkonsum mathematikleistungen schülerinnen schülern mittelstufe
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2013, Mögliche Zusammenhänge zwischen Fernsehkonsum und Mathematikleistungen bei Schülerinnen und Schülern der Mittelstufe, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/275443
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