Prüfung und Bilanzierung erhaltener und geleisteter Anzahlungen


Hausarbeit (Hauptseminar), 2014

19 Seiten, Note: Bestanden


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1Einführung

2 Erhaltene Anzahlungen
2.1 Grundlagen
2.2 Bewertung und Ausweis
2.2.1. Bewertung
2.2.2. Restlaufzeit der Anzahlung
2.2.3. Abgrenzung zu den passiven Rechnungsabgrenzungsposten
2.2.4. Ausweis unter den Verbindlichkeiten
2.2.5. Offene Absetzung von den Vorräten
2.3 Steuerrechtliche Auswirkungen nach dem BilMoG
2.4 Erlöschungsründe der erhaltenen Anzahlungen
2.5 Prüfungstechnik
2.5.1. Prüfung nach HGB
2.5.2. Prüfung nach IFRS

3 Geleistete Anzahlungen
3.1 Grundlagen
3.2 Ausweis und Bewertung
3.2.1. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle VG
3.2.2. Geleistete Anzahlungen auf Sachanlagen
3.2.3. Geleistete Anzahlungen auf Vorräte
3.2.4. Geleistete Anzahlungen auf sonstige VG
3.3 Umsatzsteuerliche Behandlung der geleisteten Anzahlungen
3.4 Prüfungstechnik
3.4.1. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle VG des Anlagevermögens
3.4.2. Geleistete Anzahlungen auf Sachanlagevermögen
3.4.3. Geleistete Anzahlungen auf Vorräte

4 Schlussbemerkung

Literaturverzeichnis

Dörner, H. K. (5. Auflage). Handbuch der Rechnungslegung.

Dusenond/Heusinger/Knop. (5. Auflage). Handbuch der Rechnungslegung.

Ellrott/Krämer. (2012). Beck'scher Bilanskommentar.

Ellrott/Kreher/F.Huber. (2012). Beck'scher Bilanzkommentar.

Ellrott/Roscher. (2012). Beck'scher Bilanzkommentar.

Freidank, C.-C. (2007). Vahlens Großes Auditing Lexikon.

Marten/Quick/Runke. (2007) . WIrtchaftsprüfung, 3. Aufl., Stuttgart.

IDW (2006): WP Handbuch 2006 - Wirtschaftsprüfung, Rechnungslegung, Prüfung und Beratung, Band I, 13. Aufl., Düsseldorf

Kozikowski/F.Huber. (2012). Beck'scher Bilanzkommentar.

Kozikowski/Schubert. (2012). Beck'scher Bilanzkommentar.

Küting, T. (2004). Handbuch der Rechnungslegung Band 2.

Scherer, G. (2011). Rechnungslegung nach neuem HGB.

Wöhe, G., Bilstein, J., Ernst, D., & Häcker, J. (2013). Grundzüge der Unternehmensfinanzierung. Vahlen.

Wolf, T. (1996). Grundlagen der doppelten Buchführung.

Wysocki. (2003). Prüfungsgrundsätze und Prüfungsverfahren nach den nationalen und internationalen Prüfungsstandards.

Zülch/Hoffmann. (2009). Praxiskommentar BilMoG.

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einführung

Zur Finanzierung des vorhandenen Auftragsbestandes hat der Lieferant die Möglichkeit vor Erbringung einer Lieferung oder Leistung eine Anzahlung des Abnehmers zu verlangen. Dies ist vor allem in Branchen üblich, in denen sich der Produktionsprozess über einen langen Zeitraum hinweg erstreckt. Zudem handelt es sich oft um kapitalintensive Prozesse und der Auftragnehmer ist nicht in der Lage die Finanzierung des Prozesses alleine zu stemmen. Anzahlungen sind in Wirtschaftszweigen, wie zum Beispiel in der Schiffbaubranche, Maschinenbauproduktion und im Baugewerbe als gängig anzusehen. In der Maschinenbaubranche ist eine Anzahlung von einem Drittel des Kaufpreises branchenüblich. Neben dem Vorteil der Auftragsfinanzierung, ist für den Hersteller die stärkere Bindung des Kunden an seinen Auftrag zu nennen[1].

Die Bilanzierung einer Anzahlung kann in unterschiedlichen Positionen der Bilanz erfolgen. So sind bei der Prüfung unterschiedliche Vorschriften zu beachten. Der Leser wird über diese Besonderheiten informiert.

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Bilanzierung und Prüfung der erhaltenen, sowie der geleisteten Anzahlungen. Die Arbeit unterscheidet zwischen den beiden Anzahlungsvarianten in separaten Gliederungspunkten. Zunächst wird auf die erhaltenen und dann auf die geleisteten Anzahlungen eingegangen. Beide Kapitel beschäftigen sich mit der richtigen Bilanzierung und welche Besonderheiten jeweils existieren. Danach wird auf die umsatzsteuerliche Behandlung der Anzahlung eingegangen. Abschließend wird noch die jeweilige Prüfungstechnik erläutert.

Die Arbeit setzt Kenntnisse über die Grundlagen der Jahresabschlussprüfung und die Prüfung der Forderungen und Verbindlichkeiten voraus. Schwerpunktmäßig erfolgt die Darstellung der Besonderheiten, die es bei der Prüfung der erhaltenen und geleisteten Anzahlungen, zu beachten gilt.

2. Erhaltene Anzahlungen

2.1. Grundlagen

Zur Finanzierung des vorhandenen Auftragsbestandes besteht die Möglichkeit, vor Erbringung der Lieferung oder Leistung, den Auftraggeber zu einer Anzahlung zu verpflichten. Die Anzahlung wird bei Fertigstellung des Auftrages mit dem Gesamtrechnungsbetrag verrechnet. Es handelt sich bei den erhaltenen Anzahlungen somit um ein schwebendes Geschäft. Dieses bleibt bis zur Gewinnrealisation bestehen. Da noch keine Leistung des Unternehmens erbracht wurde und bei Nichtleistung das Geld an den Auftraggeber zurück zu zahlen ist, stellt die Anzahlung eine Verbindlichkeit dar.

Aus wirtschaftlicher Sicht ist nicht von einer Rückzahlung der Leistung auszugehen. Es ist zu erwarten, dass beide Parteien an der Abwicklung des Auftrages interessiert sind. Die Passivierung der erhaltenen Anzahlung als Verbindlichkeit, entspricht somit nicht den wirtschaftlichen Gegebenheiten[2].

2.2. Bewertung und Ausweis

2.2.1. Bewertung

Die erhaltenen Anzahlungen sind zum Nennbetrag anzusetzen. Wurde die Anzahlung in einer Fremdwährung entrichtet, dann erfolgt die Einbuchung zum Geldkurs. Bei steigenden Kursen an nachfolgenden Stichtagen ist eine Aufwertung vorzunehmen. Die Bewertungsgrundsätze der Währungsumrechnung sind zu Grunde zu legen[3].

2.2.2. Restlaufzeit der Anzahlung

Die Restlaufzeit der Anzahlung ist bis zu einem Jahr gemäß § 268 Abs. 5 HGB i.V.m. § 265 Abs. 7 Nr. 2 HGB im Anhang einzeln zu vermerken. Für die Restlaufzeit ist das voraussichtliche Liefer- bzw. Leistungsdatum maßgebend.

2.2.3. Abgrenzung zu den passiven Rechnungsabgrenzungsposten

Bei der Bildung eines Rechnungsabgrenzungspostens wird, wie bei den erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen, dem Realisationsprinzip genüge getan. Es erfolgt eine erfolgsneutrale Buchung, wenn die Gewinnrealisierung noch nicht stattgefunden hat. In beiden Fällen muss das Unternehmen die Gegenleistung erst noch erbringen. Bei den passiven RAP handelt es sich allerdings um Verbindlichkeiten, die im Gegensatz zu den erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen, das Merkmal der Zeitbezogenheit tragen. Hier erfolgt eine in einen bestimmten Zeitraum gleichmäßig zu erbringende Gegenleistung. Ein Beispiel dafür wäre die zeitliche Überlassung eines Gebäudes. Wenn die Zahlung z.B. im Vorjahr erfolgen würde, dann müsste diese erfolgsneutral unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt werden[4].

[...]


[1] Vgl. Wöhe, Günter; Bilstein, Jürgen; Ernst, Dietmar; Häcker, Joachim, Grundzüge der Unternehmensfinanzierung, 2013, S. 356

[2] Vgl. Küting, Karlheinz, in: Handbuch der Rechnungslegung, Band 2, §268, Rn 212

[3] Vgl. Freidank, Carl-Christian, in: Vahlens Großes Auditing Lexikon, 2007, S. 57

[4] Vgl. Scherer, Gerhard, in: Rechnungslegung nach neuem HGB, 2011, S. 311

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Prüfung und Bilanzierung erhaltener und geleisteter Anzahlungen
Hochschule
Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg in Sankt Augustin
Veranstaltung
Schwerpunktfach
Note
Bestanden
Autor
Jahr
2014
Seiten
19
Katalognummer
V275995
ISBN (eBook)
9783656688525
ISBN (Buch)
9783656688501
Dateigröße
380 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
BWL, Steuern, Wirtschaftsprüfung, Bilanz, HGB, Jahresabschluss, Anzahlung, erhaltene Anzahlungen, geleistete Anzahlungen
Arbeit zitieren
Julian Voß (Autor), 2014, Prüfung und Bilanzierung erhaltener und geleisteter Anzahlungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/275995

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