Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit

Die Pseudoisidorischen Dekretalen

Titel: Die Pseudoisidorischen Dekretalen

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2013 , 17 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Michael Belitz (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Pseudoisidorischen Dekretalen ist der bedeutendste Fälschungskomplex des Mittelalters. In der vorliegenden Arbeit wird zunächst ein kurzer Überblick über die kritisch-wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit den falschen Dekretalen gegeben, bis hin zur Entlarvung des Fälschers in neuester Zeit. Im zweiten Teil der Arbeit, wird der Einfluss der Dekretalen auf das ostfränkische Reich im 10. Jahrhundert untersucht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Pseudoisidorischen Dekretalen

3. Die Auseinandersetzung mit den Fälschungen

3.1 David Blondel

3.2 Paul Hinschius, Johann Friedrich von Schulte und Ignaz Döllinger

3.3 Bernhard von Simson und Emil Seckel

3.4 Horst Fuhrmann und Klaus Zechiel-Eckes

4. Die falschen Dekretalen im 10. Jahrhundert

4.1 Die pseudoisidorischen Dekretalen und das Papsttum

4.2 Die falschen Dekretalen in den Kanonessammlungen

4.2.1 Collectio Anselmo Dedicata

4.2.2 Das Sendhandbuch Reginos von Prüm

4.2.3 Die falschen Dekretalen in weiteren Kanonessammlungen

4.3 Synoden und die Pseudoisidorischen Dekretalen

4.3.1 Die Synode von Hohenaltheim 916

4.3.2 Die Pseudoisidorischen Dekretalen auf weiteren Synoden

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit verfolgt das Ziel, die Forschungsgeschichte zur Entlarvung der Pseudoisidorischen Dekretalen als Fälschungskomplex darzulegen und deren Wirkungsgeschichte im 10. Jahrhundert zu untersuchen, um die Rezeptionslücke zwischen der Entstehung im 9. Jahrhundert und der intensiven Nutzung im Reformpapsttum des 11. Jahrhunderts zu analysieren.

  • Forschungsgeschichte der Entlarvung durch bedeutende Historiker
  • Die Methoden der Fälschung und der „Zitatschatz“ des Pseudo-Isidor
  • Rezeption der Dekretalen durch das Papsttum im 10. Jahrhundert
  • Verbreitung in Kanonessammlungen wie der Collectio Anselmo Dedicata
  • Einfluss der Pseudoisidorischen Dekretalen auf wichtige Synoden des 10. Jahrhunderts

Auszug aus dem Buch

3.4 Horst Fuhrmann und Klaus Zechiel-Eckes

Den nächsten Schritt bei der vollständigen Erschließung des falschen Dekretalen machte der Mittelalter Historiker Horst Fuhrmann (*1926). Ebenso wie Hinschius und Seckel fand sich auch Fuhrmann damit ab den wahren Urheber der Pseudoisidorischen Dekretalen nicht auswendig machen zu können, und beschränkte sich daher vor allem, wie es der Titel schon anzeigt, auf die Wirkungsgeschichte der Dekretalen und hierbei insbesondere auf die sog. „Konstantinische Schenkung“.

Nachdem sich die Historiker nun damit abgefunden hatten den wahren Autor und Kompilator der Dekretalen niemals zu entdecken, denn wenn selbst der größte Experte in Sachen Pseudoisidor ihn nicht enttarnen konnte wer sollte es dann schaffen, gelang es ca. 30 Jahre später doch. Klaus Zechiel-Eckes (1959-2010) wagte einen Blick in die Werkstatt Pseudoisidors und so gelang es ihm, der eigentlich kein Experte für die Pseudoisidorischen Dekretalen war, den Nebel um den Fälscher zu lüften. Durch die Vergleiche verschiedener Anmerkungen und Benutzungsspuren so wie der Verwendungshäufigkeit bestimmter Bibelstellen und anderer Texte konnte Zechiel-Eckes den Täterkreis enger bestimmen und ihn dann durch einen Blick auf die politische Landschaft der Entstehungszeit auf eine Person eingrenzen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Pseudoisidorischen Dekretalen als einflussreichste Kirchenrechtsfälschung des Mittelalters und die Zielsetzung der Arbeit.

2. Die Pseudoisidorischen Dekretalen: Erläuterung des Charakters der Sammlung und der aufwendigen Fälschungsmethode durch Exzerpte aus existierenden Texten.

3. Die Auseinandersetzung mit den Fälschungen: Historischer Überblick über die wissenschaftliche Entlarvung der Dekretalen durch Forscher von Blondel bis Zechiel-Eckes.

4. Die falschen Dekretalen im 10. Jahrhundert: Untersuchung der begrenzten, aber vorhandenen Rezeption und Verbreitung der Fälschungen im 10. Jahrhundert.

5. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Rezeptionsgeschichte und der Bedeutung der modernen Quellenkritik für die Aufdeckung der Fälscherschaft.

Schlüsselwörter

Pseudoisidorische Dekretalen, Kirchenrechtsfälschung, Isidorus Mercator, Mittelalter, Forschungsgeschichte, Kanonessammlungen, Papsttum, Synoden, 10. Jahrhundert, Klaus Zechiel-Eckes, Horst Fuhrmann, Quellenkritik, Rezeption, Reformpapsttum, Kirchengeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Pseudoisidorischen Dekretalen, eine der bedeutendsten Fälschungen des Mittelalters, und beleuchtet sowohl deren historische Entlarvung als auch ihre Rezeption im 10. Jahrhundert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen zählen die Forschungsgeschichte der Fälschung, die Methoden des Autors, die Verbreitung der Texte in Kanonessammlungen und deren Anwendung auf Synoden.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Entwicklung der wissenschaftlichen Erkenntnis über den Fälscher nachzuzeichnen und aufzuzeigen, wie die Fälschungen im 10. Jahrhundert – trotz vermeintlich geringer Verbreitung – doch in kirchlichen und päpstlichen Kontexten genutzt wurden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine systematische Literaturanalyse der einschlägigen Forschungsarbeiten sowie eine quellenkritische Untersuchung der Verbreitungswege in Kanonessammlungen und synodalen Akten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die chronologische Entwicklung der Fälschungsforschung sowie die spezifische Bedeutung der Dekretalen für das Papsttum, Kanonessammlungen wie die Collectio Anselmo Dedicata und Synoden des 10. Jahrhunderts.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Pseudoisidorische Dekretalen, Kirchenrechtsfälschung, Quellenkritik und die wissenschaftliche Aufarbeitung durch Historiker wie Fuhrmann und Zechiel-Eckes charakterisieren.

Wer konnte schließlich die Identität des Fälschers wahrscheinlich aufdecken?

Nach jahrhundertelanger Suche konnte Klaus Zechiel-Eckes durch eine genaue Analyse der Arbeitshandschriften und des politischen Kontextes Paschasius Radbertus als den wahrscheinlich verantwortlichen Kompilator identifizieren.

Warum ist das 10. Jahrhundert für die Forschung besonders interessant?

Es dient als Übergangszeit zwischen der Erstellung der Fälschung im 9. Jahrhundert und ihrer massiven, instrumentalisierten Nutzung während des Reformpapsttums im 11. Jahrhundert.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Pseudoisidorischen Dekretalen
Hochschule
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Note
1,7
Autor
Michael Belitz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
17
Katalognummer
V276251
ISBN (eBook)
9783656691228
ISBN (Buch)
9783656691198
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Pseudoisidorische Dekretalen Pseudoisidor Falsche Dekretalen Fälschung Fälschungen Wirkungsgeschichte ostfränkische Konzilien 10. Jahrhundert ostfränkisches Reich Forschungsgeschichte Quellenkritik Kirchengeschichte
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Michael Belitz (Autor:in), 2013, Die Pseudoisidorischen Dekretalen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/276251
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  17  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum