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Das Dionysische - Kunstprinzip und Männlichkeitskonstruktion

Título: Das Dionysische - Kunstprinzip und Männlichkeitskonstruktion

Trabajo Escrito , 2004 , 14 Páginas , Calificación: 1

Autor:in: Daniel Pater (Autor)

Filología alemana - Literatura alemana moderna
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Die vorliegende Arbeit hat die von Friedrich W. Nietzsche geschaffenen Kunstprinzipien des Apollinischen und Dionysischen zur Thematik. In seinem Werk „Die Geburt der Tragödie aus dem Geiste des Musik“ leitet Nietzsche seine Kunstprinzipien von den zwei griechischen Kunstgottheiten des Apoll und Dionysos ab. Nachdem im folgenden eine kurze Entstehungsgeschichte des dionysischen Kunstprinzips vorgestellt wird, werden die Gegensätzlichkeiten des Apollinischen und Dionysischen erläutert, darauf folgt eine kurze Ausführung zum Begriff der ‚Duplicität’ des Apollinischen und Dionysischen. Dieser Teil fällt zwar relativ knapp aus, da das eigentliche Thema ein anderes ist, darf jedoch aufgrund seiner Wichtigkeit in Verbindung mit den genannten Kunstprinzipien nicht fehlen. Die eigentliche Thematik dieser Arbeit wird jedoch erst anschließend bearbeitet. Sie beschäftigt sich ausschließlich mit dem Dionysischen und soll die Fragestellung klären , inwieweit dem dionysischen Kunstbegriff männliche Attribute zuzuschreiben sind und ob es sich dabei nicht nur um ein Kunstprinzip sondern auch um ein Männlichkeitskonstrukt handelt. Abschließend werden zwei Idealtypen männlicher Jugend vorgestellt, welche zur Klärung der gestellten Problematik beitragen sollen. Ich versuche im Folgenden meine Ausführungen ausschließlich auf einer wissenschaftlichen Ebene zu führen, da bei der oben genannten Fragestellung ein Abgleiten in männliche Stereotype nahe liegt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. DIE ENTSTEHUNGSGESCHICHTE DES DIONYSISCHEN KUNSTPRINZIPS

3. DAS DIONYSISCHE UND APOLLINISCHE KUNSTPRINZIP

4. DER BEGRIFF DER ’DUPLICITÄT’

5. DAS DIONYSISCHE ALS MÄNNLICHKEITSKONSTRUKTION

6. DAS DIONYSISCHE GÖTTERBILD ALS IDEAL

7. SCHLUSS

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die von Friedrich Nietzsche geprägten Kunstprinzipien des Apollinischen und Dionysischen mit einem besonderen Fokus auf den Dionysischen Aspekt. Das primäre Ziel besteht darin zu klären, inwieweit dem dionysischen Kunstbegriff männliche Attribute zugeschrieben werden können und ob es sich dabei um eine Form der Männlichkeitskonstruktion handelt.

  • Die Entstehungsgeschichte des Dionysischen
  • Gegenüberstellung von apollinischem und dionysischem Kunstprinzip
  • Analyse des Dionysischen als Männlichkeitskonstruktion
  • Diskussion von Männlichkeitsstereotypen wie Gewalt, Alkoholkonsum und Konkurrenzverhalten
  • Die Darstellung des dionysischen Götterbildes als männlicher Idealtypus

Auszug aus dem Buch

Das Dionysische als Männlichkeitskonstrukt

Dionysos wird als Sohn des Göttervaters Zeus und der Unterweltgöttin Persephone geboren. Seine Geburt stößt allerdings nur auf wenig Gefallen und säht Zorn unter den Göttern, so dass Hera die Titanen anstiftet, das göttliche Kind in Stücke zu reißen und es zu fressen. Athene kann jedoch das Herz des Sprösslings retten, welches Zeus verschluckt, um seinem Sohn erneut das Leben zu schenken. Dies geschieht durch die Verführung der Semele, einer Tochter des thebanischen Königs Kadmos, welche das Götterkind erneut gebären soll. Hera ist es jedoch wiederum, die keinen Gefallen an dem göttlichen Kind verspürt und Semele verleitet. Durch diese List stirbt Semele den durch Hera inszenierten Flammentod. Es ist jedoch erneut Zeus, dem es gelingt das ungeborenen Kind vor den Flammen zu retten. Er näht den ungeborenen Dionysos daraufhin in seinen Schenkel und bringt ihn selbst zur Welt.

Wie der Geburtsgeschichte zu entnehmen ist, liegen Leben und Tod im Dionysoskult nah beieinander, deshalb gilt Dionysos auch als eigentlicher Maskengott. Die Maske symbolisiert dabei einen gewissen Doppelsinn und Widerspruch zwischen Rausch und Wahnsinn. „Lebensfülle und Todesgewalt , beide sind im Dionysos gleich ungeheuer”, außerdem verkörpere Dionysos „Leben und Tod in einem“ so Walter F. Otto in seinem Werk „Dionysos“. Belegt wird die Symbolik der Maske in Verbindung mit Dionysos auf zahlreichen Vasenbildern, die die Feier der Weinmischung darstellen, darauf wird die Anwesenheit des Dionysos in Form einer Maske symbolisiert. Ihm zu Ehren wurden auch zahlreiche Tänze maskentragender Menschen veranstaltet, welche sich über das Mittelalter behaupten konnten und in den heutigen Karnevalsbräuchen ebenfalls angetroffen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Vorstellung der Thematik, der kunsttheoretischen Basis nach Nietzsche und Erläuterung der Fragestellung bezüglich der Männlichkeitskonstruktion.

2. DIE ENTSTEHUNGSGESCHICHTE DES DIONYSISCHEN KUNSTPRINZIPS: Erläuterung der lebensbejahenden Strategie des Dionysischen und Einordnung in die deutsche Geistesgeschichte.

3. DAS DIONYSISCHE UND APOLLINISCHE KUNSTPRINZIP: Differenzierung der beiden Triebe als Traumwelt des Apollinischen und als rauschhafte Naturkraft des Dionysischen.

4. DER BEGRIFF DER ’DUPLICITÄT’: Analyse des Wechselspiels und der Konkurrenz der beiden Prinzipien als Strategien der Lebensbewältigung.

5. DAS DIONYSISCHE ALS MÄNNLICHKEITSKONSTRUKTION: Untersuchung der Attribute des Gottes, wie Gewalt, Rausch und Maskenhaftigkeit, im Kontext aktueller Männerforschung und gesellschaftlicher Stereotype.

6. DAS DIONYSISCHE GÖTTERBILD ALS IDEAL: Darstellung des Dionysischen als Idealtypus männlicher Jugend anhand der ästhetischen Analysen von Winckelmann.

7. SCHLUSS: Zusammenführende Betrachtung der Ergebnisse, die Dionysos als eine Gottheit mit eindeutig männlichen Attributen bestätigt.

Schlüsselwörter

Dionysisches, Apollinisches, Nietzsche, Männlichkeitskonstruktion, Kunstprinzip, Mythologie, Rausch, Gewalt, Maskengott, Geschlechterrollen, Idealtypus, Kulturgeschichte, Lebensbewältigung, Dionysos, Männlichkeitsforschung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den zwei von Friedrich Nietzsche definierten Kunstprinzipien, dem Apollinischen und dem Dionysischen, und untersucht deren Bedeutung im Kontext der Konstruktion von Männlichkeit.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die kunsttheoretische Einordnung der griechischen Gottheiten Apoll und Dionysos, sowie die soziologische und psychologische Betrachtung männlicher Verhaltensmuster.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist zu klären, inwieweit der dionysische Kunstbegriff als Konstrukt männlicher Identität verstanden werden kann und welche Attribute dabei eine Rolle spielen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse philosophischer Werke von Nietzsche, mythologischer Auslegungen sowie aktueller Studien aus der Männerforschung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Entstehung des Dionysischen, dessen Konkurrenz zum Apollinischen, das Männlichkeitsbild bei Dionysos sowie die Einordnung als Ideal in der Kunstgeschichte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen gehören das Dionysische, Männlichkeitskonstruktion, Nietzsche, Kunstprinzip, Rausch, Gewalt und Idealtypus.

Welche Rolle spielt der Alkoholkonsum in der Analyse des Dionysischen?

Der Alkoholkonsum wird als symbolische Handlung innerhalb der männlichen Cliquenkultur identifiziert, die zur Demonstration von Identität und Gruppenzugehörigkeit dient.

Wie wird das Konkurrenzverhalten im Dionysoskult gedeutet?

Die Arbeit interpretiert das Konkurrenzverhalten des Gottes nicht nur als mythologisches Element, sondern setzt es in Bezug zu modernen männlichen Attributen und der Eifersucht als Motiv.

Final del extracto de 14 páginas  - subir

Detalles

Título
Das Dionysische - Kunstprinzip und Männlichkeitskonstruktion
Universidad
University of Münster  (Deutsche Philologie II)
Curso
Literaturlust
Calificación
1
Autor
Daniel Pater (Autor)
Año de publicación
2004
Páginas
14
No. de catálogo
V27612
ISBN (Ebook)
9783638296144
ISBN (Libro)
9783638806206
Idioma
Alemán
Etiqueta
Dionysische Kunstprinzip Männlichkeitskonstruktion Literaturlust
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Daniel Pater (Autor), 2004, Das Dionysische - Kunstprinzip und Männlichkeitskonstruktion, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/27612
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