Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Histoire de l'Europe - Moyen Âge, Temps modernes

Gottesurteile im "Dialog über die Wunder" des Caesarius von Heisterbach

Titre: Gottesurteile im "Dialog über die Wunder" des Caesarius von Heisterbach

Dossier / Travail , 2013 , 21 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Deborah Heinen (Auteur)

Histoire de l'Europe - Moyen Âge, Temps modernes
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

Die vorliegende Arbeit befasst sich hauptsächlich mit dem Zweikampf als Gottesurteil, sowie der Handeisenprobe, speziell im Zusammenhang mit deren Darstellungen im Dialogus Miraculorum des Caesarius von Heisterbach (Entstehungszeitraum ca. 1219-1223). Die Arbeit soll dem Leser zunächst einen kurzen Überblick über den Dialogus Miraculorum, eine Exempelsammlung von diversen Wundergeschichten, und seinen Verfasser geben. Danach werden die drei Quellenauszüge, die dieser Arbeit zugrunde liegen, vorgestellt und im Hinblick auf sprachliche Mittel, historischen Hintergrund und Motive des Autors analysiert. Im Anschluss daran werden die Ordalien behandelt, besonders die ritualisierten Vorgänge bezüglich Vorbereitung und Vollzug, damit der Leser einen Einblick bezüglich der Anwendung des Ordals als Rechtsmittel erhält. Im Folgenden wird konkret auf den Zweikampf und die Handeisenprobe eingegangen, sowie ein Vergleich mit der Darstellung der einzelnen Gottesurteile in besagtem Werk gezogen. Abschließend folgt das Fazit, welches den Vergleich zunächst auswertet und zuletzt eine mögliche Erklärung bietet, weshalb der Autor eventuell von den historischen Begebenheiten abgewichen ist. Die Arbeitet richtet sich also nach der Fragestellung, inwiefern Caesarius von Heisterbach vom tatsächlichen Vollzug der Gottesurteile in seinen Schilderungen abweicht und weshalb.
Die Forschungsergebnisse zum Thema Gottesurteile sind nicht immer deckungsgleich und es herrscht in einigen Punkten Unstimmigkeit, wie in den folgenden Kapitel noch näher erläutert wird. Dies könnte darauf zurückzuführen sein, dass die Gottesurteile hauptsächlich als eine Erscheinung des Mittelalters handschriftlich in nicht allzu großer Zahl erhalten sind und diese gegebenenfalls auch variieren . Die Studien zum Dialogus Miraculorum erlebten zu Beginn des 19. Jahrhunderts einen Niedergang, da man das Werk als „abergläubische Schrift“ abtat. Ein halbes Jahrhundert später gewann das Werk wieder an Wert, es wurde aber nur schrittweise aus dem Lateinischen übersetzt . Die erste vollständige englische Übersetzung erschien 1924, die erste vollständige deutsche Version im Jahre 2009. Somit kann man sagen, dass der Dialogus Miraculorum durch die ständige Erforschung von den verschiedensten Blickwinkeln sehr gut erhalten ist und sein Wert wird von Historikern, sowie Forschern der verschiedensten Bereiche, sehr hoch geschätzt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1) Einleitung:

2) Caesarius von Heisterbach und der Dialogus Miraculorum:

2.1) Caesarius von Heisterbach:

2.2) Der Dialogus Miraculorum:

3) Quellenanalyse:

3.1) Quellenauszug 3. Distinktion, Kapitel 18:

3.2) Quellenauszug 9. Distinktion, Kapitel 48:

3.3) Quellenauszug 10. Distinktion, Kapitel 35:

4. Das Gottesurteil:

5) Die Gottesurteile bei Caesarius von Heisterbach im Dialogus Miraculorum:

5.1) Der gerichtliche Zweikampf:

5.2) Die Handeisenprobe:

5.3) Vergleich - Die Gottesurteile im Dialogus Miraculorum:

6) Fazit:

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwiefern die Schilderungen von Gottesurteilen im "Dialogus Miraculorum" des Caesarius von Heisterbach von den tatsächlichen historischen Abläufen und rechtlichen Gepflogenheiten des Mittelalters abweichen und welche Motive hinter diesen literarischen Darstellungen stehen.

  • Analyse der Darstellung von Zweikämpfen und Handeisenproben im "Dialogus Miraculorum".
  • Untersuchung des Spannungsfeldes zwischen historischer Realität und literarischer Fiktion.
  • Darstellung der Rolle Gottes als zentrales Element der mittelalterlichen Beweisführung.
  • Diskussion der Bedeutung von Exempelsammlungen für die Verbreitung religiöser Ideale im 13. Jahrhundert.

Auszug aus dem Buch

3.1) Quellenauszug 3. Distinktion, Kapitel 18:

Das vorliegende Exemplum mit dem Titel „De milite, qui ob meritum confessionis coram Henrico Imperatore in duello triumphavit“, kann frühestens aus dem Jahr 1218 stammen, da Friedrich II. als amtierender Regent genannt wird, welcher erst in besagtem Jahr als alleiniger Herrscher nach dem Tod Ottos IV. anerkannt wurde. Das festgelegte Entstehungsdatum des Dialogus Miraculorum markiert den spätesten Entstehungszeitpunkt des Exemplums 1223. Der Quellenauszug bezieht sich allerdings auf die Zeit, in welcher der Vater Friedrichs II., Kaiser Heinrich VI., regierte. Somit ergibt sich ein thematisierter Zeitraum zwischen Heinrichs Kaiserkrönung 1191 und seinem Tod 1197. Der Ort des Geschehens ist die Lombardei.

Die Überschrift des Kapitels (s.o.) fasst, wie bei allen anderen Exempla im Dialogus Miraculorum, in einem Satz zusammen, worum es geht. Als Kaiser Heinrich VI. durch die Lombardei zog, wurde ein Burgherr von den Lombarden unter anderem wegen Raubes angeklagt. Als Methode zur Entscheidungsfindung in diesem Rechtsstreit wurde der Zweikampf gewählt. Die Lombarden als Ankläger wählten einen großen, starken Mann als Stellvertreter, welcher den Burgherrn zum Zweikampf aufforderte. Der Bruder des Burgherrn, ein nicht sehr starker Mann, bat Kaiser Heinrich jedoch darum, an Stelle seines Bruders kämpfen zu dürfen. Dieser akzeptierte und der Bruder bereitete sich durch religiöse Handlungen wie die Beichte und das Anbringen christlicher Symbole an seiner Kleidung vor. Im Kampf errang er nach kurzer Zeit den Sieg und erreichte, dass sein Bruder, der Burgherr, begnadigt wurde.

Der vorliegende Quellenauszug gehört zu der Quellengattung der literarischen Werke, somit ist der Autor an gewisse Normen gebunden. Dazu zählt beispielsweise die Unterteilung der einzelnen Exempla in Kapitel. Außerdem hat er die Aufgabe, die Exempla spannend und lebendig wiederzugeben. Dies geschieht durch einen Spannungsbogen, der sich in dem vorliegendem Exemplum bis zum Zweikampf aufbaut und sich erst mit der Schilderung des Sieges des Bruders löst. Lebendig wird die Erzählung zudem durch wörtliche Rede seitens des Verlierers.

Zusammenfassung der Kapitel

1) Einleitung: Die Einleitung erläutert den religiösen Hintergrund der Gottesurteile und definiert das Ziel der Arbeit, die Darstellung dieser Ordalien bei Caesarius von Heisterbach zu analysieren.

2) Caesarius von Heisterbach und der Dialogus Miraculorum: Dieses Kapitel stellt den Autor, seine Herkunft und sein Werk "Dialogus Miraculorum" als einflussreiche Exempelsammlung des 13. Jahrhunderts vor.

3) Quellenanalyse: Hier werden drei spezifische Quellenauszüge aus dem Werk philologisch und inhaltlich auf ihre narrative Struktur und die Motive des Autors untersucht.

4. Das Gottesurteil: Das Kapitel bietet einen historischen Überblick über das Wesen und die rituellen Abläufe von Ordalien als Instrumente der sakralen Rechtsfindung.

5) Die Gottesurteile bei Caesarius von Heisterbach im Dialogus Miraculorum: Dieser Teil befasst sich mit den konkreten Ausprägungen von Zweikampf und Handeisenprobe im literarischen Kontext des Autors.

6) Fazit: Das Fazit resümiert, dass die Abweichungen in den Schilderungen des Autors der literarischen Absicht geschuldet sind, die göttliche Allmacht eindringlich zu vermitteln.

Schlüsselwörter

Gottesurteil, Caesarius von Heisterbach, Dialogus Miraculorum, Ordal, Mittelalter, Zweikampf, Handeisenprobe, Rechtsgeschichte, Exempel, Zisterzienser, Beweisführung, Religiösität, Literaturanalyse, Geschichte, Rechtsprechung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Darstellung von Gottesurteilen, insbesondere von Zweikämpfen und der Handeisenprobe, in der mittelalterlichen Exempelsammlung "Dialogus Miraculorum" von Caesarius von Heisterbach.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die historische Praxis der Ordalien, die literarische Gestaltung religiöser Wundergeschichten und die Abweichungen zwischen historischer Realität und der Darstellung bei Caesarius.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist herauszufinden, inwiefern und warum Caesarius von Heisterbach von den tatsächlichen rechtlichen Abläufen der Gottesurteile in seinen Schilderungen abweicht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Quellenanalyse, bei der drei ausgewählte Kapitel des "Dialogus Miraculorum" philologisch untersucht und mit dem historisch belegten Wissen über Gottesurteile verglichen werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst eine Analyse des Autors und seines Werkes, eine detaillierte Quellenanalyse der drei gewählten Beispiele, die theoretischen Hintergründe von Ordalien sowie einen direkten Vergleich zwischen historischen Fakten und literarischer Fiktion.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Gottesurteil, Ordal, Caesarius von Heisterbach, Dialogus Miraculorum, Zweikampf und Handeisenprobe.

Welche Bedeutung hat die Beichte in den untersuchten Texten?

Die Beichte dient als wesentliche religiöse Vorbereitung des Beweisführers, die dessen göttliche Begünstigung und damit seinen Erfolg im Gottesurteil legitimiert.

Warum weicht Caesarius von historischen Fakten ab?

Die Abweichungen dienen primär dem literarischen Ziel, Gottes stetige Präsenz und Allmacht zu demonstrieren, um den Leser von der Wirksamkeit christlicher Tugenden und Wunder zu überzeugen.

Fin de l'extrait de 21 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Gottesurteile im "Dialog über die Wunder" des Caesarius von Heisterbach
Université
University of Bonn
Note
1,0
Auteur
Deborah Heinen (Auteur)
Année de publication
2013
Pages
21
N° de catalogue
V275858
ISBN (ebook)
9783656689065
ISBN (Livre)
9783656693932
Langue
allemand
mots-clé
gottesurteile dialog wunder caesarius heisterbach
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Deborah Heinen (Auteur), 2013, Gottesurteile im "Dialog über die Wunder" des Caesarius von Heisterbach, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/275858
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  21  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint