In dieser Arbeit geht es darum, mit welchen Schwierigkeiten Lehrende mit Migrationshintergrund konfrontiert sind und welche Ressourcen und Potentiale sie in den schulischen Alltag bringen.
Inhaltsverzeichnis
I. Integration als Bestandteil der bildungspolitischen Debatten
II. Bestandsaufnahme
III. Diskriminierung als der Hauptindikator für eine geringe Quote.
IV. Ressourcen, die Lehrkräfte mit Migrationshintergrund mit sich bringen.
V. Die Etablierung der Unterstützungsprogramme
a) Junge Vorbilder oder MiCoach
b) MigraMentor-Campus
c) Stipendienprogramm der Hertie-Stiftung
d) Migranten machen Schule
e) Mehr Migranten werden Lehrer
f) Basis
VI. Kritiker der zu starken Betonung des Migrationshintergrunds in der bildungspolitischen Debatte.
VII. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert die Unterrepräsentanz von Lehrkräften mit Migrationshintergrund im deutschen Bildungssystem, untersucht die Ursachen für diese Diskrepanz und bewertet bestehende Förder- sowie Unterstützungsprogramme zur Rekrutierung.
- Bildungspolitische Relevanz und Integrationsdebatten
- Statistische Bestandsaufnahme der Lehrerschaft
- Diskriminierungserfahrungen im Bildungsbereich
- Ressourcenorientierte Perspektiven und Vorbildfunktionen
- Evaluation von Mentoring- und Stipendienprogrammen
Auszug aus dem Buch
Ressourcen, die Lehrkräfte mit Migrationshintergrund mit sich bringen.
Dabei sind besonders Lehrer mit Migrationshintergrund Vorbilder für gelungene Integration und können als Vermittler den Kulturen agieren. Sie sind ein glaubwürdiges Vorbild der vielfältigen Schülerschaft und Vermittler der Einstellung: " Ich habe das geschafft, ein gesellschaftliches Ansehen durch die Bildung zu gewinnen! Ihr schafft das auch!"
Die positiven Vorbilder signalisieren die Bereitschaft, sich für die Anstrengung zwecks des schulischen Erfolgs einzusetzen. Insbesondere die Bildungsausländer berichten über die harten Schulzeiten in ihren Heimatländern, wo sie aufgrund des Leistungs- und Konkurrenzdrucks bis spät in die Nacht und auch am Wochenende lernen müssen. Sie sind ein eindeutiger Beweis dafür, dass der soziale Aufstieg auch für Migranten durch die Bildung realisierbar ist.
Eine Lehrerin rumänischer Herkunft hebt das identifikatorische Angebot hervor, "welches sie an die Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund macht. Allein die Annahme, dass sie als Migrantin ähnliche Erfahrungen gemacht habe und mache, lege die Grundlage für besseres Verständnis und Vertrauen."
Zusammenfassung der Kapitel
I. Integration als Bestandteil der bildungspolitischen Debatten: Die Einleitung beleuchtet die bildungspolitische Notwendigkeit einer interkulturellen Öffnung des öffentlichen Dienstes und stellt den Nationalen Aktionsplan Integration vor.
II. Bestandsaufnahme: Dieses Kapitel liefert eine statistische Analyse zur Unterrepräsentanz von Lehrkräften mit Migrationshintergrund an deutschen Schulen und nennt erste Forschungsbefunde.
III. Diskriminierung als der Hauptindikator für eine geringe Quote.: Hier werden Barrieren wie Vorurteile, Diskriminierung und fachliche Fehlinterpretationen aufgrund sprachlicher Differenzen thematisiert.
IV. Ressourcen, die Lehrkräfte mit Migrationshintergrund mit sich bringen.: Das Kapitel fokussiert auf die Potenziale dieser Lehrkräfte, insbesondere als Vorbilder und Vermittler zwischen Kulturen.
V. Die Etablierung der Unterstützungsprogramme: Es werden verschiedene Initiativen und Projekte vorgestellt, die gezielt angehende Lehrkräfte mit Migrationshintergrund fördern.
VI. Kritiker der zu starken Betonung des Migrationshintergrunds in der bildungspolitischen Debatte.: Dieses Kapitel setzt sich kritisch mit Gegenpositionen auseinander, die eine Fokussierung auf den Migrationshintergrund ablehnen.
VII. Fazit: Die Zusammenfassung unterstreicht die Notwendigkeit, Ressourcen besser zu nutzen und fordert einen dauerhaften Wandel in der Bildungspolitik.
Schlüsselwörter
Integration, Bildungspolitik, Migrationshintergrund, Lehrkräfte, Diskriminierung, Interkulturelle Kompetenz, Sprachförderung, Bildungsaufstieg, Vorbildfunktion, Mentoring, Lehramtsstudium, Heterogenität, Bildungsgerechtigkeit, Unterstützungsprogramme, Schulerfolg.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Gründe für die geringe Präsenz von Lehrkräften mit Migrationshintergrund in deutschen Schulen und evaluiert Strategien zur Gewinnung dieser Zielgruppe.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit behandelt politische Integrationsdebatten, Diskriminierungserfahrungen, die Rolle von Vorbildern sowie verschiedene Förderinitiativen für Lehramtsstudierende.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Hauptziel ist es aufzuzeigen, wie durch eine gezielte Förderung und Wertschätzung von Lehrkräften mit Migrationshintergrund die Bildungschancen für Schüler mit Zuwanderungsgeschichte verbessert werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich primär auf eine Literaturanalyse sowie die Auswertung von empirischen Studien, Kongressdokumentationen und Projektberichten.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme, eine Analyse von Diskriminierungsmechanismen, eine Darstellung spezifischer Ressourcen von Lehrkräften mit Migrationshintergrund sowie die Vorstellung verschiedener Unterstützungsprogramme.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Begriffe umfassen Integration, Bildungsaufstieg, interkulturelle Kompetenz, Diskriminierung und die Rolle von Lehrkräften als Vorbilder.
Wie unterscheidet sich das Projekt "Basis" von anderen Programmen?
Das Projekt "Basis" an der Universität Kassel konzentriert sich explizit auf die psychologischen Bedürfnisse und die psychosoziale Unterstützung der Studierenden.
Warum fordern Kritiker eine weniger starke Betonung des Migrationshintergrunds?
Kritiker wie Carolin Rotter argumentieren, dass die Fixierung auf den Migrationshintergrund von der notwendigen allgemeinen Ausbildung aller Lehrkräfte im Umgang mit Heterogenität ablenkt.
Welche Rolle spielt die Sprache im Integrationsprozess laut der Arbeit?
Sprache ist ein zentrales Werkzeug der Sozialisation, wobei die Arbeit insbesondere die Bedeutung von interkultureller Kommunikation und die Vermeidung von Missverständnissen im Schulalltag betont.
- Arbeit zitieren
- Lioudmila Berlejung (Autor:in), 2014, Lehrer mit Migrationshintergrund als Beitrag zur Integration, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/276390