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Familie. Eine multidisziplinäre Einführung

Human- und Gesellschaftswissenschaften am Beispiel der Institution Familie

Titel: Familie. Eine multidisziplinäre Einführung

Hausarbeit , 2011 , 32 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Annett Hornung (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit spiegelt in einem kurzen Abriss Thesen, Theorien und Erkenntnisse zu dem Komplex und Begriff „Familie“. Aufgrund der vielfältigen Facetten ergibt sich in der Praxis die Notwendigkeit, mithilfe verschiedener Disziplinen dieses Thema zu beleuchten. Explizit betrachtet wird Deutschland regional als Vertreter der westlichen Industrienationen. Ich gehe aus von der Auffassung nach Nave-Herz (2009): Es konstituieren das Bestehen zweier Generationen, wechselseitige Fürsorge und die „biologisch-soziale Doppelnatur“ (König, 1946) die „Familie“. Die Abhandlung durch die diversen Disziplinen stellen sich mir als fünf „W-Fragen“ dar:
Warum? Die Beantwortung dieser Frage übernimmt die Familienpsychologie. Zuhilfegenommen werden Entwicklungspsychologie, Bindungstheorie und Interaktionsforschung. Die individuelle psychische Entwicklung eines jungen Menschen in der Familie und seinem sozialen Umfeld wird vor allem betrachtet, weil in ihr oft späteres Verhalten wurzelt. Wie? Unter Berücksichtigung des Zeitfaktors, der sich durch Prozesse ausdrückt, werden Kommunikation, Interaktionen und Lernen beobachtet. Dies ist Aufgabe der Erziehungswissenschaft (Pädagogik), die oft erst interveniert, wenn Weitergeben von „...psychischen, sozialen und kognitiven Fähigkeiten und Fertigkeiten...“ (Marx 2011, S. 6) durch elterliche Erziehung nicht gelingt. Wer? Soziologische Theorien untersuchen die diversen, evtl. tradierten Rollen innerhalb der Familie, die Rolle der Familie in der Gesellschaft und Entwicklungen im Rahmen von Strukturen. Außerdem werden verschiedene Familienformen und/-konstellationen beleuchtet. Wessen Interesse? Sozialpolitik behandelt die Familie im gesellschaftlichen Interesse und regelt rechtliche Verhältnisse, um soziale und wirtschaftliche Gerechtigkeit zu erhalten bzw. herzustellen. Woher? Der Begriffskomplex „Familie“ unterlag im Laufe der Geschichte wechselnden Vorstellungen, die mit einem historischen Blick auf gesellschaftliche Entwicklungen und politisch/wirtschaftlich/soziale Umstände eingeordnet und analysiert werden.
M. E. letztlich ausschlaggebend für Folgerungen aus Familienentwicklungen und -interaktionen ist die Historie, da Überlebensstrategien tradiert wurden, welche heute überdacht und ggfs. geändert oder gelöscht werden müssten, um Emanzipation und Gerechtigkeit in den Familien zu gewährleisten. Genaue Analysen helfen dabei, die unveränderten menschlichen Verhaltensmuster aufzuzeigen und zu berücksichtigen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Multidisziplinärer Blick auf Familie - Vorbemerkung

2. Familie im historischen und gesellschaftlichen Kontext

3. Erfassen von „Familie“ mit soziologischem und psychologischem Instrumentarium

4. Entwicklung und Erziehung in der Familie

5. Familienalltag am Beginn des 21. Jahrhunderts – ausgewählte Aspekte

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, das komplexe Phänomen „Familie“ durch eine multidisziplinäre Brille zu betrachten, um sozialpädagogische Handlungsansätze für die Arbeit mit Jugendlichen aus belasteten Familienverhältnissen fundiert abzuleiten.

  • Multidisziplinäre Analyse der Institution Familie durch soziologische und psychologische Theorien.
  • Historischer Wandel der Familienstrukturen und gesellschaftlicher Einflussfaktoren.
  • Psychosoziale Entwicklungsmodelle und deren Relevanz für Erziehung und Sozialisation.
  • Methoden der Sozialarbeit bei innerfamiliären Problemlagen und Kindeswohlgefährdung.
  • Verbindung von wissenschaftlicher Theorie und praktischer Anwendung in der Jugendhilfe.

Auszug aus dem Buch

3. Erfassen von „Familie“ mit soziologischem und psychologischem Instrumentarium

Die Familie bietet ein weites Feld, mit dem man sich befassen kann. Für die meisten Menschen ist es grundsätzlich wichtig, sich im „eigenen Haus“ zurechtzufinden, und mit den anderen Familienmitgliedern lebenswerte Konstellationen und Interaktionsgrundlagen zu erreichen. Als Beispiel für wissenschaftliche Analysetätigkeit und Versuche, Komplexität in Systematik zu fassen, sind hier soziologische und psychologische Ansätze genannt. Die drei mir vorliegenden Überblicke soziologischer Theorien scheinen die Familie von „außen“ weitergehend nach „innen“ zu katalogisieren.

Der Strukturfunktionalismus (Abb. 1-4) nach T. Parsons (1902-1979) gibt ein Raster vor, welches den festgestellten Strukturen Funktionen zuordnet. Sehr streng bleibt die Theorie im Beschreiben der „Bausteine“ oder Segmente, die strukturell organisiert gesehen werden und letztlich die Gesellschaft mit ihren Überlebensmechanismen übersichtlich skizzieren. Ich schließe mich insofern der Kritik Luhmanns an, als die Strukturen an sich nicht infrage gestellt, sondern hingenommen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Multidisziplinärer Blick auf Familie - Vorbemerkung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit einer interdisziplinären Untersuchung der Familie anhand von fünf zentralen W-Fragen.

2. Familie im historischen und gesellschaftlichen Kontext: Dieses Kapitel arbeitet den historischen Wandel der Familie vom „Haus“ hin zur modernen, pluralisierten Kleinfamilie heraus.

3. Erfassen von „Familie“ mit soziologischem und psychologischem Instrumentarium: Es werden soziologische und psychologische Theorien zur Analyse von Familienstrukturen und innerfamiliären Interaktionen vorgestellt.

4. Entwicklung und Erziehung in der Familie: Der Fokus liegt hier auf dem Sozialisationsprozess sowie den psycho-sexuellen und psychosozialen Entwicklungsstufen nach Freud und Erikson.

5. Familienalltag am Beginn des 21. Jahrhunderts – ausgewählte Aspekte: Das Abschlusskapitel behandelt aktuelle Belastungsfaktoren im Familienalltag und rechtliche Aspekte zur Kindeswohlgefährdung.

Schlüsselwörter

Familie, Sozialisation, Strukturfunktionalismus, Familiensystemtheorie, Psychologie, Psychoanalyse, Entwicklungsstufen, Erik H. Erikson, Erziehungsstile, Kindeswohlgefährdung, Soziale Arbeit, Bindungstheorie, Identitätsbildung, Symbolischer Interaktionismus, Behaviorismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine multidisziplinäre theoretische Einführung in die Institution Familie, um diese aus Sicht der Sozialen Arbeit besser verstehen und in der Praxis begleiten zu können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen den historischen Wandel der Familie, soziologische Systemtheorien, psychologische Entwicklungsmodelle sowie die heutige Bedeutung der Sozialisation.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse aus Soziologie und Psychologie nutzbar zu machen, um die Lebenswelten von Jugendlichen in Maßnahmen der Agentur für Arbeit besser zu verstehen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf eine theoretische Literaturanalyse und die Anwendung bewährter Modelle wie das AGIL-Schema oder die psychosozialen Stufen nach Erikson.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert Familienstrukturen, lerntheoretische Ansätze für die Erziehung sowie die Phasen menschlicher Entwicklung im Familienkontext.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Familie, Sozialisation, Entwicklungsstufen, Kindeswohlgefährdung und Soziale Arbeit.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen autoritären und permissiven Erziehungsstilen?

Die Arbeit kontrastiert den autoritären Stil der Nachkriegszeit mit dem späteren permissiven "Laissez-faire"-Ansatz und diskutiert den autoritativ-partizipierenden Stil als moderne Alternative.

Warum ist das "Eisbergmodell" für die Arbeit hilfreich?

Das Modell veranschaulicht dem Autor das Verhältnis zwischen Bewusstem und Unterbewusstem, was hilft, familienbedingte Problemstellungen der Klienten besser zu erfassen.

Welche Rolle spielt das Kindeswohl im Kontext dieser Publikation?

Das Kindeswohl wird als rechtlich definierter Schutzraum verstanden, wobei der Autor besonders auf die Prävention durch Früherkennung von Risikofaktoren in der Sozialarbeit fokussiert.

Ende der Leseprobe aus 32 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Familie. Eine multidisziplinäre Einführung
Untertitel
Human- und Gesellschaftswissenschaften am Beispiel der Institution Familie
Hochschule
Fachhochschule Münster  (Fachbereich Sozialwesen)
Veranstaltung
Familie: Eine multidisziplinäre Einführung
Note
1,0
Autor
Annett Hornung (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
32
Katalognummer
V275504
ISBN (eBook)
9783656684718
ISBN (Buch)
9783656684725
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Familie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Annett Hornung (Autor:in), 2011, Familie. Eine multidisziplinäre Einführung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/275504
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  32  Seiten
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