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Laktatbasierte Schwellenmodelle. Eine Übersicht

Titel: Laktatbasierte Schwellenmodelle. Eine Übersicht

Akademische Arbeit , 2005 , 34 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Diplom Sportökonom Alexander Gimbel (Autor:in)

Sport - Sportmedizin, Therapie, Ernährung
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Mit der zunehmenden Begeisterung für Ausdauersportarten im Freizeit- und Gesundheitssport ist in den letzten Jahren auch eine gesteigerte Nachfrage an leistungsdiagnostischen Verfahren zu beobachten, die sichere Angaben zur Trainingssteuerung zulassen (Röcker et al., 1998; Braumann, Ziegler & Reer, 2004).

Eines der angewandten Verfahren zur Ermittlung der „richtigen“ Belastungsintensität ist die Laktatleistungsdiagnostik. Aus den Ergebnissen der unterschiedlichen Tests werden dabei Trainingsbereiche festgelegt und Trainingsempfehlungen abgeleitet. Allerdings ist auch die Bestimmung der Ausdauerleistungsfähigkeit über die Laktatleistungsdiagnostik im Sport nicht unumstritten, obwohl kaum ein anderer Themenkomplex innerhalb der Sportmedizin so intensiv untersucht wurde und wird wie die Entstehung und Bedeutung der Milchsäure im Sport (Schmidt & Maassen, 1998).

Es existieren eine Vielzahl von Methoden und Modellen, die alle vorgeben, die Grenze des aerob-anaeroben Stoffwechsels exakt angeben zu können. Dazu werden oftmals Modelle aus dem Leistungssport unreflektiert auf andere Zielgruppen übertragen.
Diese Arbeit stellt ausgewählte laktatbasierte Schwellenmodelle vor.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Modelle

2.1 Das Mader-Schwellenmodell

2.2 Das Freiburger-Schwellenmodell (Simon-Schwelle)

2.3 Das Geiger-Hille-Schwellenmodell

2.4 Weitere Schwellenmodelle

2.5 Gemischte Modelle

3. Kritik an den Schwellenmodellen

4. Trainingssteuerung

5. Fazit

Zielsetzung und Themenfelder

Diese Arbeit verfolgt das Ziel, einen umfassenden Überblick über verschiedene laktatbasierte Schwellenmodelle zu geben, ihre methodischen Grundlagen zu erläutern und ihre Eignung sowie Grenzen in der sportmedizinischen Praxis zu kritisch zu hinterfragen.

  • Grundlagen der Laktatleistungsdiagnostik
  • Detaillierte Analyse verschiedener Schwellenmodelle (u.a. Mader, Simon, Geiger-Hille)
  • Kritische Diskussion der methodischen Validität
  • Anwendung der Schwellenmodelle zur effektiven Trainingssteuerung

Auszug aus dem Buch

2.1 Das Mader-Schwellenmodell

Bei der Mader-Schwelle handelt es sich um ein fixes Schwellenmodell.

Mader et al. (1976) bezeichnen die aerob-anaerobe Schwelle als Bereich des Übergangs zwischen der rein aeroben zur partiell anaeroben, laktazid gedeckten muskulären Energiestoffwechselleistung. Dieser Bereich eigne sich zur Charakterisierung der Ausdauerleistungsfähigkeit, wenn man das Maximum der rein aerob abgedeckten energetischen Leistung mit dieser Schwelle gleichsetzen würde.

Die Autoren merken an, dass die aerob-anaerobe Schwelle, wie alle biologischen Prozesse, nicht abrupt, sondern gleitend überschritten wird.

Nach Mader et al. (1976), wird die (fixe) Blutlaktatkonzentration von 4 mmol/l als Schwellenwert angesehen, bei dem die Laktatbildung und –elimination gerade noch im Gleichgewicht (MaxLass) stehen würde. Dies resultiere dabei aus der Beobachtung, dass die korrespondierenden Belastungen im Mittel über längere Zeit toleriert werden könnten und höhere Belastungen i.d.R. einen kontinuierlichen Anstieg des Laktats zur Folge hätten. Die Ergebnisse basieren dabei auf Untersuchungen auf dem Laufband mit einer Stufendauer von 5 min und einer Belastungsabstufung von 0,4 m/s (Mader et al., 1976).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die zunehmende Relevanz leistungsdiagnostischer Verfahren im Freizeit- und Gesundheitssport ein und thematisiert die kritische Rolle der Laktatdiagnostik.

2. Die Modelle: In diesem Kapitel werden verschiedene mathematische Ansätze zur Bestimmung der anaeroben Schwelle vorgestellt, darunter das Mader-Modell, die Simon-Schwelle und das Geiger-Hille-Modell.

3. Kritik an den Schwellenmodellen: Dieser Abschnitt beleuchtet die wissenschaftliche Kritik an mangelnder Validität sowie die Problematik, dass Schwellenmodelle komplexe biologische Übergangsbereiche oft zu stark vereinfachen.

4. Trainingssteuerung: Hier wird diskutiert, wie Leistungsdiagnostik praktisch eingesetzt werden kann, um Trainingsbereiche festzulegen und Belastungsintensitäten für verschiedene Zielgruppen zu steuern.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die bestehenden Modelle zwar ein nützliches Werkzeug darstellen, jedoch aufgrund ihrer Vernachlässigung individueller Faktoren wie Alter, Geschlecht und Leistungsniveau eine Überarbeitung erforderlich ist.

Schlüsselwörter

Laktatleistungsdiagnostik, anaerobe Schwelle, Mader-Schwellenmodell, Trainingssteuerung, Ausdauerleistungsfähigkeit, MaxLass, Laktatleistungskurve, Stoffwechsel, Sportmedizin, Leistungsdiagnostik, Belastungsintensität, aerob-anaerober Übergang, Sporttraining, individuelle anaerobe Schwelle, Laktatkinetik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine Übersicht über verschiedene wissenschaftliche Modelle zur Bestimmung der anaeroben Schwelle mittels Laktatmessung und deren Anwendung im Sport.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die physiologischen Grundlagen des Laktatstoffwechsels, der Vergleich mathematischer Schwellenmodelle und die praktische Umsetzung in der Trainingsplanung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die gängigen Laktat-Schwellenmodelle vorzustellen und deren Validität sowie Tauglichkeit für die Trainingssteuerung kritisch zu reflektieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär betrachtet?

Es werden stufenförmige Belastungsprotokolle und die daraus resultierende Analyse der Laktatleistungskurve (LLK) zur Bestimmung von Schwellenwerten untersucht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert spezifische Modelle wie das Mader-Modell, das Freiburger-Schwellenmodell sowie das Geiger-Hille-Modell und diskutiert deren Anwendung und Kritikpunkte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Laktatleistungsdiagnostik, anaerobe Schwelle, Trainingssteuerung, Ausdauerleistung und Stoffwechsel.

Warum wird das Mader-Schwellenmodell kritisiert?

Das Modell wird als rein statistisch und fix betrachtet; es berücksichtigt keine interindividuellen physiologischen Unterschiede, was zur Entwicklung individueller Schwellenkonzepte führte.

Welche Bedeutung hat die "Simon-Schwelle" im Schwimmsport?

Die Simon-Schwelle wurde speziell für den Schwimmsport entwickelt und definiert die Schwelle über einen spezifischen Anstieg (1,5 mmol/l) oberhalb der aeroben Schwelle.

Gibt es ein mathematisch perfekt biologisches Modell?

Nein, die Arbeit stellt fest, dass bislang kein biologisch vollständig begründetes mathematisches Modell existiert, da die Laktatkinetik eine hohe biologische Variabilität aufweist.

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Details

Titel
Laktatbasierte Schwellenmodelle. Eine Übersicht
Hochschule
Universität Bayreuth
Note
1,7
Autor
Diplom Sportökonom Alexander Gimbel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
34
Katalognummer
V275723
ISBN (eBook)
9783656679110
ISBN (Buch)
9783656715924
Sprache
Deutsch
Schlagworte
laktatbasierte schwellenmodelle eine übersicht
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Diplom Sportökonom Alexander Gimbel (Autor:in), 2005, Laktatbasierte Schwellenmodelle. Eine Übersicht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/275723
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Leseprobe aus  34  Seiten
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