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Analyse der Gesundheitssendung „Service: Gesundheit“

Die besondere Funktion des Moderators als mediale Vermittlungsinstanz zwischen Experten und Laien

Titel: Analyse der Gesundheitssendung „Service: Gesundheit“

Hausarbeit , 2014 , 18 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Tim Hoffmann (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Film und Fernsehen
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Rahmen vorliegender Arbeit möchte der Verfasser mittels einer Analyse der Gesundheitssendung „Service: Gesundheit“ die Wissensvermittlung von medizinischen Sachverhalten unter besonderer Herausstellung der agierenden Personen mit Fokus auf den Moderator untersuchen.
Immer mehr Sendungen in Radio und Fernsehen widmen ihr Augenmerk dem höchsten Gut des Menschen, seiner Gesundheit, und untersuchen dabei vornehmlich solche Krankheiten und Leiden, die einen Großteil der Gesellschaft betreffen sowie in diesem Zusammenhang aktuelle und wichtige Präventionsmaßnahmen, zu denen nicht selten konkrete Appelle formuliert werden. Dabei wird durch die verschiedenen massenmedialen Formate stets eine große Menge an anonymen und heterogenen Rezipienten erreicht, die an unter-schiedlichen geographischen und sozialen Orten beheimatet sind (cf. Habscheid 2009, S. 100). Dieselben adäquat und unter Berücksichtigung des jeweils verschiedenen Wissensstandes und der individuellen Kompetenzen – wie ihrer medizinischen Vorbildung, sowie Ausprägung ihrer Fähigkeiten zur Rezeption medizinisch relevanter Themen und Aspekte – zu informieren und zu bilden, erweist sich als diejenigen Herausforderungen, denen sich o. g. Formate stellen müssen. Sie leisten durch ihre Arbeit einen wichtigen Beitrag zum Wissenstransfer von Experten hin zu Laien.
Das Ziel der Arbeit besteht deshalb darin, die genannte Sendung auf ihren Aufbau hin sowie die personale Struktur ihrer Besetzung vor dem Hintergrund des Gelingens oben erwähnter Ziele unter besonderer Berücksichtigung der Vermittlerrolle des Moderators zwischen Zuschauer und Experten zu untersuchen. Dabei sind vor allem die zur Anwendung kommenden Erklärungs- und Vermittlungsstrategien zu beleuchten sowie die Verfahren, welche zur Veranschaulichung von komplexen medizinischen Sachverhalten dienen, näher zu bestimmen. Ziel ist eine Analyse, die auf der Grundlage geeigneter Werkzeuge das Vermitteln von gesundheitsbezogenen und medizinisch relevanten Inhalten herausstellt.
Um diesem Ziel Rechnung zu tragen, wird in Kapitel 2 zunächst ein Grundverständnis der verschiedenen Strategien und Verfahren zur Wissensvermittlung an den Rezipienten aufgebaut, an das ein Aufriss der beteiligten agierenden Personen anschließt, worauf in Kapitel 3 die eigentliche Analyse der Sendung erfolgt, die auf ihre Wirkung hin qualitativ bestimmt und eingeordnet wird, um in Kapitel 4 schlussendlich mögliche Verbesserungsvorschläge zu präsentieren und zu erörtern.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theorien und Begriffserläuterungen

2.1 Vermittlungsstrategien

2.1.1 Experte

2.1.2 Moderator

2.2 Verfahren zur Veranschaulichung

2.3 Erklärungsstrategien

2.4 Personal

2.4.1 Moderator

2.4.2 Experte

3. Analyse der Gesundheitssendung „Service: Gesundheit – Unser wichtigstes Sinnesorgan“ vom 23. Januar 2014

3.1 Anforderungen an eine Informationssendung

3.2 Personal

3.3 Aufbau und Struktur der Sendung

3.4 Wirkung

4. Bewertung des Sendungskonzeptes und Verbesserungsvorschläge

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Wissensvermittlung in medizinischen Gesundheitssendungen, wobei der Fokus auf der moderativen Rolle als Vermittlungsinstanz zwischen Experten und Laien liegt. Ziel ist die Analyse, wie durch kommunikative Strategien komplexe medizinische Sachverhalte für ein heterogenes Publikum aufbereitet werden.

  • Vermittlungs- und Erklärungsstrategien in Gesundheitsformaten
  • Die personale Struktur und die Rolle des Moderators
  • Verfahren zur Veranschaulichung komplexer medizinischer Informationen
  • Analyse der Qualität und Wirksamkeit von Informationssendungen
  • Interaktion zwischen Experten und Laien im Fernsehen

Auszug aus dem Buch

2.4.1 Moderator

Der Moderator kann als eindeutige Schlüsselfigur identifiziert werden, da er als Lenker und Leiter der Sendung Gäste und Zuschauer gleichermaßen durch die Sendung führt. Brünner spricht in diesem Zusammenhang gar von einer Dominanz der Moderatoren, die sich vor allem in den Gesprächen mit den Experten äußert (cf. Brünner 2011, 57). Diese werden nicht selten in Form von gelenkten und propositionalen Interviews geführt und sind daher in ihrer Struktur durch die festgelegte Abfolge der Fragen des Moderators meist starr bis wenig flexibel.

Dass Gäste – Betroffene sowie Experten – sich selbst spontan zu Wort melden und ohne Aufforderung Wortbeiträge leisten, ist selten zu beobachten (cf. ebd., 57f). Faulstich formuliert die Rolle des Moderators als Vermittlungsinstanz, die zwischen der Fernsehwirklichkeit und der Realität der Zuschauer ihre Wirkung entfaltet (cf. Faulstich 2009, 82). Eine Besonderheit entdeckt dieser auch in der face-to-face-Ansprache des Moderators, die ein hohes Maß an Persönlichkeit mit sich bringt und daher dem Zuschauer eine gewisse Vertrautheit suggeriert (cf. ebd.). Zudem weisen Karstens und Schütte darauf hin, dass diese Art der direkten Ansprache eine „enorme Bedeutung für die Glaubwürdigkeit“ (Karstens/Schütte 2010, 154) der Sendung hat.

Des Weiteren nehmen sie eine Klassifizierung von Moderatoren vor, die sie in verschiedene Typen einordnen, von denen die Beschreibung als „Typ: Professioneller Gesprächspartner“ (ebd., 157) am besten die Präsenz eines Moderators von Gesundheitssendungen wiedergibt. Diesem wird eine breite Palette an Aktionsmöglichkeiten unterstellt, die er zur Interaktion mit seinen Studiogästen nutzt (cf. ebd., 157). Als Schwierigkeit oder Herausforderung, die solch ein Moderator bewältigen muss, führen sie das stete Signalisieren von Interesse und Empathie an, wobei der Moderator jedoch nicht zu distanziert bleiben darf aber auch nicht zu emotional werden sollte, um seine Glaubwürdigkeit nicht infrage gestellt zu wissen (cf. ebd., 158).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert die Problematik der medizinischen Wissensvermittlung und definiert das Ziel, die Vermittlerrolle des Moderators in der Sendung „Service: Gesundheit“ zu untersuchen.

2. Theorien und Begriffserläuterungen: In diesem Kapitel werden grundlegende Strategien der Wissensvermittlung, wie Erklärungsformen und Veranschaulichungen, sowie die Rollen von Experten und Moderatoren theoretisch hergeleitet.

3. Analyse der Gesundheitssendung „Service: Gesundheit – Unser wichtigstes Sinnesorgan“ vom 23. Januar 2014: Dieses Hauptkapitel analysiert das Personal, den Aufbau und die inhaltliche Struktur einer spezifischen Sendungsepisode auf Basis der zuvor erarbeiteten Theorie.

4. Bewertung des Sendungskonzeptes und Verbesserungsvorschläge: Hier wird das Gesamtkonzept der Sendung resümiert und kritisch bewertet, wobei insbesondere das Moderationsverhalten als potenzieller Ansatzpunkt für Verbesserungen hervorgehoben wird.

Schlüsselwörter

Gesundheitssendung, Wissensvermittlung, Moderator, Experte, Medienkommunikation, Medizin, Veranschaulichungsstrategien, Erklärungsstrategien, Experten-Laien-Kommunikation, Fernsehanalyse, Patienten, Information, Unterhaltung, Glaubwürdigkeit, Mediale Vermittlung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die spezifische Funktion von Moderatoren in Gesundheitssendungen als Vermittlungsinstanz, die medizinische Fachinhalte für ein Laienpublikum verständlich aufbereitet.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Experten-Laien-Kommunikation, die verschiedenen Strategien zur Wissensvermittlung sowie die praktische Anwendung dieser Mittel im TV-Format.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die personale Struktur der Sendung „Service: Gesundheit“ zu untersuchen und herauszuarbeiten, wie der Moderator die Wissensvermittlung zwischen den Experten und den Zuschauern strukturiert und steuert.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Die Autorin nutzt eine medienanalytische Herangehensweise, bei der eine konkrete Sendungsausgabe anhand theoretischer Konzepte der Linguistik und Medienwissenschaft systematisch ausgewertet wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil beinhaltet die theoretische Fundierung zu Strategien der Wissensvermittlung (z.B. Metaphern, Erklärungen) sowie die detaillierte Analyse des Aufbaus, der Akteure und der kommunikativen Abläufe der untersuchten Sendung.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Schlüsselbegriffe sind Wissensvermittlung, Moderator, Experte, Gesundheitssendung, Kommunikation, Veranschaulichung und mediale Vermittlungsinstanz.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen dem direkten und indirekten Personal der Sendung?

Die Arbeit differenziert zwischen dem Moderator und dem Studio-Experten als direkt interagierende Personen vor der Kamera und den in den Filmeinspielern gezeigten Akteuren, die nicht in direkter Interaktion mit dem Moderator stehen.

Welche konkreten Verbesserungsvorschläge macht der Verfasser für den Moderator?

Der Verfasser schlägt vor, dass der Moderator an seiner Fähigkeit arbeiten sollte, schneller zwischen fachlicher Souveränität und emotionaler Empathie zu wechseln, um authentischer zu wirken.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen Fachsprache und Alltagssprache eine Rolle?

Sie ist essentiell, damit Experten präzise kommunizieren können, während der Moderator durch Übersetzung in Alltagssprache sicherstellt, dass das Laienpublikum den Inhalten folgen kann.

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Details

Titel
Analyse der Gesundheitssendung „Service: Gesundheit“
Untertitel
Die besondere Funktion des Moderators als mediale Vermittlungsinstanz zwischen Experten und Laien
Hochschule
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen  (Lehrstuhl für Communication Science)
Veranstaltung
Seminar: Medienkommunikation in der Medizin
Note
2,0
Autor
Tim Hoffmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
18
Katalognummer
V275953
ISBN (eBook)
9783656689607
ISBN (Buch)
9783656689577
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Medizin Medienkommunikation Vermittlung Strategien Erklärung Veranschaulichung Brünner Gülich Antos Faulstich TV Fernsehen Gesundheitssendung Gesundheit Kommunikation
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Tim Hoffmann (Autor:in), 2014, Analyse der Gesundheitssendung „Service: Gesundheit“, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/275953
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  18  Seiten
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