Die christliche Kirche ist die eine, heilige, katholische, apostolische Kirche.
Diese vier Eigenschaften gelten als die Grundeigenschaften der Kirche. Doch woher kommen diese Eigenschaften und was bedeuten sie? Diese Fragen sollen in der Hausarbeit geklärt werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Das Glaubensbekenntnis – Herkunft, Geschichte und Entwicklung
2.1 Das erste ökumenische Konzil
2.1.1 Das Nicänische Glaubensbekenntnis
2.2 Das zweite ökumenische Konzil
2.2.1 Das Nicäno-Konstantinopelitanum
3. Die Einheit
3.1 Die Einheit der Liebe
3.2 Die Konfessionelle Einheit
3.3 Die Interkonfessionelle Einheit
4. Die Heiligkeit
5. Die Katholizität
6. Die Apostolizität
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Hausarbeit befasst sich mit den vier Grundeigenschaften der christlichen Kirche – Einheit, Heiligkeit, Katholizität und Apostolizität. Ziel der Arbeit ist es, den Ursprung sowie die theologische Bedeutung dieser Eigenschaften im Kontext des christlichen Glaubensbekenntnisses zu erläutern und zu analysieren.
- Historische Herkunft und Entwicklung der Glaubensbekenntnisse (Konzile von Nicäa und Konstantinopel).
- Die dreifache Begründung der kirchlichen Einheit (Liebe, Konfessionalität und Interkonfessionalität).
- Die Bedeutung der Heiligkeit als göttliche Gabe und Anspruch an die Kirche.
- Katholizität und Apostolizität als missionarische und strukturelle Fundamente kirchlichen Selbstverständnisses.
Auszug aus dem Buch
Die Einheit der Liebe
Die Einheit wird von zwei Seiten begründet, sie ist zum einen ontologisch und schöpfungstheologisch, weil die Kirche die „die trinitarische Gemeinschaft Gottes abbildende und bezeugende Gemeinschaft der Gläubigen ist, muß die Struktur ihrer Einheit der Einheit Gottes entsprechen“3. Die höchste Form der Einheit ist die Liebe, dies zeigt die trinitarische Gotteserfahrung. Die Personen sind Kraft des Geistes Christi nicht mehr durch ihr Gegeneinander definiert, sondern durch ihr Miteinander. Die Christenheit ist eine Gemeinschaft des Glaubens, Liebens, Feierns, Hoffens, Betens, Leidens und Handelns.
Auf der anderen Seite wird die Einheit heilsgeschichtlich und eschatologisch begründet, denn für den gläubigen Christen ist die gesamte Menschheitsgeschichte von der Macht des Bösen und der Sünde geprägt. Die Sündenfallgeschichten in Genesis 3-11 zeigen, dass die Macht des Bösen nicht nur zu fortschreitendem Selbstverlust führt, sondern auch zu einem immer aggressiver werdendem Versuch der Selbstbehauptung und Zurückerlangung der verlorenen Einheit, wie man es in Genesis 11, 1-9 (Turmbau zu Babel) sehen kann.
Die Abkehr von Gott bedeutet also nicht nur Trennung und Gegeneinander, sie äußert sich auch in dem Versuch, die Einheit, ohne die der Mensch nicht leben kann, wiederzugewinnen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Vorstellung der vier Grundeigenschaften der Kirche und Formulierung der leitenden Forschungsfragen.
2. Das Glaubensbekenntnis – Herkunft, Geschichte und Entwicklung: Untersuchung der historischen Konzile von Nicäa und Konstantinopel sowie deren Einfluss auf die Entstehung der Bekenntnistexte.
3. Die Einheit: Analyse der Einheit unter den Aspekten der göttlichen Liebe, der innerkirchlichen Ordnung und der ökumenischen Beziehungen zu anderen Religionen.
4. Die Heiligkeit: Betrachtung der Kirche als von Gott geheiligte Institution, trotz der Sündhaftigkeit ihrer Mitglieder.
5. Die Katholizität: Erörterung der Universalität der Kirche und ihrer missionarischen Aufgabe im Kontext der Evangelisation.
6. Die Apostolizität: Erläuterung der Bedeutung des Apostelamtes und der apostolischen Sukzession für die Kontinuität der kirchlichen Überlieferung.
Schlüsselwörter
Kirche, Grundeigenschaften, Glaubensbekenntnis, Einheit, Heiligkeit, Katholizität, Apostolizität, Nicäa, Konstantinopel, Dreifaltigkeit, Mission, Evangelisation, Apostolische Sukzession, Christentum, Theologie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die vier theologischen Grundeigenschaften der christlichen Kirche: Einheit, Heiligkeit, Katholizität und Apostolizität.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die Schwerpunkte liegen auf der Entstehungsgeschichte der Glaubensbekenntnisse sowie der dogmatischen Herleitung und Bedeutung der vier genannten Wesensmerkmale.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, zu klären, woher diese vier Eigenschaften stammen und was sie inhaltlich im kirchlichen Selbstverständnis bedeuten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine dogmen- und kirchengeschichtliche Analyse, basierend auf theologischer Fachliteratur und Quellenstudien.
Was wird im Hauptteil der Arbeit primär behandelt?
Der Hauptteil analysiert detailliert die Konzilsgeschichte, die verschiedenen Dimensionen der kirchlichen Einheit und die spezifische Bedeutung von Heiligkeit, Katholizität und Apostolizität.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Ekklesiologie, Dogmatik, Konzil, Trinität und christliche Identität charakterisieren.
Welche Rolle spielt das Konzil von Nicäa für das Verständnis der Kirche?
Es dient als wesentlicher Bezugspunkt der Kirchengeschichte, da hier zentrale Fragen zum Wesen Jesu und zur Trinität diskutiert wurden, die die Grundlage des christlichen Bekenntnisses bilden.
Wie definiert der Autor die Bedeutung der apostolischen Sukzession?
Die apostolische Sukzession wird als eine ununterbrochene Kette der Weihe durch Handauflegen verstanden, die von Jesus Christus über die Apostel zu den heutigen Bischöfen führt und die Kontinuität der Überlieferung sichert.
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- Lena Murken (Author), 2013, Die Grundeigenschaften der Kirche, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/276030