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Institutionen. Grundlagen, Entstehung und Funktionen

Titel: Institutionen. Grundlagen, Entstehung und Funktionen

Hausarbeit , 2011 , 14 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Sebastian Nothing (Autor:in)

Soziologie - Allgemeines und Grundlagen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der Einführung seines Buches schreibt Mateusz Stachura (2009, 8), dass eine „gültige Erklärung sozialen Handelns (…) Annahmen über Institutionen zwingend“ voraussetzt. „Ohne Kenntnis der Handlungsregeln lässt sich schlicht kein soziales Handeln erklären“ (ebd.).
Was aber sind Institutionen? Wie entstehen diese und was für eine Funktion erfüllen sie? Diese Fragen sollen in der vorliegenden Arbeit geklärt werden.
Zunächst wird im Kapitel „Kulturanthropologische Grundlagen“ darauf eingegangen, was den Menschen vom Tier unterscheidet. Dazu wird vor allem auf Goldschmidt Bezug genommen. Charakteristika des Menschen, wie die Dinge herstellen zu können, zu lernen, zu sprechen und Wissen zu reproduzieren werden dargestellt.
Weiterhin wird hier die Instinktreduziertheit des Menschen und die Bedeutung der Kultur für diesen erwähnt.
In dem sich anschließenden Abschnitt wird die kulturanthropologische Notwendigkeit von Institution anhand des Prozesses des Aufwachsens erklärt und in Beziehung zur Kultur gestellt.
Das nachfolgende Kapitel befasst sich mit der Entstehung und der Funktion von Institutionen. Dazu wird im ersten Abschnitt eine Definition des Begriffes „Institution“ aufgestellt. Dieser wird anschließend vom Begriff der „Organisation“ abgegrenzt; eine Differenzierung zu den Begriffen der „Norm“ und der „Rolle“ wird vorgenommen.
Weiterhin wird der Prozess der Institutionalisierung nach Berger und Luckmann näher betrachtet. Ein besonderes Augenmerk gilt hier insbesondere der Typisierung und Habitualisierung von Handlungen und dem Zusammenhang zwischen den beiden.
Anschließend folgt ein Abschnitt zu den Funktionen von Institutionen.
Im letzten Kapitel schließt ein Fazit die Arbeit ab, indem wesentliche Punkte der Arbeit zusammenfassend noch einmal aufgegriffen werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

2 Kulturanthropologische Grundlagen

2.1 Was den Menschen vom Tier unterscheidet

2.2 Kulturanthropologische Notwendigkeit von Institutionen

3 Entstehung und Funktion von Institutionen

3.1 Definition „Institution“

3.2 Institutionalisierungsprozess

3.3 Funktionen von Institutionen

4 Fazit

5 Literatur und Quellen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die grundlegende Bedeutung von Institutionen für die menschliche Gesellschaft, indem sie deren anthropologische Wurzeln beleuchtet und den Prozess ihrer Entstehung sowie ihre stabilisierenden Funktionen analysiert.

  • Kulturanthropologische Grundlagen der Menschwerdung
  • Der Prozess der Institutionalisierung nach Berger und Luckmann
  • Abgrenzung der Begriffe Institution, Organisation, Norm und Rolle
  • Die Funktion von Institutionen als Instinktersatz und zur Entlastung
  • Die soziale Konstruktion von Wirklichkeit durch Typisierungen

Auszug aus dem Buch

3.2 Institutionalisierungsprozess

Berger und Luckmann (2010,58) liefern folgende Grundlage zur Bestimmung von Institutionalisierungsprozessen: „Institutionalisierung findet statt, sobald habitualisierte Handlungen durch Typen von Handelnden reziprok typisiert werden. Jede Typisierung, die auf diese Weise vorgenommen wird, ist eine Institution.“

An dieser Stelle gilt es zu klären, wie Institutionen entstehen: Jede Handlung wird dadurch zur Gewohnheit, dass sie Wiederholungen unterliegt. Diese ermöglichen ein sukzessives Einsparen von Kraft, da ursprünglich vorhandene Hürden beim Bewältigen der Aufgabe durch den dabei entstandenen Lerneffekt nicht mehr überwunden werden müssen. Kann die Handlung unter Einsatz einer Kraft, die kleiner ist als jene, die zu Anfang der Aufgabenlösung benötigt wurde, durchgeführt werden, so spricht man von Habitualisierung (Berger / Luckmann 2010, 56).

„Habitualisierte Tätigkeiten behalten (…) ihren sinnhaften Charakter für jeden von uns, auch wenn ihr jeweiliger Sinn als Routine zum allgemeinen Wissensvorrat gehört, zur Gewißheit geworden und dem Einzelnen für künftige Verwendungen“ zur Verfügung steht. Gewöhnung „befreit den Einzelnen von der ‚Bürde der Entscheidung‘ und sorgt für psychologische Entlastung, deren anthropologische Voraussetzung der ungerichtete Instinktapparat des Menschen ist“ (ders., S. 57; Gehlen 1958, 71).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Das Kapitel stellt die zentrale Fragestellung nach der Entstehung und Funktion von Institutionen vor und gibt einen Ausblick auf den methodischen Aufbau der Arbeit.

2 Kulturanthropologische Grundlagen: Hier wird untersucht, was den Menschen vom Tier unterscheidet, und die Notwendigkeit von Institutionen für die menschliche Entwicklung begründet.

3 Entstehung und Funktion von Institutionen: Dieser Hauptteil definiert den Begriff „Institution“, beleuchtet den Prozess der Institutionalisierung und erläutert die stabilisierenden Funktionen für die Gesellschaft.

4 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung, in der Institutionen als vom Menschen geschaffene Verhaltensmuster zur Lösung von Alltagsproblemen und zur Sicherung des Zusammenlebens hervorgehoben werden.

5 Literatur und Quellen: Dieses Verzeichnis listet sämtliche verwendete Fachliteratur und theoretische Grundlagen auf.

Schlüsselwörter

Institution, Institutionalisierung, Habitualisierung, Typisierung, Kulturanthropologie, soziales Handeln, Instinktersatz, Verhaltensmuster, Organisation, Norm, Rolle, Entlastung, soziale Kontrolle, Gesellschaft, Wissensvorrat

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der theoretischen Herleitung von Institutionen, ihrer Entstehung im menschlichen Handeln und den Funktionen, die sie für ein geordnetes Zusammenleben erfüllen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die kulturanthropologischen Voraussetzungen des Menschen, die Theorie der Institutionalisierung nach Berger und Luckmann sowie die Abgrenzung von Institutionen gegenüber Organisationen und sozialen Normen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, zu klären, wie Institutionen entstehen, welche spezifischen Funktionen sie für den Menschen haben und warum sie als Grundlage für soziales Handeln unerlässlich sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Literaturarbeit, die auf soziologischen und kulturanthropologischen Standardwerken aufbaut, um Begriffe zu definieren und Prozesse zu erklären.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Institutionen, die detaillierte Beschreibung des Institutionalisierungsprozesses durch Typisierung und Habitualisierung sowie eine Analyse der Entlastungs- und Steuerungsfunktionen von Institutionen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich maßgeblich über Begriffe wie Institutionalisierung, Habitualisierung, soziales Handeln, Typisierung und Instinktersatz definieren.

Was unterscheidet eine Institution von einer Organisation?

Institutionen sind eher als etablierte, sinnhafte Orientierungen des Handelns zu verstehen, während eine Organisation laut Tacke ein spezielles Sozialsystem auf Basis freiwilliger Mitgliedschaft darstellt.

Warum sind Institutionen für den Menschen entlastend?

Sie befreien den Menschen von der ständigen „Bürde der Entscheidung“, da sie bewährte Lösungswege für wiederkehrende Probleme vorgeben und so Kapazitäten für Innovationen freisetzen.

Welche Rolle spielt die Sprache bei der Entstehung von Institutionen?

Sprache ermöglicht es dem Menschen, Tatsachen über die Welt hinaus auszudrücken und Wissen zu reproduzieren, was für die Ausbildung und Weitergabe einer eigenen kulturellen Ordnung notwendig ist.

Wie vollzieht sich der Übergang von individueller Handlung zur Institution?

Durch Habitualisierung werden Handlungen zur Routine. Wenn diese reziprok typisiert werden und Akteure einander in diesen Mustern wahrnehmen, entstehen verfestigte soziale Strukturen, die schließlich als Institutionen fortbestehen.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Institutionen. Grundlagen, Entstehung und Funktionen
Hochschule
Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg
Note
2,0
Autor
Sebastian Nothing (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
14
Katalognummer
V276271
ISBN (eBook)
9783656690924
ISBN (Buch)
9783656690917
Sprache
Deutsch
Schlagworte
institutionen grundlagen entstehung funktionen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sebastian Nothing (Autor:in), 2011, Institutionen. Grundlagen, Entstehung und Funktionen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/276271
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Leseprobe aus  14  Seiten
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