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Politische Sozialisation von Kindern und Jugendlichen

Title: Politische Sozialisation von Kindern und Jugendlichen

Term Paper , 2008 , 22 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Bachelor of Arts Erziehungswissenschaft/Soziologie Ricarda Albrecht (Author)

Pedagogy - Pedagogic Sociology
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Wir leben in einem Staat, in dem wir als Bürger aufgrund der demokratischen Verfassung ein gewisses Maß an Mitbestimmung besitzen. Wir wählen Repräsentanten und autorisieren sie zur Machtausübung. Umso wichtiger ist es, um diese Vertretung zu wählen und auch die politischen Geschehnisse einschätzen und beurteilen zu können, auf ein politisches Wissen zurückgreifen zu können. Denn die Politik bestimmt unseren Alltag und unser ganzes Leben entscheidend mit. Wie aber erlangen wir dieses Wissen genau?
In der Kindheit und Jugend vollzieht sich die Entwicklung der Persönlichkeit und das Mitglied-Werden in der Gesellschaft. Hierbei setzt auch eine starke Auseinandersetzung mit gesellschaftspolitischen Themen und Sachverhalten ein. Die politische Sozialisation beginnt. Ziel dieser Arbeit soll es sein, den Weg der politischen Sozialisation von Kindern und Jugendlichen darzustellen.. Dabei gilt es zunächst genauer zu klären was genau politische Sozialisation ist, was sie beinhaltet und worauf sie abzielt. Auch von Interesse für diese Arbeit sind die Faktoren der Umwelt, die Einfluss auf die Entwicklung unserer politischen Einstellungen haben. Die Darstellung dieser soll den zweiten Teil der Arbeit umfassen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Politische Sozialisation

2.1. Politische Sozialisation und der politisch mündige Bürger

2.2. Politische Identitätsentwicklung

2.3. Politisches Interesse – Politisches Wissen

2.4. Einstellungen zur politischen Effektivität

2.5. Politische Partizipation

3. Sozialisationsinstanzen

3.1. Familie

3.2. Schule

3.3. Gleichaltrige

3.4. Massenmedien

4. Politische Sozialisation und Geschlecht

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht den Prozess der politischen Sozialisation von Kindern und Jugendlichen, um aufzuzeigen, wie junge Menschen zu politisch mündigen Bürgern heranreifen, die das demokratische System stützen und kritisch begleiten können. Dabei steht die zentrale Forschungsfrage im Mittelpunkt, durch welche Mechanismen und Lernumwelten politische Einstellungen, Wissen und Partizipationsbereitschaft entwickelt werden.

  • Grundlagen der politischen Sozialisation und Entwicklung politischer Identität
  • Die Rolle zentraler Sozialisationsinstanzen wie Familie, Schule, Peer-Groups und Medien
  • Einfluss von politischem Interesse, Wissen und Effektivitätsglauben auf das Partizipationsverhalten
  • Geschlechtsspezifische Unterschiede in der politischen Sozialisation und Wahrnehmung von Politik

Auszug aus dem Buch

3.1. Familie

Lange galt die Familie als einflussreichste Sozialisationsinstanz und als der zentrale Ort, wo sich die politische Persönlichkeit entwickelt. Es wurde angenommen, dass Eltern ihre politischen Orientierungen an ihre Kinder weitergeben und so die Stabilität der politischen Ordnung gewährleisten. Den Eltern wurde, aufgrund ihrer Bedeutung als primäre Bezugspersonen für das Kind, der stärkste und prägendste Einfluss auf die politische Orientierung und die politische Bildung der Kinder zugesprochen. Späteres politisches Lernen wird aufgrund dieser früh erworbenen Einstellungen strukturiert.

Doch diese These wurde mittlerweile in Frage gestellt, wobei sich in verschiedenen Untersuchungen niedrige Übereinstimmungen hinsichtlich der politischen Orientierungen zwischen Eltern und Kindern fanden (vgl. Schmid 2004, S.26). Auch beim Aufkommen der studentischen Protestbewegungen schienen die Eltern jeglichen Einfluss auf die politischen Vorstellungen der nachfolgenden Generation verloren zu haben. Die Stabilität der politischen Ordnung schien gefährdet. Die Vorstellung der „einseitigen Übertragung“ von elterlichen politischen Orientierungen auf die Kinder wurde aufgegeben. Man ging nun von einem eigenständigen Lernprozess der Kinder aus, in dem nicht nur die Eltern, sondern auch andere Sozialisationsinstanzen eine Rolle spielen (vgl. Schmid 2004, S.28).

Ein Großteil der politischen Erziehung in der Familie vollzieht sich eher unbewusst, ungeplant und unkontrolliert als Nebenprodukt allgemeiner Kommunikation und Interaktion. Daher wird häufig zwischen manifester und latenter politischer Sozialisation unterschieden. Manifeste politische Sozialisation meint die intendierte Vermittlung konkreter politischer Inhalte, wie sie beispielsweise durch die Erklärung politischer Sachverhalte in Gesprächen erfolgt, aber auch die Vermittlung durch zufällig oder nebenbei aufgeschnappte politische Äußerungen der Eltern (vgl. Schmid 2004, S.30). Das Gespräch ist die Rahmenbedingung für manifeste politische Sozialisation in der Familie.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Ziel der Arbeit, den Prozess der politischen Sozialisation und die einflussnehmenden Umweltfaktoren von Kindern und Jugendlichen darzustellen.

2. Politische Sozialisation: Dieses Kapitel erläutert den Begriff der politischen Sozialisation, die Entwicklung der politischen Identität sowie die Bedeutung von politischem Interesse, Wissen, Effektivität und Partizipation.

3. Sozialisationsinstanzen: Hier werden die vier zentralen Lernumwelten – Familie, Schule, Gleichaltrige und Massenmedien – analysiert und hinsichtlich ihres Einflusses auf die politische Bildung bewertet.

4. Politische Sozialisation und Geschlecht: Das Kapitel untersucht geschlechtsspezifische Unterschiede in der politischen Sozialisation sowie die Auswirkungen von Rollenstereotypen auf das politische Interesse und Handeln.

5. Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung fasst die Ergebnisse zusammen und hebt die Bedeutung des Austauschs und der Kommunikation in den Sozialisationsinstanzen für die Aufrechterhaltung der politischen Ordnung hervor.

Schlüsselwörter

Politische Sozialisation, politische Identität, politisches Wissen, politisches Interesse, Partizipation, Sozialisationsinstanzen, Familie, Schule, Massenmedien, Peer-Groups, politische Effektivität, politisch mündiger Bürger, Geschlechterunterschiede, demokratisches System, Politische Bildung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der politischen Sozialisation von Kindern und Jugendlichen, also dem Prozess, in dem junge Menschen Wissen, Einstellungen und Kompetenzen erwerben, um als mündige Bürger am politischen Leben teilzunehmen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Fokus stehen die Definition politischer Sozialisation, die Entwicklung der politischen Identität sowie der Einfluss verschiedener Sozialisationsumwelten und geschlechtsspezifischer Faktoren.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, darzustellen, wie politische Sozialisation funktioniert, welche Faktoren die Entwicklung politischer Einstellungen beeinflussen und wie daraus ein politisch mündiger Bürger entsteht.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf Basis bestehender empirischer Studien, insbesondere von Christine Schmid und Hans-Peter Kuhn, den aktuellen Forschungsstand systematisch aufbereitet und analysiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die vier Sozialisationsinstanzen (Familie, Schule, Gleichaltrige, Massenmedien) und untersucht anschließend die Rolle des Geschlechts bei der politischen Sozialisation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Zentrale Begriffe sind politische Sozialisation, politische Identität, Sozialisationsinstanzen, Partizipation und die Rolle der Familie sowie der Schule.

Welche Bedeutung kommt der Familie bei der politischen Sozialisation heute zu?

Die Familie bleibt eine zentrale Instanz, wobei der Einfluss heute weniger als "einseitige Übertragung" von Meinungen, sondern stärker über die emotionale Qualität der Beziehung und die Häufigkeit politischer Gespräche verstanden wird.

Warum ist die Rolle der Schule bei der politischen Sozialisation problematisch?

Obwohl die Schule den Auftrag zur politischen Bildung hat, deuten die Forschungsergebnisse darauf hin, dass sie diesen aufgrund von Wissensdefiziten und mangelndem Konfliktverständnis unter den Schülern oft nicht ausreichend erfüllt.

Wie wirken sich die Massenmedien auf die politische Identitätsbildung aus?

Medien dienen primär als Informationsquelle, wirken aber auch meinungsverstärkend. Ihr Einfluss hängt stark davon ab, wie motiviert und häufig sich Jugendliche ihnen zuwenden.

Welche Rolle spielen neue soziale Bewegungen für die politische Partizipation von Frauen?

Frauen zeigen sich in traditionellen politischen Strukturen oft unterrepräsentiert, bringen sich jedoch überproportional stark in informellen Formen, wie neuen sozialen Bewegungen und Umweltgruppen, ein.

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Details

Title
Politische Sozialisation von Kindern und Jugendlichen
College
University of Potsdam  (Institut für Erziehungswissenschaft)
Course
Sozialisation von Kindern und Jugendlichen
Grade
2,0
Author
Bachelor of Arts Erziehungswissenschaft/Soziologie Ricarda Albrecht (Author)
Publication Year
2008
Pages
22
Catalog Number
V275790
ISBN (eBook)
9783656682769
ISBN (Book)
9783656682783
Language
German
Tags
politische sozialisation kindern jugendlichen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bachelor of Arts Erziehungswissenschaft/Soziologie Ricarda Albrecht (Author), 2008, Politische Sozialisation von Kindern und Jugendlichen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/275790
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