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Myanmar und Tourismus

Was spricht dafür und was dagegen?

Titel: Myanmar und Tourismus

Seminararbeit , 2007 , 10 Seiten

Autor:in: Wolfgang Krumm (Autor:in)

Südasienkunde, Südostasienkunde
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Land Myanmar und die dort lebenden Menschen erfuhren lange
Zeit Isolation und Abschottung. Erst seit einigen Jahren ist es wieder
möglich, das Land zu bereisen. Doch neben Kulturschätzen, freundlichen
Menschen und landschaftlicher Schönheit herrscht in diesem
Land auch eine Militärdiktatur. Aufgrund der momentanen politischen
Lage im Lande sprechen sich einige für einen Reiseboykott nach
Myanmar aus. Das Ziel dieser Seminararbeit soll es sein, sowohl die
Argumente für eine Reise nach Myanmar herauszuarbeiten, wie auch
die Argumente zu erörtern, die gegen den Tourismus in diesem Lande
anzuführen sind. Was spricht also für den Tourismus in Myanmar und
was spricht dagegen? Die Hypothese lautet, dass ein Reiseboykott für
die Bevölkerung mehr Nachteile wie Vorteile bewirken würde. Zuerst
wird kurz auf die jüngere Geschichte des Landes eingegangen und
statistische Daten zum Tourismus in Myanmar dargestellt. Nach den
Argumenten dafür und dagegen soll es zu einer abschließenden Bewertung
der unterschiedlichen Positionen kommen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kurzer Überblick über die jüngere Geschichte in Myanmar

3. Tourismus in Myanmar

3. 1. Fakten zum Tourismus in Myanmar

3. 2. Argumente gegen einen Tourismus nach Myanmar

3. 3. Argumente für einen Tourismus nach Myanmar

4. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die ethische und politische Problematik des Tourismus in Myanmar unter der Militärdiktatur. Ziel ist es, die konträren Positionen zwischen einem befürworteten Reiseboykott zur Schwächung des Regimes und der Förderung des Tourismus als Chance für die lokale Bevölkerung und Öffnung des Landes gegenüberzustellen und zu bewerten.

  • Politische Situation und Menschenrechtslage in Myanmar
  • Wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus für die Militärjunta
  • Argumente für einen Reiseboykott (Zwangsarbeit, Repression)
  • Potenziale des Tourismus für die lokale Bevölkerung
  • Rolle des Tourismus bei der Öffnung des Landes

Auszug aus dem Buch

3.2. Argumente gegen einen Tourismus nach Myanmar

Zwangsarbeit ist ein wichtiges Argument gegen Reisen nach Myanmar, das genauer betrachtet werden sollte. Schätzungen gehen von über einer Million Zwangsarbeiter-Innen in Myanmar aus. Auch wenn Amnesty International 2005 von einem Rückgang der Zwangsarbeit berichtete (vgl. Reid/Grosberg 2005: 19), hat es unter der Militärjunta Zwangsarbeit gegeben und gibt es auch heute noch erzwungene Arbeitsmaßnahmen. Kinder, Frauen und Männer werden rekrutiert, wenn für den Ausbau von Infrastruktur Arbeitskräfte benötigt werden. Die Rechtfertigung dieser Zwangseinsätze durch die buddhistische Tradition der Gemeindearbeit hinkt jedoch stark, da der freiwillige Bau von Brücken und Pagoden durch Dorfbewohner nicht mit der Durchführung von Großprojekten verglichen werden kann. So wurden etwa 30.000 ArbeiterInnen für den Bau eines Flughafens herangezogen sowie mehr als 100.000 Menschen, um eine Eisenbahnstrecke zu errichten. (vgl. Kreye 2002: 60f.) Somit muss jeder einzelne Tourist darüber im Klaren sein, dass man möglicherweise auf einer Straße fährt oder eine Einrichtung benutzt, die von den Menschen in Myanmar durch Zwangsarbeit errichtet worden sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Tourismus unter der Militärdiktatur in Myanmar ein und stellt die zentrale Hypothese auf, dass ein Reiseboykott der Bevölkerung mehr schadet als nutzt.

2. Kurzer Überblick über die jüngere Geschichte in Myanmar: Der Abschnitt rekapituliert die politische Entwicklung von der Unabhängigkeit 1948 über die Machtübernahme der Militärregierung bis hin zu den demokratischen Bestrebungen der NLD und der anhaltenden Unterdrückung.

3. Tourismus in Myanmar: Dieses Kapitel liefert eine grundlegende statistische Übersicht der Tourismusentwicklung und bildet den Rahmen für die anschließende differenzierte Analyse der Argumente pro und contra.

3. 1. Fakten zum Tourismus in Myanmar: Hier werden statistische Daten zu Besucherzahlen, Herkunftsländern der Touristen und den wirtschaftlichen Erlösen des Tourismussektors dargelegt.

3. 2. Argumente gegen einen Tourismus nach Myanmar: Dieses Kapitel beleuchtet kritische Aspekte wie Zwangsarbeit, die finanzielle und ideologische Unterstützung des Militärregimes sowie die expliziten Aufrufe der Opposition zum Boykott.

3. 3. Argumente für einen Tourismus nach Myanmar: Hier werden Gegenargumente angeführt, die den Tourismus als ökonomische Lebensgrundlage für die Bevölkerung und als notwendiges Mittel zur gesellschaftlichen Öffnung betrachten.

4. Resümee: Die Schlussbetrachtung wägt die vorangegangenen Argumente ab und kommt zu dem Ergebnis, dass Tourismus trotz der problematischen Umstände eine bessere Grundlage für die Bevölkerung darstellt als eine komplette internationale Isolation.

Schlüsselwörter

Myanmar, Tourismus, Militärdiktatur, Reiseboykott, Menschenrechte, Zwangsarbeit, Demokratiebewegung, Aung San Suu Kyi, Wirtschaftssanktionen, Internationale Isolation, Opposition, Bevölkerung, Entwicklungshilfe, Politische Reformen, Ethik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die ethisch-politische Debatte, ob Reisen in das unter einer Militärdiktatur stehende Myanmar moralisch vertretbar sind oder ob ein Reiseboykott unterstützenswert ist.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Menschenrechtslage, der Einfluss von Sanktionen auf die Bevölkerung, die wirtschaftliche Verflechtung des Tourismus mit der Militärjunta sowie die Rolle des Tourismus als Instrument der Öffnung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit möchte herausarbeiten, ob ein Reiseboykott zur Schwächung des Regimes beiträgt oder ob die negativen Folgen für die einheimische Bevölkerung überwiegen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine fachspezifische Literatur- und Argumentationsanalyse, die verschiedene Standpunkte aus unterschiedlichen Quellen gegenüberstellt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine statistische Bestandsaufnahme des Tourismus sowie eine detaillierte Gegenüberstellung von Pro- und Contra-Argumenten in Bezug auf Reisen nach Myanmar.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Tourismus, Militärdiktatur, Reiseboykott, Menschenrechte, Zwangsarbeit und Demokratiebewegung definiert.

Warum wird Zwangsarbeit als so zentrales Argument gegen den Tourismus angeführt?

Zwangsarbeit dient als konkretes Beispiel für die Missachtung grundlegender Menschenrechte, wobei Touristen durch die Nutzung der entsprechenden Infrastruktur indirekt Nutznießer dieser Zwangsarbeit werden könnten.

Welche Position vertritt der Autor im Resümee?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Tourismus für die lokale Bevölkerung mehr Nutzen stiftet als Schaden und dass eine totale Isolation des Landes kontraproduktiv für demokratische Reformprozesse ist.

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Myanmar und Tourismus
Untertitel
Was spricht dafür und was dagegen?
Hochschule
Universität Wien  (Institut für Kultur- und Sozialanthropologie)
Veranstaltung
Kultur- und Sozialanthropologisches Schreiben
Autor
Wolfgang Krumm (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
10
Katalognummer
V275748
ISBN (eBook)
9783656684787
ISBN (Buch)
9783656684770
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Myanmar Burma Tourismus Geschichte Fakten Argumente Anthropologie Isolation Bevölkerung Reiseboykott Aung San Suu Kyi Zwangsarbeit Militärjunta Meinungsfreiheit Einnahmequellen Opposition Beschäftigungsmöglichkeiten Tourismussektor Einnahmen Außenwelt Sanktionen Regierung Öffnung Militärregierung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Wolfgang Krumm (Autor:in), 2007, Myanmar und Tourismus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/275748
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  10  Seiten
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