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"Das Karussell" von Rainer Maria Rilke. Analyse und Interpretation

Title: "Das Karussell" von Rainer Maria Rilke. Analyse und Interpretation

Essay , 2011 , 7 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Sandra Kuberski (Author)

Didactics for the subject German - Literature, Works
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„Das Karussell“ ist ein Gedicht von Rainer Maria Rilke, das er im Jahr 1906 schrieb. Es gehört zu den „Neuen Gedichten“, die im Jahr 1907 erschienen und während Rilkes Aufenthalt in Paris entstanden sind. Das Karussell, das Rilke in seinem Gedicht beobachtet, hat sich zu jener Zeit im Jardin du Luxembourg befunden, wie aus dem Untertitel des Gedichts hervorgeht.
Da auf inhaltlicher Ebene selbst nur wenig geschieht, liegt es zunächst nahe, das Gedicht anhand seiner formalen Struktur zu interpretieren. Viele Stilmittel hier unterstützen das Motiv der Bewegung, die zentrales Merkmal der klassischen Moderne war und die auch dieses Gedicht zum Thema macht. So unterstützen fast alle der beschriebenen Besonderheiten das Bild des sich drehenden Karussells.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Formale Analyse

2. Interpretation

Zielsetzung & Themen

Diese wissenschaftliche Arbeit widmet sich der detaillierten Analyse von Rainer Maria Rilkes Gedicht "Das Karussell". Ziel ist es, durch eine formale Untersuchung von Metrum, Reimschema und sprachlichen Stilmitteln zu verdeutlichen, wie Rilke das Motiv der Bewegung und die Thematiken der klassischen Moderne in diesem sogenannten Dinggedicht sprachlich umsetzt.

  • Formale Analyse der Gedichtstruktur (Strophenaufbau, Reimschema, Metrum)
  • Untersuchung der sprachlichen Besonderheiten und rhetorischen Stilmittel
  • Deutung der Symbolik des Karussells im Kontext der klassischen Moderne
  • Interpretation des Gedichts als Ausdruck für Zeitwahrnehmung und Großstadtleben
  • Einordnung des Werkes in den Typus des Dinggedichts

Auszug aus dem Buch

Formale Analyse

„Das Karussell“ ist ein Gedicht von Rainer Maria Rilke, der es im Jahr 1906 schrieb. Es gehört zu den „Neuen Gedichten“, die im Jahr 1907 erschienen und während Rilkes Aufenthalt in Paris entstanden sind. Das Karussell, das Rilke in seinem Gedicht beobachtet, hat sich zu jener Zeit im Jardin du Luxembourg befunden, wie aus dem Untertitel des Gedichts hervorgeht.

Das Gedicht beinhaltet insgesamt 27 Verse, die in fünf vollständige Strophen und zwei zwischengeschobene Einzelverse gegliedert sind. Auffällig ist jedoch, dass die Länge dieser Strophen im Verlauf noch einmal variiert. Während die erste Strophe aus ganzen acht Versen besteht, schließen die zweite und dritte nur jeweils drei Verse zusammen. Es folgt der erste eingeschobene Vers, der allein wohl aber nicht als Strophe gewertet werden kann. Es folgt eine vierversige Strophe, die wiederum von einem alleinstehenden Vers gefolgt wird. Am Ende steht eine Strophe mit sieben einzelnen Versen. Insgesamt besteht das Gedicht aus zehn Sätzen, zwei in der ersten Strophe, jeweils einer in Strophe zwei, drei und vier. Die eingeschobenen Verse sind auch abgeschlossen mit einem Punkt, sind aber durch das „und“ zu Beginn als Fortführung eines Gedankens aus dem Satz zuvor zu sehen. Die letzte Strophe dann besteht sogar aus drei kurzen Sätzen. Auffallend ist noch, dass sowohl der Satz der vierten Strophe und der zweite Satz der fünften Strophe offen enden mit einem Gedankenstrich. Der letzte Satz in Strophe fünf endet sogar mit drei Gedankenpunkten. Durch diese Verbindung von mehreren Zeilen hin zu einem Satz haben wir es mit vielen Enjambements zu tun, die die einzelnen Verse verbinden und ein rundes Ganzes daraus machen. Da das Gedicht fast nur aus Enjambements besteht, haben wir es mit dem sogenannten Hakenstil zu tun.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Formale Analyse: In diesem Kapitel wird das Gedicht strukturell untersucht, wobei insbesondere auf das Reimschema, das Metrum, die Kadenzen sowie die Verwendung von Stilmitteln wie Enjambements eingegangen wird.

2. Interpretation: Dieses Kapitel verknüpft die formalen Beobachtungen mit einer inhaltlichen Deutung, wobei das Karussell als Metapher für die Moderne, das schnelle Großstadtleben und die Vergänglichkeit der Kindheit analysiert wird.

Schlüsselwörter

Rainer Maria Rilke, Das Karussell, Neue Gedichte, Dinggedicht, Klassische Moderne, Formale Analyse, Reimschema, Metrum, Enjambement, Hakenstil, Großstadtleben, Zeitwahrnehmung, Symbolik, Bewegung, Lyrik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine umfassende Analyse des Gedichts "Das Karussell" von Rainer Maria Rilke, wobei sie sowohl formale Aspekte als auch inhaltliche Deutungsebenen beleuchtet.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die sprachliche Abbildung von Bewegung, die Merkmale der klassischen Moderne sowie die Interpretation des Gedichts im Kontext von Zeitwahrnehmung und urbanem Leben.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Rilke durch formale Strukturen und sprachliche Mittel das Bild eines Karussells als Sinnbild für die Dynamik der Moderne erschafft.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Analyse erfolgt primär durch eine textnahe formale Analyse (Metrik, Reim, Stilmittel) gefolgt von einer interpretatorischen Einordnung in den literaturhistorischen Kontext.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte formale Untersuchung des Aufbaus und eine anschließende Interpretation, die das Gedicht als "Dinggedicht" charakterisiert und gesellschaftliche Bezüge herstellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Rilke, Dinggedicht, Klassische Moderne, Formale Analyse, Bewegung, Karussell, Enjambement und Großstadtleben.

Warum wird das Gedicht als "Dinggedicht" bezeichnet?

Es wird als Dinggedicht bezeichnet, da Rilke bestrebt ist, Dinge in ihrer reinen Eigenheit darzustellen, wobei das betrachtende Ich in den Hintergrund tritt und das Objekt selbst im Zentrum steht.

Welche Bedeutung kommt dem "Elefant" innerhalb des Gedichts zu?

Der Elefant dient als rhythmisches Drehmoment und wiederkehrendes Element, dessen Auftauchen im Verlauf des Gedichts immer häufiger wird, um die zunehmende Geschwindigkeit des Karussells zu verdeutlichen.

Wie interpretiert der Autor das Ende des Gedichts?

Das Ende wird als offen gedeutet, wobei die drei Punkte am Schluss symbolisieren, dass für den Lesenden kein absoluter Endpunkt der Karussellfahrt erreicht wird.

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Details

Title
"Das Karussell" von Rainer Maria Rilke. Analyse und Interpretation
College
University of Constance
Grade
1,7
Author
Sandra Kuberski (Author)
Publication Year
2011
Pages
7
Catalog Number
V275576
ISBN (eBook)
9783656687221
ISBN (Book)
9783656687207
Language
German
Tags
karussell rainer maria rilke analyse interpretation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sandra Kuberski (Author), 2011, "Das Karussell" von Rainer Maria Rilke. Analyse und Interpretation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/275576
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