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Aus- und Einwanderung auf den Britische Inseln am Beispiel von England und Irland

Title: Aus- und Einwanderung auf den Britische Inseln am Beispiel von England und Irland

Term Paper , 2013 , 24 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Melanie Scheid (Author)

Geography / Earth Science - Demographics, Urban Management, Planning
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Migration allgemein bezeichnet „die Wanderung bzw. Bewegung von Individuen oder Gruppen im geographischen und sozialen Raum. Die Begriffe ‚Emigration‘ (Auswanderung) und ‚Immigration‘ (Einwanderung) weisen in diesem Zusammenhang auf die Zielrichtung der Wanderung hin“ (STRASSER 2009, S. 17).
Im vorliegenden Fall wird nur die Wanderung im geographischen Raum betrachtet, hierbei soll vor allem der Wechsel von Emigration zu Immigration untersucht werden.
Von besonderem Interesse sind dabei die Faktoren, die dazu führen, dass ein Land Auswanderungsland bzw. Einwanderungsland wird, die so genannten Push- und Pull-Faktoren.
Zunächst sollen jedoch die Begrifflichkeiten geklärt werden:
Ein Auswanderungsland besitzt eine negative Einwanderungsbilanz, d.h. es wandern mehr Menschen aus als ein. Im Gegensatz dazu verfügt ein Einwanderungsland über eine positive Einwanderungsbilanz. Entscheidend beeinflusst wird die Einwanderungsbilanz von den Push- und Pull-Faktoren.
Push-Faktoren beeinflussen eine Auswanderung aus dem Herkunftsland, Pull-Faktoren hingegen begünstigen eine Einwanderung in das Zielland. Push-Faktoren wirken sich also negativ auf die Einwanderungsbilanz aus, Pull-Faktoren haben einen positiven Einfluss darauf. Von besonderer Bedeutung hierbei sind Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt sowie staatliches Handeln (vgl. FASSMANN 2009, S. 11ff.).
Im Rahmen dieser Arbeit soll zunächst untersucht werden, wie sich die Einwanderungsbilanzen von England und Irland in der Vergangenheit bis heute entwickelt haben und welche Ereignisse diese Entwicklung beeinflusst haben. Ziel ist ein Vergleich der Entwicklung Englands und Irlands sowie der auslösenden Faktoren. Die Leitfragen der Untersuchung lauten:
Wann begann die erste Auswanderungsphase und wodurch wurde sie ausgelöst?Wann und wodurch erfolgte ein Umschwung zum Einwanderungsland?Wie oft erfolgte ein Wechsel vom Auswanderungsland zum Einwanderungsland (bzw. umgekehrt)?
Gibt es Besonderheiten in der Migrationsgeschichte?
Wie wirkt sich die Immigration auf das heutige England/Irland aus?Es würde zu weit führen, die Einwanderungen der Kelten, Römer oder Wikinger auf die Britischen Inseln zu berücksichtigen.
Daher beginnt die Untersuchung Englands ab dem 16. Jahrhundert, die Irlands ab dem 19. Jahrhundert, da zu diesen Zeitpunkten die Entwicklungen, die schließlich die ersten Auswanderungswellen auslösten, begannen.

Excerpt


Gliederung

1 Einleitung

2 England

2.1 England als Auswanderungsland

2.2 Vom Auswanderungsland zum Einwanderungsland – Die Einflüsse der Industrialisierung

2.3 England als Einwanderungsland

2.3.1 Beginn der innereuropäischen Zuwanderung

2.3.2 Einwanderung aus den ehemaligen Kolonien

2.3.3 Gesetze zur Steuerung der Einwanderung: Commonwealth Immigration Act und Immigration Act

2.3.4 Immigration heute

2.3.5 Zielregionen der Zuwanderer

2.4 Fazit

3 Irland

3.1 Irland als Auswanderungsland

3.1.1 Beginn der Auswanderungen und Folgen der Großen Hungersnot

3.1.2 Irische Auswanderer in den USA

3.2 Vom Auswanderungsland zum Einwanderungsland

3.2.1 Erster Wechsel vom Auswanderungsland zum Einwanderungsland

3.2.2 Rückentwicklung zum Auswanderungsland

3.3 Irland als Einwanderungsland

3.3.1 Pullfaktor Celtic Tiger

3.3.2 Herkunftsländer der Zuwanderer

3.3.3 Zielregionen der Zuwanderer

3.4 Fazit

4 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Entwicklung der Migration auf den Britischen Inseln unter besonderer Berücksichtigung der Beispielländer England und Irland. Dabei wird der historische Wandel von Auswanderungs- zu Einwanderungsländern analysiert, wobei die Forschungsfrage darauf abzielt, die auslösenden Faktoren (Push- und Pull-Effekte) sowie Besonderheiten in der jeweiligen Migrationsgeschichte im direkten Vergleich herauszuarbeiten.

  • Historischer Vergleich der Migrationsbewegungen zwischen England und Irland
  • Analyse der Push- und Pull-Faktoren für Aus- und Einwanderung
  • Untersuchung des Einflusses von Industrialisierung und Kolonialmachtstatus
  • Darstellung der gesetzlichen Steuerung von Migration am Beispiel Großbritanniens
  • Bewertung wirtschaftlicher Faktoren wie des "Celtic Tiger" in Irland

Auszug aus dem Buch

2.3.3 Gesetze zur Steuerung der Einwanderung: Commonwealth Immigration Act und Immigration Act

Durch die verstärkter Zuwanderung „nichtweißer“ Bevölkerung, die bereits angesprochenen Konzentrationen von Immigranten in bestimmten Regionen sowie verschiedene Unruhen in Nottingham und im Londoner Stadtteil Notting Hill im Jahr 1958 wurde 1962 der Commonwealth Immigration Act erlassen. Dieses Gesetz war offen rassistisch, denn es unterschied zwischen Einwanderern aus dem New Commonwealth und dem Old Commonwealth (vgl. WEHLING 2007, S. 86).

Als Old Commonwealth wurden Kanada, Australien und Neuseeland bezeichnet (vgl. MILES, CLEARY 1992, S. 132). Unter New Commonwealth wurden die ehemaligen Kolonialstaaten des Indischen Subkontinents sowie Afrikas (ohne Südafrika) verstanden (vgl. SPELLMAN 2008, S. 36).

Das Gesetz setzte somit nur für die Einwanderer, deren ausländische Herkunft durch die Hautfarbe „sichtbar“ war, Quoten, kontrollierte aber nicht die Anzahl der Zuwanderungen aus Irland und dem Old Commonwealth (vgl. WEHLING 2007, S. 86f.).

Begründet wurde dieses Gesetz von der Regierung mit drei Argumenten: Erstens drohe eine Überbevölkerung, zweitens würde die Zuwanderung das Problem der Arbeitslosigkeit verstärken und drittens gäbe es Probleme mit der Integration der Einwanderer (vgl. MILES, CLEARY 1992, S. 133).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Definition der zentralen Begriffe wie Migration, Emigration und Immigration sowie Vorstellung der Leitfragen und der Zielsetzung der Arbeit.

2 England: Analyse der englischen Migrationsgeschichte von der Kolonialära über die Industrialisierung bis hin zur modernen Zuwanderung und ihrer gesetzlichen Steuerung.

3 Irland: Untersuchung des Wandels Irlands vom massiven Auswanderungsland (u.a. durch die Große Hungersnot) hin zum jungen Einwanderungsland während des wirtschaftlichen Booms des "Celtic Tiger".

4 Zusammenfassung: Systematischer Vergleich der Migrationsverläufe beider Länder und Beantwortung der eingangs formulierten Leitfragen.

Schlüsselwörter

Migration, Auswanderung, Einwanderung, England, Irland, Britische Inseln, Push-Faktoren, Pull-Faktoren, Kolonialismus, Industrialisierung, Commonwealth, Arbeitskräftewanderung, Celtic Tiger, Integration, Migrationsgeschichte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die historische und moderne Entwicklung von Wanderungsbewegungen (Migration) auf den Britischen Inseln, konkret am Beispiel von England und der Republik Irland.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf dem Wechsel von Emigration zu Immigration, dem Einfluss von Kolonialpolitik, wirtschaftlichen Boomphasen wie dem "Celtic Tiger" und der gesetzlichen Steuerung von Zuwanderung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist der Vergleich der Migrationsentwicklungen beider Länder, um Gemeinsamkeiten und signifikante Unterschiede in den Ursachen und Abläufen aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine kulturgeographische Analyse, die auf einer umfassenden Auswertung von Fachliteratur, Statistiken und historischem Datenmaterial basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse der Aus- und Einwanderungsphasen für England (inkl. Gesetzeslage) und Irland (inkl. Auswirkungen der Hungersnot und wirtschaftlicher Faktoren).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Push- und Pull-Faktoren, Migration, Kolonialmacht, Industrialisierung, Arbeitslosigkeit und das historische Bevölkerungswachstum.

Wie wirkte sich die "Große Hungersnot" auf Irlands Bevölkerung aus?

Sie führte zwischen 1845 und 1851 zu einem massiven Bevölkerungsrückgang von 8,5 auf 6,5 Millionen Menschen durch Tod und eine beispiellose Auswanderungswelle.

Welche Rolle spielte der "Commonwealth Immigration Act" für England?

Dieses Gesetz von 1962 steuerte die Einwanderung aus dem ehemaligen Empire durch eine diskriminierende Unterscheidung zwischen "New" und "Old" Commonwealth.

Gibt es Parallelen zwischen den beiden Ländern?

Ja, beide Länder entwickelten sich wirtschaftlich getrieben zu Einwanderungsländern und weisen bei Zuwanderern eine klare Präferenz für städtische Zentren auf.

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Details

Title
Aus- und Einwanderung auf den Britische Inseln am Beispiel von England und Irland
College
Saarland University
Course
Proseminar Kulturgeographie Britische Inseln
Grade
1,0
Author
Melanie Scheid (Author)
Publication Year
2013
Pages
24
Catalog Number
V276066
ISBN (eBook)
9783656690153
ISBN (Book)
9783656690146
Language
German
Tags
Irland England Schottland Nordirland Wales Migration Immigranten Great Famine Kartoffelfäule Hungersnot USA
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Melanie Scheid (Author), 2013, Aus- und Einwanderung auf den Britische Inseln am Beispiel von England und Irland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/276066
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