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Die Pflegevisite. Instrument der Qualitätssicherung

Title: Die Pflegevisite. Instrument der Qualitätssicherung

Academic Paper , 2006 , 21 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Thomas Horn (Author)

Nursing Science - Nursing Management
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In dieser Arbeit soll die Pflegevisite als ein Instrument der Qualitätssicherung vorgestellt werden. Dass eine kontroverse Auseinandersetzung mit dem Begriff Pflegevisite stattfindet, beweist die Vielfalt an Definitionen, die zum Teil unterschiedliche Schwerpunkte festlegen. Einen Überblick gibt das 2.Kapitel. Im 3. Kapitel wir die Pflegevisite mit Bezug auf ihre qualitätssichernde Funktion diskutiert. Die Diskussion soll verdeutlichen, welches Potential sie im Rahmen eines klientenzentriert durchgeführten Pflegeprozesses besitzt. Es thematisiert des Weiteren konträre theoretische Sicht-weisen und deren Auswirkung auf das praktische Verständnis und beleuchtet den Erfolgsanteil der Partizipation beim Erreichen der Qualitätsziele im Rahmen der Pflegevisite.

Aus dem Inhalt:
Entstehung und Definition der Pflegevisite,
Die Pflegevisite – Instrument der Qualitätssicherung,
Der Pflegeprozess,
Die Pflegevisite – Führungsinstrument vs. Instrument der klientenzentrierten Pflege,
Diskussion zur praktischen Anwendung,
Partizipation

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Entstehung und Definition der Pflegevisite

3. Die Pflegevisite – Instrument der Qualitätssicherung

3.1 Der Pflegeprozess

3.2. Die Pflegevisite – Führungsinstrument vs. Instrument der klientenzentrierten Pflege

3.3 Diskussion zur praktischen Anwendung

3.4 Partizipation

4. Zusammenfassung

5. Anhang

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Pflegevisite als Instrument der Qualitätssicherung. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie die Pflegevisite trotz kontroverser Definitionsansätze erfolgreich als klientenzentriertes Instrument im Pflegeprozess eingesetzt werden kann, ohne zur reinen Kontrollinstanz durch die Pflegedienstleitung zu verkommen.

  • Historische Herleitung und Begriffsdefinition der Pflegevisite
  • Die Rolle der Pflegevisite innerhalb des Pflegeprozesses
  • Differenzierung zwischen Führungsinstrument und klientenzentriertem Begleitinstrument
  • Bedeutung der Partizipation des Klienten für die Ergebnisqualität
  • Kritische Analyse der praktischen Anwendung und MDK-Vorgaben

Auszug aus dem Buch

3.2. Die Pflegevisite – Führungsinstrument vs. Instrument der klientenzentrierten Pflege

Ich habe am Anfang des Kapitels dargelegt, welches Potential die Pflegevisite besitzt und dass die Partizipationsbereitschaft des Klienten der Schlüssel ist, um das Potential freizusetzen. Auch den einzelnen Schritten des Pflegeprozesses lässt sich der potentielle Erfolgsanteil einer guten Beziehung zwischen Pflegenden und Klienten entnehmen. Dazu existieren unterschiedliche Sichtweisen. Eine orientiert sich an den Klienten und eine andere orientiert sich an den Mitarbeitern. Weitere liegen zwischen diesen beiden Positionen. Dieser Abschnitt dient der Klärung bzw. Erklärung unterschiedlicher Positionen.

Autoren wie Heering, Barth und Kellnhauser sehen in der Pflegevisite eindeutig eine Methode klientenzentrierter Pflege. Barth und Kellnhauser unterscheiden die Pflegevisite in eine Mikro- und eine Makrovisite. Kellnhauser liefert folgende Beschreibung der beiden Durchführungsformen:26

Mikrovisite bedeutet eine 1:1- Beziehung zwischen betreuender Pflegekraft und dem Klienten. Die erste Mikrovisite erfolgt schon bei der Aufnahme des Klienten. Sie dient einer ersten Informationssammlung. Auf Grund des Pflegeprozesses kommt es zwangsläufig zu weiteren Mikrovisiten zwischen Klient und Pflegekraft. Kellnhauser betont die gleichberechtigte Beziehung zwischen betreuender Pflegekraft und Klienten.

Makrovisite bedeutet eine 1-zu-mehreren Personen-Beziehung, bei der sich das Pflegeteam mit dem Klienten trifft um die aktuelle Situation zu besprechen. Fachpersonal kann hinzugezogen werden. Der Klient besitzt ein Mitspracherecht. Die betreuende Pflegekraft ist Leitfigur und gibt den Beteiligten einen Überblick über Krankheitsverlauf, medizinische Behandlung, durchgeführte Pflegemaßnahmen, deren Auswertung und deren Problemlage. Durch die Anwesenheit des gesamten interdisziplinären Teams besteht der Vorteil, durch verschiedene Sichtweisen bessere Lösungsvorschläge zu erarbeiten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema Pflegevisite als Instrument der Qualitätssicherung ein und skizziert die kontroverse Fachdiskussion sowie das Ziel, das Potenzial klientenzentrierter Pflege aufzuzeigen.

2. Entstehung und Definition der Pflegevisite: Dieses Kapitel behandelt die sprachliche Herkunft des Begriffs sowie die historische Entwicklung und verschiedene Definitionen der Pflegevisite von den Anfängen in den 1970er Jahren bis heute.

3. Die Pflegevisite – Instrument der Qualitätssicherung: Hier wird die Pflegevisite als essenzielles Instrument im Pflegeprozess diskutiert, eingebettet in das 3-Dimensionen-Modell der Pflegequalität und unter Einbeziehung der Dokumentationsanforderungen.

3.1 Der Pflegeprozess: Der Abschnitt erläutert die sechs Phasen des Pflegeprozesskreislaufs, von der Informationssammlung bis zur Evaluation, und betont die Bedeutung konstruktiver Kommunikation.

3.2. Die Pflegevisite – Führungsinstrument vs. Instrument der klientenzentrierten Pflege: Dieses Kapitel stellt die verschiedenen fachlichen Positionen gegenüber, insbesondere die Unterscheidung zwischen Mikro- und Makrovisite sowie die Abgrenzung zum rein managementorientierten Führungsinstrument.

3.3 Diskussion zur praktischen Anwendung: Eine kritische Auseinandersetzung mit der tatsächlichen Umsetzung in der Praxis, bei der oft eine einseitige Kontrolle durch die Pflegedienstleitung im Vordergrund steht, statt der klientenzentrierten Interaktion.

3.4 Partizipation: Dieser Abschnitt beschreibt die Bedeutung der Einbeziehung des Klienten als aktiver Partner und die notwendige Haltung des Pflegepersonals nach dem personenzentrierten Ansatz.

4. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung resümiert, dass die Pflegevisite ihre eigentliche Qualität nur dann entfaltet, wenn der Mensch im Mittelpunkt steht und nicht als reines Werkzeug zur Mitarbeiterkontrolle missbraucht wird.

5. Anhang: Der Anhang bietet das Literaturverzeichnis sowie ein Abkürzungsverzeichnis als ergänzende Arbeitshilfen.

Schlüsselwörter

Pflegevisite, Qualitätssicherung, Pflegeprozess, Klientenzentrierung, Partizipation, Pflegedienstleitung, Pflegedokumentation, Mikrovisite, Makrovisite, Pflegequalität, Pflegekultur, Fachaufsicht, Patientenorientierung, Pflegeanamnese, Pflegemanagement.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Pflegevisite als Instrument der Qualitätssicherung in stationären Pflegeeinrichtungen und analysiert deren theoretische Fundierung sowie praktische Umsetzung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Definition der Pflegevisite, den Bezug zum Pflegeprozess, die Differenzierung zwischen klientenzentrierter Arbeit und reiner Mitarbeiterkontrolle sowie die Rolle der Partizipation.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, den potenziellen Erfolgsanteil einer guten Beziehung zwischen Klient und Pflegendem im Rahmen der Pflegevisite aufzuzeigen und dabei theoretische Konfliktfelder zwischen Managementaufgaben und professioneller Pflege zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung auf Basis einer Literaturanalyse sowie der Diskussion gängiger Praxisbeispiele und MDK-Richtlinien.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erörtert den Pflegeprozess, vergleicht verschiedene Durchführungsformen wie die Mikro- und Makrovisite und diskutiert kritisch die Tendenz, die Pflegevisite als reines Kontrollinstrument der PDL zu nutzen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselwörter sind unter anderem Pflegevisite, Qualitätssicherung, Klientenzentrierung, Partizipation, Pflegeprozess und Pflegemanagement.

Was genau ist der Unterschied zwischen einer Mikro- und einer Makrovisite?

Die Mikrovisite beschreibt eine direkte 1:1-Beziehung zwischen der zuständigen Pflegekraft und dem Klienten, während die Makrovisite ein strukturiertes Treffen des Pflegeteams mit dem Klienten zur Diskussion der gesamten Pflegesituation darstellt.

Welche Rolle spielt die Pflegedienstleitung bei der Pflegevisite?

Während einige Autoren eine Managementfunktion für die PDL vorsehen, lehnen Experten wie Heering eine direkte Teilnahme der PDL ab, da diese hemmend auf die Partizipation des Klienten wirken kann und keine rein pflegefachliche Rolle darstellt.

Warum wird die Durchführung der Pflegevisite oft kritisiert?

Kritik entsteht häufig dort, wo die Visite von Führungskräften zur bloßen Kontrolle von Checklisten, Sauberkeit oder Mitarbeiterleistung genutzt wird, anstatt den Klienten und seinen individuellen Pflegebedarf in den Mittelpunkt zu stellen.

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Details

Title
Die Pflegevisite. Instrument der Qualitätssicherung
Course
Weiterbildung zum Pflegedienstleiter
Grade
1,5
Author
Thomas Horn (Author)
Publication Year
2006
Pages
21
Catalog Number
V275728
ISBN (eBook)
9783656679219
ISBN (Book)
9783656681366
Language
German
Tags
pflegevisite instrument qualitätssicherung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thomas Horn (Author), 2006, Die Pflegevisite. Instrument der Qualitätssicherung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/275728
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