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Qualitative Urteile und empirische Sozialforschung. Zusammenhänge

Title: Qualitative Urteile und empirische Sozialforschung. Zusammenhänge

Research Paper (undergraduate) , 2014 , 26 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Florian Klaede (Author)

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Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Frage der Werturteilsfreiheit bzw. Werturteilslastigkeit empirischer Sozialforschung. Insbesondere versucht sie Interdependenzen zwischen Sozialforschung und Werturteilen aufzudecken. Hierbei wird ein Bogen von Max Weber bis hin zu heutigen Erkenntnissen der Hirnforschung gezogen.

Am Ende steht die Frage, inwieweit gesellschaftliche Tendenzen zur Bildung einer "Expertokratie" durch populäre Missverständnisse über die Werturteilsfreiheit empirischer Sozialforschung begünstigt werden.

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Inhaltsverzeichnis

1 ZU HINTERGRUND, BEGRIFFEN UND METHODIK DER ARBEIT

1.1 HINTERGRUND UND METHODISCHE VORGEHENSWEISE

1.2 DER BEGRIFF DES WERTURTEILS- TRENNUNG VON PRÄSKRIPTIVEN UND DESKRIPTIVEN AUSSAGEN

1.3 DER BEGRIFF DER EMPIRISCHEN SOZIALFORSCHUNG

2 WISSENSCHAFTSTHEORETISCHE ÜBERLEGUNGEN UND EMPIRISCHE FORSCHUNGSERGEBNISSE ZUR MÖGLICHKEIT DER WERTURTEILSFREIHEIT EMPIRISCHER SOZIALFORSCHUNG

2.1 AKTUELLE STIMMEN IN DER WERTURTEILSDISKUSSION

2.2 KONTEXTE EMPIRISCHER FORSCHUNG UND WERTURTEILE

2.3 EMPIRIE UND EMPIRISMUS- WAHRNEHMUNG ALS VORAUSSETZUNG EMPIRISCHER ERKENNTNIS

2.4 WERTUNG UND WAHRNEHMUNG AUS SICHT DER GEHIRN- UND BEWUSSTSEINSFORSCHUNG

2.5 INTERSUBJEKTIVE NACHVOLLZIEHBARKEIT ALS MERKMAL WISSENSCHAFTLICHEN VORGEHENS

2.6 INTERSUBJEKTIVITÄT ALS LÖSUNG DES WERTFREIHEITS-DILEMMAS?

3 FAZIT UND AUSBLICK: VON DER MYSTIFIZIERUNG ZUR „EXPERTOKRATIE“- GEFAHREN EINER MISSVERSTANDENEN WERTURTEILSFREIHEIT

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretischen und philosophischen Voraussetzungen der Werturteilsfreiheit in der empirischen Sozialforschung. Das Hauptziel besteht darin, zu klären, ob eine strikte Trennung zwischen deskriptiven Sachaussagen und präskriptiven Werturteilen möglich ist, und welche Auswirkungen eine missverstandene Werturteilsfreiheit auf die Gesellschaft sowie das Verständnis wissenschaftlicher Objektivität haben kann.

  • Methodische Grundlagen der empirischen Sozialforschung im Kontext des Werturteilsstreits.
  • Die psychologische und neurobiologische Perspektive auf Wahrnehmungs- und Bewertungsmechanismen.
  • Diskussion des Begriffs der Intersubjektivität als Alternative zur rein objektiven Realitätsabbildung.
  • Kritik an der Mystifizierung der Wissenschaft und der Gefahr der Entstehung einer „Expertokratie“.

Auszug aus dem Buch

2.4 Wertung und Wahrnehmung aus Sicht der Gehirn- und Bewusstseinsforschung

In der Allgemeinen Psychologie können der Wahrnehmung folgende Eigenschaften zugeordnet werden: Begrenzung, Selektivität, Konstruktivität, Zeitliche Dauer, Korrektheit und Nützlichkeit, Kontextabhängigkeit, Lernen und Entwicklung, Aktive Wahrnehmung.

Auf die einzelnen Eigenschaften soll im Folgenden eingegangen werden: Unter der Begrenzung der Wahrnehmung ist zu verstehen, dass wir lediglich eine begrenzte Zahl von Sinnesorganen haben, die nur für eine begrenzte Anzahl von Komponenten in der Wahrnehmung zuständig sind. Wahrnehmung dient, streng genommen, nicht der Erkennung der physischen Umwelt, sondern der Bereitstellung handlungsrelevanter Parameter.

Da Wahrnehmung nicht alle potentiellen Reize der Umwelt gleichermaßen erfassen kann, ergibt sich aus ihrer Begrenztheit ihre Selektivität. Der Mechanismus mit der die Wahrnehmung auf handlungsrelevante Reize einschränkt wird als Aufmerksamkeit bezeichnet.

Weil Wahrnehmung nicht der Erkennung der physisischen Umwelt, sondern der Bereitstellung handlungsrelevanter Parameter dient, verhält sie sich konstruktiv. Das heißt, sie konstruiert aus den verfügbaren Informationen eine handlungsrelevante interne Repräsentation.

Zusammenfassung der Kapitel

1 ZU HINTERGRUND, BEGRIFFEN UND METHODIK DER ARBEIT: Das Kapitel führt in die historische Streitfrage der Werturteilsfreiheit in der Soziologie ein und definiert die zentralen Begriffe für die weitere Analyse.

2 WISSENSCHAFTSTHEORETISCHE ÜBERLEGUNGEN UND EMPIRISCHE FORSCHUNGSERGEBNISSE ZUR MÖGLICHKEIT DER WERTURTEILSFREIHEIT EMPIRISCHER SOZIALFORSCHUNG: Dieser Hauptteil beleuchtet die Möglichkeiten einer strikten Trennung von Fakten und Werten, bezieht Erkenntnisse aus der Psychologie ein und erörtert Intersubjektivität als wissenschaftlichen Maßstab.

3 FAZIT UND AUSBLICK: VON DER MYSTIFIZIERUNG ZUR „EXPERTOKRATIE“- GEFAHREN EINER MISSVERSTANDENEN WERTURTEILSFREIHEIT: Das Fazit warnt vor einer kritiklosen Mystifizierung wissenschaftlicher Expertise und diskutiert die gesellschaftlichen Gefahren, wenn empirische Ergebnisse als unanfechtbare Wahrheiten interpretiert werden.

Schlüsselwörter

Werturteilsfreiheit, Empirische Sozialforschung, Deskriptiv, Präskriptiv, Intersubjektivität, Wahrnehmung, Wissenschaftstheorie, Objektivität, Expertenherrschaft, Begründungszusammenhang, Kognitionswissenschaft, Sozialwissenschaft, Wertungen, Paradigmen, Forschungsmethodik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Frage, ob empirische Sozialforschung tatsächlich wertfrei sein kann, wenn sie Aussagen über die soziale Realität trifft.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Themen umfassen wissenschaftstheoretische Positionen zum Werturteilsstreit, die Rolle der Wahrnehmungspsychologie und die Gefahren einer gesellschaftlichen Überhöhung von wissenschaftlichen Daten.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist die kritische Dekonstruktion des Anspruches der Werturteilsfreiheit, um eine präzisere und verantwortungsbewusste Anwendung empirischer Methoden in der Sozialforschung zu ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse sowie die Integration psychologischer und gehirnwissenschaftlicher Erkenntnisse, um die theoretische Problematik des Werturteilsstreits zu fundieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden aktuelle Stimmen zur Werturteilsdiskussion, die Konstruktivität der menschlichen Wahrnehmung und der Begriff der Intersubjektivität als Alternative zur metaphysischen Objektivität analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wesentliche Begriffe sind Werturteilsfreiheit, Intersubjektivität, empirische Sozialforschung und Expertenherrschaft.

Welche Rolle spielen "dichte Begriffe" im Sinne Hilary Putnams für die Argumentation?

Putnams dichte Begriffe illustrieren, dass Sprache oft nicht wertneutral sein kann, da Fakten und Wertungen in Begriffen wie beispielsweise "grausam" oder "Alkoholmissbrauch" untrennbar verschmolzen sind.

Warum warnt der Autor vor einer sogenannten "Expertokratie"?

Der Autor warnt davor, dass der unkritische Glaube an die "Wertfreiheit" von Experten zu einem Machtverlust politischer Gestaltungsspielräume führen kann, wenn politische Entscheidungen als rein rechnerische Sachzwänge getarnt werden.

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Details

Title
Qualitative Urteile und empirische Sozialforschung. Zusammenhänge
College
University of Kassel  (UNIKIMS- Die Management School der Uni Kassel)
Grade
1,3
Author
Florian Klaede (Author)
Publication Year
2014
Pages
26
Catalog Number
V275840
ISBN (eBook)
9783656686057
ISBN (Book)
9783656686033
Language
German
Tags
Soziologie empirische Sozialforschung Expertokratie Werturteile Verwaltungswissenschaft Hirnforschung Philosophie Max Weber Wertfreiheit Werturteilsfreiheit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Florian Klaede (Author), 2014, Qualitative Urteile und empirische Sozialforschung. Zusammenhänge, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/275840
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